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In den Ansprüchen 1 und 2 des Stammpatentes ist eine Einrichtung geschützt, bei welcher ein Verbrauchernetz durch je einen elektromagnetischen Schalter an zwei Netze angeschaltet werden kann.
Ist einer der beiden Schalter geschlossen, so wird er im Falle des Stromloswerdens seines Netzes öffnen, während fast gleichzeitig der zugehörige Schalter der andern Stromquelle selbsttätig einschaltet, wodurch die Stromversorgung des Verbrauchers gesichert wird. Das Einspringen dieses Schalters ist solange verhindert, als der andere Schalter geschlossen ist.
Die weitere Ausbildung der Anordnung nach dem Patent Nr. 114011 bezieht sich auf den Fall, dass statt zweier Stromquellen deren drei vorhanden sind, wobei die Aufgabe gestellt ist, dass die dritte Stromquelle erst dann die Speisung des Verbrauchers übernehmen soll, wenn die beiden andern Stromquellen spannungslos geworden sind, dass jedoch, wenn eine dieser beiden Stromquellen wiederum Spannung hat, diese die Stromlieferung übernimmt, während die dritte Stromquelle abgeschaltet wird.
Eine Anordnung dieser Art ist in Fig. 1 dargestellt, in welcher jene Teile, welche auch in Fig. 1 des Hauptpatentes enthalten sind, mit den gleichen Buchstaben bezeichnet sind.
Die drei zweipolig angenommenen Stromquellen sind a, b, r. Die Stromquellen a, b bestehen in voneinander unabhängigen Netzen ; 1" sei als Akkumulatorenbatterie angenommen. Jedem Netz ist ein Handschalter und ein elektromagnetischer Schalter (Schütz) zugeordnet. Die Handschalter sind mit e, d, t, die Schütze mkit e, f, s bezeichnet, e und f besitzen je zwei Hilfskontakte, Alle Schütze sind durch Vermittlung der Sammelschienen g an den Verbraucher A angeschlossen.
Es sei angenommen, dass bei Betriebsbeginn zunächst der Handschalter c geschlossen wird. Dann
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Hilfskontakt k, welcher sich im Stromkreise der Spule j befindet, geöffnet ist und s kann nicht schliessen, weil im Stromkreis seiner Spule v der Kontakt ? liegt, welcher geöffnet ist.
Wird nunmehr die Stromquelle a stromlos, so öffnet Schütz e. wobei gleichzeitig seine beiden Hilfs- kontakte Mund und k geschlossen werden. Durch das Schliessen von k erhält die Spule j Strom, das Schütz f springt an, so dass nunmehr der Verbraucher h von der Stromquelle b gespeist wird. Gleichzeitig öffnen zwangläufig die Kontakte a : und 1, so dass weder die Spule v noch die Spule i Strom erhalten kann, also auch dann nicht, wenn die Stromquelle a wiederum Spannung erhält.
Verliert nun b die Spannung, so können zwei Fälle eintreten. Entweder wurde die Störung bei a inzwischen behoben, so dass diese Stromquelle wieder Spannung hat, oder es ist noch keine Spannung bei a aufgetreten. Im ersten Falle schliesst sich gleichzeitig mit dem Öffnen des Schützes/'der Kontakt l, der Stromkreis von i wird geschlossen und e springt an, so dass die Fortdauer der Stromlieferung an h gesichert ist. Im zweiten Falle, wenn nämlich a noch keine Spannung hat und dies bei b ebenfalls zutrifft,
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Stromquelle r gespeist wird. Der dritte Stromkreis wird demnach nur dann herangezogen, wenn beide Netze a und b spannungslos sind.
Es sei nun der zuletzt beschriebene Zustand zugrunde gelegt, in welchem die beiden Netze a und b . pannungslos sind, während r den Verbraucher h speist. Nunmehr sei angenommen, dass die Störung in einem der beiden Netze a und b behoben würde, so dass beispielsweise a Spannung erhält. In diesem Moment zieht das Schütz e an, öffnet mit seinem Hilfskontakt w den Stromkreis der Spule v des Schützes s, so dass v stromlos wird und s öffnet. Es muss, um vor dem Einschalten des Schützes e ein sicheres Absehalten des Schützes s zu bewirken, der Kontakt w des Schützes e früher unterbrechen, als die Hauptkontakte des Schützes e schliessen.
