AT115079B - Herstellung von Kunstfäden nach dem Trockenspinnverfahren. - Google Patents

Herstellung von Kunstfäden nach dem Trockenspinnverfahren.

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AT115079B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 
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   Bei der Herstellung von Kunstseide nach dem Trockenspinnverfahren wird im allgemeinen so gearbeitet. dass die Einzelfäden nach Verlassen der Düse von   oben nacli unten   abgezogen werden. einem erwärmten Luftstrom entgegen, der unten in die   Spmnzelle   eintritt und sie oben mit Lösungsmitteln   beladen wieder verlässt.   



   Die Anwendung des Gegenstromprinzips beim Austrocknen der Fäden gewährleistet eine langsame. geregelte Erstarrung der   Spinnmasse,   ein Umstand. der   ffir (He Beschaffenheit der   Fäden von grösster Wichtigkeit ist. Praktisch hat das Absaugen der Lui't nach oben den 
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 Unterschiede von Temperatur und Lösungsmittelgehalt innerhalb einer zu einem Aggregat zusammengefassten Gruppe von Zellen auszugleichen, die Zwischenwände der Einzelkammern durchbrochen ausbildet. 
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 werden   kann. wenn man   die einzelnen   Spinnzellen   durch eine in.

   passender Höhe angebrachte Verengung in zwei Einzelkammern unterteilt, die beide an ihren oberen Enden regelbar und   unabhängig voneinander mit der Absaugleitung in Verbindung stehen, und dann die Luft-   bewegung so einstellt,   dass der grössere   Teil der von   unten   zugeführten erwärmten Luft, die, wenn in bekannter Weise im Kreislauf   gearbeitet, wird, noch mehr oder weniger beträchtliche   Mengen Lösungsmitteldämpfe   enthält.   bereits in der unteren Kammer abgesaugt wird, so dass 
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 bedingungen für die Beschaffenheit der fertigen Gespinste in erster   Linie massgebend sind.   



   Ein besonderer Vorteil der geschilderten Arbeitsweise ist ferner, dass auch beim Öffnen der oben und unten angebrachten   Türen     der Spinnkammern im Gegensatz zur   sonst üblichen Anordnung weder der Spinnvorgang der   fraglichen   Zelle, noch bei Verwendung durchbrochener   Kammerwände   der der Nachbarzellen   merklich   beeinflusst wird. besonders, wenn die unteren Abteilungen durch dichte Scheidewände voneinander getrennt sind. 

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   Schliesslich gestattet die Unterteilung der Zellen die Beheizung in den beiden Abteilungen unabhängig absuändern, was namentlich dann von Bedeutung ist, wenn mit ein und derselben Maschine Seide von verschiedenem Titer erzeugt werden soll, wobei unter sonst gleichen Bedingungen mit   wechselnden : Luftmcngen   gearbeitet werden muss. 



   Die Zeichnung veranschaulicht in schematischer Weise Ausführungsbeispiele für die Erfindung. 



   Fig. 1 zeigt eine einzelne Spinnzelle, die durch die aus vier in Scharnieren c beweglichen Teilen bestehende Klappe d in zwei Abteilungen a und b unterteilt wird. Das Öffnen und Schliessen der Klappe erfolgt durch eine in der schematischen Zeichnung nicht wiedergegebene Vorrichtung. Der Faden tritt oben an der Düse e aus, durchläuft a und b und tritt 
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   unabhängige regulierbare Heizsysteme   in den Zellenteilen a und b. Die zum   Trocknen   der Fäden notwendige, allenfalls vorgewärmte Frischluft tritt unten bei i ein und wird zum   grösseren   Teil in der Nähe des Trichters bei k, zum kleineren Teil oben an der Düse bei l abgesaugt. 



   Fig. 2 zeigt einen   Längsschnitt   durch ein aus drei Einzelzellen bestehendes Aggregat. 
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 Scheidewände m bewirken nur zwischen den unteren   Zellenräumen   b eine vollständige Trennung ; in den oberen Teilen a sind sie der ganzen Länge nach perforiert ausgebildet, um dort einen möglichst weitgehenden Ausgleich von Differenzen im physikalischen Zustand der 
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Eine   funktionelle Zweiteilung der Spinnzelle, wie sie gemäss   der Erfindung in Anwendung kommt, ist auch im D. R. P.   428745 vorgeschlagen worden, ohne   dass diese Anordnung jedoch demselben Zweck dienen würde.

   Das Verfahren nach der Patentschrift will die durch   Erwärmung   in der   Düsengegend   bedingte Verringerung der Viskosität hintanhalten, indem   die Warmluft   in einer mittleren Zone abgesogen   und zweckmässig   die Düsengegend noch besonders gekühlt wird. Dieses Verfahren ist nur anwendbar bei niedrig   konzentrierten   bzw. niedrig viskosen Lösungen, die praktisch kaum verwendet werden. Bei den   üblichen   Konzentrationen von 200/0 und mehr ist dagegen erhöhte Temperatur in der Düsengegend 
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   wird und die   Luftströmung in der oberen Spinnzelle dem freien Ausgleich zwischen auf- steigender   Warmluft und absinkender Kaltluft   überlassen ist.

   Eine   Kalthaltung   oder eine besondere   Abkühlung   in der   Düsengegend   steht in Widerspruch mit dem Sinn der vorliegen- den Erfindung. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Spinnzelle für das Trockenspinnverfahren. in welcher die   Trockenluft   von unten dem
Faserbündel entegengeführt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Spinnzelle durch eine   zweckmässig   verstellbare Verengung in zwei Abteilungen unterteilt ist. die beide an ihrem oberen Ende regulierbar und voneinander unabhängig mit der   absaugeleitung   in Verbindung stellen.

Claims (1)

  1. 2. Spinnzelle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verengung in Form einer trichterförmigen Klappe ausgeführt wird.
    3. Arbeitsweise mit der Spinnzelle nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Hauptmenge der gegebenenfalls schon Lösungsmittel enthaltenden Trockenluft bereits am oberen Ende der unteren Abteilung der Spinnzelle abgesaugt wird, so dass nur ein vor- hältnismässig kleines Volumen mit Lösungsmitteln beladener Luft in der Nähe der Düse abgeführtwerdenmuss.
    4. Spinnzelle nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die seitlichen Trennungswände der zu einem Aggregat vereinigten Spinnzellen in beiden Abteilungen oder eventuell auch nur in der oberen durchbrochen ausgebildet sind, wodurch schädliche Unter- schiede von Temperatur und Konzentration des Lösungsmittelluftgemisciies ausgeglichen ;werden.
AT115079D 1927-03-03 1928-02-27 Herstellung von Kunstfäden nach dem Trockenspinnverfahren. AT115079B (de)

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ID=5654091

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