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Maschine zur Verbindung eines Riickentiberzuges mit einem Drahtnetz od. dgl. für Bauplatten, Gipswände od. dgl.
Gegenstand der Erfindung ist eine Maschine zur Herstellung von Bauplatten, insbesondere aber zur Erzeugung einer Plattenart, die Drahtverstärkungsskelette enthält, welche mit einem Überzug aus Papier. Webstoff, Drahtnetz od. dgl. versehen sind, wobei der Draht als Verstärkungsmittel für den Gips oder Stuck dient, während der Stoff oder Papierüberzug die tragende Unterlage für die Gipsmasse während ihrer Aufbringung bildet.
Zweck der Erfindung ist die Herstellung einer, wie voranstehend beschrieben, arbeitenden Maschine für die Herstellung von Gipswänden, deren Rückenüberzug ohne Deformierung der Drahtnetzmaschen mit dem Drahtnetz verbunden und gegen dasselbe in gewünschtem Abstand gehalten wird.
Entsprechend diesen Gesichtspunkten zur Verbindung eines Rückeniiberzuges mit einem Drahtnetz durch einen mit diesen beiden zusammenarbeitenden Haltedraht sieht die Erfindung Mittel zur Herausstülpung von Teilen des Rückenüberzuges durch das Tragdrahtnetz hindurch sowie zur Durchfädelung des Haltedrahtes zwischen die Vorderseite des Tragdrahtnetzes und die Rückseite der erwähnten hervorgestülpten Teile vor.
Die Maschine besitzt auch eine Einrichtung. um Einbiegungen in den Haltedrähten zwecks Ermöglichung der Rückkehr der hervorgestiilpten Rüekwandteile in die vorher von diesen innegehabten Ausgangsstellungen vornehmen zu können.
Auf der Zeichnung ist die Maschine in einem Ausführungsbeispiel veranschaulicht. Es sind Fig. 1 ein Grundriss der Maschine, Fig. 2 eine Seitenansicht dazu, Fig. 3 ein Längsschnitt nach Linie ¯III-III
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ein Schnitt nach Linie VI-VI und Fig. 7 ein Schnitt nach Linie VII-VII der Fig. 4, Fig. 8 ein Teilschnitt nach Fig. 4 in weiterer Vergrösserung, Fig. 9 ein Schnitt nach Linie IX-IX und Fig. 10 ein
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auflage, Fig. 12 ein Schnittbild der fertigen Platte, abgebrochen und Fig. 13 eine Seitenansicht zur Fig. 11.
Vorrichtung zum Zuführen und Fortschalten des Drahtgewebes und der Papierbahn.
Die sich bewegenden Teile der Vorrichtung sind in einem Gestell 15, Fig. 1-3 gelagert. Die Unterlage aus Papier od. dgl. 16 läuft von einer Rolle unter der Zugwirkung der zu beschreibenden Vorrichtung ab, während das aus Längs- und Querdrähten 18 und 19 bestehende Gewebe 17 von einer nicht dargestellten Rolle abgezogen wird. Die Papierbahn läuft, um straff und glatt gehalten zu werden, über Spannrollen 20 und 21 und ebenso wird das Drahtgewebe zwischen Spannrollen 22 durchgezogen, nachdem es über eine Querstange 23 mit genuteten Führungsköpfen 24 gelaufen ist, die einzelne Längsdrähte 18 fassen und dadurch das Gewebe in gehöriger Bewegungsriehtung halten.
Die Papierbahn 16 und das Drahtgewebe 17 gelangen zusammen auf einen Schieber 25, dessen beide Enden in Führungen 26 gleiten und der mit Hakennase 27 ausgestattet ist, die oben mit je einer Längsnut zur Aufnahme von Längsdrähten 18 des Gewebes 17 versehen sind, so dass sie wie die Köpfe 24 führend und zentrierend wirken. Überdies greifen die Nasen 27 an Querdrähte 19 des Gewebes an, wie dies die Fig. 3 und 4 erkennen lassen, wenn der Schieber 25 zurückgezogen wird, um das Gewebe beim Vorgehen des Schiebers mitzunehmen. Die Papierbahn wird mit der Drahtgewebebahn durch Förderklinken 28 fortgeschaltet, die drehbeweglich auf dem Schieber angeordnet und mit an das Papier angreifenden Gummikissen ausgestattet sind.
