AT112884B - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Litzen, isolierten Drähten od. dgl. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Litzen, isolierten Drähten od. dgl.

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AT112884B
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Edward Slade
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Edward Slade
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    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01BCABLES; CONDUCTORS; INSULATORS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR CONDUCTIVE, INSULATING OR DIELECTRIC PROPERTIES
    • H01B13/00Apparatus or processes specially adapted for manufacturing conductors or cables
    • H01B13/06Insulating conductors or cables
    • H01B13/08Insulating conductors or cables by winding
    • DTEXTILES; PAPER
    • D02YARNS; MECHANICAL FINISHING OF YARNS OR ROPES; WARPING OR BEAMING
    • D02GCRIMPING OR CURLING FIBRES, FILAMENTS, THREADS, OR YARNS; YARNS OR THREADS
    • D02G3/00Yarns or threads, e.g. fancy yarns; Processes or apparatus for the production thereof, not otherwise provided for
    • D02G3/22Yarns or threads characterised by constructional features, e.g. blending, filament/fibre
    • D02G3/36Cored or coated yarns or threads
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Description


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  Verfahren und   Vorrichtnng zmr Herstellung   von Litzen, isolierten   Drähten   od. dgl. 



   Die Erfindung betrifft ein neues Verfahren und eine dazugehörige Maschine zur Herstellung zusammengesetzter Litzen oder umhüllter Drähte, die aus einem Kern, einer Umhüllung und einer Bindung bestehen. Die Erfindung ermöglicht, derartige Werkstücke in einem einzigen Arbeitsgang in solcher Weise herzustellen, dass der Kern völlig umhüllt ist. 



   Der Kern kann ein einfaches   Verstärkungsglied   für die Umhüllung sein, wie bei Litzen für Bremsfutter, oder   die Umhüllung   kann lediglich ein Schutz für den Kern sein, wie bei elektrischen Leitungen. 



   Das neue Verfahren und die neue Vorrichtung ermöglichen, derartige Werkstücke billig und wirt-   schaftlich   und gleichzeitig so herzustellen, dass sie wasserdicht, feuersicher und widerstandsfähig sind sowie die erforderlichen dielektrischen Eigenschaften besitzen. Ausserdem sind die Werkstücke imstande,   Biegllngs- und Torsionsbeanspruchungen gut zu widerstehpn,   wobei sie doch biegsam bleiben. 



   Insbesondere ist die neue Vorrichtung anwendbar bei Asbestlitzen oder umhüllten Drähten. Im Zusammenhang mit der einen Ausführungsform der Erfindung wird die Konstruktion einer elektrischen Leitung beschrieben, die besteht aus einem Kern aus Kupfer oder einem andern elektrisch leitenden Metall, welcher Kern vorzugsweise mit einer Mehrzahl von Asbeststreifen, die durch einen Bindfaden zusammengehalten werden, umhüllt ist und wobei als Ergebnis dieses Arbeitsganges das Bindeelement rund um den Kern in Windungen aufgebracht ist, die entgegengesetzt zu denjenigen verlaufen, die, wie später zu erläutern, die Drehstreifen an und hinter der Aufbringungsstelle des Bindeelementes einnehmen.

   Weiter sind gemäss der Erfindung Einrichtungen vorgesehen, mit deren Hilfe der Wärter der   Maschine durch leicht vorzunehmende Einstellungen dafür   Sorge tragen kann, dass die Anordnung der Mehrzahl von Asbeststreifen rund um den Draht derart ist, dass die Kantenlinie eines der Streifen zu der Kantenlinie des zweiten Deekstreifens versetzt liegt und wobei einer der Deckstreifen den andern vollkommen umhüllt. 



   Bei einer andern Ausführungsform der Erfindung wird eine Litze hergestellt, die vollkommen aus Asbest und feinem Draht zusammengesetzt ist. Diese Litzenform ist insbesondere geeignet zum Einweben in das Gewebe von Bremsfuttern oder ähnlichen Zwecken. Bei dieser Form der Litze besteht der Kern aus einem   dünnen   metallischen Draht ; aus einem solchen besteht dann auch das Bindeelement. Vorzugsweise wird hiebei ein einziger Asbeststreifen als Umhüllung verwendet. Der leichte metallische Kern wird durch das neue Verfahren mit dem Asbeststreifen in solcher Weise umwickelt, dass eine kräftige und   widerstandsfähige Litze   entsteht, die, wenn sie in Gewebeform gebracht und in geeigneter Weise behandelt wird, ein ideales Bremsfutter bildet.

   Weiter ermöglicht die Erfindung, eine ganz aus Asbest und Draht bestehende Litze herzustellen, die daher nicht entzündbar ist. Auch wird es möglich, Asbeststreifen aus kurzfaserigem Asbest zu verwenden, wodurch die Herstellung der Litzen wesentlich verbilligt wird. 



   Die Erfindung bezieht sich weiter auf die Verwendung von verschiedenen schmierenden und imprägnierenden Lösungen in Verbindung mit dem Verfahren zur Herstellung der Litzen oder des Drahtes. 



   Die Zeichnungen veranschaulichen   Ausführungsformen der zur Ausübung   des neuen Verfahrens geeigneten Vorrichtung. 

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 stellung von mit Asbest   umhüllten elektrischen   Leitungen geeignet ist ; Fig. 2 ist eine Draufsicht auf die Maschine ; Fig. 3 ist eine Seitenansicht der   Trocknungs-und Bestäubungseinrichtung   der Maschine ; Fig. 4 ist ein vergrösserter Aufriss, welcher die Anordnung der Führungs-und Imprägnierungseinrichtungen für die Deckstreifen zeigt ; Fig. 4 A ist eine Endansicht, gesehen in Richtung der Linie   4.

   A-4 A der   Fig. 4 ; Fig. 5 ist eine Endansicht der Abstreiferbefestigung längs der Linie   5-5   der Fig. 4 ; Fig. 6 ist ein   Kreuzriss   der   Falt-und Führungseinrichtungen   ; Fig. 7 ist eine Draufsicht auf die Falt-und Führungs-   einrichtungen   gemäss Fig. 6 ; Fig. 8 ist ein Aufriss des drehbaren Kopfes und der Zuführungs-und Aufbringungseinrichtung für den Bindfaden oder Bindedraht ; Fig. 9 ist eine Vorderansicht nach Linie 9-9 der Fig. 8, die im einzelnen die Bremseinrichtung zeigt, die bei einem plötzlichen Stoppen der Maschine verwendet wird. Fig. 10 ist eine Ansicht einer abgeänderten Ausführungsform des Trocknungsendes der Maschine und veranschaulicht einen zusätzlichen Tränkungsbehälter.

   Fig. 11 und 12 sind Teilansichten einer einstellbaren Stopfbüchse längs der Linie   11-11   der Fig. 9, wobei Fig. 11 die Stopfbüchse in gelöster Lage und Fig. 12 die Stopfbüchse in festgezogener Lage zeigt. Fig. 13 ist eine Seitenansicht des umhüllten Kernes und Fig. 14 ist ein Schnitt durch denselben, der das Überlappen der Kanten der Wicklungen und die genaue relative Lage der Kantenlinien der Deekstreifen zeigt.

   Fig. 15 ist ein Schnitt durch die Falt-und Führungsvorrichtung längs Linie 15-15 der Fig. 7 ; Fig. 16 ist eine Seitenansicht einer fertiggestellten, mit Asbest umhüllten elektrischen Leitung ; Fig. 17 zeigt eine Brücke mit einer Mehrzahl von faltend wirkenden Lochringen zur Herstellung einer stark isolierten elektrischen Leitung ; Fig. 18 ist eine Ansicht einer auf diese Weise hergestellten elektrischen Leitung ; Fig. 19 ist eine Seitenansicht einer Ausführungsform der Vorrichtung, die insbesondere zur Herstellung eines Garnes zur Erzeugung von Bremsfuttern geeignet ist ; Fig. 20 ist eine Draufsicht auf die Maschine nach Fig. 19 ; Fig. 21 ist ein Aufriss eines Teiles der Maschine ; Fig. 22 ist ein Schnitt durch das Zuführende der Vorrichtung ; Fig. 23 ist eine Endansicht der Gaszuführung mit der Spannvorrichtung und Fig. 24 eine Seitenansicht derselben ;

   Fig. 25 ist eine perspektivische Darstellung des Falt-und   Führungsloehringes   ; Fig. 26 ist eine Ansicht von Kugellagerrollen zum Festhalten der Zuführungsstreifen ; Fig. 27 ist eine Ansicht eines Zuführungstrichters und einer Rührvorrichtung ; Fig. 28 ist eine
Seitenansicht der Vorschubrollen für den Kern ; Fig. 29 ist eine teilweise geschnittene Endansicht dieser Vorschubrollen und zeigt das Schneckengetriebe. Fig. 30 ist eine teilweise Vorderansicht des den Lochring tragenden Armes und der Klinkenvorrichtung ; Fig. 31 ist eine Endansicht der rotierenden Führungscheibe der Maschine nach Linie 31-31 der Fig. 19 ; Fig. 32 ist ein Schnitt, welcher zeigt, wie das Bindeelement durch ein Kissen in der Führungsplatte geht ; dieser Schnitt ist geführt nach Linie 32-32 der Fig. 31.