In dem Falle, dass nicht a, sondern b die Spannung wiedererhalten hat, tritt derselbe Vorgang ein, dass nämlich Netz r abgetrennt und b angeschlossen wird.
Es könnte vorkommen, wenn gerade das Netz a Strom liefert, demnach das Schütz e angezogen hat und die Schützen f, s ausgeschaltet sind und auch in den Netzen b l'Spannung vorhanden ist, dass nunmehr a spannungslos wird, so dass das Schütz e öffnet und f anspringt, wie oben beschrieben ist. Durch das Öffnen des Schützes e werden gleichzeitig die Kontakte wund 7c geschlossen, so dass die beiden Schütze fund s gleichzeitig anspringen könnten. Es würden dann die beiden Netze b und r parallel geschaltet werden, jedoch nur für einen Augenblick, weil sofort Kontakt x öffnet, so dass das Schütz s herausfällt und Netz l'abgeschaltet wird.
Der durch das gleichzeitige Parallelschalten erfolgende Stromstoss ist ungemein kurz, so dass er in den seltensten Fällen Störungen hervorrufen könnte. Soll aber auch diese geringe Gefahr vermieden werden, so ist das Schütz e so einzurichten, dass sein Hilfskontakt etwas früher schliesst als Kontakt w. Dadurch kommt Schütz f sofort zum Anspringen, bevor noch der Stromkreis der Spule v des Schützes s durch den Kontakt w geschlossen wird, so dass s nicht anspringen kann und in der Folge durch den Kontakt x des angesprungenen Schützes f auch weiter unterbrochen bleibt.
Dadurch wird erzielt, dass der Stromkreis der Spule u früher geöffnet ist, als das Schütz f den Netzstrom an den Verbraucher h anschliesst, so dass Schütz s überhaupt nicht anspringen kann.
Da dieselbe Erwägung für den Fall massgebend ist, wenn Netz b speist, die Netze a und 'unter Spannung sind und nunmehr b spannungslos wird, so muss folgerichtig auch das Schütz f so eingerichtet werden, dass der Kontakt I früher schliesst als Kontakt x. Damit ist auch in diesem Falle die erwähnte Gefahr, dass Netz a und b kurzzeitig parallel geschaltet werden, vermieden.
Die beschriebene Anordnung ist von der Stromart unabhängig und kann sinngemäss für jede beliebige Stromart eingerichtet werden.
In Anspruch 3 des Stammpatentes ist eine besondere Anordnung gekennzeichnet, bei welcher eine Stromquelle normal speist und beim Ausbleiben ihrer Spannung selbsttätig eine Ersatzstromquelle eingeschaltet wird, welche aber sofort wieder abgetrennt wird, wenn die Hauptstromquelle wieder Spannung erhält.
Die in dieser Anordnung angegebene Ersatzstromquelle muss nicht immer eine dauernd spannungsführende Stromquelle sein, entweder ein von Dynamos dauernd gespeistes Netz oder eine Akkumulatorenbatterie, sondern diese Stromquelle kann durch ein Maschinenaggregat, bestehend aus einer Antriebsmaschine und einer Dynamo, gebildet werden, welche in der Regel ausser Betrieb steht und erst dann selbsttätig angelassen, unter Spannung gesetzt und angeschlossen wird, wenn die Hauptstromquelle durch Ausbleiben ihrer Spannung versagt. Ausserdem ist die Forderung zu erfüllen, dass, sobald die Störung der Hauptstromquelle behoben ist, so dass diese wieder Spannung erhält, das Hilfsaggregat selbsttätig abgestellt wird.
Diese Anordnung soll nun unter der Annahme beschrieben werden, dass die Antriebsmaschine
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Die Einrichtung ist in Fig. 2 dargestellt. 1 ist die Hauptstromquelle, welche durch den Handschalter 2 mit den Kontakten des magnetischen Schalters (Schütz) 3 verbunden ist und auf diese Weise bei geschlossenem Schütz den Verbraucher 4 speisen kann. Die Spule 5 des Schmutzes. 3 ist an die Stromquelle angeschlossen, so dass das Schütz anspringt, wenn 1 Spannung hat und den Verbraucher 4 speist.
