DE861140C - Verfahren zur Druckwaermespaltung von Kohlenwasserstoffoelen - Google Patents

Verfahren zur Druckwaermespaltung von Kohlenwasserstoffoelen

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DE861140C DEU426D DEU0000426D DE861140C DE 861140 C DE861140 C DE 861140C DE U426 D DEU426 D DE U426D DE U0000426 D DEU0000426 D DE U0000426D DE 861140 C DE861140 C DE 861140C
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    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
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    • C10G9/00Thermal non-catalytic cracking, in the absence of hydrogen, of hydrocarbon oils
    • C10G9/06Thermal non-catalytic cracking, in the absence of hydrogen, of hydrocarbon oils by pressure distillation
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    • C10G9/34Thermal non-catalytic cracking, in the absence of hydrogen, of hydrocarbon oils by direct contact with inert preheated fluids, e.g. with molten metals or salts
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Description

  • Verfahren zur Druckwärmespaltung von Kohlenwasserstoffölen Vorliegende Erfindung betrifft eine Verbesserung bei solchen Verfahren zur Druckwärmespaltung von Kohlenwasserstoffölen, bei denen ein Öl gespalten wird, die anfallenden dampfförmigen und flüssigen Spaltprodukte getrennt und die Dämpfe zunächst in einer ersten Fraktionierzone in eine hochsiedende und eine niedrigsiedende Rücklauffraktion und ein Benzindampf-Gas-Gemisch getrennt werden, ferner die hochsiedende Rücklauffraktion in die erste Spaltzone wieder zurückgeführt wird, die niedrigsiedende Rücklauffraktion in einer zweiten Spaltzone strengeren Spaltbedingungen unterworfen wird und die hierbei erhaltenen dampfförmigen Spaltprodukte den dampfförmigen. Spaltprodukten der ersten Spaltstufe vor der Fraktionierung zugemischt werden- und das zu spaltende Frischöl zumindest einer der breiten Rücklauffraktionen zugesetzt wird.
  • Erfindungsgemäß wird das Benzindampf-Gas-Gemisch aus der ersten Fraktionierzone in einer Rektifizierkolonne in eine gasförmige Spaltprodukte enthaltende niedrigsiedende Benzinfraktion und in eine hochsiedende gasfreie Benzinfraktion getrennt und nur die niedrigsiedende Benzinfraktion in einer dritten Fraktionierzone durch Abtrennung der unerwünschten niedrigsiedenden Bestandteile stabilisiert.
  • In der bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens wird die stabilisierte niedrigsiedende Benzinfraktion mit der nicht gesondert stabilisierten hochsiedenden Benzinfraktion zur Bildung des Benzinerzeugnisses des Verfahrens vermischt, und zwar vorzugsweise nachdem die hochsiedende Benzinfraktion zunächst einer mehr oder weniger intensiven chemischen Raffination unterworfen wurde.
  • Für die Aufarbeitung von gashaltigem Rohbenzin wurde bereits vorgeschlagen, einen derartigen Ausgangsstoff, wie er z. B. in einer ersten Fraktionierzone als dampfförmiges Gemisch von Benzindämpfen und Spaltgasen von höhersiedenden Spaltprodukten abgetrennt wird, zunächst in einer zweiten Fraktionierzone in eine niedrigsiedende und eine höhersiedende gashaltige Benzinfraktion zu trennen, die letztere für sich in einer dritten Fraktionierzone von niedrigsiedenden Bestandteilen und Gasen zu befreien, in der dritten Fraktionierzone abgetrennte Bestandteile zusammen mit der niedrigsiedenden Fraktion aus der zweiten Fraktionierzone-durch Kühlung, Komprimierung und weitere Kühlung weitestgehend zu verflüssigen und das Kondensat aus der Kompression und Kühlung in einer vierten Fraktionierzone durch Abtrennung der unerwünschten niedrigsiedenden Bestandteile zu stabilisieren. Demgegenüber ermöglicht die vorliegende Erfindung eine bedeutende Vereinfachung sowohl in der Aufarbeitungsweise als auch in der zu ihrer Ausübung, Überwachung und Regelung benötigten Vorrichtungen unter Vermeidung jeglicher Dampf- bzw. Gaskompression ohne Beeinträchtigung- der Qualität des anfallenden Erzeugnisses. Die erfindungsgemäße Gewinnungsart des Spaltbenzins ermöglicht demnach eine vereinfachte und wirtschaftlichere Aufarbeitung im Rahmen des Selektivverfahrens, bei dem infolge der Anwendung von mehreren getrennten Spaltzonen die Ansprüche an Überwachung an sich zunächst hoch sind und demnach ein kompliziertes Stabilisationssystem mit einer Vielheit von Fraktionier- und Rektifizierkolonnen nebst zwischengeschalteten Kompressoren eine enorme Überlastung in bezug auf Handhabung und Überwachung des Gesamtsystems darstellen würde. .
