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Zugmaschine für Pflüge.
Die Erfindung hat eine Zugmaschine für Pflüge zum Gegenstände, welche mit Treih- ketten ausgestattet ist, an welchen nacheinander in den Boden eindringende Schaufeln angelenkt sind.
Zweck der Erfindung ist. dass die Zugmaschine fest am Boden angreift, so dass ein wirksamer
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jenigen Kettengliedern (Maschen), an denen Schaufeln angelenkt sind. Sperrvorrichtnngen angeordnet sind. um die Schaufeln in einer bestimmten Winkelstellung zu den zugehörigen Kettengliedern unbeweglich zu machen. Jede solche Sperrvorrichtung ist mit einer aus dem Kettenglied herausragenden Welle versehen, die ein Zahnrad od. dgl. trägt, welches mit einem Zahnsegment in Eingriff kommt, das am Rahmen der Zugmaschine im Verbindungspunkt der aufsteigenden mit der absteigenden Kettenführungsschiene angebracht ist.
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Fig. 7 ist eine Ansicht des Kettengliedes. von der zu Fig. 3 entgegengesetzten Seite gesellen. Fig. 8 ist eine der Fig. 3 ähnliche Ansicht und zeigt die Schaufel in aus dem Boden heraus-
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und C-D) geführte Schnitte, welche die gesamten Stützglieder der Radachse veransclau- lichen.
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ist schwalbenschwanzförmig unterschnitten und greift in den entsprechend ausgeschnittenen Stützbock-11 ein (Fig. 9). so dass dieser an der Schiene geführt ist. Die Stützblöcke 11 können an den gekrümmten Schienen 12 der Arme 12 entlang gleiten, wenn eine zwischen ihnen vorgesehene Sperrung gelöst wird.
Jede solche Sperrung besitzt einen Zahn 29, der mit zwei gelochten Ansätzen 291 und 292 versehen ist, in dessen Durchbrechungen die an dem Stütz-
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Bewegung zur Führung dienen.
Die Achsen 10 sind miteinander durch Streben 13 starr verbunden, und die beiden Sperrzähne 29 sind durch die zu den Achsen 10 parallele Querstange 293 fest verbunden, welche gegen die Achse 10 durch Zugfedern 14 gezogen wird. die in entgegengesetztem Sinne zn dem Zug der Seile 15 wirken, welche um die Rollen 16 gelegt sind. von denen eine auf der Antriebswelle 7 sitzt.
Die Zähne 29 liegen vor den Stützblöcken 11 und sind mit je einem Fortsatz 294 versehen, der, wenn das Seil-/5 locker wird, unter der Wirkung der Federn 14 in eine der beiden gerade unter ihm befindlichen Rasten 125 der Schienen 121
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Seil 15 gezogen, bis die Kraft der Federn 14 und ausserdem die Reibung sowie das Gewicht des Zahnes überwunden ist.
Neben dem Rahmen 1 liegen seitliche Rahmen 2, von denen in Fig. 1 nur einer dargestellt ist. In diesen Rahmen sind etliche Räder 8 gelagert, über welche eine endlose Kette 3 läuft, die durch zwei Räder 4 mittels eines Vorgeleges 5, 6 (Fig. 2) bewegt und in ihrem oberen und unteren Trumm durch Schienen 9 geführt wird.
Zur Verbindung der Schaufeln 18 mit den sie tragenden Kettengliedern 17 dienen Zapfen 19 (Fig. 3 und 4), die an ihren Enden Rollen 20 (Fig. 4) tragen. Ferner sind noch Mittel zur Veränderung des Winkels zwischen Schaufeln und Kette und zur Versteifung der Schaufeln in der jeweils erforderlichen Stellung-beim Eindringen in den Boden bzw. beim Ausheben aus demselben-vorgesehen.
Das Kettenglied 17 erhält zu diesem Behufe eine Aussparung 22 (Fig. 4 und 5), in welcher ein unter der Wirkung einer Feder 24 stehender Riegel 23 waagrecht verschiebbar ist, der durch ein nach Art eines Schraubenganges geformtes Kurvenstück 25' (Fig. 4 und 6) auf einer Welle 25 verstellt werden kann. Am Ende der Welle 25 sitzt ein Zahnrad, 87 (Fig. 4 und 7), und innerhalb des Kettengliedes 17 ist auf diese Welle eine Torsionsfeder 5C aufgeschoben. Die Schaufel 18 besitzt eine als Kugelkäfig ausgestaltete seitliche Knagge 21, die in einen Ausschnitt 22'des Kettengliedes 17 hineinragt, welcher zur Aussparung 22 im rechten Winkel steht und in letztere übergeht. Diese Knagge liegt in dem Ausschnitt 22'dann, wenn die Schaufel davor geneigt zum Erdboden steht, da die Knagge durch den Riegel 23 festgehalten ist.