Schutz 3 besitzt zwei Hilfskontakt 6 und 7, welche geöffnet sind, wenn die Hauptkontakte geschlossen sind. 8 stellt einen Verbrennungsmotor dar, welcher den Stromerzeuger 9 antreibt, 10 stellt einen kleinen Anwurfmotor für Gleichstrom dar, welcher von der Anlassbatterie 11 gespeist werden kann, wenn das
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führt über den Hilfskontakt 7 des Schützes 3. Das Schütz 13 besitzt einen Hilfskontakt 15, welcher geschlossen ist, wenn Schütz 13 die Hauptkontakte geöffnet hat. Der Antriebsmotor 8 besitzt ein Brennstoffzufuhrventil16, welches durch den Magnet 17 angehoben und geöffnet werden kann. Wird der Magnet 17
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brennungsmotor 8 an.
Zur Erklärung der Arbeitsweise sei angenommen, dass das Netz 1 Spannung führt, während das Reserveaggregat stillsteht. In diesem Falle ist das Schütz 3 angezogen, so dass der Verbraucher 4 Strom
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erhält, während das Schütz 13 unbedingt geöffnet ist, weil im Stromkreis seiner Spule 14 der Kontakt 7 liegt, welcher zwangläufig durch das Schütz 3 geöffnet ist. Auch Kontakt 6 ist geöffnet, so dass der Magnet 17, welcher in seinem Stromkreis liegt, stromlos und das Ventil 16 geschlossen ist. Durch das Öffnen des Kontaktes 6 ist auch, trotzdem Kontakt 15 geschlossen ist, das Schütz 18 stromlos, so dass der durch Kontakt 12 mit der Anlassbatterie verbundene Motor 10 stromlos ist.
Wird nun 1 durch eine Störung spannungslos, so öffnet Schütz 3 seine Hauptkontakte und schliesst die beiden Hilfskontakte 6 und 7. Durch die Schliessung von 6 erhält Magnet 17 durch die Batterie 11 Strom und das Brennstoffventil 16 öffnet sich. Durch das Schliessen des Kontaktes 7 wird zwar der Stromkreis von 14 geschlossen, doch kann das Schütz 18 nicht anspringen, weil Generator 9 vorläufig stillsteht und keine Spannung abgibt. Das Schutz 13 ist so eingerichtet, dass es erst dann anspringt, wenn Generator 9 annähernd die volle Netzspannung hat.
Durch das Schliessen des Kontaktes 6 erhält nun über den Kontakt 15 das Schütz 18 Strom, schliesst seinen Kontakt 12, der Motor 10 bekommt Spannung, läuft an, setzt den Antriebsmotor 8 in Bewegung und treibt ihn so lange an, bis er schnell genug läuft, um die Zündung selbst zu veranlassen und auf die volle Drehzahl zu kommen. Durch diesen Vorgang wächst die Spannung des Generators 9 von Null an bis nahezu zum vollen Wert, wodurch Spule 14 des Schützes 13 genügend Strom erhält, so dass das Schütz 18 anspringt und die Zuleitungen des Generators an den Verbraucher 4 ansehliesst, der nunmehr von der Reservestromquelle 9 gespeist wird. Durch das Anspringen des Schützes 13 öffnet
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brochen wird und der Anwurfmotor 10 stromlos wird.
Dagegen bleibt der Magnet 17 unter Strom, weil Kontakt 6 geschlossen ist.
Ist die Störung des Netzes 1 behoben, so dass es wieder Spannung erhält, so zieht Spule 5 an, Schütz. 3 kommt in die Schliessstellung und öffnet zwangläufig seine Kontakte 6 und 7. Durch die Öffnung des Kontaktes 6 wird der Stromkreis des Magneten 17 geöffnet. Das Ventil 16 schliesst sieh und der Motor 8 bleibt stehen. Die Öffnung des Kontaktes 7 bewirkt, dass das Schütz 13 durch Unterbrechung seines Stromkreises 14 öffnet. Der Hilfskontakt 15 schliesst sich wieder, so dass der Motor 8 im Bedarfsfalle wieder anlassbereit ist. Damit ist der Anfangszustand wieder hergestellt.