   Fig. 33 ist eine Endansicht nach Linie 33-33 der Fig. 20 und zeigt in weiterer Einzelheit die zwangläufig wirkende Bremseinriehtung, die bei einem plötzlichen Stoppen der Maschine in Tätigkeit tritt. Fig. 34 endlich ist eine Ansicht einer abgeänderten Ausführungsform der Litze oder des Kernes, bestehend aus mit Asbest umwickeltem Draht und geeignet für die Herstellung von Bremsfuttern, also eine Ansicht des Fertigproduktes der Maschine nach Fig. 19 bis 33. 



   Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung einer Litze oder eines umhüllten Drahtes, bei dem auf einen Draht oder einen andern metallischen Kern, der fortlaufend durch die Maschine vorgezogen wird, eine Umhüllung beispielsweise in Form eines Streifens oder einer Mehrzahl von Streifen aus Asbest oder anderm Fasermaterial aufgebracht wird. Das neue Verfahren besteht darin, dass die Umhüllung lose auf den Kern aufgebracht und ein Bindeelement unter Spannung um den Kern und die lose aufgebrachte Umhüllung derart aufgewickelt wird, dass die mit Bezug auf den sich vorschiebenden Kern lose aufgebrachten Umhüllungsstreifen an der   Aufbringungsstelle   des Bindeelementes in festen Schraubenwindungen auf den Kern befestigt werden. 



   Die Kombination des Aufbringens des Bindeelementes unter Spannung und der dahinter liegenden Vorrichtung zum Sichern der Streifen gegen eine weitere Verdrehung hat das Ergebnis, dass die in dem Masse des   Kernvorschubes   zugeführten Deckstreifen eine   Schraubenlinienform   rund um den Kern annehmen, u. zw. vor und an der Stelle der Aufbringung des Bindeelementes. Da das Bindeelement unter Spannung rund um den fortschreitenden Kern an einer gegebenen Stelle aufgebracht wird, umwickelt es den Kern und seine Umhüllungen endgültig und dauerhaft an der Stelle seiner Aufbringung. 



  Hiebei umgibt das aufgebrachte Bindeelement den umhüllten Kern in Schraubenlinien, die entgegengesetzt zu denjenigen Schraubenlinien verlaufen, welche von den Deckstreifen vor und an der Stelle der Aufbringung eingenommen werden. Auf diese Weise kann ein Draht hergestellt werden mit schraubenlinig verlaufender Umhüllung und mit einer Bindung, bei welcher der Bindedraht oder der Bindfaden in Schraubenlinien verlaufen, die denjenigen der   Umhüllung   entgegengesetzt gerichtet sind und deren Kanten kreuzen. 



   Weiter wurde gefunden, dass, wo eine Mehrzahl von Deckstreifen auf den Kern aufgebracht werden, durch Verwendung einer geeigneten Einstellvorrichtung in der Nähe derjenigen Stelle, an der die   Falt-und Führungslochringe   liegen und an der die Deckstreifen den fortschreitenden Kern in Form von Schraubenlinien umgeben, eine Litze entsteht, in welcher der eine   Deckstreifen   den andern Deckstreifen   umhüllt, wobei die   Kantenlinie des   Umhüllungsstreifens   versetzt gegen die zur Kantenlinie 

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 des   umhüllten   Streifens erhalten werden kann. Das Ergebnis dieser Einstellung ist, dass eine Litze gebildet wird mit einer Mehrzahl von Umhüllungen, bei welcher die Kantenlinie des umhüllten Streifens vollkommen durch den Umhüllungsstreifen verdeckt ist.

   Die Folge ist, dass, wenn die Litze gebogen oder gekrümmt wird, keine Gefahr besteht, dass der Kern freigelegt wird. 



   Im folgenden soll nunmehr eine Maschine beschrieben werden, die zur Ausübung dieses Verfahrens und insbesondere zur Herstellung einer elektrischen Leitung geeignet ist, bei der als Umhüllung ein oder mehrere Streifen aus Asbest oder anderm Fasermaterial verwendet werden, die durch eine Bindung fest zusammengehalten werden. 



   Diese Ausführungsform der Maschine besteht aus einem Bett   1,   welches auf einem Rahmen 2 ruht und welches seinerseits den Antrieb der Maschine trägt. Eine Zuführspule 4 für den Kerndraht 3 ist am einen Ende der Maschine gelagert, ebenso eine Rolle 8 und eine feste Führung 40. 



   Der Drahtkern läuft über die Rolle und dann durch feste Führungen und durch die Maschine hindurch. Die Deckstreifen und das Bindeelement werden auf den Kern während seines Durchlaufes durch die Maschine aufgebracht. Der Kern wird mittels Rädern 10 vorgeschoben. Gewünschtenfalls kann der Kern vor seinem Eintritt in die Maschine durch eine geeignete Spannvorrichtung hindurchgeführt werden. Bei diesem Ausführungsbeispiel der Maschine ist dargestellt, dass der Kern von zwei Faserstreifen, z. B. aus Asbest, und von einem dritten Streifen grösserer Breite und grösserer Zugfestigkeit, z. B. aus pflanzlichem, verfilztem Fasermaterial, etwa in Form von Japanpapier, umhüllt werden soll. 



  Diese Streifen werden auf den Kern in der folgenden Weise aufgebracht und mit ihm verbunden. 



   Asbestdeckstreifen 11 und 13 laufen von Spulen 12 ab. Ebenso ein Streifen 15 aus Japanpapier. 



  Die Streifen können auf unabhängigen Rollen gelagert sein, die ihrerseits auf der Welle 7 der Spule 12 gelagert sind. Die einzelnen Spulen können, wenn sie abgelaufen sind, ersetzt werden. Selbstverständlich kann auch jede andere geeignete   Zuführungseinriehtung für   die Streifen verwendet werden. 



   Die Streifen 11 und 13 laufen von den Spulen in ein Imprägnierungsbad, das in einem Behälter 16 enthalten ist, wobei sie unter Führungen 17 hindurchlaufen. Dieses Bad muss derart sein, dass es die Streifen wasserdicht macht, den Kern mit aufgebrachter Umhüllung verleimt und aus beiden eine homogene Masse herstellt. Gleichzeitig muss das Bad die Streifen erweichen, damit sie weiter um den Kern herumgewickelt werden können. Auch muss es die Leitung oder eine andere Litze, die hergestellt werden soll, fähig machen, der Abnutzung und Torsionsbeanspruchung zu widerstehen. Es wurde gefunden, dass eine imprägnierte Lösung, enthaltend Nitrozellulose und ein nicht oxydierendes Öl, die Anforderungen erfüllt. Eine derartige Lösung wird daher bei der Ausübung der Erfindung bevorzugt. 



  Eine derartige Lösung ist gegenwärtig unter dem   Namen"Hermatite"auf   dem Markt. Neben den obenerwähnten Eigenschaften besitzt eine derartige Lösung auch hohe dielektrische Eigenschaften. 



  Der Faserstreifen 15 kann gleichfalls durch das Bad hindurchgeführt werden, oder er kann vorher mit der Lösung überzogen und unmittelbar nach den Abstreifern oder dem Kern geführt werden. Das vorherige Überziehen ist insofern vorteilhaft, als es eine durchgreifende und vollständige Tränkung und 
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  Nach Durchlaufen der   Tränkungslösung   im Behälter 16 laufen die Deckstreifen rund um die Kante eines Abstreifers 30, an dem der erste Überzug der Lösung abgenommen wird. Die Lage dies Abstreifers 30 ist einstellbar mit Hilfe einer Stellschraube 31. 