  • In einer besonderen Ausführung des Verfahrens wird der Druck in der Rektifizierkolonne und in der Kondensierung des aus dieser Kolonne austretenden Dampf-Gas-Gemisches mit dem in der ersten Fraktionierzone herrschenden Druck ausgeglichen, während das bei dieser Kondensierung anfallende Leichtbenzin nach Abtrennung der unkondensiert und ungelöst verbleibenden Gase wieder aufgeheizt und in der dritten Fraktionierzone unter höherem als dem in der voraufgehenden Fraktionierung herrschenden Druck stabilisiert wird; die Wiederaufheizung erfolgt dabei zweckmäßig durch mittelbaren Wärmeaustausch unter Ausnutzung von Abfallwärme des Verfahrens. Die Wirtschaftlichkeit des Verfahrens wird weiterhin dadurch gefördert, daß das aus der ersten Fraktionierzone austretende Benzindampf-Gas-Gemisch zunächst in zwei Ströme aufgeteilt wird, von denen der eine Strom unmittelbar der Rektifizierkolonne zugeführt und der andere kondensiert und in Kondensat und nichtkondensiertem Gas getrennt wird, wobei das Kondensat in an sich bekannter Weise in den Kopfteil der ersten Fraktionierzone zurückgeführt wird, um hier die Gewinnung eines von oberhalb des gewünschten Benzinsiedepunktes siedenden Bestandteilen praktisch freien Benzindampf-Gas-Gemisch zu fördern, und das nichtkondensierte Gas dem aus der Rektifizierkolonne austretenden Leichtbenzindampf-Gas-Gemisch zugesetzt wird.
  • Die schematische Zeichnung zeigt eine bevorzugte Vorrichtungsform zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens, das jedoch nicht an die dargestellte und nachfolgend beschriebene besondere Vorrichtung gebunden ist.
  • In der Anlage gemäß der Zeichnung wird frisches Beschickungsöl durch Rohr x, Ventil 2, Pumpe 3 und Rohr q. dem Verfahren zugeführt und kann durch Ventil 5 in den Fraktionierturin 6 an irgendeiner geeigneten Zwischenstelle eingeführt oder ganz oder zum Teil durch Rohr 7 und Ventil 8 in den unteren Teil des Fraktionierturms 6 eingeleitet werden. Vor seiner Einführung in den Fraktionierturin kann das Beschickungsöl durch mittelbare Berührung mit heißen, dämpfförmigen und/oder flüssigen Produkten des Verfahrens oder auf andere geeignete Weise vorgewärmt werden. Das Frischöl wird im Fraktionierturm 6 mit den dampfförmigen Spaltprodukten des Verfahrens vermischt und einer Fraktionierung unterworfen.
  • Die Bestandteile der dampfförmigen Spaltprodukte, die oberhalb des Endsiedepunktes des gewünschten Benzinerzeugnisses des Verfahrens sieden, werden im Fraktionierturin 6 kondensiert und zusammen mit dem Frischöl in verhältnismäßig niedrigsiedende und hochsiedende Fraktionen getrennt.
  • Die hochsiedende Fraktion des Rücklauf-Frischöl-Gemisches gelangt zur Pumpe ii, die das Öl durch Rohr 12 und Ventil 13 zwecks Spaltung in die im Ofen 15 gelagerte Heizschlange 1q. fördert. Die erhitzten Produkte gelangen aus der Heizschlange 1q. durch Rohr 16 und Ventil 17 in die Reaktionskammer 18.
