AT118717B - Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von Schmelzzement. - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von Schmelzzement.

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AT118717B
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  Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von   Schmelzzement.   
 EMI1.1 
 

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 so lange abgedichtet, als sie nicht durch das Schmelzgut bedeckt werden, um den Eintritt überschüssiger
Luft in den Ofen zu verhindern. 



   Ferner sind die im Mantel des Speicherraumes vorgesehenen Auslassöffnungen, durch welche tiefere
Schichten der Schmelzzone zum Ausfliessen gelangen können, mit   Verschlussorganen   vershen, die selbst- tätig so gesteuert werden, dass sie die Öffnungen auf dem von der Schmelze nicht bedeckten Teil des
Umfanges absperren und so den Eintritt   überschüssiger   Luft oder das Entweichen von Heizgas verhindern und die Öffnungen erst dann für den Abfluss freigeben, wenn sie unter die Oberfläche des   Schmelzgutes   gelangt sind.

   Diese Vorrichtung kann auch so ausgebildet werden, dass die Auslassöffnungen in ver- schiedenen Entfernungen vom Ofenmittelpunkt angeordnet sind, so dass die am weitesten abliegenden Öffnungen dazu dienen, Verunreinigungen oder Nebenprodukte, welche spezifisch schwerer sind als das eigentliche Schmelzgut und sich daher in der tiefsten Stelle der Speicherzone ansammeln, von dem Schmelz- gut getrennt abzuziehen, während die am weitesten nach innen liegenden Auslassöffnungen dazu dienen, die auf dem Schmelzgut schwimmende Schlacke und spezifisch leichteren Verunreinigungen getrennt zu entfernen. 



   In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel eines Drehrohrofens gemäss der Erfindung im lotrechten Schnitt veranschaulicht. 



   Der Ofen bestellt (Fig. 1) aus einem Teil 0, in welchen das Brenngut mittels eines   Zuführung-   rohres B eingeführt wird und in welchem es eine Vorwärmung erfährt. An den oberen Teil C des Ofens   schliesst   sich der Speicherraum bzw. die Speicherzone A an, die aus einem erweiterten Ofenteil besteht. 



   Diese Speicherzone   A   erstreckt sich so weit nach dem oberen Teile des Ofens, dass das Brenngut, welches diesen oberen Ofenteil 0 passiert hat, in das Schmelzbad des Speicherraumes. A hineinfällt, bevor es zu erweichen oder klebrig zu werden beginnt. Die Zusatzmaterialien,   Flussmittel   usw. werden nicht durch das Einlaufrohr B, sondern direkt in den Speicherraum A   eingeführt.   Zu diesem Zweck ist ein Vorratsilo D angeordnet, welches diese Zusatzmaterialien enthalt. Mittels einer   Zuführungsöffnung   E können dieselben aus dem Vorratsilo D unmittelbar in den Raum   A   eingeführt werden.

   Diese Zuführungsöff-   mmgen     E   können mittels geeigneter Organe, Klappen, Schieber F im geeigneten Augenblicke geöffnet und wieder geschlossen werden, um den Zutritt überschüssiger Verbrennungsluft zu verhindern. 



   Man kann diese   Zuschläge   vom Ofenauslaufsende aus auch mittels einer Wurf-, Blas-oder Saugvorrichtung G in die Speicher- bzw. Schmelzzone A befördern. 



   Der Speieherraum ist mit einem Verengungsring versehen, in welchem   Auslaufsöffnungen   T vor-   gesehen sind und aus welchen die Schmelze in Rinnen oder ähnliche Transportvorrichtungen K gelangt die der Weiterbeförderung dienen.   



   Der feststehende Ofenkopf M liegt an dem, sich an ihm vorbeidrehenden Verengungsring derart an, dass der Speicherraum gegen den Eintritt überschüssiger Luft durch die Öffnungen T auf dem von der
Schmelze nicht benetzten Teile abgedichtet ist. 



   Die Auslassöffnung 0 ist in   möglichst   grosser Entfernung vom Ofenmittelpunkt zu dem Zwecke angeordnet, um Verunreinigungen oder Nebenprodukte, welche spezifisch schwerer sind als das eigentliche Schmelzgut und sich daher an der tiefsten Stelle der Speicherzone ansammeln, getrennt von dem
Schmelzgut abzuziehen. Der Schieber Q, welcher von Hand oder automatisch zu bedienen ist, bewirkt, dass der Ausfluss nur in dem Augenblick erfolgt, in dem sich die Öffnung annähernd am tiefsten Punkte des Drehkreises befindet. 



   Eine besonders günstige Form der Speicher-bzw. der Schmelzzone ist in Fig. 2 dargestellt. Sie hat hier die Form eines   Konusses   von einem der Ofenneigung angepassten Kegelwinkel, so dass ihre untere Mantelfinie annähernd waagerecht liegt. Hiedurch hat das Schmelzbad annähernd auf seine ganze Länge hin eine gleichmässige Tiefe, wodurch erreicht wird, dass die   aufgespeicherte   Schmelze stagniert und nicht vorschnell nach dem Auslaufende des Ofens hin befördert wird. Ausserdem bietet diese Ausführungsform den Vorteil, dass man die die Schmelze enthaltende Zone über ihre ganze Länge hin in ein   Küblbad     H   eintauchen kann, dessen   Kühlflüssigkeit   zur Vermeidung von zu hoher Temperatursteigerung und Verdampfung fortlaufend zu-und abfliesst.

