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Sehaltwerk zum selbsttätigen Ein-und Ausschalten von elektrischen Geräten zu verschiedenen vorbestimmten Zeiten.
Bekannte Schaltwerke für die Einschaltung von Stromverbrauehern zu im voraus festgesetzten Zeiten, bei welchen durch einen Zeitmesser stromführende Schleifarme über Kontaktkreise für Minuten und Stunden bewegt werden und durch Anschluss eines Stundenkontaktes sowie eines Minutenkontaktes mittels einer Wahlvorrichtung von Hand aus an Schaltrelais die Bildung eines Schaltvorganges zu der gewählten Zeit ermöglicht, benötigen für jede Schaltung eine eigene Wahlvorrichtung und eine eigene Relais-kombination, um ungewollte Schaltungen zu verhindern und sind zur oftmaligen Einund Ausschaltung eines einzigen Stromverbrauch ers nicht wirtschaftlich, sowohl in der Anlage als auch im Betrieb, der durch einen verhältnismässig hohen Stromverbrauch belastet wird.
Die Erfindung betrifft ein Schaltwerk, bei welchem die Wahl der Schaltzeiten für die Ein-und Ausschaltung des elektrischen Gerätes mittels je zweier Kontaktsehienen, die mit der gewünschten Stundenschaltleitung bzw. mit der gewünschten Minutensehaltleitung durch Kontaktschieber verbunden werden, erfolgt und wobei je vier Kontaktschienen, zwei für die Einschaltung und zwei'für die Ausschaltung, zu einer Schaltgruppe zusammengefasst sind und jede dieser Schaltgruppen, die auf einer Einstelltafel nebeneinander angeordnet sind, mit der Kontaktbank eines Trennungsdrehschalters derart zusammengeschaltet ist, dass durch die beim Abfall des Einschaltrelais erfolgenden Schritte des Trenndrehschalters die Abschaltung der vergangenen Ein-und Ausschaltung bzw.
Vorbereitung der kommenden Ein-und Ausschaltung zwecks Vermeidung von Fehlschaltungen erfolgt.
Im wesentlichen besteht das Schaltwerk aus Kontaktkreisen für Minuten, Stunden und Tage, über welche durch einen Zeitmesser mittels Zahnrädern Schleifkontakte bewegt werden, der Kontaktschiebertafel, auf der die Betriebszeiten eingestellt werden, einem Einschalt-und Ausschaltrelais, die sich gegenseitig mechanisch so sperren, dass immer ein Relais in der Arbeitsstellung verbleibt, und dem Trenndrehschalter, der sich jeweils bei einer Ein-und Ausschaltung um einen Schritt weiterbewegt.
Schliesslich ist für die Überwachung der richtigen Aufeinanderfolge der Schaltungen über mehrere Tage ein Schlussrelais vorgesehen.
Der Aufbau und die Wirkungsweise des Sehaltwerkes ist an Hand einer in der Zeichnung dargestellten beispielsweisen Ausführungsform der Erfindung beschrieben.
Die drei Schleiffedern a, bund c werden von einem Uhrwerk aus mittels Zahnrädern in der Weise betrieben, dass der Schleifarm a auf einem zwölfteiligen Kontaktkreise innerhalb von fünf Minuten von einem Kontakt zum nächsten gleitet, der Schleifarm b auf einem 24teiligen Kontaktkreis stündlich, aber innerhalb von fünf Minuten, von einem Kontakt zum nächsten fortgeschaltet wird und der Schleifarm c in einem siebenteiligen Kontaktkreis täglich und ebenfalls innerhalb von fünf Minuten von einem Kontakt zum nächsten bewegt wird. Die einzelnen Kontakte des Fünfminuten-und des Stundenkreises stehen, wie dargestellt, mit den Kontaktstiften der Einstelltafel in Verbindung.
Für je eine Einschaltung sind auf der Einstelltafel eine Kontaktschiene für die Fünfminuteneinstellung samt Kontaktschieber (1'e) mit den dazugehörigen Fünfminutenkontaktstiften von 0'-55'und eine Kontaktschiene samt Kontaktschieber (lhe) für die Stundeneinstellung mit den dazugehörigen Stundenkontaktstiften von 0'-23, angeordnet. Dieselbe Anordnung besteht für je eine Ausschaltung 'a : und lha). Die Zeichnung zeigt eine Tafel für sechs Ein-und Ausschaltungen. Natürlich kann die Tafel für beliebig viele Ein-und Ausschaltungen ausgebaut werden.
Die Kontaktschienen der Einstelltafel sind mit den Kontakten des Trenndrehschalters so verbunden, dass je vier Kontaktschienen, die eine Schaltgruppe für Ein-und Ausschaltung bilden (z. B. l'e,
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,e, l'a und a), mit vier übereinanderliegenden Kontakten der Kontaktbank des Trenndrehschalters yusammengeschaltet sind, wodurch nur jeweils eine Schaltgruppe betriebsbereit ist bzw. durch jeden Schritt des Trenndrehschalters eine andere S0haltgruppe für den nächsten Schaltvorgang vorbereitet wird und dadurch jede Fehlsehaltung ausschliesst.
