DE347371C - Verfahren und Vorrichtung zum Loesen von Kalirohsalzen u. dgl. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Loesen von Kalirohsalzen u. dgl.

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DE347371C
DE347371C DE1921347371D DE347371DD DE347371C DE 347371 C DE347371 C DE 347371C DE 1921347371 D DE1921347371 D DE 1921347371D DE 347371D D DE347371D D DE 347371DD DE 347371 C DE347371 C DE 347371C
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dissolving
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Rieter Ingolstadt GmbH
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01DCOMPOUNDS OF ALKALI METALS, i.e. LITHIUM, SODIUM, POTASSIUM, RUBIDIUM, CAESIUM, OR FRANCIUM
    • C01D3/00Halides of sodium, potassium or alkali metals in general
    • C01D3/04Chlorides
    • C01D3/08Preparation by working up natural or industrial salt mixtures or siliceous minerals

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Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum Lösen von Kalirohsalzen u. dgl. Das Lösen von Kalirohsalzen erfolgt im allgemeinen in der Weise, daß die Salze unter beständigem Wenden und Durcheinanderwerfen durch ein mit heißer Löseflüssigkeit gefülltes Gefäß (Trog, Trommel o. dgl.) transportiert werden, wobei die mechanische Bewegung der Salzmasse großen Kraftbedarf erfordert. Die vorliegende Erfindung bezweckt-nun; diesen Kraftbedarf dadurch ganz wesentlich zu verringern, daß sie das Gewichtsmehr; welches das zu lösende Rohsalz gegenüber denn verbleibenden Rückstand hat, als Triebkraft mitwirken. läßt. Zur Aus--cührung dieses Verfahrens zeigt die Erfindung eine stehende Lösevorrichtung in drei Ausführungsformen, die noch den weiteren Vorteil haben, daß <las Rohsalz in kleinen Mengen in Form einer dünnen Schicht durch die Löselauge geführt wird, wobei die Lauge durch die Salzschicht strömt und die Salzmenge lockert und durcheinander wirft.
  • Der neue Löser ist in der. Zeichnung in drei Ausführungsformen dargestellt, und zwar in Abb. t für Gleichstrom, in Abb. 2 für Gegenstrom und in Abb. 3 für kombinierten Gleich- und Gegenstrom von Löselauge und Lösegut. Abb.:f -zeigt eine Seitenansicht zur Ausführungsform nach Abb.3. Abb. ä und G zeigen einen Trag- und Förderteller im Grundriß und Schnitt.
  • Die neue Lösevorrichtung nach Abb. r besteht im wesentlichen aus einem stehenden U-förmigen Gehäuse init zwei rohrförmigen Schenkeln i und z und einer größeren Anzahl von an einer endlosen Kette 3 sitzenden,' durch das Gehäuse kreisenden Trag- und Fördertellern q.. Das Gehäuse ist bis zu einer gewissen Höhe mit Löselauge gefüllt.
  • Bei der Ausführungsform nach Abb. r erfolgt der Zufluß frischer Löselauge durch ein Rohr 6, der Abfluß der fertigen Lösung durch ein Rohr 7. Die Beschickung der Teller mit Rohsalz o. dgl. erfolgt am oberen Ende des niedergehenden Kettentrums aus einem Zulaufrohr 8 unter Mitwirkung eines Zellenrades 9, der Auswurf des unlöslichen Rück- Standes am oberen Ende des hochgehenden Kettentrums, indem daselbst der Tellerbelag von den Tellern 4. abgleitet und auf eine Auswurf schurre i i fällt. Die Teller 4. sind mit Schlitzen 12 für den Laugendurchtritt versehen, tragen auf der Beschickungsseite einen hochgebogenen Rand 13, während auf der anderen Seite nur auf der äußeren Hälfte ein ansteigender Rand 1d. vorhanden ist. Um bei -feiner Mählung des Rohsalzes ein Durchfallen des Salzes durch die Schlitze zu verhindern, können mehrere gegeneinander verstellbare Schlitzscheiben; übereinande verwendet werden (Abb.6).
  • Die Beheizung der Löselauge kann durch Dampf eines die Gehäuseschenkel umgebenden Dampfmantels oder unmittelbar durch Einblasen von Dampf oder Abdampf aus Dampfzuführungsrohren 17, 17 geschehen.
