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Entnahmevorrichtung für körniges oder faserförmiges Gut.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Entnahme eines körnigen oder faserförmigen Gutes, welches durch Lagerung und teilweise oder gänzlich Trocknung eine feste Konsistenz erlangt hat, aus dem unteren Teile eines Behälters. Im besonderen bezieht sich die Erfindung auf Entnahmevorrichtungel1 an Speicher- oder Bleichbehältern für Faserstoffe in Papierfabriken u. dgl.
An solchen Behältern, die beispielsweise die Gestalt eines vertikalachsigen Zylinders haben können, wird das Füllgut von oben eingebracht und unten entnommen, so dass stets das am längsten gelagerte Gut zur Entnahme gelangt. Beispielsweise kann-wif in Fig. 1 dargestellt - die Entnahmevorrichtung 1 das Gut gegen die Mitte des Behälters 2 fördern, von wo es durch einen Abfallschacht 3 der weiteren Verwendung zugeführt wird. Solche Entnahmevorrichtungen werden gewöhnlich so angeordnet, dass das Transportorgan ausser der zum radialen Fördern dienenden Bewegung noch eine langsame Umlaufbewegung um die vertikale Behälterachse 4-4 ausführt.
Das am Grunde des Behälters befindliche Gut erhält durch die Lagerung unter dem Drucke der darüber lastenden Stoffsäule und durch einen eventuellen gleichzeitigen Trocknungsvorgang eine feste Konsistenz, welche es befähigt, bei Entnahme des Stoffes von unten Hohlräume (Brücken) zu bilden, die erst nach Erreichen einer gewissen Grösse plötzlich einstürzen.
Würde man daher nach Art der bisherigen Vorschläge die Entnahmevorrichtung so ausbilden, dass die Auflockerung und der Transport des Gutes von einem und demselben Organ bewirkt wird (beispielsweise von einer radial angeordneten Förderschnecke, welche nebst der Rotation um die eigene Achse langsam um die vertikale Behälterachse umläuft), so würde dieses Organ durch den Angriff an dem festen Lagergut und durch den Druck und Stoss des darüberliegenden Stoffes beim Einstürzen der Hohlräume grossen mechanischen Beanspruchungen ausgesetzt sein, die nur sehr schwer konstruktiv beherrscht werden können. Auch wäre es möglich, dass ein dem Lagergut direkt ausgesetztes Förderorgan, beispielsweise eine Schnecke, beim Nachstürzen der Brücken sieh mit verdichtetem Füllgut verlegt und dadurch unwirksam wird.
Die vorliegende Erfindung beseitigt diese Nachteile durch die Anordnung je eines besonderen Organs für die Auflockerung und für den Transport des Gutes. Hiebei kann das Auflockerungsorgan (beispielsweise ein Kratzer) ohne Schwierigkeiten so gebaut werden, dass es allen vorkommenden Beanspruchungen gewachsen ist, während das Transportorgan (beispielsweise eine Schnecke) nur bereits aufgelockertes Gut zu fördern hat und gegen das nachstürzende Material in geeigneter Weise, etwa durch eine Abschirmung oder ein Gehäuse, geschützt werden kann, wobei dieses Gehäuse gleichzeitig die Förderwirkung der Schnecke verbessert.
In Fig. 2 und 3 ist der Gegenstand der Erfindung in einem schematischen Ausführungsbeispiel im Aufriss und Grundriss dargestellt. Hiebei bezeichnet 5 das Auflockerungsorgan, das hier als rotierender Schaber ausgebildet ist, 6 das Transportorgan (im dargestellten Falle eine Förderschnecke) und 7 das Schutzgehäuse, welches zugleich als Förderrinne für die Schnecke ausgebildet ist und die Lagerung der Schaber-und der Schneckenwelle trägt. Diese beiden Wellen werden durch einen geeigneten Antrieb in gegenläufige Rotation versetzt, während gleichzeitig die ganze Vorrichtung mit Hand-oder motorischem Antrieb um die Behälterachse 4 im Kreise herumbewegt werden kann.
Der zur Auflockerung dienende Schaber 5 kann vorteilhafterweise so ausgebildet werden, dass seine wirksame Angriffskante (Schneide) die Gestalt einer auf einer Zylinder-oder Kegelfläche gezogenen
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der Behälterachse verschiedenen Verhältnissen anzupassen. Schliesslich kann zwecks leichterer Auflockerung des Gutes die arbeitende Kante, des Schabers geriffelt oder gezahnt ausgeführt werden.
Naturgemäss können sich für die konstruktive Gestaltung des Inhaltes der vorliegenden Erfindung sehr verschiedenartige Ausführungsformen ergeben. Allen diesen Formen ist nur das Erfindungsmerkmal gemeinsam, die Auflockerung und den Transport des Gutes durch je ein besonderes Organ zu bewirken.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zur Entnahme eines körnigen oder faserigen Gutes, welches durch Lagerung und teilweise oder gänzliche Trocknung eine feste Konsistenz erlangt hat, aus dem unteren Teile eines Behälters, dadurch gekennzeichnet, dass eine Transportvorrichtung (z. B. Förderschnecke) mit einer Aufloekerungsvorrichtung (z. B. ein Kratzer) zusammenwirkt.