Die Schritte des Trenndrehschalters erfolgen nach jeder Ausschaltung durch das Abfallen des unter Federdruck stehenden Einschaltrelais E-R, welches mit dem Fortschaltmeehanismus des Trenndrehschalters mechanisch gekuppelt ist.
Dem Wochendrehschalter ist eine Schaltschiene Set für die Tageseinstellung zugeordnet. Mit dieser werden jene Tageskontakte, die den gewünschten Schalttagen entsprechen, durch Stöpsel K angeschlossen, während die schaltfreien Tage durch Offenlassen der Verbindung in die vorgeschriebene
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dem Sehleifarm h des Trenndrehschalters sowie das Schlussre1ais SUR sind für die letzte Ausschaltung des Tages bestimmt, durch welche die richtige Aufeinanderfolge der Schaltungen über mehrere Tage ermöglicht wird.
Der Ablauf der Schaltvorgänge ist folgendermassen : In jenem Zeitpunkt, der z. B. durch die
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kontakt Mo-Schleiffeder e-Kontakt s-Erde. Das Relais E-R zieht an, die Kontakte e 1, e 2 und e. 3 werden gesclllossen und der Stromverbraucher eingeschaltet. Gleichzeitig wird die Sperrung für das Ausschaltrelais A-R aufgehoben, dieses fällt ab und sperrt dadurch seinerseits das Relais E- R in der Arbeitsstellung. Der Kontakt al ist nun geöffnet, Relais E-R wird stromlos, der Einschaltungsstromkreis ist unterbrochen, der Aussehaltungsstromkreis durch die Kontakte e und e 3 vorbereitet.
Zum Ausschaltungszeitpunkt (z. B. 1811 40'), der durch die Aussehaltungsschieber l'a und a festgelegt ist, kommt folgender Stromlauf zustande : Batterieschleiffeder a - Fünfminutenkontakt 40 -
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relais A-R zieht an, die Sperrung für das Relais E-R wird aufgehoben und dieses fällt ab, dreht gleichzeitig den Trenndrehschalter um einen Schritt weiter und sperrt seinerseits das Ausschalt- relais A-R in der Arbeitsstellung. Der Stromverbrauch er ist abgeschaltet ; auch das Relais A-R wird stromlos, der Ausschaltstromkreis ist geöffnet, die nächste Einschaltung ist durch-den geschlossenen Kontakt a ? vorbereitet.
Es kann sich nun bei der Einstellung einer bestimmten Schaltfolge der Fall ergeben, dass die letzte Ausschaltung z. B. am montas zou einer Tagesstunde (z. B. um 1811) stattfindet, die vor der Tagesstunde (z. B. um 19h) der ersten Einschaltung am Dienstag liegt. In diesem Falle würden ohne besondere Vorkehrungen im Schaltwerk die Schaltungen des Dienstag unmittelbar auf die Schaltungen des Montags, also am Montag selbst, erfolgen.
Um eine solche unerwünschte Aufeinanderfolge von Schaltungen auszuschliessen, ist eine Zusatzeinrichtung vorgesehen, die durch die Einstellung eines Schiebers der 'M-Gruppe auf die gleiche Stunde (lhu auf 18h), auf welcher der Ausschaltungsschieber (lia) der letzten Ausschaltung des Tages steht, zur Wirkung gebracht wird und zu folgendem Zusatzstromverlauf führt : Das Relais S-R spricht an
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Erde. Das Relais S-R zieht an und wird von einem einfallenden Sperrhebel Sp in der Arbeitsstellung festgehalten. Durch den umgelegten Kontakt s schaltet das Relais S-R sieh selbst und die Einschaltgruppe von der Erde ab. Dagegen wird das Relais A-R direkt an Erde gelegt, um dessen Anziehen und damit die Ausschaltung des Stromverbrauchers zu sichern.
Eine Einschaltung kann nun erst wieder nach der Auslösung des Relais S-R erfolgen. Diese Auslösung des Relais S-R wird durch die Nocke N, welche auf dem 24-Stundenzahnrad des Schaltwerkes angebracht ist, etwa um 0 Uhr durch Betätigung des Sperrhebels Sp bewirkt. Hiedurch kehrt der Kontakt s in seine Ruhelage zurück und die Einrichtung ist wieder sehaltbereit.
An Stelle der Schiebergruppe. hIt in der Einstelltafel können auch sechs Einschalter gesetzt werden, wovon je ein Schalterpol mit einer Schiene der ha-Schiebergruppe und je ein Schalterpol mit einem Drehsehalterkontakt der fünften Kontaktbank des Trenndrehschalters verbunden wird. Durch die Schliessung des Einschalters, der mit jener Ausschaltungsschieberschiene, auf welcher die letzte Tagesausschaltung eingestellt ist, in Verbindung steht, wird ebenfalls die Zusatzeinriehtung mit dem Schlussrelais S- R in Tätigkeit gesetzt.
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