  • Die niedrigsiedende Fraktion des Rücklauf-Frischöl-Gemisches kann von einer oder mehreren geeigneten Zwischenstellen des Fraktionierturms 6, beispielsweise durch Rohr ig und Ventil 2o, zur Seitenkolonne 21 geleitet werden, in der sie von im Benzinerzeugnis des Verfahrens gewünschten Bestandteilen und mitgerissenen Gasen praktisch befreit wird. Die Wärme zur Nachsiedung kann dem in der Seitenkolonne 21 befindlichen Kondensat beispielsweise dadurch zugeführt werden, daß Heizdampf, heißes t51 od. dgl. durch die Heizschlange 22 geleitet wird. Der in der Seitenkolonne 21: entwickelte Dampf wird durch das Rohr 23 in den Fraktionierturin 6 zurückgeleitet.
  • Der entgaste niedrigsiedende Rücklauf wird aus der Seitenkolonne 2i durch- Rohr 9,4 und Ventil 25 der Pumpe 26 zugeführt und von dieser durch. Rohr 27 und Ventil 28 zwecks Spaltung zur Heizschlange 29 gefördert.
  • Die Seitenkolonne 2i kann, falls erwünscht, weggelassen oder durch eine andere geeignete Nachsiede-und Scheidevorrichtung ersetzt werden. Ferner kann ein Teil oder die Gesamtmenge des der Reizschlange 29 zuströmenden Öles in geeigneter Weise vorgewärmt werden, beispielsweise indem es aus Rohr 27 abgezweigt, durch Rohr 33 und Ventil 34 dem Wärmeaustauscher 35 zugeführt und danach durch Rohr 36 und Ventil 37 in das Rohr 27 zurückgeleitet wird. Im Ofen 3o wird dem durch die Heizschlange 29 fließenden Öl die erforderliche Wärme zugeführt, um es auf die erforderliche Spalttemperatur, vorzugsweise unter beträchtlichem Druck, zu bringen. In der Heizschlange 29 werden strengere Spaltbedingungen als in der Heizschlange 14 angewandt, und die heißen Produkte aus dieser Zone werden im dargestellten Beispiel durch Rohr 31 und Ventil 32 in den oberen Teil der Reaktionskammer 18 eingeführt.
  • Es empfiehlt sich, das Beschickungsgut in den Fraktionierturm 6 dann einzuführen, wenn das Beschikkungsgut ein Öl von verhältnismäßig weitem Siedebereich ist und" eine beträchtliche Menge an Bestandteilen enthält, die innerhalb des Siedebereiches sowohl der niedrigsiedenden als auch der hochsiedenden Rücklauffraktionen liegen. Im Fall eines verhältnismäßig niedrigsiedenden Beschickungsöles, das keine nennenswerte Menge an Bestandteilen mit Siedepunkten innerhalb des Siedebereiches der hochsiedenden Rücklauffraktion enthält, kann das Beschickungsöl ganz oder zum Teil ohne unmittelbaren Durchgang durch den Fraktionierturm 6 der Heizschlange 29 zugeführt, um in dieser Schlange zusammen mit dem niedrigsiedenden Rücklauf erhitzt zu werden. Andererseits kann das Beschickungsöl, insbesondere wenn es verhältnismäßig hoch siedet und keine nennenswerte Menge an Bestandteilen mit Siedepunkten innerhalb des Siedebereiches des niedrigsiedenden Rücklaufes enthält, ganz oder zum Teil unmittelbar der Heizschlange 14, in die auch der hochsiedende Rücklauf eingeführt wird, zugeleitet werden.