   Nachdem die Deckstreifen an dem Abstreifer 30 vorbeigegangen sind, gelangen sie zu einem entgegengesetzt angeordneten zweiten Abstreifer 32 (siehe Fig. 4 und 5) und dann in eine Abstreifvorrichtung 33, bestehend aus einem Bodenstück 34 mit einem oberen Filzbelag oder einer andern abstreifen wirkenden Fläche   M'und   einem lose aufpassenden Deckel 35. Der Deckel ist gleichfalls an seiner Unterseite mit einer   Abwischfläche   35'versehen. Der Abstreifer 33 kann eingestellt werden, um die geeignete Lösungsmenge zu entfernen, u. zw. mit Hilfe der Zufügung oder Entfernung von Gewichten am Deckel. Der obere Teil des Abstreifers ist mit einer Nut 37 versehen, durch die der Kerndraht hindurchgehen kann. 



   Der Kerndraht 3 läuft, wie vorher beschrieben, von der Abwickelspule 4 rund um die Rolle 8 und durch die feste Führung 40 nach der Abstreifvorrichtung, durch welche er neben dem Deckstreifen hindurchgeht, wobei er eine gewisse Menge der Tränkungsflüssigkeit aufnimmt. Auf diese Weise ist in der fertigen Litze die Imprägnierungsflüssigkeit nicht nur in der   Umhüllung   vorhanden, sondern auch zwischen dem Kern und der Umhüllung selbst. Wann   der zusätzliche   Streifen von dünnem Fasermaterial grosser Zugfestigkeit, wie Japanpapier, gleichfalls aufgebracht werden soll, so kann es wünschenswert sein, diesen Streifen ebenfalls durch das Tränkungsbad hindurchgehen zu lassen.

   In jedem Falle entfernt der Durchgang des Streifens des Umhüllungsmaterials und des Kerndrahtes durch die Abstreifvorrichtung 33 nicht nur die überschüssige Lösungsmenge, sondern tränkt beide auch durchgreifend mit der verbleibenden Flüssigkeit. 



   Die Abstreifer 30 und   33   sind längs der Platte 41 mittels Schrauben 31 und 39 verstellbar. Die Falt-und Führungsvorrichtung 25 ist gleichfalls längs dieser Platte mit Hilfe einer Klemmschraube 42 und in senkrechter Richtung mittels einer Schraube 42'verstellbar. Die drei Glieder, die die beiden Abstreifer und die   Falt-und Fiihrungsbriicke   umfassen, sind daher alle mit Bezug aufeinander und mit 

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 Bezug auf die Aufbringungsstelle des Bindeelementes verstellbar. Einstellungen dieser drei Elemente können durch den Wärter vorgenommen werden, um die besten Faltergebnisse zu erzielen und zu erreichen, dass die geeignete Lösungsmenge an dem Deckstreifen verbleibt und in das Fertigprodukt mit übergeht. 



   Nach Verlassen der Abstreifer laufen der Kern 3 und die Deckstreifen durch eine Falt-und   Führungsvorrichtung.   Diese besteht in ihrer bevorzugten Form aus einer Brücke 25, die einen zentralen Sitz a hat, der zur Aufnahme eines herausnehmbaren Lochringes 26 dient. Letzterer besitzt ein Loch von verhältnismässig kleinem Durchmesser. Quer zu dem Lochring liegt eine Querstange 26'. Seitlich des mittleren Lochringes sind Sitze b angeordnet, in welchen ihrerseits abnehmbare, zum Falten dienende Lochringe 27 und 29 untergebracht sind. Die Längsachsen dieser Lochringe können in einem Winkel zu dem fortschreitenden Kern liegen, vorzugsweise sind sie jedoch parallel zur Achse des Kernes angeordnet. Die Lochringe 27 und 29 sind mit Querleisten 27'und 29'versehen.

   Die Lochringe sind in ihren Sitzen drehbar und werden durch Klemmschrauben d gehalten, so dass die Winkellage der Querleisten einstellbar ist. An der Brücke 25 der   Falt- und FÜhrungsvorrichtung   sind L-förmige   Einstellvorrich-   tungen 28 für die Winkellage des Streifens angebracht. Diese Vorrichtungen werden lösbar mit Hilfe von Klemmschrauben e gehalten. Mit Hilfe der Klemmschrauben kann die Spitze der Winkeleinstellvorriehtung in jeder bestimmten Lage und in jedem Winkel mit Bezug auf die seitlichen Lochringe 27 und 29 festgestellt werden. 



   Der Kern 3 und der Streifen   11,   welcher der zuerst auf den Kern aufzubringende Deckstreifen ist, laufen durch den mittleren Lochring 26 hindurch, wobei der Kern und der Streifen 11 an entgegengesetzten Seiten der Querleiste 26'hindurchgehen, der Kern vorzugsweise an der Oberseite der Leiste und der Streifen an der Unterseite. Der Streifen 11 wird gegen Rotation oder Verdrehung durch die
Querleiste   26'gesichert.   Der andere Deckstreifen 13 läuft durch einen der seitlichen   Lochringe,   z. B. durch   dej. Lochring   27, und wird durch die Querleiste 27'gegen Rotation oder Verdrehung gesichert. Auch er wird in einer Winkellage durch die Querstange und die Winkeleinstellung 28 erhalten.

   Ein weiterer Deckstreifen 13a kann gewünschtenfalls in gleicher Weise durch den seitlichen Lochring 29 hindurchgeführt und ebenso in der Winkellage eingestellt werden. Es ist vorteilhaft, den zusätzlichen Faserstreifen 15 aus Japanpapier durch einen der seitlichen   Lochringe   zusammen mit einem der   Deckstreifen hindurehzuführen.   In Fig. 7 ist dargestellt, dass der Japanpapierstreifen 15 unter dem Streifen 13 durch den Lochring 27 hindurchgeht. Der Deckstreifen unterstützt dabei die Führung des verhältnismässig dünneren Streifens aus Japanpapier durch die Maschine. 



   Während des Arbeitsganges der Maschine nimmt infolge der Wirkung des Bindeelementes der Streifen 11 unmittelbar nach dem Durchgang durch die Falt-und Führungsvorrichtung eine Schraubenlinienform um den fortschreitenden Kern an. An einer weiter vorn liegenden Stelle vereinigt sich der Streifen 13 mit dem Kern und nimmt aus demselben Grunde Schraubenlinienform an, indem er den Kern und den ganzen Teil des zuerst aufgebrachten Streifens 11 überdeckt. Der Japanpapierstreifen 15 wird ebenfalls sehraubenlinig aufgewickelt und umhüllt beide Asbeststreifen. 



   Die Querleisten 26',   27'und   29'und die   Führungsvorrichtung   sichern die entsprechenden Streifen gegen Rotatioa oder Verdrehung und dienen als Basis für die Wirkung des Bindeelementes beim Verzwirnen der lose aufgebrachten Deckstreifen rund um den fortschreitenden Kern. Die Wirkung dieser Streifen bei Annahme der Sehraubenlinienform ist ohne weiteres für den Wärter der Maschine sichtbar. 



  Dieser kann daher leicht die verschiedenen Teile der Falt-,   Führ-und-Abstreifvorrichtungen   so einstellen, dass die geeigneten Schraubenlinienwindungen der Streifen entstehen. Ferner kann der Wärter durch Einstellen des Winkels der Querleisten in den Lochringen 27 und 29 und der Lage der   L-förmigen   Einstellvorrichtung 28 die Bildung der   Schraubenlinienwicklungen   durch die Deckstreifen derart regeln, dass die Kantenlinie   i   des Umhüllungsstreifens versetzt zu der   Kantenlinie/c   des erst aufgebrachten
Streifens liegt (Fig. 7). Nachdem die Einstellung einmal erfolgt ist, erzeugen sich die Schraubenwindungen dauernd in derselben Weise.

   Das Ergebnis dieser Anordnungsweise der Windungen ist, dass die fertige Litze mit   zwei-Umhüllungen   versehen ist, von denen die eine die erstere vollkommen umhüllt, wobei die entsprechende Kantenlinie des Streifens ausser Übereinstimmung mit und im wesentlichen entgegengesetzt zu der Kantenlinie des ersteren liegt. 



