AT118599B - Lacke, Filme, Kunststoffe u. dgl. - Google Patents

Lacke, Filme, Kunststoffe u. dgl.

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  Lacke, Filme, Kunststoffe u. dgl. 



   Die Herstellung von Lacken durch Vermischen von Zelluloseester-, insbesondere Nitrozelluloselacken mit Lösungen des durch Kondensation von Harnstoff und Formaldehyd erhaltenen harzartigen
Kondensationsprodukts ist bekannt. Die Überzüge aus den so hergestellten Lösungen weisen jedoch, wenn das   Harnstoff-Formaldehydkondensationsprodukt   nicht mindestens mit der doppelten Menge   Zelluloseester vermischt   ist, verschiedene Nachteile auf, z. B. eine gewisse Sprödigkeit, geringe Haft- festigkeit auf der Unterlage, mangelhafte Wasserfestigkeit. 



   Es wurde nun gefunden, dass man diese   Übelstände   beseitigen kann, wenn man Harnstoff-   Forml1ldehydkondensationsprodukte,   wie sie beispielsweise nach dem französischen Patent Nr. 641420 erhalten werden, bei Gegenwart von Lösungsmitteln mit erheblichen Mengen von Nitrozellulose und ausserdem mit oxydierenden Gasen   bei erhöhter Temperatur,   z. B. 170 bis 180 , vorbehandelten pflanzlichen Ölen, insbesondere Rizinusöl, zusammenbringt. Die aus solchen Lacken hergestellten Aufstriche genügen, auch wenn sie gleiche Teile Harnstoff-Formaldehydkondensationsprodukt und Nitrozellulose   oder sogar noch weniger von letzterer enthalten, allen Anforderungen hinsichtlich Elastizität, Haftfestigkeit,   Licht-und Wasserbeständigkeit.

   Die Menge des zugesetzten, vorbehandelten pflanzlichen Öles richtet sich nach der gewünschten Härte und Elastizität der   Laeküberzüge.   Die Nitrozellulose kann auch zum Teil durch hochwertige Naturharze, wie Kopale oder Kunstharze, ersetzt werden. 



   Es ist auf diese Weise möglich, den Gehalt der Lacke an   Harnstoff-Formaldehydkondensations-   produkten zu steigern, ohne dass die vorgenannten Nachteile auftreten. Man erzielt dadurch erhöhten
Glanz der aus den Lacken hergestellten Überzüge oder Filme und verleiht ihnen, im Gegensatz zu den üblichen   Nitrozelluloseharzlaeken,   eine weitgehende Beständigkeit gegen flüssige Kohlenwasserstoffe, z. B. Benzin und Benzol. 



   Die Lacke können als Spritz-, Tauch-oder Streiehlacke Verwendung finden ; man kann ihnen auch   Farb- und Fiillstoffe   oder Plastifizierungsmittel wie, z. B. Phtolsäureester, Triarylphosphate u. a., zusetzen. Infolge ihrer Widerstandsfähigkeit gegen Kohlenwasserstoffe eignen sie sich besonders als Automobillaeke. Man kann die Lacklösungen in geeigneten Apparaturen in bekannter Weise auch auf   zelluloidähnliche   Kunststoffe verarbeiten, wobei man zweckmässig von konzentrierten Lösungen ausgeht. Als Lösungsmittel für diese Lacke eignen sich besonders Gemische niederer aliphatischer Alkohole, besonders n-Butyl-und Isobutylalkohol mit ihren Essigsäureestern. Als Verdünnungsmittel können auch Kohlenwasserstoffe zugesetzt werden. 



   Beispiel 1. Man vermischt 75 Teile einer 33% igen Lösung eines Kondensationsprodukts von Harnstoff und Formaldehyd, hergestellt z.   B.   nach dem französischen Patent Nr. 641420, in Isobutylalkohol mit einer Lösung von 25 Teilen Nitrozellulose und 20 Teilen mit Luft bei 170 bis 180  C vorbehandeltem Rizinusöl in 125 Teilen Isobutylazetat und 125 Teilen n-Butylalkohol. Nach innigem Verrühren erhält man einen klaren, viskosen Lack. Nach Aufspritzen auf Unterlagen kann der Lack noch mit einem Lösungsmittel oder-gemisch, z. B. aus 75 Teilen Äthylalkohol, 100 Teilen Äthylazetat, 100 Teilen Isobutylazetat, 125 Teilen Isobutylalkohol und 100 Teilen Benzol verdünnt werden. Der Lack gibt beim Aufspritzen auf Glas, Metall, Holz usw. klare, hochglänzende, elastische Überzüge. 



   Beispiel 2.450 Teile Harnstoff-Formaldehydkondensationsprodukt, hergestellt gemäss dem   französischen   Patent Nr. 641420, in 900 Teilen n-Butylalkohol werden in einem Lack gelöst, der aus 300 Teilen Nitrozellulose, 150 Teilen ausgeschmolzenem Kaurikopal, 450 Teilen mit oxydierenden Gasen 

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   Die Masse kann nun auf geheizten Walzen zu Platten oder Folien ausgewalzt werden. Man kann der Masse auch in irgend einem Punkt des Herstellungsganges noch Füllstoffe, wie Asbest oder Talkum, zusetzen, wodurch die Masse eine grössere Festigkeit erhält.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Lacke, Filme, Kunststoffe u. dgl., gekennzeichnet durch einen Gehalt an Harnstoff-Formaldehyd- kondensationsprodnkten gemäss dem französischen Patent Nr. 64142 neben Nitrozellulose, die gegebenenfalls zum Teil durch hochwertige Natur-oder Kunstharze ersetzt werden kann, mit oxydierenden Gasen bei erhöhter Temperatur vorbehandelten pflanzlichen Ölen und gegebenenfalls Lösungsmitteln dafür.
AT118599D 1927-05-21 1928-04-02 Lacke, Filme, Kunststoffe u. dgl. AT118599B (de)

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