AT112797B - Verfahren zum Spalten von Kohlenwasserstoffen. - Google Patents
Verfahren zum Spalten von Kohlenwasserstoffen.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zum Spalten von Kohlenwasserstoffen. Bei den verschiedenen Prozessen der Spaltung von hochsiedenden Kohlenwasserstoffen in solche von niedrigerem Siedepunkt in sogenannter flüssiger Phase unter beliebigem erhöhtem Druck sind Temperaturen von meist über 390 C in Anwendung. Bei der Expansion der bei diesen Prozessen entstehenden Gemische von Spaltprodukten (Gase, Benzine, und Restöle) in dafür geeigneten Apparaten (Dephlegmatoren), bleiben die anfangs meist gas-und dampfförmigen Spaltprodukte bei höheren Temperaturen einige Zeit miteinander in inniger Berührung zwecks Abscheidung der schweren Teile und um in eventuell fraktionierter Kondensation die Trennung der verschiedenen Spaltprodukte durch fortschreitende Kühlung vor sich gehen zu lassen. Diese Zeit genügt völlig, um bei den anfänglichen Kondensationstemperaturen eine rückläufige Reaktion unter Ausscheidung von wasserstoffarmen Kohlenwasserstoffen und kohlenstoffartigen Körpern und eine Polymerisation der leichteren Spaltprodukte, also deren teilweise Rückverwandlung in hochsiedende schwere Kohlenwasserstoffe in die Wege zu leiten. Es geschieht dies bei normalem und noch mehr bei erhöhtem Druck in der Kondensationsapparatur. Es tritt also eine Verminderung der Ausbeute an leichten Kohlenwasserstoffen und eine Verschlechterung der Qualität der bereits vorhanden gewesenen leichten Kohlenwasserstoffe ein. Es wurde nun gefunden, dass dieser ungünstige Verlauf des Prozesses vermieden werden kann, wenn die gesamten Spaltprodukte sofort nach ihrer Entstehung und bei ihrer Expansion in einer Masse von kühleren Kohlenwasserstoffen plötzlich abgeschreckt werden. Besonders vorteilhaft für den Verlauf des Prozesses ist es, wenn die Expansion der Spaltgase und Dämpfe in dem gekühlten Rücklauföl des Spaltprozesses oder in einem vorgelegten oder ständig zu-und abfliessenden Rohöl oder Rohölrückstand vor sich geht. Dadurch werden die Spaltprodukte einmal rasches abgekühlt und so weitgehend verdünnt, dass ihre unerwünschte Reaktivität untereinander sofort aufhört und die Spaltung auf ihrem Optimum stehen bleibt. Es wird beispielsweise ein Mittelöl in einem kontinuierlichen Verfahren-z. B. Erhitzung in einem Sehlangensystem unter Druck oder Hindurchleiten durch ein erhitztes Metallbad unter Druckunter geeigneten Bedingungen in bezug auf Temperatur, Druck, Weg und Katalysator gespalten. Das so gewonnene gesamte Spaltprodukt lässt man unmittelbar nach Austritt aus der Spaltapparatur in ein Gefäss mit vorgelagertem 01 in diesem Öl eventuell unter Verwendung einer Körtingschen Zirkulationsdüse frei expandieren. Zwecks besserer Verteilung kann das Ölgefäss mit Raschigringen gefüllt sein. Die Menge des Kühlöles und seine Temperatur wird im Verhältnis zur Menge des Spaltproduktes so gewählt, dass eine plötzliche Abkühlung auf Temperaturen erfolgt, die unter 250 liegen, wobei es zweckmässig ist, eine Abkühlungstemperatur z'i erreichen, die möglichst darunter liegt. Gute Resultate ergab eine Abkühlung auf 100-150 . Als Kühlöl kann beispielsweise das bei dem Spaltprozess verbleibende Rüeklauföl (nicht bzw. ungenügend gespaltene Teile der behandelten Öle) verwendet werden. Hiebei wird die erforderliche Abkühlung des Rücklauföls zweckmässig durch Wärmeaustauscher mit in das Spaltsystem eintretendem Rohmaterial erzielt. Es kann aber auch zum Abschrecken der Spaltprodukte ein beliebiges Rohöl oder ein Rohölrückstand (Paeura oder Masut) verwendet werden. In diesem Falle kann der von dem Rohöl oder dem Rohölrückstand aufgenommene Teil des Spaltproduktes durch Destillation gewonnen werden, wodurch gleichzeitig durch diesen Destillationsprozess eine Destillation des Rohöls oder Rohölrückstandes stattfindet und deren entsprechende Destillationsprodukte mitgenommen <Desc/Clms Page number 2> werden, die zum Teil oder ganz als Rohmaterial für den Spaltprozess dienen können. Der Vorteil dieser Arbeitsweise besteht darin, dass die Wärme des Spaltprozesses für den Destillationsprozess ausgenutzt wird. Ein weiterer Vorteil dieser Arbeitsweise ist darin zu finden, dass die bei dem Spaltprozess eventuell entstehenden kohligen Stoffe in einfacher Weise aus dem Prozess ausgeschieden werden ; sie verbleiben dann in dem Rückstand des Destillationsprozesses. Die Abkühlung der expandierenden Spaltprodukte erfolgt zweckmässig bis zu einer solchen Temperatur, dass ausser den gasförmigen Bestandteilen der Spaltprodukte mindestens noch ein Teil der Benzine mit den Spaltgasen durch die Kühlflüssigkeit hindurchdestilliert. Man kann die Abkühlung auch so leiten, dass die gesamten Benzine, deren Gewinnung durch den Spaltprozess erstrebt worden ist, mit überdestillieren. Die Benzine werden dann in üblicher Weise von den Gasen durch Kondensation getrennt. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zum Spalten von Kohlenwasserstoffen, bei welchen dieselben kontinuierlich unter Druck in einem Schlangemohr auf Spalttemperatur erhitzt und dann zur Expansion gebracht werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Expansion unter einer Schichte von kühleren Kohlenwasserstoffen erfolgt, so dass eine Abkühlung der Spaltprodukte auf Temperaturen unter 250 C bewirkt wird.
Claims (1)
- 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zum Abschrecken benutzten Kohlenwasserstoffe einem Destillationsprozess unterzogen werden, bei dem die von ihnen aufgenommenen Spaltprodukte ganz oder teilweise und eventuell auch ein Teil ihrer eigenen Bestandteile als Destillationsprodukte gewonnen oder insbesondere störende kohlige Bestandteile des Spaltprozesses in dem Destillationsrückstand zurückgehalten werden.
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