AT11361B - Verfahren zum Reinigen von Rübensäften mit analytischer Bestimmung der für die Vorscheidung und Scheidung nötigen Kalkmengen, sowie auch der für die Saturationssäfte günstigsten Alkalität. - Google Patents

Verfahren zum Reinigen von Rübensäften mit analytischer Bestimmung der für die Vorscheidung und Scheidung nötigen Kalkmengen, sowie auch der für die Saturationssäfte günstigsten Alkalität.

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AT11361B
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Mieczyslaw Dr Kowalski
Stanislaw Kozakowski
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Mieczyslaw Dr Kowalski
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  • Distillation Of Fermentation Liquor, Processing Of Alcohols, Vinegar And Beer (AREA)
  • Investigating Or Analyzing Non-Biological Materials By The Use Of Chemical Means (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Österreichische PATENTSCHRIFT   11361.     DR. MIECZYSLAW KOWALSKI UND STANISLAW KOZAKOWSKI  
IN WARSCHAU. 



  Verfahren zum Reinigen von Rübensäften mit analytischer Bestimmung der für die Vorscheidung und Scheidung nötigen Kalkmengen, sowie auch der für die Saturationssäfte günstigsten Alkalität. 



   Das vorliegende Verfahren besteht darin, dass die für die Vorscheidung und Scheidung nötigen Kalkquantitäten, sowie auch die in der Saturation günstigsten   A ! kalitätsgrenzen,   je nach Beschaffenheit des betreffenden Saftes wechseln und auf analytischem Wege festgestellt wird. Als Neuerung ist also hier, weder die schon bekannte kalte Vorscheidung (Patentschrift Nr. 94867 von   Ragot ; Nr. 115818   von Schwager   ;   Nr. 102163 von Stutzer) noch jene Arbeitsmethode, die darauf hinausgeht, die Kalkmenge zu verringern (Hefter,   Ihr. Kuthe. Anders   u. a.) anzusehen, sondern die genaue Bestimmung der für die Vorscheidung und Scheidung nötigen Kalkmengen und die bei der Saturation günstigste 
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 dürfen. 



   Das neue Verfahren besteht im folgenden :   Dem Diffusi. pnssaft   wird ohne vorhergehende   Erwärmung   die für die Fällung der auf kaltem Wege durch Kalk fällbaren Nichtzuckerstoffe nötige und durch Probereaktion ganz genau bestimmte Kalkmenge (Ca O oder Ca (O H) 2) zugesetzt, der entstandene Niederschlag abfiltriert und dem wie gewöhnlich auf 80-85 C. erwärmten Safte zwecks Fällung der in der Wärme durch Kalk fällbare Nichtzuckerstoffe wieder ganz genau bestimmte Kalkmenge zugesetzt.

   Zwecks Feststellung der nötigen Kalkmenge, mischt man eine Probemenge Saft mit einem solchen Quantum Kalkwasser, dass der   Kalkgehalt   des letzteren etwas   grösser,   als derjenige ist, dessen man zwecks Fällung der auf kaltem Wege fällbaren Nicht-   zuckerstoffe   bedarf (es genügt Kalk in der Menge von   0#5% des Saftgewichtes),   dann wird der Kalküberschuss durch schwache organische Säuren   (z.   B. Gerbstoffe wie Tannin, Gallussäure, d. h. Trioxybenzoesäure u. a) bis zu völligem Verschwinden der Alkalität titriert.

   Auf diese Weise gelangt man zur genauen Feststellung der   zwecks Fällung   der Nichtzuckerstoffe aus dem auf   kalten Wege zu behandelnden   Saft, nötigen   Kalkmenge.   Hierauf wird der zur Probe genommene Saft filtriert und unter Erwärmung wieder mit Kalkwasser 
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 stoffe durch Kalk auf warmen Wege erforderlich ist (ca. 3% Ca O). 



   Die Menge der mit Kalk in Verbindung tretenden und infolgedessen durch letzteren aus der Lösung abzuscheidenden Nichtzuckerstoffe, wird, wie vorher auf kaltem Wege, so auch jetzt in der   Wärme   durch Ermittlung der Menge des nicht in Reaktion getretenen Kalkes mit schwachen organischen Säuren (z. B. Gerbstoffen) festgestellt. Der Saft wird nun mit dieser   Kalkmcnge   mehr jener die nötig ist, um die Alkalität des Saftes auf ca.   0#20 zu bringen,   versetzt. Dieser Alkalitätsüberschuss wird erst nachträglich bei der Saturation beseitigt. Die   Alkalitätsgrenze   in der Saturation wird folgenderweise bestimmt : Einem   entnommenen     Probcnquantum   des Saftes von der I. Saturation werden einige Tropfen   Gerbstoffes   z. B.