   Eine weitere Wirkung der Falt-und Führungsvorrichtung ist, dass sowohl der zentrale Durchgang 26 als auch die   Durchgänge   27 und 29, die alle in geeigneter Weise konisch gestaltet sind, faltend auf die entsprechenden Deckstreifen wirken. Da die Löcher der Lochringe von geringerem Durchmesser sind als die hindurchgehenden Streifen, werden die Kanten der letzteren nach einwärts umgebogen und nehmen daher eine U-förmige Gestalt an. Da der Durchmesser der Lochscheibe 27 grösser ist als derjenige der Lochscheibe 26, wird der   Deckstreifen13   in einem geringeren Grade gefaltet als der Streifen 11 und umgreift und umhüllt daher leichter sowohl den Kern als auch den zuerst aufgebrachten Streifen 11. 



   Der Kern mit seinen lose aufgebrachten   Umhüllungen wird   dann durch eine hohle Welle 43, aber ohne mit derselben in Berührung zu kommen, hindurchgeführt. Die hohle Welle 43 ist in Lagern   44   drehbar, die durch Ständer 44'gehalten werden, wobei die Drehung durch geeignete Kettenverbindungen 
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   Bindeelement während seiner Aufbringung.   



   Das Bindeelement läuft von einer Spule 52 ab, die derart gelagert ist, dass sie auf der hohlen Welle 43 in dem Raum zwischen dem Wickelkopf 48 und der Führungsplatte 49 drehbar ist und sich längs der Welle bewegen kann. Ihre Drehbewegung auf der Welle 43 wird durch eine einstellbare Stopfbuchse   ? 3 geregelt.   Die Stopfbüchse 53 besitzt eine Kappe 54, die auf den Kopf der Spule   niedergesfhraubt   werden kann und hiebei die Ledereinlage 55 rund-um die hohle Welle 43 zusammendrückt und dadurch eine Reibungskupplung herstellt. In Fig. 11 ist ein Querschnitt der Stopfbüchse vor dem Festziehen dargestellt. Die Figur zeigt, dass die Federeinlage 55 die hohle Röhre 43 mit einem Ringspalt 56 umgibt. 



  In Fig. 12 ist derselbe Querschnitt nach Festziehen der Stopfbüchse dargestellt. 



   Das Bindeelement 57 ist rund um die Spule gewickelt, wie Fig. 8 und 9 zeigen, vorzugsweise in Richtung der Drehbewegung des Kopfes, und läuft über eine Rolle   58,   die durch einen Halter am Wickelkopf getragen wird, und von dort durch die Öffnung 50 in der Führungsplatte 49 und nach dem Kerndraht. Letzterer mit den lose daraufliegenden, in Windungen aufgebrachten Deckstreifen durchläuft die hohle Welle und geht dann durch eine feste Führung 59. Diese Führung ist geeignet, ein Aufschwellen oder Aufblähen der Litze zu verhindern und eine Vibration derselben zu verringern. Die Lage dieser Führung ist mit Hilfe von Schrauben 59'einstellbar. Die Art der Bindung ist bedingt durch den Abstand dieser Führung von der Platte 49, indem erstere dabei die Aufbringungsstelle des Bindeelementes festlegt. 



   Das Bindeelement erreicht den Kern gerade vor seinem Eintritt in die Führung 59, und durch die Spinnwirkung des sich drehenden Kopfes wird es dicht rund um den Kern an jener Stelle gebunden. Der reibende Eingriff zwischen der Spule   53 und   dem drehbaren Rohr und Kopf bewirkt, dass das Bindeelement auf den Kern unter Spannung aufgebracht wird. Die in losen Schraubenwindungen auf den Kern aufgebrachten Deckstreifen werden dadurch um den Kern verdreht und auf diesem festgezogen. Die losen Schraubenwindungen des Drehstreifens reichen nach rückwärts bis zur Falt-und Führungsvorrichtung 25, wo eine weitere Erstreckung der Verdrehung oder Rotationsbewegung nach rückwärts vermieden wird.

   Die Windungen des Deckstreifens an der Litze werden hiebei so erzeugt, dass sie den Windungen des Bindeelementes rund um die fortschreitende Litze entgegengesetzt gerichtet sind. 



   Durch Aufbringung eines Bindeelementes unter Spannung an einer bestimmten Stelle auf einen von lose aufgebrachten Deckstreifen umgehenen Kern und durch Festhalten dieser Deckstreifen an einer Stelle, die in einem Abstand hinter der Bindestelle liegt, ist eine wirkungsvolle und einfache Einrichtung geschaffen, die ein Aufbringen der die Deckstreifen um den Kern in Sehraubenlinienform und deren Festbinden durch ein Bindeorgan bewirkt, dessen Windungen den von den Deckstreifen an und hinter der Bindestelle eingenommenen Windungen entgegengesetzt verlaufen. Der fortlaufende Kern nimmt die Deckstreifen und das Bindeelement mit sich, und die Vorwärtsbewegung des Kernes bedingt das Ablaufen der Deckstreifen nach dem Kern und das Abziehen des Bindeelementes von der Spule nach derjenigen Stelle, wo es auf den Kern und die ihn bereits umgebenden Deckstreifen aufgebracht wird.

   Wegen der Aufeinanderfolge der Deckstreifen auf dem Kern und mit Hilfe der Einstellbarkeit der   Falt-und Führungsvorrichtung   wird es möglich, eine Mehrzahl von Umhüllungen auf den Kern in Schraubenlinien aufzubringen, wobei dann eine dieser Umhüllungen die andere vollkommen umhüllt und beide sicher mit dem Kern verbunden werden durch ein Bindeelement, derart, dass die Kantenlinie der   Deckstreifen   selbst ausser Übereinstimmung mit- einander liegen. 



   Die so gebildete Litze geht, nachdem sie durch die Führung 59 hindurchgelaufen und mit dem Bindeelement 57 versehen ist, entweder direkt durch eine Reihe   graduierter   Lochringe 60 oder rund um eine Scheibe 61 und nach abwärts in einen Behälter 62', in welchen eine zusätzliche Imprägnierungs- oder Überzugslösung enthalten sein kann, dann um eine zweite Scheibe 61 und von dort nach aufwärts durch einen Abstreiferlochring 60'. Die Verwendung dieses Behälters ist jedoch nicht unbedingt er- forderlich. 



   Die genau abgemessenen Lochringe 60 dienen dazu, die Litze den erforderlichen Zusammen- halt und die richtige Dicke zu geben, und ebenfalls dazu, etwaige Überschüsse an   Imprägnierungs-oder  
Tränkungslösung zu entfernen. Diese Lochringe sind auf Rahmen gelagert, welche ihrerseits gleitbar von Schienen 63 getragen werden. Sie werden normalerweise in ihrer Ruhelage durch Federn 62 erhalten und können sieh gegen die Zugspannung von Federn bewegen, wenn eine unzulässige Beanspruchung auf sie bei einem erhöhten Widerstand oder einem Verstopfen in den Lochringen auftritt. Ein derartiger unzulässiger Druck bewirkt, dass eine Reihe von angelenkten Hebeln 64, auf welchen die Lochringe gelagert sind, in der   Längsrichtung   eine Leiste 65 antreiben, welche ihrerseits den Hebel 66 bewegt. 



   Gleichzeitig treibt die Leiste 65 einen elektrischen Schalter 68 in der Weise an, dass der Motorstrom ausgeschaltet wird. Der drehbare Kopf 48 ist mit einer Bremseinrichtnng 67 versehen, die normaler- weite mittels eines   Klinkenzahnes   an dem Hebel 66 ausser Eingriff erhalten wird. Eine Feder'69 ist, 

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   wenn der Issnkejizahiiam Hebel 66-sich   im Eingriff befindet, bestrebt, die Bremse 67   tn. Jssibende : Beriihrung   mit dem Drehkopf zu bringen. Die Bremse selbst ist bei 70 angelenkt. 