  • Die Reaktionskammer 18 wird vorzugsweise unter beträchtlichem Druck betrieben und gut isoliert, um übermäßige Wärmestrahlungsverluste zu vermeiden, so daß die aus den Heizschlangen 14 und 29 kommenden Produkte und insbesondere ihre dampfförmigen Bestandteile in dieser Kammer einer weiteren Spaltung unterworfen werden. Bei der zeichnerisch dargestellten Anlage werden die aus der Schlange 14 durch Rohr 16 in den oberen Teil der Kammer 18 eingeführten Spaltprodukte gegen die Wände der Kammer mittels eines Verteilertellers oder anderer Spritzvorrichtungen 38 verteilt, während die aus der Heizschlange 29 austretenden Spaltprodukte durch Rohr 31 und eine Verlängerung 31' desselben in den Dampfraum der Reaktionskammer i8 an einer Stelle eingeführt werden, die sich etwas unterhalb der Einführungsstelle der von der Schlange 14 kommenden Produkte befindet. Infolge dieser Einführung der heißen Spaltprodukte in die Kammer 18 bespülen die flüssigen Bestandteile des Heißölstromes aus der Heizschlange 14 die Wände der Kammer, fließen schnell an diesen nach unten ab und behindern dadurch das Absetzen von Koks. Die dampfförmigen Bestandteile des Heißölstromes aus der Schlange 14 vermischen sich dagegen mit den höher erhitzten Produkten aus der Heizschlange 29 und werden beim abwärts gerichteten Durchgang durch den freien Raum der Kammer 18 einer weiteren beträchtlichen Spaltung unterworfen. In solchem Fall werden die dampfförmigen und flüssigen Spaltprodukte vorzugsweise im gemischten Zustande vom unteren Teil der Kammer 18 durch Rohr 39 und Ventil 4o zur Verdampfungskammer 41 abgeleitet. Die von den Heizschlangen r4 und 29 kommenden heißen Spaltprodukte können auch in irgendeiner geeigneten Weise getrennt in die Reaktionskammer i8 eingeführt oder auch vor ihrer Einführung in die Reaktionskammer vermischt werden. Ferner können dampfförmige Spaltprodukte an einer oberhalb des Bodenauslasses 39 gelegenen Stelle, beispielsweise durch Rohr 42, getrennt abgeführt und durch Ventil 43 in die Verdampfungskammer 4= eingeleitet werden.
  • Die Verdampfungskammer 41 wird vorzugsweise unter einem Druck betrieben, der beträchtlich geringer als der Druck in der Reaktionskammer 18 ist, wodurch eine weitere Verdampfung der dieser Zone 41 zugeführten flüssigen Spaltprodukte bewirkt wird. Die Dämpfe und der nicht verdampfte Rückstand trennen sich in der Kammer 4r. Der Rückstand wird vom unteren Teil der Verdampfungskammer durch Rohr 44 und Ventil 45 zwecks Kühlung und Lagerung oder zwecks irgendeiner erforderlichen weiteren Behandlung abgeführt.
  • Bei dem dargestellten Beispiel werden die dampfförmigen Spaltprodukte des Verfahrens einschließlich der in der Kammer 41 verdampften Bestandteile durch Rohr 46 und Ventil 47 dem Wärmeaustauscher 35 zugeführt, und die in dieser Zone umkondensiert bleibenden Dämpfe gelangen durch Rohr 48 und Ventil 49 zum Fraktionierturm 6.
  • Im Wärmeäustauscher 35 werden die dampfförmigen Produkte durch mittelbare Berührung mit einem geeigneten Kühlmittel, beispielsweise der der Heizschlange 29 zuströmenden niedrigsiedenden Spaltcharge, teilweise gekühlt und die höchstsiedenden Bestandteile der Dämpfe kondensiert und ausgeschieden. Das im Wärmeaustauscher 35 gebildete Kondensat wird vorzugsweise durch Rohr 5o und Ventil 51 zur Verdampfungskammer 41 zurückgeleitet, oder es kann ganz oder zum Teil durch Rohr 52 und Ventil 53 dem Fraktionierturm 6 zugeführt oder aus der Anlage abgeleitet werden.
  • Die fraktionierten Dämpfe mit gewünschtem Benzinendsiedepunkt einschließlich der Spaltgase werden vom Kopf des Fraktionierturms 6 durch das Rohr 54 entnommen.
  • Ein geregelter Teil der Dämpfe kann' vom Rohr 54 durch Ventil 55 dem Kondensator 56 zugeführt und in diesem gekühlt und kondensiert werden. Das sich ergebende Destillat und das Gas werden durch Rohr 57 und Ventil 58 dem Sammelbehälter 59 zugeführt. Das im Behälter 59 abgetrennte Gas kann gegebenenfalls aus dem Verfahren entnommen werden; vorzugsweise wird es durch Rohr 6o, Ventil 61 und Rohr 73 dem Kondensator 75 zugeführt. Das im Behälter 59 gesammelte Destillat wird durch Rohr 62, Ventil 63, Pumpe 64, Rohr 65 und Ventil 66 in den Oberteil des Fraktionierturms eingeführt, um hier die Kühlung und Fraktionierung zu unterstützen, sowie die gewünschte Dampfauslaßtemperatur des Fraktionierturms 6 und den Endsiedepunkt des Benzinerzeugnisses des Verfahrens zu regeln.
