<Desc/Clms Page number 1>
Antriebsvorrichtung für Schlitten, insbesondere Notorschlitten.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet eine Verbesserung bzw. weitere Ausgestaltung der durch das Patent Nr. 107362 geschützten Antriebsvorrichtung für Schlitten, die ein Seitwärtsschleudern der Räder aus der Fahrbahn und das häufige Verlegen der Räder mit Schnee und Eis sicher vermeiden und eine erhöhte Betriebssicherheit gewährleisten soll.
Diese Antriebsvorrichtung weist Antriebsräder auf, dessen Radkränze gemäss Patent Nr. 107362 aus mehreren, in radialer Richtung ansteigenden Umfangsteilen stufenartig zusammengesetzt sind, wobei die einzelnen Stufen aus mehreren Absetzungen bestehen. Die besondere Ausgestaltung dieses Antriebsrades nach vorliegender Erfindung besteht nun im wesentlichen darin, dass die die einzelnen Stufen bildenden Absetzungen aus einem kreisförmig gestalteten Aussenkranz austreten und eine im Stufenprofil in peripherer Richtung ausgedehnte Angriffsfläche besitzen. Es hat sich gezeigt, dass es zweckmässig ist, die einzelnen Absetzungen radial aus dem kreisförmigen Aussenkranz austreten zu lassen, wobei die Breite jeder Absetzung vom Absetzungsfuss bis zum Kopf der Absetzung gleich bleibt.
Von besonderem Vorteil hat es sich erwiesen, die Angriffsfläche der Absetzungen gratförmig auszubilden, um die Berührungsflächen der Absetzungen mit der Fahrbahn in axialer Richtung herabzusetzen und so ein Seitwärtsschleudern der Räder und ein Festkleben von Schnee und Eis hintanzuhalten. Diese Grate werden von Ausnehmungen gebildet, die den Zweck haben, das seitliche Abdrücken der angesetzten Schneeklumpen zu bewirken und ein Haftenbleiben derselben an der Absetzung unmöglich zu machen und so als Selbstputzer zu wirken.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand an einem Ausführungsbeispiel veranschaulicht.
Fig. 1 zeigt eine Ansicht des Rades in Draufsicht, Fig. 2 einen Schnitt durch eine Absetzung nach der Linie A-A der Fig. 1.
Auf dem Radkranz 1, der durch die Speichen 3 mit der Radnabe 2 in Verbindung steht, ist der kreisförmige Aussenkranz 4 des Antriebsrades aufgesetzt. Die die einzelne Stufen bildenden Absetzungen 5 sind mit dem Kranze 4 verbunden, u. zw. derart, dass sie radial aus dem Aussenkranz 4 austreten, wobei die Breite B jeder Absetzung vom Absetzungsfuss bis zum Kopf der Absetzung gleich bleibt. Die einzelnen Absetzungen 5 untereinander sind aber verschieden breit. Sie besitzen eine in peripherer Richtung ausgedehnte Angriffsfläche. Die freien Enden der Absetzungen 5 sind abgeschrägt und bilden Grate 6, mit welchen das Rad in die Fahrbahn eingreift. Die Grate 6 sind zweckmässig durch ein oder mehrere Ausnehmungen 7 gebildet, die als Selbstputzer wirken.
Die schmalen, in peripherer Richtung ausgedehnten Grate 6, die zwischen den Quergraten 9 angeordnet sind, gewähren einen ausreichenden Schutz, um eine unfreiwillige Seitwärtsbewegung des Schlittens zu verhindern. Der an dem Grate 6 sich anhaftende Schnee wird an den gekrümmten Seitenflächen der Selbstputzer 7 während der Radbewegung leicht abgleiten und jedes Verlegen der Absetzungen 5 vermeiden.
Auch der übrige Radkranzteil ist derart ausgebildet, dass ein Verlegen desselben mit Schnee und Eis erschwert wird. Das Profil des Aussenkranzes 4 wird zu diesem Zwecke bombiert (8), um ein leichtes und schnelles Abrutschen von Schnee und Eis zu gewährleisten. Ebenso sind die Übergangsstellen zwischen Radaussenkranz und Absetzungen sehr sanft gekrümmt, damit den Eisstücken, Schneeklumpen u. dgl. ein Ansetzen unmöglich wird,
<Desc/Clms Page number 2>
Das Rad gemäss der vorliegenden Erfindung gestattet eine Schlittenbewegung sowohl nach vorwärts, wie auch mit geringerem Wirkungsgrad in umgekehrter Richtung.
Bei Schlitten mit grossen Raddurchmessern, z. B. Lastschlitten, wird natürlich die Anzahl der Stufen vergrössert werden müssen, etwa auf vier Stufen.
Durch die vorliegende besondere Ausgestaltung der im Hauptpatent Nr. 107362 beschriebenen Antriebsvorrichtung wird ein sehr rasches Fahren unter Ausschaltung des störenden Gleitens gewährleistet, ohne dass die Gefahr besteht, dass sich das, Rad mit Schnee verlegt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Antriebsvorrichtung für Schlitten, insbesondere für Motorschlitten, nach Patent Nr. 107362, dadurch gekennzeichnet, dass die die einzelnen Stufen bildenden Absetzungen (5) aus einem kreisförmig gestalteten Aussenkranz (4) austreten und eine im Stufenprofil in peripherer Richtung ausgedehnte Angriffsfläche besitzen.