AT113635B - Elektrische Schaltuhr. - Google Patents

Elektrische Schaltuhr.

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AT113635B
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  Elektrische Schaltuhr. 



   Die Anmeldung betrifft Schaltuhren an sich bekannter Art, bei welchen die täglich ausgelöste Schaltfolge an gewissen Tagen, z. B. jeweils am Sonntag, selbsttätig geändert oder unwirksam gemacht wird. Für diesen Zweck sind Sehaltuhren gebaut worden, bei welchen vom Uhrwerk oder von einem Schalthebel   der 24-Stundenscheibe   eine siebenteilige Stellscheibe oder ein Schaltstern fortgesehaltet wird, welcher seinerseits am Sonntag einen Kontakt betätigt und dadurch die Sonntagsschaltungen der Schaltuhr unwirksam macht. Die Unterbringung einer vom Uhrwerk angetriebenen Stellscheibe bzw. eines von einem Schalthebel der 24-Stundenscheibe fortgeschalteten   Schaltsterns   bereitet jedoch grosse konstruktive Schwierigkeiten, insbesondere dann, wenn der Einbau in eine vorhandene Schaltuhr nachtäglich erfolgen soll.

   Nachteilig ist ferner, dass die Bewegung der   Stellscheibe   bei diesen Anordnungen eine weitere Belastung für das Uhrwerk bedeutet. Es sind auch Schaltuhren gebaut worden, bei welchen derselbe Zweck dadurch erreicht wird, dass die Stifte, welche die Auslösung der   Stromschlnssvorrichtungen   zu besorgen haben, derartig verschieden abgesetzt sind, dass beim jedesmaligen Vorübergehen eines
Stiftes an den Stromschlussvorrichtungen nur die in der Bahn eines vollen Teils dieses Stiftes liegende Stromschlussvorrichtung in Wirkung gesetzt wird, während die übrigen   Stromschlussvorrichtungen   von den abgesetzten Stiftteilen unbeeinflusst gelassen werden.

   Diese Anordnung bedingt jedoch eine verhältnismässig grosse Zahl von Stromschlussvorriehtungen und ist, in erster Linie für Signalstromkreise bestimmt, nur durch einen ausserordentlich komplizierten Aufbau zu verwirklichen, wenn es sieh um Sehaltuhren für hohe Stromstärken handelt. 



   Durch die vorliegende Erfindung wird eine neue Anordnung geschaffen, welche gegenüber den bekannten wesentliche Vorteile besitzt. Bei dieser Anordnung wird die Stellscheibe durch die Schaltbewegung der Sehaltwalze bzw. der an ihrer Stelle vorgesehenen Kontaktvorrichtung fortgeschaltet, wobei sie mit Hilfe von Schaltstiften, Reitern, Nocken od. dgl. eine oder mehrere besondere Kontakte betätigt und dadurch die Schaltungen der Uhr an bestimmten Tagen ändert oder unwirksam macht. 



  Eine derartige Einrichtung kann leicht nachträglich in eine vorhandene Schaltuhr eingebaut werden. 



  Da die Anordnung ohne weiteres so getroffen werden kann, dass die von der Stellscheibe betätigten besonderen Kontakte immer stromlos geöffnet und geschlossen werden, können diese Kontakte kleiner bemessen werden. Wird, wie das meist geschieht, die Bewegung der Schaltwalze durch eine vom Uhrwerk vorgespannte Feder ausgeführt, so wird die Wochenscheibe ebenfalls von dieser Feder angetrieben, so dass das Uhrwerk durch das Fortschalten der Wochenscheibe keinerlei zusätzliche Belastung erfährt. 



  Soll die periodische Änderung, wie oben angenommen, jeden Sonntag erfolgen, wo wird die Stellscheibe siebenteilig und zweckmässig mit den Aufschriften der Wochentage versehen sein. Die von der Stellscheibe betätigten Kontakte werden in der Regel in Reihe mit den angeschlossenen Stromkreisen zu schalten sein ; jedoch sind auch Fälle möglich, in denen ein solcher Kontakt ein Relais für die   Auslösung   selbsttätiger Schalter betätigt. 



   In den Fig.   1-4   sind einige Anwendungsbeispiele des Erfindungsgedankens dargestellt. Fig. 1 veranschaulicht eine Schaltuhr, die täglich einen Stromkreis ein-und wieder ausschaltet, wobei beide Schaltungen jeweils am Sonntag wirkungslos bleiben. Zu diesem Zwecke ist auf der siebenteiligen, mit den Anfangsbuchstaben der Wochentage versehenen Stellscheibe b der Schaltstift d eingesetzt. Bei jeder Schaltung der Schaltwalze a. wird die   Stellscheibe b fortgesclaltet. Der Kontakt 'ist dabei im   

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 allgemeinen geschlossen. Er wird jedoch gleichzeitig mit der Einschaltung am Sonntag durch den   Schaltstift   geöffnet, so dass die Einschaltung nicht zur Wirkung kommen kann.

   Der Kontakt e wird auch nach der Ausschaltung am Sonntag offen gehalten und erst gleichzeitig mit der Einschaltung am 
 EMI2.1 
 Sonntagseinschaltung einen Augenblick früher erfolgt, als der Stromkreis durch die Schaltwalze geschlossen wird, dass ebenso die Schliessung des Kontaktes c am   Montag einen Augenblick früher   erfolgt, als die Einschaltung des Stromkreises durch die Schaltwalze, dass somit der Kontakt c stets stromlos betätigt wird. 