  • Der Teil der dem Fraktionierturm 6 entströmenden fraktionierten Dämpfe, der zur Bildung des erforderlichen Kopfrücklaufes nicht benötigt wird, wird durch Rohr 67 und Ventil 68 in die Rektifizierkolonne 69 eingeführt. -In dieser kann- die Fraktionierung dadurch unterstützt werden, daß Wasserdampf in den unteren Teil dieser Zone 69, beispielsweise durch Rohr 70 und Ventil 74 entweder durch einen geeigneten offenen Zerstäuber oder durch eine - geschlossene Dampfschlange 72 eingeführt wird. Auserwählte niedrigsiedende Benzinbestandteile, die zufriedenstellende Motorbrennstoffeigenschaften hinsichtlich Farbe; Geruch, Harz- und Schwefelgehalt u. dgl. haben, werden als dampfförmiger Strom vom Kopf der Kolonne 69 durch Rohr 73 und Ventil 74 abgeleitet und entweder allein oder zusammen mit vom Behälter 59 kommendem Gas dem Kondensator 75 zugeleitet.
  • Das sich ergebende Destillat und das Gas gelangen aus dem Kühler 75 durch Rohr 76 und Ventil 77 in den Behälter 78. Das unkondensierbare Gas kann vom Behälter 78 durch Rohr 79 und Ventil 8o abgeleitet werden. Ein geregelter Teil des im Behälter 78 gesammelten Destillates kann, falls erwünscht, durch Rohr 81, Ventil 82, Pumpe 83 und Ventil 85 zum oberen Teil der Kolonne 69 zurückgeleitet werden, um in dieser Zone die gewünschte Dampfauslaßtemperatur und den Endsiedepunkt der gewünschten Leichtbenzinfraktion zu erzielen.
  • Der als Kopfrücklauf für die Kolonne 69 nicht benötigte Teil des im Behälter 78 gesammelten Destillats wird durch Rohr 86 und Ventil 87 der Pumpe 88 zugeführt und von dieser durch Rohre 89 und 9o, Ventil gi, Wärmeaustauscher 92, Rohr 93 und Ventil 94 dem Stabilisierungsfraktionierturm 95 zugeführt. In diesem wird die Leichtbenzinfraktion von denjenigen gelösten Gasen bzw. niedrigsiedenden Bestandteilen, beispielsweise Propan, Propylen und leichtere Gase und ein geregelter Teil der Butane und Butylene, befreit, die im schließlich erhaltenen Benzinerzeugnis des Verfahrens nicht erwünscht sind.- Diese unerwünschten Bestandteile werden vom Kopf des Fraktionierturms 95 durch Rohr 96 und Ventil 97 abgeleitet; sie können im Kondensator 98 teilweise kondensiert und von diesem durch Rohr 99 und Ventil ioo dem Behälter ioi zugeführt werden, so daß ein als Kühl- und Rücklaufmittel geeignetes Destillat aus dem Behälter ioi entnommen und durch Rohr io2, Ventil io3, Pumpe 104, Rohr io5 und Ventil io6 in den Kopf des Fraktionierturms 95 zurückgeführt werden kann, während die verbleibenden Stoffe durch Rohr io7 und Ventil :(o8 aus der Anlage entfernt werden. Falls im Kondensator 98 eine Kühlung unterhalb normaler atmosphärischer Temperatur erwünscht ist, kommt hier zweckmäßig ein geschlossener Wärmeaustauscher iog zur Anwendung, durch dessen Rohre ein geeignetes Kühlmittel geleitet wird.
  • Das im Fraktionierturm 95 unverdampft bleibende Destillat wird durch Rohr mo abgeleitet und kann durch Ventil iii einem geeigneten Nachsieder 112 zugeführt werden, in welchem es nachgesiedet wird, beispielsweise in dem Heizdampf, heißes 01 od. dgl. durch die Heizschlange 113 geleitet wird. Die im Nachsieder 112 entwickelten Dämpfe werden durch Rohr 114 und Ventil 115 in den Turm 95 zurückgefördert. Das stabilisierte und nachgesiedete Destillat wird durch Rohr 116 und Ventil 117 abgeleitet und wird vorzugsweise durch- den Wärmeaustauscher 92 geführt. Das teilweise gekühlte Destillat wird dann durch Rohr 118 dem Kühler iig zugeführt, in diesem durch Wärmeaustausch mit einem durch die Schlange i2o geleiteten Kühlmittel weiter gekühlt und schließlich durch Rohr 121 und Ventil i22 dem Verfahren entnommen.