     Wenn ein. Stillstand in den Lochringen,   wie oben beschrieben, eintritt, treibt die Leiste 65 den Schalter 68 an und öffnet dadurch den Motorstromkreis. Gleichzeitig wird aber auch der Hebel 66 so bewegt, dass-die Bremse   .   ausgelöst wird und in bremsenden Eingriff mit dem Drehkopf tritt. 
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   Eine Platte   70'sitzt   auf dem Rohr 43 und ist mit dem Kopf 48 durch Schrauben 71 verbunden, welche Schlitze   72 -im Kopf durchsetzen. Demgemäss l {ann   diese Platte mit Bezug auf den Kopf eine Drehbewegung in einer Grösse   ausführen,   wie sie durch die Länge der Schlitze 72 bestimmt ist. Die Spule 52 ist mit einem   Klinkenrad 73 versehen.   An eine der Schrauben 71 ist ein Daumen 76 angelenkt, 
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Bezug auf den Kopf 48 derart in Eingriff treten kann, dass der Daumen mit dem Klinkenrad in Eingriff gebracht wird. Diese Lage der Platte ist in Fig. 9 dargestellt, welche den Kopf und die Spule in Ruhe und die Sperrklinke in einer Lage zeigt, in welcher sie die Bewegung des Klinkenrades und der Spule 52 in einer dem Uhrzeigersinne entgegengesetzten Richtung gegenüber dem Kopf 48 sperrt. 



   Bei Beginn des Arbeitsganges der Maschine beginnen sowohl der Kopf 48 als auch die Spule   52   ihre Drehbewegung in einer Richtung entgegengesetzt zum Uhrzeigersinne,   u.   zw. mit gleicher Ge- schwindigkeit. Die Platte durchläuft zunächst die Länge der Schlitze und nimmt dann dieselbe Dreh- geschwindigkeit an. Infolge der Bewegung der Platte über die Länge der Schlitze wird jedoch bewirkt, dass der Stift 75 sich von dem Daumen 76 wegbewegt, welcher jedoch gegen das Klinkenrad durch die   Feder'14 gedrückt   wird.

   Sobald das Bindeelement 57 von der Spule abgewickelt ist, hat letztere das
Bestreben, sich mit verringerter Geschwindigkeit zu bewegen ; die Folge ist, dass sich die Spule und das   Klinkenrad   mit Bezug auf den Kopf im Sinne des Uhrzeigers bewegen und die Sperrklinke frei über die Zähne des Klinkenrades hinweggeht. Sobald die Geschwindigkeit zunimmt, wird durch die Schleuder- wirkung der Daumen ausser Eingriff mit dem Klinkenrade gebracht.

   Bei Beendigung der entgegen- gesetzt zum Uhrzeiger gerichteten Drehbewegung des Kopfes 48 setzt die Platte   70'ihre   Drehbewegung fort Der Stift   M   tritt in Berührung mit dem Daumen 76 und bringt diesen mit dem   Klinkenrad 73   in Berührung, wodurch sofort und zwangläufig die Drehbewegung der Spule entgegengesetzt zum Uhr- zeigersinne beim Aufhören der Drehbewegung des Kopfes verhindert wird. Dadurch wird erreicht, dass jede unzulässige Beanspruchung des Bindeelementes beseitigt wird, die dadurch auftreten könnte, dass die Spule das Bestreben hat, sich weiter zu drehen, nachdem der Kopf bereits stillgesetzt ist. Ein Zerreissen des Bindeelementes wird somit verhindert.

   Es ist somit eine Einrichtung geschaffen, die nicht nur die Drehbewegung der Spule nach Stillsetzen des Kopfes verhindert, sondern sie auch zwangläufig und schnell in Eingriff bringt. 



   Nachdem die Litze den letzten Lochring 60 verlassen hat, geht sie vorzugsweise durch einen
Trockner 80 (Fig. 3) hindurch, in welchem die Strömungsrichtung der   Troeknungsluft   der Litzenbewegung entgegengesetzt gerichtet ist. Somit wird die   Imprägnierungslösung,   die während des Durchganges der Litze durch die Maschine als Schmiermittel für die verschiedenen Lochscheiben wirkte, getrocknet und wird nicht klebrig oder   dickflüssig.   Gewünschtenfalls kann die getrocknete Litze dann durch einen Bestäuber M hindurchgeführt werden, in dem Asbestpulver oder Glimmerpulver auf die Aussenseite der Litze aufgebracht wird, um die Gefahr zu beseitigen, dass noch irgendwelche klebrigen Stellen an der Litze verbleiben. 



   Nach Verlassen der Bestäubungsvorrichtung M läuft die Litze über eine Scheibe, die ihre Richtung ändert und dann nach den   Vorschubrädern   10 des Kernes, die miteinander durch Zahnräder verbunden sind und von denen eines durch Zahnräder über eine Schnecke 83 mit einer Welle 82 in Verbindung steht, die vom Motor aus durch geeignete Verbindungen angetrieben wird.   Diese Vorschubräder für   den Kern liefern die erforderliche Kraft zum Fortbewegen des Kernes durch die Maschine und zum Zuführen der Streifen zum Kern sowie zum Abziehen des Bindeelementes von seiner Spule und sein Aufbringen auf die   Umhüllungen   und den Kern. 



   Gegebenenfalls kann es   wünschenswert   sein, den Trockner 80 wegzulassen. In diesem Falle wird die Litze dann unmittelbar über das oberste Rad 10 und dann zu den übrigen Rädern geführt. Anderseits kann es wünschenswert sein, den Trockner an einer andern Stelle der Maschine anzubringen. 



   Unter gewissen Umständen ist es möglich, dass neben dem Überziehen mit der imprägnierten   Lösung,,   welche die Litze aus dem Behälter 62 mitführt, ein weiteres Überziehen wünschenswert ist ; für diesen Fall wird, wie aus Fig.   10   ersichtlich, ein Zuführungstrichter 84 zwischen dem letzten Lochring 60 und dem Trockner 80 verwendet. 

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   Somit ist ersichtlich, dass mit der Erfindung ein Verfahren und eine Maschine geschaffen ist zur Erzeugung einer Litze, beispielsweise einer elektrischen Leitung, welche aus einem Kern, einer Mehrzahl von   Deckstreifen   und einem Bindeelement besteht, wobei die Streifen derart auf den Kern aufgebracht und mit ihm verbunden sind, dass sie den Kern wirksam umhüllen. Der eine der Streifen, umhüllt vollkommen einen vorher aufgebrachten Streifen, u. zw.   gewünschtenfalls   in der Weise, dass die Kantenlinien der Streifen versetzt zueinander liegen, wobei dann das Bindeelement in Windungen auf die Streifen aufgewickelt ist, letztere rund um den Kern festhaltend und   gerviinsehtenfalls entgegen-   gesetzt zu den Windungen der Streifen diese kreuzend liegend. 



   Weiter sichert die   Aufbringung   der   Tränkungslosung   auf die Streifen, bevor sie auf den Kern aufgewickelt werden, ihre gleichmässige Durchdringung und ihr Anhaften am Kern und aneinander, und der Durchgang des   vorimprägnierten   Streifens, wenn ein solcher verwendet wird, durch die die überschüssige Lösung von den Streifen abnehmenden Abstreifer gewährleistet die Aufbringung des   vorimprägnierten   Streifens auf den teilweise mit einem Streifen bedeckten Kern in einem solchen Zustand, dass der vorimprägnierte Streifen feucht und sein Anhaften an der Litze sichergestellt ist. 



   Weiter enthält das durch diese Maschine erzeugte Werkstück eine Umhüllung, welche aus Streifen von Fasermaterial besteht und bei denen der eine äussere von so grosser Zugfestigkeit ist, dass er die Zugfestigkeit der ganzen Umhüllung wesentlich vergrössert. 



   Die Verwendung einer Tränkungsflüssigkeit aus Nitrozellulose und nicht oxydierendem Öl gestattet die Erzeugung einer Leitung, welche nicht nur feuersicher und wasserdicht ist, sondern auch einen grossen Widerstand gegen Abnutzung und Torsionskräfte besitzt, die bei der praktischen Verwendung eines derartigen Leiters auftreten können. 



   Weiter wird durch das endgültige Zusammendrücken der Umhüllung diese in eine homogene Masse überführt, welche einen gleichmässigen Querschnitt besitzt und in welcher der Kern genau zentral liegt. 
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 die   Umhüllung   rund um den Kern aufgebracht und an demselben festgebunden ist und nachdem die beschriebene Behandlung stattgefunden hat. Wie aus dieser Figur hervorgeht. besteht der umhüllte Draht aus einem zentral liegenden Metalldraht   3,   rund um den ein Faserstreifen   2a,   z. B. aus Asbest. gewickelt ist. Die Kanten dieses Streifens überlappen einander, wie dargestellt, ein wenig. Rund um den Kern und den Deckstreifen und letzteren vollkommen umhüllend liegt ein zweiter Deckstreifen 3a, der aus ähnlichem Fasermaterial besteht. Die Kanten dieses Streifens können sich gleichfalls überlappen.