   In Fig. 2 ist eine Schaltuhr dargestellt, welche täglich einen Stromkreis zu einem Zeitpunkt einund zu einem andern Zeitpunkt ausschaltet, wobei der Zeitpunkt der Ausschaltung am Sonntag später als an den andern Tagen liegt. Die Schaltwalze ist zu diesem Zwecke dreiteilig ausgeführt. Die dritte Kontaktfeder liegt in Reihe mit dem Kontakte c, welcher nur am Sonntag geschlossen ist, weil für alle übrigen Tage in der Stellscheibe Schaltstifte eingesetzt sind, die ihn ständig geöffnet halten. Somit kommt die zweite Einschaltung nur am Sonntag zur Wirkung. 
 EMI2.2 
 wird die Schaltfolge : Stromkreis 1-Stromkreis I und   77-Stromkreis     77-Ausschaltung   ausgeführt. 



  Die beiden Kontakte c und e für die beiden Stromkreise werden durch die auf zwei   konzentrischen   Kreisen verteilten Schaltstifte gesteuert. An Tagen, für die im äusseren (bzw. inneren) Lochkreis ein 
 EMI2.3 
 Kontakt c (bzw.   d)   geöffnet ist. 



   Fig. 4 zeigt schliesslich eine Schaltuhr mit dreiteiliger Schaltwalze und einer Stellscheibe mit zwei Lochkreisen. Die Schaltstifte der Stellscheibe betätigen einen Umschaltkontakt, u. zw. wird dieser durch die Schaltstifte des inneren Lochkreises geöffnet und durch die Schaltstifte des äusseren Lochkreises umgeschaltet ; somit wird an Tagen, für die gar kein Schaltstift vorhanden ist, der angeschlossene Stromkreis ein-und wieder ausgeschaltet. An Tagen, für die ein Schaltstift im äusseren Lochkreis sitzt, wird der Stromkreis   ein-und zu einem früheren   Zeitpunkt als im ersten Falle ausgeschaltet. An Tagen, für die im inneren Lochkreis ein Schaltstift sitzt, kommen die Einschaltungen überhaupt nicht zur Wirkung. 



   In all diesen Fällen wird, wie oben näher beschrieben, die Einrichtung   zweckmässig   so getroffen, dass die Betätigung der durch die Stellscheibe gesteuerten Kontakte stets stromlos erfolgt. 



    Selbstverständlich sinddie beschriebenen Schaltuhren nur Ausführungsbeispiele, diedenErfindHngs-   gedanken durchaus nicht erschöpfen. 



    PATENT-ANSPRÜCHE :  
1. Elektrische Schaltuhr, bei der die regelmässig (z. B.   täglich)   ausgelöste Schaltfolge periodisch (z. B. jeweils am Sonntag) selbsttätig geändert oder unwirksam gemacht wird, dadurch gekennzeichnet, dass durch die Schaltbewegung der Schaltwalze eine, z. B. siebenteilige, mit den Aufschriften der Wochentage versehene Stellscheibe (b) fortgeschaltet wird, die mit Hilfe von verstellbaren Schaltstiften (d), Reitern, Nocken od. dgl. einen oder mehrere besondere Kontakte (e) betätigt, zu dem Zweck, die Schaltungen jeweils nach einer bestimmten Schaltungsfolge zu ändern oder unwirksam zu machen.

Claims (1)

  1. 2. Schaltuhr nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die von der Stellscheibe betätigten Kontakte in Reihe mit den Verbrauchstromkreisen liegen. EMI2.4 folge : Einschaltung-Einschaltung-Ausschaltung, dreiteilig ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass ein von der Stellscbeibe betätigter Kontakt derart angeordnet ist, dass die zweite Einschaltung unwirksam bleibt, wenn dieser Kontakt durch einen Schaltstift der Stellscheibe geöffnet ist.
    4. Schaltuhr nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Stellscheibe mit zwei oder mehreren Lochkreisen für die Schaftstifte versehen ist.
    5. Schaltuhr nach den Ansprüchen 1, 2 und 4 für zwei verschiedene Stromkreise und mit vierteiliger Sehaltwalze, entsprechend einer Schaltfolge : Stromkreis I-Stromkreis I und II-Stromkreis II-Ausschaltung, dadurch gekennzeichnet, dass die Stellscheibe mit zwei Lochkreisen für die Sehaltstifte versehen ist, die je einem von zwei Kontakten zugeordnet sind, die ihrerseits je einen der angeschlossenen Stromkreise unterbrechen.
    6. Schaltuhr nach den Ansprüchen 1, 2 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Stellscheibe mit zwei Lochkreisen versehen ist und dass ein Umschaltkontakt durch die Schaltstifte des einen Lochkreises unterbrochen, durch die Schaltstifte des andern Lochkreises umgeschaltet wird.
    7. Schaltuhr nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass durch eine gegenüber der Stellung der Schaltwalze entsprechend versetzte Anordnung der Stellscheibe bzw. ihrer Schah- EMI2.5
AT113635D 1926-08-10 1927-08-04 Elektrische Schaltuhr. AT113635B (de)

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