Wenn sich der Riegel 23 (Fig. 5) durch die Wirkung des Kurvenstückes 25'unter Zusammendrücken seiner Feder 24 in die Aussparung 22 hineinschiebt, so verliert die vorher an dem Riegelkopf angelegt gewesene Knagge 21 samt der in ihr lagernden Kugel ihre Stütze und kann sich in dem Ausschnitt 22'verschieben ; die Kugel selbst dient nur dazu, die Reibung zwischen Riegel und Knagge zu vermindern, könnte aber auch weggelassen werden, da auch in diesem Falle die Schaufel beim Einsenken in den Boden durch die Knagge in ihrer Stellung versteift wird.
Wenn es nicht nötig ist, dass die Schaufeln in Tätigkeit treten, dann bewegt sich die Zugmaschine nur mittels ihrer Räder.
Die auf dem zu bearbeitenden Boden auszuführenden Verrichtungen sind folgende : Wenn die Seile 15, die mit einem Ende am Maschinenrahmen 1 befestigt sind. auf ihren Rollen 16 aufgewickelt werden, heben sie die Sperrzähne 29 aus den Rastern 125 der Stützschienen 12' heraus. Letztere werden dadurch frei, und die Rahmen 2 können sich unter Verschiebung der Schienen 12'in ihren Stützblöcken 11 durch ihr Eigengewicht und das Gewicht der von ihnen getragenen Teile bis zu dem Augenblick senken, in welchem, da die Seile 15 frei werden, die Federn 14 die Sperrzähne 29 wieder in die andern vor sie gelangten Rasten 125 der entsprechend verdrehten Stützschienen 12'eindrücken. Die Schaufeln werden je nach dem Gewicht des Rahmens bis zu einer Tiefe in den Boden eindringen, welche der Abwärtsbewegung des Rahmens entspricht.
Nach dem Aufhören der Rahmenbewegeng werden die Triebräder 4 der Kette in Drehung versetzt. Beim Herabbewegen der Kette bis auf das unterste der Räder 8 bleiben die Schaufeln in ihrer Stellung dadurch gesichert, dass die Knagge 21 jeder Schaufel in dem Ausschnitt 22'des Kettengliedes 17 zwischen dem Riegel 23 und der gegenüberliegenden Wand dieses Ausschnittes 22'festgeklemmt ist (Fig. 3 und 5).
Wenn die Schaufeln an das unterste Rad 8 herankommen, gelangt ein am Rahmen 2 befestigter, nicht dargestellter Zahnbogen in Eingriff mit dem auf der Welle 25 des Kettengliedes 17 sitzenden Zahnrad 27, und das sich drehende Kurvenstück 25'schiebt den federnden Riegel 23 innerhalb der Aussparung 22 einwärts. Die Knagge 21 ist dadurch freigegeben, und die Schaufel 18 kann sich um den Zapfen 19 der Kette etwas drehen, so dass sie senkrecht zum Erdboden steht (Fig. 8). Hiebei hat sich das Kettenglied 17, da es vom absteigenden Teil des unteren Kettentrumms in dessen aufsteigenden Teil (Fig. 1) übergeführt wird, aus der Stellung Fig. 3 in die Stellung Fig. 8 bewegt, so dass die Knagge 21 vor den zurückgezogenen Riegel 23 gelangt.
(Der untere Pfeil in Fig. 8 zeigt den Bodenschub an und der obere Pfeil die Zugkraft der Treibkette.) Während Fig. 3 die Stellung der Schaufel 18 zeigt. wenn sie in den Boden eindringt, wobei die Knagge 21 durch den Riegel 23 in ihrer Stellung festgehalten wird, veranschaulicht Fig. 8 die zweite Stellung der Schaufel zum Kettenglied 17, wenn die Schaufel aus dem Boden herausgehoben wird und die Knagge 21 nicht durch den Riegel 23, sondern durch den Bodenrückdruck in einer festen Stellung zu dem Kettenglied 17 gehalten wird.