   Es ist zu beachten, dass in dieser bevorzugten Ausführungsform die Kantenlinie des umhüllenden
Streifens 3a gegenüber der Kantenlinie des von ihm umhüllten Streifens 2a versetzt ist. Die ge-   striche ; ten   Linien in Fig. 16 deuten die Kantenlinien an. 



   Es ist somit eine Form eines elektrischen Leiters beschrieben worden, welcher aus nicht entzündbaren Stoffen besteht und in welchem keine Notwendigkeit der Verwendung einer Gummiumhiillung, einer andern Isolation oder überhaupt irgendwelcher gummihaltige Substanzen rund um den Drahtkern oder zwischen den   Umhüllungssrhirhten   besteht. Gewünschtenfalls kann die vollkommen fertig hergestellte, umhüllte Litze mit Gummi imprägniert oder überzogen werden. anstatt   mit"Hermatite"-   Lösung. Eine geeignete Lösung für diesen Zweck ist dispergiertes Gummi. Die Konstruktion ist weiter derart, dass ein biegsamer, umhüllter Draht erzeugt wird. 



   Selbstverständlich kann das Umhüllen eines Kernes mit Faserstrcifen und das Festbinden derselben mehrfach bei ein und derselben Litze wiederholt werden, so dass eine Litze entsteht, die aus einer Mehrzahl für sich festgebundener Umhüllungen besteht. 



   In Fig. 17 ist eine abgeänderte   Ausführungsform   der Falt-und Führungsvorrichtung dargestellt, bestehend aus einer Brücke 2, die mit einem zentralen   Lochringsitz   26, einer Durchgangsöffnung und einer Reihe von   Lochringsitzen     27b   versehen ist, von denen jeder mit geeigneten und verstellbaren Querleisten 26b versehen ist. Durch Einfügung dieser   Brückenkonstruktion   in die vorbeschriebene Maschine wird es möglich, eine Mehrzahl von Deckstreifen auf den Drahtkern in einem einzigen Arbeitsgang aufzubringen und so eine mehrfach umhüllte Litze herzustellen, deren Umhüllungsschichten wiederum durch ein einziges Bindeelement zusammengehalten werden. Die sich ergebende Litze ist in Fig. 18 dargestellt.

   Sie besteht aus dem Kern lb und dem zuerst   aufgebrachten Streifpll 2b.   Rund um den Kern und den Streifen 2b ist eine Reihe weiterer Deckstreifen   3b   aufgebracht. Diese können so gewunden sein, dass die Kantenlinien derselben alle ausser Übereinstimmung miteinander liegen. Die ganze Litze wird zusammengehalten durch das Bindeelement   5b,   welches entgegengesetzt gerichtete Windungen besitzt. Diese Litzenart ist sehr brauchbar für Hochspannungskabel. Auch diese Litze ist wiederum in einem einzigen Arbeitsgang erzeugt. 



   In den Fig. 19 bis 34 ist eine abgeänderte Ausführungsform der Maschine dargestellt, die insbesondere geeignet ist. zur Erzeugung von Litzen, die zu Geweben von   Bremsfuttern   verarbeitet werden sollen. Bei dieser Ausführungsform besitzt die Maschine ein auf Federn liegendes Grundgestell 100 und 101. Bei der Herstellung von Litzen für Bremsfutter ist es wünschenswert, einen dünnen Drahtkern 
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   der Maschine m   und mit dem Deckstreifen verzwirnt, wodurch eine Litze oder ein Garn entsteht, welches ganz aus Abest   und.   Draht besteht, wobei der Draht mit dem Asbest in solcher Weise   verflochten'zist     dass   er denselben verstärkt und die Litze öder das Garn zum Verweben für Bremsfutter geeignet macht. 



   Der Kerndraht 103 wird durch die Maschine von den   Spulen 7M ab vorgeschoben   mit Hilfe von Vorschubrollen 110. Am   Zuführungs-oder   hinteren Ende der Maschine trägt eine   Konsole 103'eine     Welle 105,   auf welcher die Führungsrollen für die Streifen   M,   z. B. aus Asbest, gelagert sind. Der Kern   103   
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 Achse 109 ist am Gestell 04'befestigt.

   Der Schlitten für den Kern kann sich daher seitlich bewegen wie auch eine Drehbewegung   ausführen.   Er wird an einer zu freien Drehbewegung durch eine'gewichtsbelastete Leiste   106 gehindert, welche Irse   auf der Oberseite des Schlittens 108 zwischen Führungen   106'   
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Nachdem der   Kerndraht von aen   Spulen durch die Vorschubrollen abgezogen ist, geht er nach abwärts durch eine Führung 111 hindurch und von dieser aus durch die Maschine. 



   Der Streifen des Deckmaterials läuft von der   Zuführspule   ab und an einer Abstreifkante   ! ?   vorbei über eine   Trommel114   ; letztere wird durch eine Schnecke   115   in Drehung versetzt, die mittels Kette oder Riemen 116 angetrieben wird. Die Kette oder der Riemen 116 laufen über eine Zwischenwelle 117, die ihrerseits mittels geeigneter Verbindungen von einem Motor 118 aus angetrieben wird. Die Zwischenwelle 117 treibt ihrerseits die übrigen Teile der Maschine. Das Getriebe zwischen der Trommel 114 und dem Motor   J. M ist derart,   dass diese Trommel zwangläufig den Deckstreifen in die Maschine mit einer Geschwindigkeit einführt, die etwas   grösser   ist als die Geschwindigkeit, mit welcher der Kern vorgeschoben wird.

   Diese Geschwindigkeit muss gerade um so viel grösser sein als diejenige des Kerndrahtes, dass das darauffolgende Umwickeln des Streifens um den Kern ausgeglichen wird und sowohl der Kern als auch der Streifen mit derselben Geschwindigkeit fortschreiten, nachdem die Umhüllung stattgefunden hat. Bei richtiger Wahl der Übersetzung für den obigen Zweck macht es keinen Unterschied, mit welcher Geschwindigkeit die Maschine angetrieben wird, da das Rad immer mit der genauen, der Vorschubbewegung des Kernes proportionalen Geschwindigkeit angetrieben wird. 



   Die Trommel 114 dient gleichzeitig als Anfeuchter für den Streifen, und während ihrer Drehbewegung läuft die Oberfläche der Trommel durch ein Bad 118, dem sie oberflächlich eine gewisse MAnge   des Anfeuchtestoffes, vorzugsweise Wasser, entnimmt   und somit den Deckstreifen anfeuchtet, wenn dieser über die Trommel läuft. 



   Nach Überlaufen der Trommel gehen der Dachstreifen 102 und der Kern 103 durch eine Faltund Führungsvorriehtung, welche aus einer Brücke   120 mit kleiner,   zentraler Öffnung 121 besteht. 



  Quer zu dieser Durchgangsöffnung liegt eine Leiste 122 (Fig. 25). Der Kerndraht 102 geht vorzugsweise über die-Leiste hinweg und der   Deckstreifen   an der andern Seite, unterhalb der Leiste. Die Wirkungsweise dieser Maschine soll beschrieben werden im Zusammenhang mit einem Arbeitsgange, bei welchem ein einziger Deckstreifen auf   de : l Kel'11draht   aufgebracht werden soll. Bei der Herstellung von Litzen für Bremsfutter ist die Verwendung eines einzigen Deckstreifens als vorteilhaft befunden worden. 



  Manchmal können jedoch auch gegebenenfalls weitere   Der. streifen   verwendet werden. In diesem Falle 
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 gestellten Brücke geführt werden. Der zusätzliche Streifen ist mit 102a bezeichnet. Die Falt-und Führungsvorrichtung ist mit Hilfe von Schrauben 123 einstellbar, die in Schlitzen 123'liegen. Die Vorrichtung dient dazu, den Kern und die Umhüllung in die richtige Lage zu bringen, wobei sie allerdings durch die Querleiste 122 getrennt sind. Sie dient weiter zur Verhinderung jeder weiteren Verdrehung des Streifens hinter der Falt-- und Führungsvorrichtung. Die   Falt- und FÜhrungsvorrichtung   bewirkt überdies, dass der   Deekstreifen. M2   eine umhüllende Form rund um den Kern annimmt.

