AT113664B - Verfahren zur Trennung von Alkalisalzgemischen. - Google Patents

Verfahren zur Trennung von Alkalisalzgemischen.

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AT113664B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Trennung von   Alkalisalzgemischen.   
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 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Da das wegen seiner guten   Kristallisationsfähigkeit   dem Natriumferrocyanid vorgezogene Kalium-   ferrocyanid   in Ammoniakwasser schwerer löslich ist als jenes, kann dies Verhalten benutzt werden, aus technischem   Natriumferrocyanid   durch Zusatz von Chlorkalium reines Kaliumferrocyanid zu gewinnen. 



   Die Kalium-und Natriumsalze der dreiwertigen Phosphorsäure sind alle durch Ammoniak auszufällen. Dabei bilden sich aus den ein-und zweibasischen Salzen in der Kälte gemischte Alkaliammoniumphosphate, die in Gegenwart eines leicht löslichen Ammoniumsalzes einer einbasischen Säure, wie es z. B. bei doppelter Umsetzung von Monoammoniumphosphat und Kaliumchlorid entsteht, quantitativ bei genügender Ammoniakeinleitung ausfallen. 



   Es sei noch bemerkt, dass Kaliumchlorid in Ammoniaklösung schwerer löslich ist als Natriumchlorid und   Kaliumchromat   als Natriumchromat, Kaliumnitrit als Natriumnitrit, Kaliumsulfit als Natriumsulfit. 



   Beispiel 1. 850 kg Natriumnitrat und 900 kg Kaliumchlorid werden in 1700 kg Wasser heiss gelöst und aus der Lösung beim Erkalten 650 kg Kalisalpeter gewonnen. Werden nun in die Mutterlauge 250 kg Ammoniakgas unter Kühlen eingeleitet, so scheiden sich noch weitere 300 kg Kaliumnitrat ab. Die ammoniakalische mit Natriumchlorid gesättigte Mutterlauge wird darauf durch Einleiten von
Kohlensäure auf Solvay-Soda in bekannter Weise verarbeitet. 



   Beispiel 2.1000 kg einer unreinen Kaliumeyanidlauge, die   30%   Kaliumcyanid, 3% Kaliumkarbonat und 1%   Kaliumferrocyanid   enthält, wird mit 280 kg Ammoniak unter gleichzeitiger Kühlung gesättigt. Hiebei scheiden sich das   Kaliumferrocyanid   und das Kaliumkarbonat vollständig ab. Die gereinigte Lauge wird auf Kaliumcyanid weiterverarbeitet. 



   Beispiel 3. Eine bei der Azotierung von Kohle-Soda-Eisen-Gemischen anfallende Cyanidrohmasse, die   40%   Natriumcyanid, 25-30% Eisen, 25-30% Kohlenstoff und 3-5% Soda enthält, wird mit konzentriertem Ammionakwasser ausgelaugt. Hiebei geht das Natriumcyanid in Lösung, während das Natriumkarbonat und eventuell vorhandenes   Natriumferrocyanid   ungelöst bleibt. Gleichzeitig wird die Bildung von weiterem Natriumferrocyanid durch das Ammoniak verhindert. Die so gewonnene   Cyanidlösung   wird darauf durch Erwärmen vom Ammoniak befreit und weiter auf reines Natriumcyanid im Vakuum eingedampft. 



   Beispiel 4. In 1000 kg einer im Betriebe anfallenden Formiatlauge, die 400 kg Natriumformiat und 20 kg Soda enthält, wird unter Kühlen 250 kg Ammoniak eingeleitet. Hiedurch scheidet sich das für den Ameisensäurebetrieb unerwünschte Natriumkarbonat ab und wird von der ammoniakalischen gereinigten Formiatlauge getrennt. 
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 lische Lauge eingeleitet. Hiebei scheiden sich 570 kg Kaliumferroeyanid in kristalliner Form ab. Das mit Ammoniak gefällte Salz wird in einer geschlossenen Zentrifuge von der Mutterlauge getrennt und getrocknet. 



   Beispiel 6. Eine durch Versetzen von Phosphorsäure mit Ammoniak hergestellte Monoammoniumphosphatlösung, die in 4000 kg Wasser 1150 kg Monoammoniumphosphat enthält, wird mit 750 kg   KC !   versetzt und erwärmt. Nach Lösen des Kaliumchlorid leitet man unter Abkühlen 600 bis 700 kg Ammoniak in die Lösung ein. Hiebei wird die gesamte Phosphorsäure als Kalium ammoniumphosphat gefällt, das beliebig weiterverarbeitet werden kann. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Trennung von Alkalisalzgemischen ausser solchen, die Sulfate enthalten, dadurch gekennzeichnet, dass Gemische, welche allein Kaliumsalze verschiedener Säuren oder Natriumsalze verschiedener Säuren oder Kalium-und Natriumsalze gleicher bzw. verschiedener Säuren gemischt enthalten, durch Behandeln mit Ammoniak in wässeriger Lösung voneinander getrennt werden.

Claims (1)

  1. 2. Ausbildung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Ammoniakbehandlung Gemische unterworfen werden, die als Kationen Ammonium neben Kalium bzw. Natrium, als Anionen organische Säuren allein oder im Gemisch mit anorganischen enthalten.
    3. Abänderung des Verfahrens nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass aus Mischungen, die nur anorganische Salze des Kaliums bzw. Natriums und des Ammoniums enthalten, durch Behandeln mit Ammoniak in wässeriger Lösung die Nitrite, Fluoride und Phosphate des Kaliums bzw. des Natriums und die Karbonate des Kaliums abgetrennt werden.
AT113664D 1926-05-26 1927-05-16 Verfahren zur Trennung von Alkalisalzgemischen. AT113664B (de)

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