Beim Rüekwärtsgange des Schiebers 25 gleiten diese Kissen frri
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über die Papierfläche weg, bei seiner Vorwärtsbewegung drucken sie jedoch auf das Papier infolge der Neigung der Klinke, sich in umgekehrter Uhrzeigerrichtung zu drehen und halten es fest auf dem Draht-
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lage gehalten wird. Die mit einem aufgekeilten Triebrade 35 versehene Welle 34 der beiden Scheiben 31 ist im Gestell gelagert. Das Zahnrad 35 greift in ein Rad 38 auf der Welle 37 (Fig. 3) und ein Zahnrad 39 der mit Los-und Festseheiben 41, 42 ausgestatteten Hauptwelle oder Antriebswelle 40 kämmt mit dem Zwischenrade 38.
Treibt die Welle 40 mittels des beschriebenen Getriebes die Welle 34 an, so wird dem Schieber 25 eine hin und her gehende Bewegung erteilt, und damit werden die Papierbahn 16 sowie das Drahtgewebe 17 schrittweise fortgeschaltet. Die Exzenterscheibe 31 hat einen konzentrischen Umfang von solcher Länge, dass der Schieber 25 etwa während einer halben Umdrehungsdauer der Welle 34 in Ruhe steht. Während dieser Ruhepausen des Papierbandes und Drahtgewebes finden die folgend beschriebenen Arbeitsvorgänge in der Maschine statt.
Schlitzvorrichtung.
- Das Papierband und das Drahtgewebe rücken unter zwei Querstangen 45 vor, deren Enden in
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ausgebildeten, oberen Schlitzeisen zusammen, die an einer mit dem Gestell fest verbundenen Querschiene 50 sitzen. Das Zahnrad 39 nimmt ein Rad 52 und dessen Welle 53 mit, auf der zwei Daumenscheiben 54 aufgekeilt sind, die an Rollen 55 eines Schlittens 56 angreifen. Dieser Schlitten läuft auf Führungen 57 und wird durch eine Feder 58 gewöhnlich in zurückgezogener Stellung gehalten, wobei die Rollen 55 gegen die Daumenscheiben 54 anliegen.
Bei seiner Bewegung entgegen dem'Zuge der Feder 58 treten seine beiden Auflaufsehienen 59 unter die Rollen 59a des Trägers 49 und heben diesen
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und der Antrieb der Scheiben ist so gewählt, dass der Schlitzvorgang erfolgen muss, wenn sieh die Papierbahn und das Drahtgewebe in einer Ruhepause zwischen zwei Schrittbewegungen befinden.
Einziehvorrichtung.
Wenn der Schlitten 56 zurückgezogen ist und die Schlitzköpfe 48 wieder niedergegangen sind, so werden Papierbahn und Drahtgewebe um einen weiteren Schritt fortgeschaltet, um die Schlitze 61 zwischen die beiden zum Einziehen des Verstärkungsdrahtes 66 dienenden Werkzeuge 63 und 64 zu bringen. Die oberen Einzieheisen 63 sitzen auf einer ortsfesten Querschiene 50, die unteren 64 auf dem Träger 49, der wie beschrieben durch den Schlitten 56 angehoben wird.
Befinden sich die Schlitzstellen des Papiers zwischen den Werkzeugen 63 und 64, so geht der Träger 49 hoch, wobei die breiteren Eisen 63. : : - den zwischen zwei : Schlitzen 61 liegenden breiteren Papierstreifen zwischen zwei nebeneinander liegenden Eisen 64 und auch zwischen zwei nebeneinander liegenden Längsdrähten 18 niederhalten, so dass der durch die Schlitze 61 gebildete breitere Streifen durchhängt und unter der Ebene der Drahtgewebebahn liegt, während der umgebogene, schmälere, zungenartige Papierstreifen zwischen zwei Schlitzen 61 ober-
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zwischen der Unterfläche des Drahtgewebes 17 und der oberen Fläche der breiteren, niedergebogenen Papierstreifen'oder-teile zwischen den Schlitzen, wie Fig. 11 erkennen lässt.