   Um diesen letzteren Zweck zu erreichen, ist es notwendig, dass die mittlere Durchgangsöffnung 121 einen kleineren Durchmesser besitzt als die Breite des   Deckstreifens.   102. 



   Der Kern und der Streifen werden dann nach vorwärts durch ein hohles drehbares Rohr 125 hindurchgeführt, ohne in reibende Berührung mit demselben zu treten. Diese rotierende hohle Welle läuft in Lagern 126 und wird durch eine geeignete Verbindung mit der Zwischenwelle 117 angetrieben. 



   Ein drehbarer Kopf 127 ist fest auf der hohlen Welle 125 gelagert und dreht sich mit dieser. Ebenso ist eine   Führungsplatte-   128 auf der drehbaren Hohlwelle in einem gewissen Abstand vor dem Kopf 127 befestigt. Diese Führungsplatte ist mit einer Öffnung 129 versehen, in welcher ein Führungskissen 130 untergebracht ist. Eine Zuführungsspule 131 für das Bindeelement ist auf der Hohlwelle 125 gelagert und kann sich frei auf dieser und mit Bezug auf den Kopf 127 drehen. Eine Stopfbüchse 132 dient zur Erzeugung eines verstellbaren, reibenden Eingriffes zwischen der Spule und der Hohlwelle.

   Ein Bindeelement   133,   vorzugsweise in   Gestalt eines dünnen Metalldrahtss,   ist auf die Spule in Richtung der Drehbewegung des Kopfes aufgewickelt und wird von der Spule über Rollen   M   durch die Öffnung 129 in der Führungsplatte 128 nach dem Kern bei 135 geführt. 



   Die Vorschubbewegung des Kernes und die Drehbewegung des Kopfes   127 bewirkten   ein Aufwickeln des Bindeelementes rund um dem Kern und den oder die lose aufgebrachten Deckstreifen, wobei 

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 das Bindeelement auf den Kern aufgebracht wird, bewirkt ein Verzwirnen oder Verdrehen der Deckstreifen um den Kern und die Erzeugung von Schraubenwindungen, ausgehend von der Stelle 135 nach rückwärts bis zu der   Falt- und Führungsvorrichtung 120, durch welche dann   eine weiter nach rückwärts gerichtete Verdrehung des Deckstreifens verhindert wird. 



   Wie in Fig. 33 dargestellt, ist eine Bremsvorrichtung zum Stillsetzen der Drehbewegung des Kopfes   127   vorgesehen, bestehend aus einem Bremsorgan 136, welches normalerweise gegen den Kopf 127 durch eine Feder 137 gedrückt, aber ausser Eingriff mit dem Kopf durch eine angelenkte Klinke 138 erhalten wird. Beim   Unterbrechen   des Motorstromes oder bei irgendeinem Stillstand, der in den Lochringen eintritt, lösen der Hebel und die Klinke 138 die Bremsbacke 136 aus, welche sofort unter Bremsung in reibenden Eingriff mit dem Kopf 127 gebracht wird. 



   Die   Spule 131, welche   das Bindeelement trägt, kann sich, ausgenommen bei reibendem Eingriff, innerhalb der Stopfbüchse 132 frei auf der Hohlwelle   125   und mit Bezug auf den Kopf 127 drehen. Um ein Reissen des Bindeelementes infolge fortgesetzter Drehbewegung der Spule beim plötzlichen Auf- hören der Drehbewegung des Kopfes und nach Anziehen der Bremsbacke zu verhindern, sind ähnliche,   zwangläufig wirkende Einrichtungen   wie bei der ersten Ausführungsform der Maschine vorgesehen, die verhindern, dass die Trägheit der Spule eine solche fortgesetzte Drehbewegung erzeugt. Diese Einrichtung besteht aus einer Platte   139,   die an dem Kopf 127 mittels Schlitze 141 durchsetzende
Schrauben 140 gelagert ist.

   Die Spule ist mit einem Klinkenrad   142   und einer Daumenvorrichtung 143 versehen, welche an dem Kopf gelagert und normalerweise durch ein nachgiebiges Glied 144 in Eingriff mit dem Klinkenrad   gedruckt   wird. Die Platte   189   trägt einen Stift   145,   der den Daumen bei einer relativen Drehung der Platte gegenüber dem Kopf in Eingriff bringt. 



   Der Kern, die Umhüllung und das Bindeelement, die   nunmehr   zusammen einen umkleideten, in sieh umbundenen Draht bilden, durchlaufen alsdann einen Behälter 146, der ein Bad einer Tränkungslösung enthält. Dieses Bad muss derart sein, dass es die Litze wasserdicht und widerstandsfähig gegen Abnutzung sowie gleichzeitig biegsam macht. Es wurde gefunden, dass eine Lösung oxydierbaren Öles für diesen Zweck geeignet ist. Die Imprägnierungslösung kann fortgesetzt mit einem   Rührer   147 bearbeitet werden, der mittels geeigneter Verbindungen von der Zwischenwelle aus angetrieben wird. 



   Die Litze durchläuft dann eine Reihe von ihren äusseren Zusammenhalt verbessernden und sie auf die richtige Dicke bringenden Lochringen 148 und 149. 



   Der   Lochring. MS   wird von der Zwischenwelle aus in Drehung versetzt, vorzugsweise in einer Richtung, die der Drehbewegung des Kopfes 127 entgegengesetzt ist. Eine solche Rotation verbessert die Wirkung der   Lochringe.   Die Lochringe 149 sind bei 150 angelenkt und werden normalerweise mittels Federn 151 festgehalten, so dass sie als normale Lochringe wirken. Bei Auftreten eines unzulässigen Druckes an den Lochringen infolge Verstopfung oder sonstiger   Widerstände   können dagegen die Loch-   ringe nachgeben. Das untere Endeder Lochringhebel j ! J. treibt   eine Leiste 153 an, durch die ein den Strom des Motors 118 unterbrechender Schalter bedient wird.

   Ausserdem treibt die Leiste den Klinkenhebel138 an, indem sie die Bremsbacke auslöst und dadurch die Drehbewegung des Kopfes   127   sofort zum Stillstand bringt. 



   In Verbindung mit der   Anfeuehtetrcmmel   114 ist eine   selbsttätige Anhebevorrichtung für den   Deckstreifen zu dem Zwecke vorgesehen, um die Deckstreifen von der Anfeuchtetrommel bei Stillstand der Maschine abzuheben, so dass sie daran gehindert werden, zuviel Feuchtigkeit aufzunehmen, zu weich zu werden und bei Wiederaufnahme des Arbeit ganges der Maschine alsdann zu reissen. Diese selbsttätige Vorrichtung wird gleichfalls von der Leiste 154 angetrieben, die ihrerseits von dem Schalter des Motors angetrieben wird. Sie besteht aus einem nach aufwärts gerichteten Teil   155,   welcher normalerweise unterhalb der von den Deckstreifen eingenommenen Linie liegt, wenn erstere von den Abwickelrolle über die Trommel laufen.

   Dieser aufrechte Teil hat ein   Bodenstück     156,   unter welchem ein bei 158 angelenkter und durch die Leiste 154 angetriebener Hebel 157 angeordnet ist. Bei Stillstand der Maschine wird die   Leiste. 54 nach rückwärts   bewegt und hebt dabei das aufrechte Glied 155 in eine Lage, die in Fig. 22 in gestrichelten Linien gezeichnet ist. Dadurch wird gleichzeitig der Deekstreifen von der Anfeuchtetrommel 114 abgehoben. Bei Wiederingangsetzen der Maschine bewegt sieh die Leiste 154 in der entgegengesetzten Richtung und gestattet, dass der Deckstreifen auf die Anfeuehtetrommel   zurückfällt.   



   Die Litze läuft   schliesslich   nach Durchgang durch die Lochringe 148 und 149 rund um die zum Vorschub des Kerndrahtes dienenden Räder 110. Diese Räder sind gegenseitig durch Getriebe miteinander verbunden. Das eine wird angetrieben durch ein Schneckenrad   111',   das mittels geeigneter Verbindungen von der Zwisehenwelle 117 aus angetrieben wird. 



