<Desc/Clms Page number 1>
Sprühschutzanordnung für Hochspannungsleitungen.
Die Erfindung bezieht sich auf eine SprÜhschutzanordnul1g für Hochspannungsleitungen. Es ist bereits vorgeschlagen worden, das Leitungsseil mit Metallrohren zu umgeben, um den Koronaeffekt zu vermeiden. Die bekannten Anordnungen haben den Nachteil, dass sie das frei hängende Leitungsseil in seiner Beweglichkeit behindern und die Montage während der Verlegung des Seiles verhältnismässig schwierig ist. Diese Nachteile werden gemäss der Erfindung dadurch behoben, dass die einzelnen an ihren Enden abgerundeten Rohreinheiten perlsehnurartig auf dem als Träger dienenden Leitungsseil aufgereiht sind.
Das Leitungsseil behält trotz der das Seil umgebenden Rohreinheiten seine freie Beweglichkeit, und die Rohreinheiten können bei der Verlegung des Seiles nacheinander aufgeschoben werden, derart, dass die Rohre infolge des Durchhanges des Seiles auf dem Seil entlang gleiten und sich ohne jede Verbindung gegeneinanderlegen. Die abgerundeten oder halbkugelförmigen Enden der Rohreinheiten verhindern an der Stossstelle zweier Rohreinheiten die Bildung des Koronaeffektes, da das Feld, wie weiter unten beschrieben, nicht bis an das Seil heranreicht.
Die Rohreinheiten können auch in der Achsrichtung geteilt sein und werden dann von beiden Seiten auf das Seil aufgebracht und in geeigneter Weise miteinander verbunden. Bei einer weiteren Ausführungsform kann jede Rohreinheit einen Längsschlitz besitzen, dessen Begrenzungskanten abgerundet sind und in den Innenraum des Rohres selbst hineinragen, wodurch an der Sehlitzstelle das Auftreten des Koronaeffektes vermieden wird. Eine Rohreinheit kann ferner aus einem mittleren zylindrischen Körper bestehen, auf dessen beide Enden die halbkugelförmigen Hohlkörper aufgesetzt und in geeigneter Weise befestigt sind.
Infolge des Durchhanges des Seiles und der dadurch bedingten Annäherung an die Erde erfolgt eine Änderung des Feldes zwischen Seil und Erde. Um nun dieser Änderung Rechnung zu tragen, werden die Durchmesser der Rohreinheiten entsprechend diesen Feldstärken zwischen Seil und Erde längs der gesamten Hochspannungsleitung verändert, derart, dass an den Stellen der höchsten Feldstärke die Rohreinheiten den grössten Durchmesser aufweisen. Die höchste Feldstärke tritt beispielsweise auch an den Stellen auf, wo durch Bodenerhebungen die Hochspannungsleitung in die Nähe der Erde kommt.
Die Erfindung ist auf der Zeichnung beispielsweise dargestellt, u. zw. zeigt :
Fig. 1 einen Längsschnitt durch eine Ausführungsform der Rohreinheit. Fig. 2 ist eine schematische Darstellung des Leitungsseiles mit perlschnurartig aufgereihten Rohreinheiten. Fig. 3 ist ein Schnitt durch zwei auf dem Seil liegende Rohreinheiten, wobei das das Seil umgebende Feld dargestellt ist.
Fig. 4 ist die Ansicht in teilweisem Schnitt einer andern Ausführungsform der Rohreinheit. Fig. 5 ist ein Querschnitt der Fig. 4. Fig. 6 ist die schaubildliche Ansicht einer weiteren Ausführungsform der Rohreinheit. Fig. 7 ist ein Querschnitt der Fig. 6.
Mit Bezug auf die Fig. 1-3 ist mit 1 das Seil bezeichnet, welches in seinem Querschnitt der zu übertragenden Stromstärke und dem auf das Seil wirkenden mechanischen Zug entspricht. Auf diesem Seil sind vorzugsweise aus dünnwandigem Metall bestehende Rohreinheiten 2 aneinanderstossend aufgereiht. Eine solche Rohreinheit besteht aus dem Zylinder 3, der durch die beiden halbkugelförmigen Kappen 4 abgeschlossen wird. Die Befestigung der Kappen am Zylinder kann durch Lötung, Schweissung od. dgl. erfolgen. Die Kappen sind mit Löchern 5 versehen, durch die das Seil 1 hindurchgeht, wie die Fig. 3 zeigt. Das den Leiter umgebende Feld F greift, wie die Fig. 3 zeigt, nicht bis zu der Stossstelle
<Desc/Clms Page number 2>
EMI2.1
hält sich vielmehr wie ein das Seil umgebendes ununterbrochenes Rohr.
Die Rohreinheit nach den Fig. 4 und 5 ist in der Achsenrichtung geteilt und besteht beispielsweise aus den beiden Hälften 6 und 7. Diese Hälften werden, wie die Fig. 5 zeigt, von entgegengesetzten Seiten auf das Seil 1 aufgesetzt und in geeigneter Weise durch Falzung od. dgl. miteinander verbunden. Die Verbindung erfolgt derart, dass vorspringende Kanten und Spitzen vermieden werden. Die beiden Hälften 6 und 7 endigen ebenfalls wie bei der oben beschriebenen Ausführungsform in abgerundete Kappen.
Die Fig, 6, und 7. ? ; eigen die weitere Ausführungsform. einer Rohreinheit, die aus einem Stück besteht und einen Längsschlitz 8 aufweist. Der Längsachlitz erstreckt sich bis zu den kappenförmigen Enden und kann diese Rohreinheit in leichter und einfacher Weise auf das Seil aufgelegt werden. Die Kanten 9 des Schlitzes sind, wie die Fig. 7 zeigt, rund'nach innen gebördelt, um'nach aussen vorspringende scharfe Kanten zu vermeiden.
'PATENT-ANSPRÜCHE : l. Sprühschutzanordnung für Hochspannungsleitungen unter Verwendung metallischer Rohre, die das Leitungsseil umgeben, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen an ihren Enden abgerundeten Rohreinheiten perlseh, nurar, tig anf dem als Träger dienenden Leitungsseil aufgereiht sind.-..