   Hier schliesst sich an den Speicherraum A ein Verengungskonus M an, in welchem   Auslassöffnungen   T vorgesehen sind, die auch hier den Austritt tieferer Schichten der aufgespeicherten Schmelze gestatten. Es empfiehlt sich, diese Ausschnitte oder Löcher so klein zu halten, dass bei dem Vorübergang der Öffnungen an der flüssigen Schmelze nur ein Teil derselben abfliesst und das Niveau nicht tiefer sinkt, als der Erzeugung bis zum nächsten Vorübergang einer Austrittsöffnung entspricht. Beim Anhalten des Ofens empfiehlt es sich ferner darauf zu achten, dass dasselbe dann erfolgt, wenn durch keine dieser Austrittsöffnungen Schmelze zum Ausfliessen kommt. 



   An den Verengungsring bzw. Konus   schliesst   sich ein kurzer Verlängerungsteil von kleinerem Durchmesser, welcher einen Laufring N tragen kann. In diesem Falle muss ein Teil des fertigen Schmelzgutes über diese kurze   Verlängerungsstrecke hinwegfliessen,   um in die Transportrinne   K   zu gelangen. 



  Bei der Kürze dieser Strecke ist die Möglichkeit gegeben, zu verhindern, dass die durch diese Strecke hin-   durchschlagende Verbrennungsflamme   eine Überhitzung des Brenngutes bewirkt oder auch, falls die Beschaffenheit der Flamme normalerweise so ist, dass die hohe Temperatursteigerung erst hinter dieser Strecke in der Schmelzzone erreicht wird, dass das ausfliessende Schmelzgut sich abkühlt und zum 

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Anbacken Veranlassung gibt. Man kann die Temperatur und die Länge der Flamme durch Zuführung von Wasserdampf oder von Teilen der Verbrennungsgase zur Verbrennungsluft oder anderseits durch grössere Vorerhitzung der Verbrennungsluft oder durch andere bekannte Mittel so regeln, dass sie gerade in der   fraglichen   Strecke den Zustand des Schmelzgutes im wesentlichen unverändert lässt. 



   Es ist auch möglich, dem Drehofen und insbesondere der Austragvorrichtung eine solche Gestalt zu geben, dass das Schmelzgut überhaupt nicht durch diese verengte Zone hindurch auszutreten braucht (Fig. 3). Man kann nämlich durch Löcher 0, die mit dem Schmelzbad in Verbindung stehen, das fertige
Schmelzgut abziehen, ohne dass es das untere Ende des Ofens passiert. Man kann hiebei diese Löcher mit
Klappen, Stopfen oder Schiebern Q, die auch automatisch gesteuert werden können, nach Belieben öffnen und   schliessen,   einmal. um zu verhindern, dass auch auf dem von der Schmelze nicht bedeckten Teile des
Umfanges überschüssige Luft eintritt oder Verbrennungsgase entweichen, und anderseits, um das Öffnen dieser Löcher so zu regeln, dass sie erst nach dem Untertauchen unter die   Sehmelzbadobej'fläche   Durchlass gewähren.

   Hiedurch kann man erreichen, dass nur die besten Teile des Schmelzgutes, die sich weder an der Oberfläche noch im tiefsten Punkte anzusammeln pflege, gesondert abgelassen werden können. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von Schmelzzement, dadurch gekennzeichnet, dass die   Schmelzung   sich in einem besonderen Speicherraum vollzieht, der durch   Durchmesservergrösserung   im hinteren Teile eines Drehrohrofens gebildet ist und in welchem auch eine Durchmischung des   Schmelzgutes   erfolgt und die Schwankungen der Zusammensetzung des Schmelzgrades ausgeglichen werden.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Speicherzone sich nach dem oberen Teil des Ofens erstreckt, so dass das Brenngut in sie hineingleitet, bevor es zu erweichen und klebrig zu werden beginnt.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusatzmaterialien (Flussmittel usw.) in der Speicher-bzw. Schmelzzone zugegeben werden.
    4. Veifalnen nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusatzmaterialien am Ofenauslauf durch besondere Zuführungsvorrichtungen in den Ofen hineingeschleudert, -geblasen oder -gezogen werden.
    5. Drehrohrofen zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Speicher-bzw. Schmelzzone konischausgebildetistundihre untere Mantellinie annähernd waagrecht verläuft, so dass eine annähernd gleichmässige Tiefe des Schmelzbades gewährleistet und die Möglichkeit geschaffen ist, diesen Teil des Ofens bequem in ein Kühlbad eintauchen zu lassen.
    6. Drehrohrofen zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Auslassöffnungen für das Schmelzgut durch einen feststehenden Ofenkopf oder einen feststehenden Ringteil so lange abgedichtet werden, als sie nicht durch das Schmelzgut bedeckt werden, um den Eintritt überschüssiger Luft in den Ofen zu verhindern.
    7. Drehrohrofen nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass sieh an den Verengungsring ein Verlängerungsstück von kleinerem Durchmesser als die Speicherzone anschliesst, welches einen der Lagerung des Ofens dienenden Laufring tragen kann.
    8. Drehrohrofen zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Auslassöffnungen mit Verschlussorganen versehen sind, die selbsttätig gesteuert werden, so dass sie die Öffnungen auf dem von der Schmelze nicht bedeckten Teil des Umfanges absperren und so den Eintritt überschüssiger Luft oder das Entweichen von Heizgas verhindern und die Öffnungen erst dann für den Abfluss freigeben, wenn sie unter die Oberfläche des Schmelzgutes gelangt sind.
AT118717D 1925-12-05 1926-11-17 Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von Schmelzzement. AT118717B (de)

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