DE403736C - Vorrichtung zur Herstellung kuenstlicher Faeden - Google Patents

Vorrichtung zur Herstellung kuenstlicher Faeden

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DE403736C
DE403736C DES64651D DES0064651D DE403736C DE 403736 C DE403736 C DE 403736C DE S64651 D DES64651 D DE S64651D DE S0064651 D DES0064651 D DE S0064651D DE 403736 C DE403736 C DE 403736C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01DMECHANICAL METHODS OR APPARATUS IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS
    • D01D5/00Formation of filaments, threads, or the like
    • D01D5/04Dry spinning methods

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Artificial Filaments (AREA)
  • Spinning Methods And Devices For Manufacturing Artificial Fibers (AREA)
  • Materials For Medical Uses (AREA)

Description

(S 64651
Die vorliegende Erfindung hat eine Verbesserung an den auf trockenem Wege von oben nach unten spinnenden Vorrichtungen . zur Herstellung künstlicher Fäden zum Gegen-S stände.
Bei diesem Spinnverfahren wird die Spinnflüssigkeit, die im wesentlichen aus der Lösung eines Zellulosederivats in einem flüchtigen Lösungsmittel besteht, dem beliebige Hilfsstoffe beigesetzt werden können, unter Druck durch eine Anzahl enger Öffnungen gepreßt. Jeder Einzelfaden, der aus einer dieser Öffnungen austritt, senkt sich infolge seines Gewichtes und festigt sich in dem Maße, wie das flüchtige Lösungsmittel verdampft.
Um diese Verflüchtigung zu beschleunigen, und anderseits das Lösungsmittel zurückgewinnen zu können, spinnt man gewöhnlich in einer geschlossenen Zelle, die dem Laufe der Fäden entgegen von einem erwärmten Gasstrome durchflossen wird. Die Höhe dieser Zelle wird so gewählt, daß die Fäden genügend fest am unteren Ende anlangen. Hier werden sie in einen einzigen Faden vereinigt, der durch eine geeignete Öffnung aus der Zelle austritt.
Beim Spinnen geschieht es häufig, daß Fäden im Innern der Zelle brechen. Bei den bisherigen Vorrichtungen muß man in diesem Falle eine Tür in der Wandung der Zelle öffnen und die abgebrochenen Fäden mit den übrigen wieder vereinigen. Jedesmal, wenn die Spinnerei in Gang gesetzt wird, muß in ähnlicher Weise verfahren werden.
Es ist nun gefunden worden, daß die Vereinigung der herabhängenden Einzelfäden und
das selbsttätige oder fast selbsttätige Spinnen des Fadens in folgender Weise bewerkstelligt werden kann:
Unter der Spinnvorrichtung und in geeigneter Entfernung von ihr wird ein Trichter angebracht, dessen obere Öffnung genügend weit ist, um alle von den Spinndüsen frei herabhängenden Einzelfäden aufzunehmen; an der Spitze des Trichters befindet sich die Öffnung, durch die der Faden austritt. Dieser Trichter, dessen Innenwände glatt oder poliert sind, kann den unteren Teil der Zelle bilden.
Wenn nun ein Einzelfaden bricht, so sinkt er in die Tiefe, trifft auf die Wände: des Trichters i und gleitet an den Wänden, bis er die übrigen Fäden antrifft, mit denen er sich von neuem vereinigt.
Beim Ingangsetzen der Spinnerei hat man nur einen einzigen Faden aus der Zelle herauszuführen; wenn er nicht von selbst aus dem Trichterende austritt, so hilft man nach, indem man beispielsweise einen kleinen Haken durch die Austrittsöffnung einführt, oder durch eine Tür, die in der Trichterwand, am besten die Austrittsöffnung selbst teilweise umfassend, angebracht ist. Die Austrittsöffnung , besteht in diesem Falle am besten aus einem ; zweiteiligen Bronzeblock, dessen eine Hälfte i mit der Tür verbunden ist. I
Durch die den Gegenstand vorliegender Erfindung bildende Vorrichtung werden also I große Zeitverluste verhindert, und zwar jedes- : mal, wenn die Vorrichtung in Gang gesetzt , wird, als auch dann, wenn die Spinnerei in '. Unordnung gerät. Es wird so auch die Menge der fehlerhaften Fäden, die unbrauchbar sind, herabgesetzt. Zudem wird bei der vorliegen- : den Arbeitsweise das Öffnen von Türen wäh- ; rend des Spinnens vermieden, was für das ; Spinnen selbst und auch für die regelmäßige | Zurückgewinnung der Lösungsmittel von ; großem Vorteil ist.
Die Zeichnung zeigt als Beispiel eine | Vorrichtung zur Herstellung von Kunstseide aus Zelluloseazetat, in einem Gemisch von Alkohol und Azetat gelöst. \