   Aus der vorstehenden Beschreibung ist ersichtlich, dass mit der Erfindung ein Verfahren und eine Vorrichtung geschaffen sind, die eine umhüllte Litze oder ein Garn zu erzeugen gestatten, das einzig aus einem dünnen metallischen Kern, einer Faserstoffumhüllung und einem metallischen Bindeelement 
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 ist und mit geeigneten Lösungen getränkt ist. Alle Arbeitsstadien vollziehen sich in einem einzigen Arbeitsgang. 



   In Fig. 34 ist ein Schnitt durch eine mit dieser Maschine hergestellte Drahtlitze dargestellt. Sie besteht aus einem dünnen metallischen Kern   M,   welcher etwa eine Schraubenlinienform angenommen hat, sowie aus einem Asbeststreifen   2d,   wobei beide Teile durch einen zusätzlichen, in Schraubenwindungen aufgewundenen Draht      rund um den Kern und den Deckstreifen zusammengebunden sind. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von Litzen, isolierten Drähten od. dgl., bei welchen eine Umhüllung in Form eines oder mehrerer Streifen auf einem dauernd fortschreitenden Kern aufgebracht wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Umhüllung lose auf den Kern aufgebracht und ein Bindeelement unter Spannung rund um den Kern und die Umhüllung derart gewickelt wird, dass die lose aufgebrachten Umhüllungsstreifen an der Aufbringungsstelle des Bindeelementes in festen Schraubenwindungen befestigt werden.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Umhüllung zwangläufig mit einer Geschwindigkeit vorbewegt wird, welche hinreichend grösser ist als die des Kernes, damit der Kern und die Umhüllung nach beendetem Aufbringen des Bindeelementes sich im wesentlichen mit gleicher Geschwindigkeit vorbewegen.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, bei welchem die Umhüllung mehrere Streifen umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass die Streifen dem Kern an voneinander entfernt liegenden Stellen, gegen Drehung gesichert, in der Weise zugeführt werden, dass der zuletzt aufgebrachte Streifen (3a) am besten die gesamten vorher aufgebrachten Streifen umhüllt, aber jedenfalls in der Weise, dass die Ränder des umhüllenden Streifens (3a) gegen die Ränder des umhüllten Streifens (2a) versetzt sind.
    4. Maschine zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1 mit Einrichtungen zum Vorschieben des Kernes und zur Zuführung der Umhüllung zum Kern, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung zur Zuführung der Umhüllung die letztere lose auf den Kern aufbringt und ein Führungsglied (26) zur Verhütung der Drehung der Umhüllung aufweist und ausserdem in der Maschine eine Bindevorrichtung (48) vorgesehen ist, welche das Bindeelement (57) unter Spannung um den Kern und die Umhüllung aufwickelt.
    5. Maschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Führungsglied einen faltend und führend wirkenden Lochring (26) aufweist, der mit einer in ihrer Winkellage verstellbaren Querleiste (26') ausgestattet ist.
    6. Maschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass Einstellvorrichtungen (wie Winkelglieder 28) vorgesehen sind, um die Winkellage der Umhüllung in der Nähe des Aufbringungspunktes auf den Kern einzustellen.
    7. Maschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass, falls mehrere Führungsloehringe (26, 27, 29) vorhanden sind, wie in dem Falle, wo die Umhüllung aus mehreren Streifen (11, 13, 13 Ma, besteht, diese Lochringe derart angeordnet sind, dass sie die Streifen an voneinander entfernten Punkten auf den Kern auflegen und eine Verdrehung der Streifen verhindern.
    8. Maschine nach den Ansprüchen 5 und ?, dadurch gekennzeichnet, dass der mit einer der WinkeIIage nach verstellbaren Querleiste (26') versehene Lochring (26) zentral gelegen und von verhältnismässig Ideinem Durchmesser ist, während die übrigen Lochringe (27, 29) in Abständen vom ersten Lochring gelegen und von grösserem Durchmesser sind und mit der Winkellage nach verstellbaren Querleisten (27', 29') ausgestattet sind.
    9. Maschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein Anfeuchterad (114) zur Zuführung der Umhüllung zum Kern vorgesehen ist, dem zweckmässig eine Abhebevorrichtung (154, zugeordnet ist, um die Umhüllung vom Anfeuchterad abzuheben, wenn die Maschine ausser Tätigkeit tritt.
    10. Maschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Bindevorrichtung (48) mit einer Bremsvorrichtung (67) ausgestattet ist, welche (wie durch Gestänge 64-66) selbsttätig betätigt wird, sobald die Vorwärtsbewegung des Kernes unterbrochen wird.
    11. Maschine nach Anspruch 4, bei welcher die Bindevorriehtung einen drehbaren Kopf (48) mit einer drehbar darauf gelagerten Vorschubspule aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass eine regelbare Reibungskupplung (53, 55) zwischen Kopf und Spule eingeschaltet ist. um die Spannung des Bindeelementes zu regeln.
    12. Maschine nach Anspruch l !) und 11, dadurch gekennzeichnet, dass eine zwangläufige Hemmungvorrichtung (wie Platte 70', Klinke 76 und Sperrad 73) vorgesehen ist, um die gegenseitige Bewegung von Vorschubspule und Kopf beim Stillsetzen der Maschine hintanzuhalten.
    13. Maschine nach Anspruch 4, mit Einrichtungen wie Lochringen zum Zusammendrücken der aufgebauten Litze oder des umhüllten Drahtes, dadurch gekennzeichnet, dass ein Verstopfen der zum Zusammendrücken dienenden Mittel die Maschine selbsttätig stillsetzt, beispielsweise durch Hebel 6) und Schalter (68).
    14. Verfahren nach Anspruch 1, insbesondere zur Herstellung eines als-elektrischer Leiter verwendbaren Drahtes, dadurch gekennzeichnet, dass die Umhüllung oder der Umlllllnssstreifen mit einer <Desc/Clms Page number 11> EMI11.1 trocken, elastisch ist und in hohem Masse isolierend wirkt, wie eine Lösung. welche Nitrozellulose und ein nicht oxydierendes Öl enthält.
    15. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass zunächst ein vorher mit einer Nitro- zelluloselösung imprägnierter faseriger Streifen auf den Kern gewickelt, der gewickelte faserige Streifen von einem verhältnismässig dünnen Streifen von grösserer Zugfestigkeit umhüllt wird, der mit einer EMI11.2 vorteilhafterweise zusammengepresst und getrocknet wird.
    16. Maschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass in ihr zwecks Imprägnierens der Umhüllung vor dem Aufbringen auf den Kern eine Imprägnierungsvorriehtung (wie ein Trog 16) vorgesehen ist, dem vorzugsweise einstellbare Abstreifvorrichtungen 30, 5) zugeordnet sind.
    17. Ein nach dem Verfahren nach Anspruch 1 hergestellter umhüllter Draht oder Litze, dadurch gekennzeichnet, dass er aus einem Kern, einem Umhüllungsstreifen aus kurzen Asbestfasern, wie den Kern umhüllendem Asbestpapier und aus einem Bindeelement besteht, das über dem Umhüllungsstreifen entgegengesetzt zu diesem gewickelt ist, so dass die Ränder der beiden sich kreuzen.
    18. Ein nach dem Verfahren nach Anspruch l hergestellter umhüllter, insbesondere als elektrischer Leiter verwendbarer Draht, dadurch gekennzeichnet, dass er aus einem Kern und einer Umhüllung besteht, die mit einer nicht oxydierenden, nicht entzündlichen, wasserdiehtmaehenden Lösung imprägniert ist, die elastisch und in hohem Grade isolierend wirkt, wie z. B. mit einer Lösung. welche Nitrozellulose und ein nicht oxydierendes Öl enthält.
    19. Ein nach dem Verfahren nach Anspruch 1 hergestellter umhüllter Draht oder eine Litze, dadurch gekennzeichnet, dass er aus einem metallenen Kern besteht, der von mehreren Asbeststreifen umhüllt ist, von denen einer einen andern den Kern umgebenden Streifen umsehliesst, wobei die Ränder des umschliessenden und des umschlossenen Streifens gegeneinander versetzt sind.
    20. Eine nach dem Verfahren nach Anspruch 1 hergestellte Litze, insbesondere zum Weben von Bremsfuttern, dadurch gekennzeichnet, dass sie aus einem dünnen Metallkern, einer faserigen den Kern einschliessenden Umhüllung und einem dünnen metallenen Bindeelement besteht, der um die Umhüllung und den Kern gewickelt ist.
    21. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Umhüllung mit einer dispergierten Kautschuklösung überzogen wird.
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