AT113043B - Rippenplatten aus Kunststeinmasse für künstliche Gerinne. - Google Patents

Rippenplatten aus Kunststeinmasse für künstliche Gerinne.

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AT113043B
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Ignaz Ing Baumgartner
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Ignaz Ing Baumgartner
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    Rippenplatten   aus Kunststeinmasse für   künstliche     Gerinne.   



   Bei der Regulierung von   Hochgebirgsbächen   gelangen an den Unterlaufen zumeist Pflastergerinne von einem trapezförmigen, seltener rechteckigen Querschnitt zur Herstellung. Als Baumaterialien kommen hauptsächlich in Zementmörtel gelegte Eruchsteine und, wenn geeignetes Steinmaterial nicht oder nur   mit grossen Kosten beschafft   werden kann, sehr häufig Stampfbeton mit einer   Sohlenabdeckung aus Lärchenbohlen   oder Bretter, zu einem Gerinne   zusammengefügt,   in Betracht. 



   Durch das vom Bache besonders bei höheren Wasserständen aus dem Talinnern mitgeführte Geschiebe macht sich vorwiegend an der Sohle, weniger im untersten Teile der beiden Seitenwände eine derartige abschleifende Wirkung geltend, dass Baumaterialien mit wenig Widerstandskraft, z. B. Bausteine von geringem Härtegrad, Beton oder Holz, oft schon nach wenigen Jahren wegen starker Ab-   nutzung   ausgewechselt werden müssen, wodurch sich hohe Instandhaltungskosten ergeben. 
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 genommenen Sohle nicht zur Verfügung stehen, durch die Verwendung von als Rippenplatte bezeichneten Formlingen aus harter Kunststeinmasse vollwertigen Ersatz zu schaffen. 



   Für deren Herstellung eignet sich sowohl Glas und Klinkermasse als auch Hochofenschlacke mit silikat Itigen Zusätzen. 



   Die   Ausformung dieser Materialien für ähnliche Verwendungsarten,   u. zw.   hauptsächlich für     Strassenpflasterungen, durch   Herstellung von Platten und Steinen ist an sieh bekannt. 
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   anderreihung   der einzelnen   Werkstücke   entstehenden Fugen in ihrer   Tiefenausdehnung   ein gewisses   Mass, welches   mit   ungefähr     90 mm angenommen   werden kann, nicht unterschreiten. 



   Die als Platten bezeichneten dünneren Sortimente scheiden daher von vornherein aus, wo- 
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 spezifischen Gewichtes ihrer Formmasse derart schwer sind, dass sich zu hohe Frachtspesen für die Zulieferung per Bahn und besonders für das   Zustreifen   bis zu den oft entlegenen Baustellen ergeben. 



   Die den bisherigen Ausformungen künstlicher Pflastersteine mit Rücksicht auf den gegenständlichen Zweck anhaftenden Mängel sollen nun durch Verwendung der bereits früher erwähnten Rippenplatten behoben werden. 



   Für die Abdeckung der Sohle und des untersten Ansatzes der Seitenwände eines   trapezförmigen   Gerinnes sind zwei Typen dieser Rippenplatten notwendig, welche in der Zeichnung veranschaulicht sind. 
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 mit regelmässig verteilten Einkerbungen versehen ist, zwischen welchen zahnartige Vorsprünge m ausgebildet sind. 



   Der von der Unterseite der Platte und den Rippen   umgrenzte, nach unten   offene Hohlraum g wird an der Baustelle bis zu den Kerbrändern q mit Beton ausgefüllt und nach dessen Abbindung auf eine auf einer Betonunterlage b aufgebrachten   Mörtelschiehte     h   so aufgesetzt, dass die Zähne m der Rippenränder in den Mörtel vollkommen eintauchen und gleichzeitig eine innige Berührung zwischen der unteren Fläche des   Betonkernes   g und der Mörtellage erfolgt. Durch Aneinanderfügung einer verschiedenen 

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 Anzahl solcher nach einer gewissen Regelmässigkeit verlegter Platten lassen sich horizontale Sohlenabdeckungen von jedem Vielfachen der kürzeren Plattenseite herstellen.

   Eine beispielsweise Sohlen-   ab deckung mit   drei und zwei Platten n und o zeigen Fig. 4 und 5. 



   An die so verlegten SohlenpJatten werden zu beiden Seiten zur weiteren Profilausbildung AnsatzstÜcke von gleicher Längendimensionierung wie die vorbeschriebenen Formlinge angesetzt. Diese Ansatz- 
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 gedanke der Rippenausbildung im allgemeinen beibehalten ist jedoch mit der Abänderung, dass die ungefähr in der Mitte der Plattenunterseite ansetzende äussere Rippe d, mit RÜcksicht auf eine zweckmässige   Auflagerung am Untergrunde b, länger   ausgebildet und mit einer leichten Wölbung der Aussenseite, in den aufwärts strebenden Teil der Platte c übergeht. 



