AT115079B - Herstellung von Kunstfäden nach dem Trockenspinnverfahren. - Google Patents
Herstellung von Kunstfäden nach dem Trockenspinnverfahren.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> EMI1.1 Bei der Herstellung von Kunstseide nach dem Trockenspinnverfahren wird im allgemeinen so gearbeitet. dass die Einzelfäden nach Verlassen der Düse von oben nacli unten abgezogen werden. einem erwärmten Luftstrom entgegen, der unten in die Spmnzelle eintritt und sie oben mit Lösungsmitteln beladen wieder verlässt. Die Anwendung des Gegenstromprinzips beim Austrocknen der Fäden gewährleistet eine langsame. geregelte Erstarrung der Spinnmasse, ein Umstand. der ffir (He Beschaffenheit der Fäden von grösster Wichtigkeit ist. Praktisch hat das Absaugen der Lui't nach oben den EMI1.2 Unterschiede von Temperatur und Lösungsmittelgehalt innerhalb einer zu einem Aggregat zusammengefassten Gruppe von Zellen auszugleichen, die Zwischenwände der Einzelkammern durchbrochen ausbildet. EMI1.3 werden kann. wenn man die einzelnen Spinnzellen durch eine in. passender Höhe angebrachte Verengung in zwei Einzelkammern unterteilt, die beide an ihren oberen Enden regelbar und unabhängig voneinander mit der Absaugleitung in Verbindung stehen, und dann die Luft- bewegung so einstellt, dass der grössere Teil der von unten zugeführten erwärmten Luft, die, wenn in bekannter Weise im Kreislauf gearbeitet, wird, noch mehr oder weniger beträchtliche Mengen Lösungsmitteldämpfe enthält. bereits in der unteren Kammer abgesaugt wird, so dass EMI1.4 bedingungen für die Beschaffenheit der fertigen Gespinste in erster Linie massgebend sind. Ein besonderer Vorteil der geschilderten Arbeitsweise ist ferner, dass auch beim Öffnen der oben und unten angebrachten Türen der Spinnkammern im Gegensatz zur sonst üblichen Anordnung weder der Spinnvorgang der fraglichen Zelle, noch bei Verwendung durchbrochener Kammerwände der der Nachbarzellen merklich beeinflusst wird. besonders, wenn die unteren Abteilungen durch dichte Scheidewände voneinander getrennt sind. <Desc/Clms Page number 2> Schliesslich gestattet die Unterteilung der Zellen die Beheizung in den beiden Abteilungen unabhängig absuändern, was namentlich dann von Bedeutung ist, wenn mit ein und derselben Maschine Seide von verschiedenem Titer erzeugt werden soll, wobei unter sonst gleichen Bedingungen mit wechselnden : Luftmcngen gearbeitet werden muss. Die Zeichnung veranschaulicht in schematischer Weise Ausführungsbeispiele für die Erfindung. Fig. 1 zeigt eine einzelne Spinnzelle, die durch die aus vier in Scharnieren c beweglichen Teilen bestehende Klappe d in zwei Abteilungen a und b unterteilt wird. Das Öffnen und Schliessen der Klappe erfolgt durch eine in der schematischen Zeichnung nicht wiedergegebene Vorrichtung. Der Faden tritt oben an der Düse e aus, durchläuft a und b und tritt EMI2.1 unabhängige regulierbare Heizsysteme in den Zellenteilen a und b. Die zum Trocknen der Fäden notwendige, allenfalls vorgewärmte Frischluft tritt unten bei i ein und wird zum grösseren Teil in der Nähe des Trichters bei k, zum kleineren Teil oben an der Düse bei l abgesaugt. Fig. 2 zeigt einen Längsschnitt durch ein aus drei Einzelzellen bestehendes Aggregat. EMI2.2 Scheidewände m bewirken nur zwischen den unteren Zellenräumen b eine vollständige Trennung ; in den oberen Teilen a sind sie der ganzen Länge nach perforiert ausgebildet, um dort einen möglichst weitgehenden Ausgleich von Differenzen im physikalischen Zustand der EMI2.3 Eine funktionelle Zweiteilung der Spinnzelle, wie sie gemäss der Erfindung in Anwendung kommt, ist auch im D. R. P. 428745 vorgeschlagen worden, ohne dass diese Anordnung jedoch demselben Zweck dienen würde. Das Verfahren nach der Patentschrift will die durch Erwärmung in der Düsengegend bedingte Verringerung der Viskosität hintanhalten, indem die Warmluft in einer mittleren Zone abgesogen und zweckmässig die Düsengegend noch besonders gekühlt wird. Dieses Verfahren ist nur anwendbar bei niedrig konzentrierten bzw. niedrig viskosen Lösungen, die praktisch kaum verwendet werden. Bei den üblichen Konzentrationen von 200/0 und mehr ist dagegen erhöhte Temperatur in der Düsengegend EMI2.4 wird und die Luftströmung in der oberen Spinnzelle dem freien Ausgleich zwischen auf- steigender Warmluft und absinkender Kaltluft überlassen ist. Eine Kalthaltung oder eine besondere Abkühlung in der Düsengegend steht in Widerspruch mit dem Sinn der vorliegen- den Erfindung. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Spinnzelle für das Trockenspinnverfahren. in welcher die Trockenluft von unten dem Faserbündel entegengeführt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Spinnzelle durch eine zweckmässig verstellbare Verengung in zwei Abteilungen unterteilt ist. die beide an ihrem oberen Ende regulierbar und voneinander unabhängig mit der absaugeleitung in Verbindung stellen.
Claims (1)
- 2. Spinnzelle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verengung in Form einer trichterförmigen Klappe ausgeführt wird.3. Arbeitsweise mit der Spinnzelle nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Hauptmenge der gegebenenfalls schon Lösungsmittel enthaltenden Trockenluft bereits am oberen Ende der unteren Abteilung der Spinnzelle abgesaugt wird, so dass nur ein vor- hältnismässig kleines Volumen mit Lösungsmitteln beladener Luft in der Nähe der Düse abgeführtwerdenmuss.4. Spinnzelle nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die seitlichen Trennungswände der zu einem Aggregat vereinigten Spinnzellen in beiden Abteilungen oder eventuell auch nur in der oberen durchbrochen ausgebildet sind, wodurch schädliche Unter- schiede von Temperatur und Konzentration des Lösungsmittelluftgemisciies ausgeglichen ;werden.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE115079X | 1927-03-03 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT115079B true AT115079B (de) | 1929-11-25 |
Family
ID=5654091
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| AT115079D AT115079B (de) | 1927-03-03 | 1928-02-27 | Herstellung von Kunstfäden nach dem Trockenspinnverfahren. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT115079B (de) |
-
1928
- 1928-02-27 AT AT115079D patent/AT115079B/de active
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