  • Bei der Durchführung des Verfahrens vorliegender Erfindung bleibt das Ventil 123 im Rohr 89 geschlossen. Wenn freier Dampf zur Unterstützung der Fraktionierung in der Rektifizierkolonne 69 benutzt wird, kann das im Kondensator 75 sich bildende Kondensatwasser vom Behälter 78 durch Rohr 124 und Ventil 125 abgeleitet werden.
  • Die durch Fraktionierung in der Kolonne 69 kondensierte hochsiedende Benzinfraktion wird durch Rohr 126 und Ventil 127 abgeleitet und zur Verbesserung ihrer Motorbrennstoffeigenschaften hinsichtlich Farbe, Geruch, Schwefel- und Harzgehalt, Beständigkeit gegen Verschlechterung des Klopffestigkeitswertes, der Farbe, des Harzgehaltes usw. einer Raffinierung unterworfen, beispielsweise durch Säure und/oder kaustische Behandlung, durch Behandlung mit Schutzmittel oder durch irgendeine andere geeignete Behandlung oder durch eine Kombination von Behandlungsarten. Ferner kann der Klopffestigkeitswert der hochsiedenden Benzinfraktion in irgendeiner bekannten Weise gefördert werden.
  • Die in der beschriebenen Weise getrennt gewonnenen niedrigsiedenden und hochsiedenden Benzinfraktionen werden nach der in der beschriebenen Weise vollführten getrennten Behandlung vermischt. Das Gemisch bildet dann das endgültige Benzinerzeugnis mit vollem Siedebereich. Wenn ein Schutzmittel od. dgl. erforderlich ist, so kann es der Mischung zugegeben werden.
  • Bei dem dargestellten und beschriebenen Verfahren empfiehlt es sich, ungefähr folgende Arbeitsbedingungen anzuwenden Die Heizschlange für die Erhitzung und Spaltung der Schwerölspaltcharge kann mit einer Auslaßspalttemperatur von ungefähr 427'bis 5io°, vorzugsweise unter einem Druck von ungefähr 6 bis 35 atü, am Auslaß der Heizschlange gemessen, betrieben werden. Die Heizschlange für die Erhitzung und Spaltung der Leichtölspaltcharge kann mit einer Auslaßspalttemperatur von ungefähr 428 bis 566° unter einem Auslaßdruckvon 13 bis 35 atü oder darüber betrieben werden. In der Reaktionskammer wird vorzugsweise ein Druck von 6 bis 35 atü oder mehr aufrechterhalten werden. Dagegen wird der Druck in der Verdampfungskammer vorzugsweise auf ungefähr 6 bis o atü erniedrigt. In dem ersten Fraktionierturm, der Rektifizierkolonne und den zugehörigen Teilen zur Kondensierung und Sammlung wird im wesentlichen derselbe Druck wie in der Verdampfungskammer oder ein etwas verringerter Druck angewandt. Der Stabilisierungsfraktionierturm kann unter einem Druck von i bis 14 atü oder mehr betrieben werden. Beispiel In der schematisch dargestellten und oben beschriebenen, bevorzugten Vorrichtung wurde ein Brennöl mit einem spezifischen Gewicht von 0,934 als Frischölbeschickungsmaterial dem Fraktionierturzn 6 zugeführt, die hochsiedende Fraktionen des Frischöles und des Rücklaufes enthaltende und ungefähr 6o % des gesamten, den beiden Heizschlangen zugeführten Öles betragende Schwerölcharge wurde in der Heizschlange 14 bei einer Auslaßtemperatur von ungefähr 493° unter einem Druck von ungefähr 2o atü erhitzt. Die ungefähr 40 °/o des gesamten den Heizschlangen zugeführten Öles betragende und aus niedrigsiedenden Fraktionen des Beschickungsöles und Rücklaufes bestehende Leichtölcharge wurde in der Heizschlange 29 bei einer Auslaßspalttemperatur von annähernd 51o° unter einem Druck von ungefähr 25 atü erhitzt. Der Druck in der Reaktionskammer 18 war ungefähr 2o atü, dagegen in der Niederdruckverdampfungskammer 41 annähernd q. atü. Der Druck in den nachfolgenden Fraktionierungs-, Kondensierungs- und Sammlungsabteilungen 56, 59, 69, 75 und 78 wurde im wesentlichen mit dem Druck der Verdampfungskammer 41 ausgeglichen. Die dampfförmigen Produkte mit einem Endsiedepunkt von annähernd igo° wurden vom Fraktionierturm 6 zur Rektifizierkolonne 69 geführt, aus deren unteren Teil die ungefähr innerhalb von i2o bis igo° siedende Benzinfraktion abgeleitet wurde und dann, eine Säurebehandlung mit nachfolgender Wasserwaschung und Neutralisation erfuhr.