   Tannin zugesetzt ; entsteht ein Niederschlag, so ist der Saft weiter zu   saturieren, entsteht eine Trübung, ohne dass sich aber ein Niederschlag bildet, so ist der Saturationsprozess zu Ende. Der nach der ersten Saturation filtrierte Saft wird vor der   

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   U.   Saturation mit Kalk behandelt, dessen Menge in der oben bezeichneten Weise durch Probenreaktion bestimmt wird. Die 11. Saturation wird bis zum völligen Ausbleiben von Trübung mit demselben Reagensmittel (Tannin) geführt. 



    Es wurde mittelst der neuen Methode konstatiert, dass gewisse Säfte 0'80/0 Ca 0, andere l'4%, andere wieder 1 7 /n und auch sogar 2-990/0'CaO erforderten. Diese Beispiele zeigen genügend deutlich, dass für diese. Säfte die Vorschrift, welche z. B. 11/211/0 ca 0 empfiehlt, ebenso unbrauchbar wäre, wie diejenige, nach welcher 3% Ca O zuzusetzen sind.   



   Die schon hervorgehobenen Vorteile finden gleichfalls bedeutende Wichtigkeit für die Saturation, bei welcher bis jetzt auch nur das Schema massgebend war, welches selbstverständlich ab und zu Irrtümer herbeiführen muss. Die Möglichkeit einer genauen und für den betreffenden Saft richtigen Saturation führt selbstredend zu einer genauen Reinigung des Saftes, was nur'durch genaue Bestimmung des auszufüllenden Kalkes festgestellt 
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   Die Vorteile des neuen Verfahrens gegenüber der bisherigen Arbeitsweise bringen nachfolgende Versuchsergebnisse zum Ausdruck. 



   Beim Vergleich der Gesamtquantitäten an ausgeschiedenem Eiweis ergeben sich folgende Zahlen :
Auf 100 Zucker berechnet :
Gewöhnliches Verfahren Neues Verfahren   76#46%. 80#04%.   



   Beim Vergleichen der nach dem neuen System mit den nach der   gewöhnlichen   Methode erzielten   Dicksäfte,   erhielten Erfinder in dem ihrigen um   15-2%   weniger Eiweiss und um   35'52% weniger   Pektinstoffe. Schliesslich ist die Färbung des nach dem neuen System erzielten Dicksaftes um   kleiner   als die Farbekraft des nach gewöhnlichen System erzielten. Dicksaftes bei einem um   500/0   kleineren Kalkverbrauch. 



   Die durch die Anwendung des neuen Verfahrens erzielten Vorteile sind :
1.   Vollkommenere und gründlichere   Saftreinigung. 



   2. Verringerung in den meisten Fällen der erforderlichen   Kalkmenge.   



   3. Verringerung der Kalkabsätze im gereinigten Safte. 



   4. Herabsetzen des Niederschlages bezw. der Kalkkruste in Verdampfapparaten und
5. Sicherung eines guten   Yerkochens.   



   PATENT-ANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zur Reinigung von Rübensäften mit Kalk und   Kohlensäure   unter Vermeidung der Zugabe überschüssigen Kalkes, dadurch gekennzeichnet, dass zur Ermittlung der für die einzelnen Reinigungsoperationen nötigen Kalimengen die entsprechenden Saft- proben mit gemessenem überschüssigen Kalk unter den dem Grossbetriebe analogen Verhältnissen behandelt werden, worauf der   Kalkübelschuss   durch titrimetrischer Fällung mit freien, schwachen, organischen Säuren (Gerbsäure, Gallussäure) ermittelt wird.

Claims (1)

  1. 2. Bei dem Verfahren nach Anspruch 1 die Ermittlung der bei den Saturationen einzuhaltenden Alkalitätsgrenze durch probeweise Fällung des Kalkhydrates der Säfte mit gemessenen Lösungen freier schwacher organischer Säuren (Gerbsäure, Gallussäure u. s. f.).
AT11361D 1901-10-26 1901-10-26 Verfahren zum Reinigen von Rübensäften mit analytischer Bestimmung der für die Vorscheidung und Scheidung nötigen Kalkmengen, sowie auch der für die Saturationssäfte günstigsten Alkalität. AT11361B (de)

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