  • Die Arbeitsweise ist folgende: Die aus Schurrenrohr 8 mit Rohsalz beschickten Teller .4 tragen das Salz in dünner Schicht durch die im Gehäuseschenkel i stehende Löselauge, wobei fortwährend Lauge sich von unten durch die Tellerschlitze 12 drängt und das zu lösende Salz durcheinanderwirft. Im unteren das Kettenrad 18 umschließenden Rumpf 5 des Gehäuses gleitet der Tellerbelag von dem Teller herunter, wird von dem nächsten Teller weitergeschoben und aufgenommen und durch die Löselauge des anderen Gehäuseschenkels 2 gehoben. Beim Überlaufen des oberen Kettenrades i9 lassen die Teller dürch Schräglage den Rückstand auf die Auswurfschurre m fallen. Der Löser arbeitet im Gleichstrom von Löselauge und Lösegut.
  • Bei der zweiten im Gegenstrom arbeitenden Ausführungsform nach Abb. 2 sind beide Gehäuseschenkel i und 2 von einer Heizkammer 21 bzw. 22 umgeben und diese wiederum von je einer Kammer 23 bzw. 24 zum Lösen von mit der Lösung abgeschwemmten feinen Salzteilen. Unter entsprechender Anordnung der 7u- und Abflußrohre und Verbindungen nimmt die Löselauge bzw. fertige Lösung folgenden Weg: Die aus Rohr 6 züifließende Löselauge durchströmt im Gegenstrom zum Salz den Gehäuseschenkel 2,. und darauf i, fließt bei 15 in den äußeren Ringraum 23, durch den unteren Verbindungsstutzen 25 in den Ringraum 24 und verläßt den Apparat durch Rohr 7 als fertige Lösung. Durch Leitung 27 in die Heizkammern 23 und 24 gelassener Dampf beheizt die Lauge der Gehäuseschenkel i und 2 von außen und die Lösung der Nachlösekammern 23 und 24. von innen. Bei der Ausführungsform nach Abb. 3 sind Gleich- und Gegenstrom kombiniert. Hier fließt beiden Gehäuseschenkeln i und 2 oben aus Rohr 6' und 6" Löselauge aus. Die Lauge im Schenkel i löst im Gleichstrom, die Lauge itn Schenkel 2 im Gegenstrom zum Salz, beide Laugenströme begegnen und vereinigen sich im unteren Gehäuserumpf 5. Die Mischungslösung tritt durch Rohr 28. unten in die Nach-. lösekammern 23 und 24 über und verläßt diese Kammern oben - durch Rohr 7' und 7" Die neue Lösevorrichtung erfordert eine sehr kleine Grundfläche und ist bei großer Leistung einfach in der Herstellung. Sie ist besonders für die Verarbeitung von Carnallit zum Lösen mit direktem Dampf (Einblasen von Dampf) besonders gut geeignet.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Lösen von Kalirohsalzen u. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß das Gewichtsmehr des zu lösenden Salzes gegenüber dem _verbleibenden Rückstande als Triebkraft für die das Salz durch die Löseflüssigkeit führende Bewegungsvorrichtung mitwirkt.
  2. 2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, gekenriieicbnet durch ein stehendes, die Löseflüssigkeit enthaltendes, U-förmiges Gehäuse (1, 5, 2) und eine endlose durch das Gehäuse kreisende Tellerkette (3, 4), deren zweckmäßig mit Schlitzen (12) versehene Teller (4) vor Eintritt in die Löseflüssigkeit durch eine Speisevorrichtung (9, 8) beschickt werden und nach Austritt aus der Löseflüssigkeit den Rückstand abwerfen.
  3. 3. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Gehäuseschenkel (i und 2) von einer Dampfkammer (2i bzw. 22), und diese wiederum :von einer Nachlösekammer (23 bzw. 24) umgeben sind, um mit der gewonnenen Lösung abschwimtuende Salzteile vor dem Verlassen der Vorrichtung zu lösen.
  4. 4. Vorrichtung zur .Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß durch entsprechende Anordnung der 7ü- und Abflußrohre (6, 7), und Anbringung von Übergängen die Vorrichtung im Gleichstrom (Abb. i) oder im Gegenstrom (Abb.2) oder im kombinierten Gleich- und Gegenstrom (Abb. 3 und 4) von Löselauge und Lösegut arbeitet.
DE1921347371D 1921-03-22 1921-03-22 Verfahren und Vorrichtung zum Loesen von Kalirohsalzen u. dgl. Expired DE347371C (de)

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