   Die Einbringung eines Betonkernes in den zwischen den Rippen und der Plattenunterseite gebildeten Hohlraum e und in weiterer Folge, die feste Verbindung mit dem Untergrunde mittels einer 
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 schriebenen Weise vorgenommen. 



   Nachdem nun die Abpflasterung des ganzen Sohlenprofils   durchgeführt   ist, erfolgt die weitere Ausgestaltung der Seitenwände   ades trapezförmigen Gerinnes   (Fig. 1), wozu aus Gründen der Zweck-   mässigkeit Stampfbeton verwendet, werden kann.   



   Die zwischen den Rändern der Platten   verbleibenden Fugen/ ;   von 3   mm   werden mit einer   flüssigen     Mörtelmischung von l   Teil Zement und 3 Teilen   Glaspulver, aus zerkleinerten Glasabfällen   oder 3 Teilen Quarzsand, ausgegossen. 



   Die unterhalb der Fugen durch die   Zurücksetzung   der Rippen bleibenden Längsspalten 1 haben 
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 so, dass eine keilförmige Fuge entsteht, welche in der bekannten Weise mit Mörtel ausgegossen wird. 



   Die Stärke des plattenförmigen Teiles der Formlinge ist   hauptsächlich   abhängig von der Widerstandsfähigkeit des verwendeten Materials, von der Korngrösse und Härte des vom Wasser mitgeführten Geschiebes, sowie vom Gefälle des Gerinnes und wird im allgemeinen mit Plattenstärken von 25-45 mm das Auslangen gefunden werden können, wobei jedoch die Rippenplatten, unabhängig von der jeweiligen Stärke des Oberteiles f immer die gleiche Normalhöhe beibehalten können, welche bei der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsform mit 90 mm angenommen ist, während die Plattenstärke f mit 40 mm und die Rechtecksform der Platten   M   und o mit   248'5   : 500   turn gewählt wurde.   



   Es wäre noch zu erwähnen, dass Fig. 2 und 3 der Zeichnung den rechten Teil der   Sohlenabdeckung-   zur besseren Veranschaulichung in einem grösseren   Massstabe-darstellen,   u. zw. Fig. 2 die Ansicht der Stirnfläche C-D und Fig. 3 den Querschnitt A aus Fig. 4. 



   Eine gemäss der Erfindung hergestellte Sohlenabdeckung hat folgende Vorteile :
1. Sie lässt sich überall dort anwenden, wo Mangel an guten Bausteinen herrscht. 
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 arbeiten (Maurer) nicht unbedingt angewiesen ist. 



   3. Es ist die Möglichkeit geboten, die Seitenwände a des Gerinnes verschieden steil an die beiden Ansatzstücke c anzuschliessen, wodurch bei derselben   Sohlenabdeekung Gerinnprofile   von verschiedenen Querschnitten hergestellt werden können. 



   4. Durch die Glätte der Pflasterung und durch die Abrundung der Seitenansätze c wird, wegen der hiedurch bedingten Erhöhung der Wassergeschwindigkeit, das Fassungsvermögen des Profils   wesent-     lieh   gehoben. 



   5. Die Sohlenplatten sind nach ihrer Abnützung druch Ausmeisselung der schadhaften und Einsetzen neuer Werkstücke leicht auszuwechseln. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Rippenplatten aus Kunststeinmasse zur Herstellung einer für die Sohlenabdeckung an künstlichen Gerinnen geschiebeführender Gebirgsbäche geeigneten Pflasterung, dadurch gekennzeichnet, dass die Kunststeinplatten von rechteckiger Form an der Unterseite mit vom Rande der   Platten f etwas   zurückgesetzten ringsum verlaufenden Rippen (i) versehen sind, deren untere Umrandung durch gleichmässig verteilte Einkerbungen gezähnt ausgebildet ist.

Claims (1)

  1. 2. Rippenplatte nach Anspruch 1 in der Ausgestaltung als seitlichesAnsatzstückvongleicher Länge, deren aus einer aufgebogenen Platte bestehender Oberteil (e) an der Unterseite mit Rippenansätzen von der in Anspruch 1 gekennzeichneten Form versehen ist, jedoch mit der Änderung, dass die ungefähr in der Mitte der Plattenunterseite anzusetzende äussere Rippe (d) länger ausgebildet ist und mit einer leichten Wölbung der Aussenseite in den aufstrebenden Teil der Platte (e) übergeht.
AT113043D 1928-01-16 1928-01-16 Rippenplatten aus Kunststeinmasse für künstliche Gerinne. AT113043B (de)

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