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Fliehkraftanlasser für Elektromotoren.
Zweites Zusatzpatent zum Patente Nr. 97627. *)
Die Erfindung bezieht sich auf Fliehkraftanlasser für Elektromotoren mit mitrotierendem Anlasswiderstand und einer Kontakteinrichtung, die bei bestimmter Drehzahl durch die Fliehkraft entgegen einer Federkraft bewegt wird, nach Patent 97627. Bei dieser Bewegung nimmt der Abstand der Federachse von der Drehachse der Kontakteinrichtung ab und das Kontaktstück ist innerhalb gewisser Grenzen um jede in der Kontaktebene liegende Achse frei beweglich, zu dem Zwecke, gleichzeitige Kontaktgabe an mehreren Punkten zu sichern und gleichzeitig die Kontaktpunkte auf dem Kontaktstück wandern zu lassen.
Um bei derartigen Anlassern die Schnappwirkung der Kontakteinrichtung zu verstärken und den Kontaktdruck zu vergrössern und um gleichzeitig die Aussehaltdrehzahl zu verkleinern, ist es bereits vorgeschlagen worden, auf dem das Kontaktstück tragenden, von der Fliehkraft bewegten Schalthebel eine hakenförmige Kippfeder anzubringen, die eine als Hemmung dienende schärfere Biegung besitzt, mit der sie sich in der Offenstellung des Schalters gegen einen Sperrzahn abstutzt. Diese Anordnung hat den Nachteil, dass die Kippfeder der Schliess-und Öffnungsbewegung des Schalthebels einen Reibungswiderstand entgegensetzt, der zwischen dem hakenförmigen Teil des Kipphebels und dem Sperrzahn erzeugt wird.
Zur Vermeidung dieses Nachteils wird erfindungsgemäss eine als Druekfeder ausgebildete Kippfeder verwendet, die sich gegen den beweglichen Kontaktteil und ein festes Widerlager am Schalter-
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stellung durch Verlegung der Kraftrichtung in bezug auf den Drehpunkt desselben dem Kraftmoment in der Schliessstellung entgegengesetzt ist.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung in Fig. 1 in der Offenstellung und in Fig. 2 in der Schliessstellung dargestellt. Auf der Motorwelle 1 sitzt fest das Schaltergehäuse 2, an dem isoliert die festen Schalterkontakte 3 sitzen. 4 ist der um den Zapfen 5 in einer Aussparung des Gehäuses 2 drehbare Schalthebel, der den beweglichen Kontakt trägt. Die Druckfeder 7 ist zwischen dem festen Punkt 8 am Gehäuse und dem am Schalthebel 4 angebrachten Bügel 6 angeordnet. In der Offenstellung des Schalters nehmen die Teile die in Fig. 1 gezeichnete Lage ein. Das Moment aus der Federkraft und dem Hebelarm a wirkt auf den Schalthebel 4- kontaktöffnend, d. h. die Zugfeder 9 wird unterstützt, so dass sie schwächer bemessen werden kann gegenüber der bisherigen Anordnung.
Bewegt sich nun der Schalthebel durch die Fliehkraft in die Schliessstellung, so wird die Feder 7 über eine Nulllage hinweg in die andre Endstellung gebracht, wobei das Moment aus der Federkraft und dem Hebelarm b in entgegengesetzter Richtung zur Wirkung gebracht wird, d. h. das Moment wirkt nunmehr so, dass der Kontaktdruek zwischen den Kontakten erhöht wird, vgl. Fig. 2. In der Schliessstellung dient also die Feder 7 dazu, dass eine Kontaktöffnung bei geringen Schwankungen in der Drehzahl vermieden ist.
An Stelle der U-förmigen Flachfeder 7 kann auch eine mehrfach gekröpfte oder scharfkantig gebogene Flachfeder bzw. eine Schraubenfeder Verwendung finden. Die Federn können entweder mit Schneidenlagerungen an einem oder beiden Enden versehen sein oder aber gelenkig mit den Stutzpunkten verbunden sein. =") Erstes Zutxp : ttent Nr. 10735.