  • In der Kolonne 69 wurde Dampf zur Nachsiedung der hochsiedenden Fraktion und zur Förderung _der Verdampfung und Raffmierung der Kopffraktion benutzt. Die letztere hatte einen Endsiedepunkt von ungefähr i2o° und wurde durch die Ausscheidung von niedrigsiedenden Bestandteilen, einschließlich Propan, eines Teiles des Butans und entsprechender ungesättigter Kohlenwasserstoffe im Fraktionierturm 95 stabilisiert, dabei wurde die Stabilisierungsvorrichtung unter einem Druck von ungefähr 7 atü betrieben. Die stabilisierte niedrigsiedende Benzinfraktion wurde mit der raffinierten hochsiedenden Fraktion gemischt, um das endgültige Benzinerzeugnis des Verfahrens zu ergeben. Diese Arbeitsweise ergab gutes klopffestes Benzin mit ungefähr igo° Endsiedepunkt in einer Ausbeute von 62 °/o und ungefähr 26 °/o gutes Qualitätsbrennstofföl. Die ungefähr verbleibenden i2 fielen hauptsächlich als Gas an.

Claims (3)

  1. PATENTANSPROCHE: I. Verfahren zur Druckwärmespaltung von Kohlenwasserstoffölen, bei dem ein Öl gespalten wird, die anfallenden dampfförmigen und flüssigen Spaltprodukte getrennt und die Dämpfe zunächst in einer ersten Fraktionierzone in eine hochsiedende und eine niedrigsiedende Rücklauffraktion und ein Benzindampf-Gas-Gemisch getrennt werden,.ferner die hochsiedende Rücklauffraktion in die erste Spaltzone wieder zurückgeführt wird, die niedrigsiedende Rücklauffraktion in einer zweiten Spaltzone strengeren Spaltbedingungen unterworfen wird und die hierbei erhaltenen dampfförmigen Spaltprodukte den dampfförmigen Spaltprodukten der ersten Spaltstufe vor der Fraktionierung zugemischt werden und das zu spaltende Frischöl zumindest einer der beiden Rücklauffraktionen zugesetzt wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Benzindampf-Gas-Gemisch in einer Rektifizierkolonne in eine gasförmige Spaltprodukte enthaltende niedrigsiedende Benzinfraktion und in eine hochsiedende gasfreie Bei zinfraktion getrennt und nur die niedrigsiede:ide Benzinfraktion in einer dritten Fraktionierzone durch Abtrennung der unerwünschten niedrigsiedenden Bestandteile stabilisiert wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Druck in dir R( ktifizi,rkolonnr und in der Kondenskrung des aus dies(r Kolonne austretenden Dampf-Gas-Gemischc,s mit dem in der ersten Fraktionierzone herrschenden Druck ausgeglichen wird, während das bei dieser Kondensierung anfallende Leichtbenzin nach Abtrennung der unkondensiert und ungelöst verbleibenden Gase wieder aufgeheizt und in der dritten Fraktionierzone unter höherem als dem in der voraufgehenden Fraktionierung herrschenden Druck stabilisiert wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das aus der ersten Fraktionierzone austretende Benzindampf-Gas-Gemisch in zwei Ströme aufgeteilt wird, von denen der eine Strom unmittelbar der Rektifizierkolonne zugeführt und der andere kondensiert und in Kondensat und nichtkondensiertes Gas getrennt wird, wobei das Kondensat in an sich bekannter Weise in den Kopfteil der ersten Fraktionierzone zurückgeführt und das nichtkondensierte Gas dem aus der Rektifizierkolonne austretenden Leichtbenzindampf-Gas-Gemisch zugesetzt wird. Angezogene Druckschriften: 'USA.-Patentschriften Nr. 1934 049, 1797 145, 1741535, 1946 938, 1767 34i: britische Patentschrift Nr. 386 o75.
DEU426D 1934-02-19 1935-02-19 Verfahren zur Druckwaermespaltung von Kohlenwasserstoffoelen Expired DE861140C (de)

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