Der Einfachheit halber ist nur eine Zelle j mit nur einer Spinnvorrichtung dargestellt ] worden.
Abb. ι stellt diese Zelle in der Ansicht, i Abb. 2 im Schnitt dar,
ι ist die hier zylindrische und metallische Wand der Zelle, die aus den in geeigneter Weise verbundenen Teilen 1« und ib zusammengesetzt ist; das Ganze wird von einem [ in der Zeichnung nicht dargestellten Gerüst j getragen. j
2, 2" sind die Doppelwände einer regelbaren Heißwasserströmung. Der Eintritt erfolgt durch die Röhren 3,3, der Austritt durch die Röhren 4,4. Die Wände sind nach außen durch Beläge 5, 5 isoliert; sie können in Reihen angeordnet oder aber unabhängig voneinander sein. Die Thermometer 6, 6, in verschiedener Höhe angebracht, zeigen die Temperatur im Innern der Zelle. 7 ist eine Spinnvorrichtung mit mehreren Düsen 7", die um die in der Dichtung 9 befestigte Achse drehbar ist. Die zu spinnende Lösung tritt durch 10 ein, nachdem sie durch Filter, Pumpen usw. gegangen ist.
11 stellt den konischen, aus Metall bestehenden Teil der Zelle, den Trichter, dar, auf dessen innerer polierter Oberfläche die Fäden in die Tiefe gleiten, wenn sie gerissen sind. 12 ist die Austrittsöffnung des Fadens; sie ist in ein zweiteiliges Bronzestück 13 gebohrt, das am Ende des Trichters angebracht ist. 14 ist eine in dem konischen Teil angebrachte Tür, die sich zusammen mit einem der Bronzestücke 13 bewegt.
Die punktierten Linien 15,15 stellen Einzelfäden dar, die nach ihrer Vereinigung den Faden 16 bilden, der durch die Vorrichtung 17 auf alle gewünschten weiteren Vorrichtungen geleitet wird.
18 ist eine unter der Öffnung 12 befindliche Rolle, die durch eine in der Zeichnung nicht dargestellte Vorrichtung gedreht wird und zum Aufrollen des Fadens 16 dient, falls dieser außerhalb der Zelle willkürlich oder durch Zufall abgebrochen wird. 19 ist eine kleine Tür, die den Zutritt zu der Spinnvorrichtung 7 oder zu einem Teile derselben gestattet. 20 (Abb. 1) ist eine Glaswand, durch die man den Gang des Spinnens überwachen kann.
Die Luft, die durch den Ausgang 12 in die Zelle tritt, sättigt sich mit Dämpfen des flüchtigen Lösungsmittels und tritt im oberen Teil der Zelle bei 21 aus.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Vorrichtung zur Herstellung künstlicher Fäden nach dem Trockenspinnverfahren, bei dem die Fäden von oben nach unten laufen, dadurch gekennzeichnet, daß unter jeder Spinnvorrichtung (7, ya), deren Fäden (15) vereinigt werden sollen, ein n0 Trichter (11) mit glatten Innenwandungen angebracht ist, der an seiner Spitze (12, 13) die Austrittsöffnung für den gebildeten Faden trägt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DES64651D 1923-08-24 1923-12-30 Vorrichtung zur Herstellung kuenstlicher Faeden Expired DE403736C (de)

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FR403736X 1923-08-24

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DE403736C true DE403736C (de) 1924-10-02

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ID=8897025

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DES64651D Expired DE403736C (de) 1923-08-24 1923-12-30 Vorrichtung zur Herstellung kuenstlicher Faeden

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DE (1) DE403736C (de)
FR (1) FR581774A (de)
GB (1) GB218913A (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1104114B (de) * 1953-10-26 1961-04-06 Phrix Werke Ag Vorrichtung zum Verspinnen heisser Schmelzen, insbesondere aus organischen Hochpolymeren
DE1149489B (de) * 1953-10-16 1963-05-30 Dr Leo Ubbelohde Vorrichtung zur Herstellung von gekraeuselten vollsynthetischen Faeden, wie Polyamidfaeden

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1149489B (de) * 1953-10-16 1963-05-30 Dr Leo Ubbelohde Vorrichtung zur Herstellung von gekraeuselten vollsynthetischen Faeden, wie Polyamidfaeden
DE1104114B (de) * 1953-10-26 1961-04-06 Phrix Werke Ag Vorrichtung zum Verspinnen heisser Schmelzen, insbesondere aus organischen Hochpolymeren

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GB218913A (en) 1924-07-17
FR581774A (fr) 1924-12-05

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