Die Eisen 63 und 64 (Fig. 4 und 6) sind mit Nuten versehen, um den Draht 66 beim Einziehen in Richtung des Pfeiles in-den Fig. 6 und 10 zu fuhren. Das Einziehen geschieht mittels Einziehrollen 67 und 68 von der Seite der Maschine (s. Fig. 1) her. Auf der die Rolle 68 tragenden Welle ist ein Zahnrad 69
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ein, die eine absatzweise erfolgende Drehbewegung erhält, um den Draht 66 zwischen die Rollen 67 und 68 sowie durch die Einzieheisen 63 und 64 vorzutreiben.
Das auf der Welle 77 befestigte Schaltrad 76 wird durch eine drehbeweglieh an einem Schaukelarme 81- gelagerte Klinke 80 betätigt. Der Arm 81 empfängt seine Schwingbewegung von einem Lenker 82, der am oberen Ende eines Hebels 83 (Fig. 2) angelenkt ist. Dieser Hebel liegt unter dem Zuge einer Feder 85 mit einer Rolle gegen eine Exzenterseheibe 84 an. Die Welle der Rolle 68 ist in einem beweglichen Lager 88 gelagert, so dass mittels der den Druck der Feder 87 auf dem Wellenlager 88 regelnden Stellmutter 86 der Druck der Rolle 68 auf den Draht geregelt werden kann. Die Rollen 67 und 68 besitzen mehrere Umfangsnuten, so dass der Einziehdraht nach dem Verschleiss einer Nut in einer andern geführt werden kann.
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Das Reduziergetriebe 76,75, 73,72, 70 ist so beschaffen, dass bei einem vollen Hub des Lenkers 82 nach rechts der Draht 66 mit seinem vorderen Ende quer über die Maschine und durch alle Eisen 63,64 geführt wird. Zum Abschneiden des Drahtes hinter den Einziehrollen 67 und 68 dient ein Messer 90 zwischen dem ersten Eisen 63 (Fig. 6) und einem Führungskopf 91, der eine Bohrung zur Aufnahme und Führung des Drahtes 66 besitzt und zugleich als feststehendes Schermesser für das bewegliche Messer 90 dient. Dieses bei der Durchtrennung des Drahtes niedergehende Messer ist an einem Hebel 92 angelenkt, der seinen Drehpunkt in einem ortsfesten Arme 93a hat. Das freie Hebelende ist mit einem Gewicht 93
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ist auf der Welle 53 aufgekeilt, so dass das Messer 90 absatzweise bewegt wird, um die eingezogene Drahtlänge abzuschneiden.
Die den Draht verschiebende oder einziehende Vorrichtung und die Abschneidvorrichtung sind derart in die Maschine eingeordnet, dass sie während der Unterbrechung im Vorschube der Papier- und Drahtgewebebahn in Tätigkeit treten.
Drahteinbiegevorric 11 tu ng.
Um den Papierbogen 16 nicht zu dicht, sondern in einem gewissen Abstande vom Drahtgewebe zu halten, damit das Gewebe auch in die Gipsmasse eingebettet werde, wie dies die Fig. 12 zeigt, werden Werkzeuge in der Maschine vorgesehen, die Einbiegungen oder Knicke in den Einziehdrähten 66 erzeugen, so dass diese Drähte den Papierbogen in dem erforderlichen Abstand vom Drahtgewebe halten und die Einbiegungen auch jede Verschiebung des Drahtes 66 verhindern.
Die Einbiegewerkzeuge sind in den Fig. 4 und 5 deutlich zu erkennen. Die oberen Biegeeisen 97 sitzen auf einer ortsfesten Querschiene 99, während die unteren Eisen oder Gesenke 98 in Fiihrungen 100 senkrecht verstellbar angeordnet sind und mit Rollen 101 gegen Auflaufflächen einer Hubsehiene 102 anliegen. Die Schiene 102 steht mit dem, wie beschrieben, durch die Daumenscheibe 54 angetriebenen Schlitten 56 in fester Verbindung.