Die Welle 25 kehrt nach der Drehung durch die Wirkung der Torsionsfeder 26 in ihre ursprüngliche Stellung zurück, wobei der Riegel 23 sich durch seine Feder 24 gegen
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Zahnhogen 28 auf einem am Rahmen 2 befestigten (nicht gezeichneten) Zahnbogen, so dass sie eine kleine Drehung ausführen, wodurch sie so verstellt werden, dass sie nach dem Umleiten der Kette zum unteren Trumm wieder die Stellung (Fig. 3) zum Erdboden annehmen.
Bei dieser Stellung der Schaufel ist der Weg für den Riegel 23 frei geworden, so dass er unter der Wirkung seiner Feder wieder in die ursprüngliche Stellung gelangt, in der er vor der Knagge. in Sperrstellung sich befindet. Die Stellung der Schaufeln ist somit wieder gesichert.
Die Räder 8 dienen zur Aufnahme des Gegendruckes der Schaufeln, die beim Eindringen in den Boden Widerstand finden. Ihre Lager werden daher von (nicht dargestellten) Federn belastet, so dass sie gegen plötzlich auftretende übermässige Beanspruchungen geschützt werden. Die Verkürzung dieser Federn dient, wenn sie durch zweckmässige Mittel deutlich wahrnehmbar gemacht worden ist. dazu, die Aufmerksamkeit des Wagenführers auf die Bodenverhältnisse zn lenken, so dass die Eindringungstiefe der Schaufeln sofort verringert werden kann.
Das Herausheben der Schaufeln aus dem Boden kann fast augenblicklich geschehen, denn die Schaufeln werden dadurch vollständig oder teilweise herausgezogen, dass nach Herausziehen
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den Rahmen 2 samt den Ketten und Schaufeln heben. Die Führungsschienen 9 können ohne ein waagrechtes Verbindungsstück im Winkel miteinander verbunden werden, zu welchem Zweck im Scheitel des Winkels eine kleine Rolle 8"im Rahmen 2 gelagert ist, über welche die Kette 3 geführt ist, so dass der absteigende Teil des unteren Kettentrumms unmittelbar in den aufsteigenden Teil dieses Trumms übergehen kann.
Die aus der Gleitbewegung herrührende Kettenbeanspruchung strebt danach, auf die Schaufeln eine Übertragungsbewegung auszuüben und zugleich das Eindringen der Schaufeln in den Boden zu bewirken. Die Ubertragungsbewegung wird aber durch die zwischen den Schaufeln vorhandene zusammengedrückte Erde gehemmt.
Die dem Eindringen der Schaufeln entgegengesetzte Bodenrückwirkung ändert sich im Verhältnis zur Flächengrösse der Schaufeln. Ist die Schaufelfläehe grösser, so nimmt die Kraft, die zum Eindringen in den Boden nötig ist, nur unerheblich zu, während die Bodenrückwirkung viel grosser wird, wobei dieser Zunahme eine grössere Zugfähigkeit entspricht.
Anderseits kann der Winkel am unteren Scheitel des Rahmens vergrössert werden, während die andern Punkte des Rahmens und der Kette, indem man die Maschinenlänge zweckmässig verlängert, auf derselben Höhe zum Boden bleiben.
Es liegt auf der Hand, dass, um dasselbe Eindringen im Boden zu erzielen, eine grössere Strecke vom Rahmen zurückgelegt werden muss. Auf diese Weise kann der Bodenwiderstand stufenweise geregelt werden.
Ausser der Zugfähigkeit verwirklicht die Einrichtung eine vortreffliche Vorbereitung des Bodens zur Pflugarbeit, denn da jeder unzulässige Druck ausgeschlossen ist, vermindert der durch die Schaufeln erzeugte senkrechte Schnitt das Anhaften am Boden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Zugmaschine für Pflüge mit Treibketten, an welchen in den Boden nacheinander eindringende Schaufeln angelenkt sind, dadurch gekennzeichnet, dass in jenen Kettengliedern (17), an welchen die Schaufeln 18 angelenkt sind, Sperrvorrichtungen angeordnet sind, um die Schaufeln in einer bestimmten Winkelstellung zu. den bezügliche Kettengliedern (17) un-
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aufsteigenden Teils des unteren Kettentrumms mit einem am Maschinenrahmen (1) befestigten Zahnsegment in Eingriff kommt.
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