Die Auflaufflächen liegen, wie die Fig. 1 erkennen lässt, von der Mittellinie der Maschine nach beiden Seiten hin in einer Bogenlinie, d. h. weiter und weiter versetzt gegeneinander, so dass die beiden mittelsten Gesenke 98 beim Vorgehen des Schlittens 56 nach rechts zuerst angehoben werden und den eingezogenen Draht nächst der Mittellinie der Maschine oder des Werkstückes mit zwei Einbiegungen versehen, während die übrigen Gesenke 98 bei der andauernden Bewegung des Schlittens dann nacheinander in Tätigkeit treten, so dass, obschon der Draht bei jeder Knickbildung etwas einrücken muss, die schon gebildeten Knicke oder Einbiegungen dabei nieht wieder gestreckt werden können, sondern unverändert bestehen bleiben.
Gelangt zu Beginn die Vorderkante der Papier-Drahtgewebebahn 16, 17 zu den Einbiegewerkzeugen, so erfolgen die Arbeitsvorgänge des Schlitzens, Einziehen und Einbiegens dann gleichzeitig an den von den verschiedenen Werkzeugsätzen gefassten Stellen des WerkstÜcks während dessen Stillstandspausen.
Abschneidevorriehtung.
Das hinter den Einbiegewerkzeugen die Maschine verlassende Werkstück kann für die Versendung aufgerollt und später in Tafeln von erforderlicher Grösse zerschnitten werden. Man kann aber auch an der Maschine selbst eine Schervorrichtung anbringen, um solche Tafeln unmittelbar aus der Maschine zu erhalten. Eine solche Vorrichtung besteht aus feststehenden oberen Scherklinge 105 und in senkrechter Richtung verstellbaren unteren Klingen oder Messern 106 (Fig. 1-3). Die Klingen gehen über die ganze Breite der Maschine und die die unteren Klingen 106 führenden Schieber 107 ruhen je auf einem Kniegelenkhebelpaar-M, an beiden Seiten des Gestells, an dessen Gelenkzapfenl09 je eine Steuerstange. HO angreift.
Die beiden Stangen 110 sind am andern Ende mit je einem senkrecht stehenden Lagerhebel 111 gelenkig verbunden, der mit einer Rolle gegen eine Daumenscheibe 112 anliegt, so dass beim Kreisen der Welle 37 dieser Scheiben 11 die stangen 11'0'eine hin und her gehende Bewegung ausführen, u. zw. in der einen Richtung entgegen dem Zuge einer Feder 113, welche an die die Gelenke zwischen den Stangen 110 und Hebeln 111 bildende Stange 114 anfasst und die Stange 110 gewöhnlich in der zurückgezogenen Stellung mit tiefstehendem Schieber 107 hält.
Auf jeder der beiden Stangen 110 ist eine Knagge 116 vorgesehen, die über den Umfang einer Daumenscheibe 117 greift und beim Einklinken in deren Ausschnitt die ausgefrästen Enden der Stangen 110 mit den Gelenkzapfen 109 der Kniegelenkhebel MS in Eingriff bringt, so dass bei der folgenden Vorschubbewegung der Stangen 110 die Schieber 107 und damit die Seherklingen 106 angehoben werden, um eine Tafel vom Werkstücke abzutrennen.
Drehen sich die Scheiben 117 und heben die Stange 110 mittels der auf den vollen Seheibenumfang gelangten Knaggen 116 an, so treten auch die ausgefrästen Stangenenden von den Zapfen 109 zurück und die Längsbewegungen der Stange 110 bleiben ohne Wirkung auf die Messer oder Klingen 106, so dass das Werkstück zwischen den Messern so lange frei durchgehen kann, bis eine weitere Tafel abgetrennt werden soll.
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Kurbel MJ der Welle J gelenkig verbunden, so dass beim Kreisen der Welle 53 unter dem beschriebenen Antriebe der Maschine die Stangen 110 in bestimmten Zeiträumen an die Kniehebelgelenke angreifen und das Abscheren einer Tafel herbeiführen, denn bei jeder Umdrehung der Scheiben 117 gehen die
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aus dem Werkstück bei jedem Abschneidevorgange herauszuschneiden, u. zw. so, dass immer ein Ver- stärkungs draht 66 dicht neben der Schnittkante liegt, der die Enden des Papiers und des Drahtgewebes an der Kante zusammenhält, da sonst das Papier beim Versand und im Umgange leicht umgebogen und eingerissen wird.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Maschine zur Verbindung eines Rückenüberzuges mit einem Drahtnetz od. dgl. für Bauplatten,
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stellungen.