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FIRMA HEINZ. SCHWENNER IN BARMEN-WICHLINGHAUSEN.
Flechtmaschine zur Herstellung von Litzen mit Schleifenkanten.
Die bisher bekannten Flechtmaschinen zur Herstellung von Litzen mit Schleifenkanten ergeten ein Flechtwerk, bei welchem die die Schleife n bildeadeu Fäden entweder von einer zur anderen Kante überlaufen und dabei in der Mitte nur lose miteinander verflochten werden oder bei welchem die Schleifen jeder Kante durch je eine in der Mitte mittelst besonderer Fäden verflochtene Fadenpartie erzeugt sind. Die erstere, auf dem sogenannten Präsidentgang bergestellte Art der Litzen hat den Übolstand, dass die Fadenschleifen nur einen geringen Halt in der mittleren Verflechtung erhalten, so dass sich die Fäden der Schleifen ohneweiters herausziehen lassen.
Die Litzen der zweiten oben bezeichneten Art, zu deren Herstellung die Jacquardgänge Verwendung finden, besitzen zwar fester eingeflochtene Schleifen, doch werden sie nicht nur durch die besonderen mittleren Fäden für manche Zwecke zu schwer, sondern auch wegen des Mehrbedarfes an Fadenmaterial und der verhältnismässig hohen Kosten der zur Fabrikation dienenden Maschinen zu teuer.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist nun eine Telleranordnung für Flechtmaschinen zur Herstellung von Litzen mit Schleift'nkanten. durch welche es ermöglicht ist, die Fäden der an jeder Kante mit je einer Fadenpartie gebildeten Schleifen in der Mitte der Litze ohne Anwendung von anderen Flechtfäden derart miteinander zu verflechten, dass die Schleifen einen festen Halt gewinnen, so dass die Fäden nicht oder doch nur unter Auf Wendung eines starken Zuges herausgezogen werden können.
Diese neue, in den beiliegenden Zuichnungen dargestel1te Telleranordnung besteht aus folgenden Tellern, nämlich : einem Mittelteller a (Fig. 1), zwei mit hufeisenförmigem Umlauf c versehenen Tellern b und den an diese mittelst Zungenweichen d und f angeschlossenen, die Schleifenkanten bildenden Endtellerpaaren g, h und i, t'.
In den durch diese Zusammenstellung erhaltenen Gangkurvenbahnen werden zwei Reihen von Klöppeln ici.... und o.... so bewegt, dass eine Reihe, z. H. In, immer vom Hufeisenteller c einer Seite über den Mittelteller a, den halben
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stets an derselben Seite der Litze (Fig. 2) die Schleifen mt erzeugt, während in der Mitte der Litze die Fäden heider Klöppelreihen, indem die Klöppel derselben die Gangkurven des Mitteltellers und der beiden Hälften der beiderseitigen Hufeisenteller gemeinsam durchlaufen, eine innige, feste Verflechtung eingehen.
Aus der schematischen Darstellung (Fig. 3) ist der vorbezeichnete Klöppellauf ersichtlich ; infolge entsprechender Einstellung der Zungenweichen d, f werden die Klöppel der einen Reihe zwecks Schleifenbildung über das betreffende
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förmigen Umlauf zu rUck nach dem Endtellerpaar der anderen Seite geführt.
Aus der Reihenfolge der schematischen Darstellungen 1-XXIX ist der Klöppellauf und die Entstehung des Geflechtes zu verfolgen. Die Klöppel der einen Reihe sind durch einfache Kreise und mit römischen, diejenigen der anderen Reihe durch schwarze Punkte und mit arabischen Ziffern bezeichnet.
Die in Fig. 3 der Zeichnung angegebene Klöppelstellung ist in I als Anfangsstellung angenommen und jedes weitere Schema zeigt die Klöppel um einen Flügelabstand in der Richtung der den Lauf der Treibräder andeutenden Pfeile fortgerückt. Auf dem Endteilen- paar links haben nacheinander die Klöppel 2, 1, 7, 6, 5,4, 3 die Schleifenkanten gebildet und sind dabei die Fäden infolge der Klöppelkreuzungen gitterartig verschlungen worden.
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Faden der von den Endtellern zurückkommenden Klöppel jeder, Reihe, treten nun, indem die Klöppel den Mittelteller passieren und durch entsprechende Stellung der punktiert angedeuteten Zungenweichen auf den bezüglichen Hufeisente) lern jeder Seite zurücklaufen, untereinander in Verflechtung, welche infolge der vielfachen, aus den Schemas ersichtlichen Klöppolkreuzungen eine innige und feste wird. In dem letzten Schema XXIX ist die Anfangsstellung I der Klöppel wieder erreicht.
An Stelle des einzelnen Mitteltellers können auch, etwa um eine grössere Zahl von Klöppeln unterzubringen, wie Fig. 4 veranschaulicht, mehrere Teller al, al gesetzt werden, wobei ferner diese Mittelteller auch noch eine Erweiterung durch Anschlussteller p, p er- halten können, wenn z. B. durch querlaufende Klöppel q Zierfäden in den Mittelteil der Litze eingelegt werden sollen.
Das auf der Flechtmascbine mit der beschriebenen Telleranordnung erzielte Fabrikat eignet sich u. a. zur Herstellung der sogenannten Pointlace-Arbeiten, da die Schleifen trotz der leichten, duftigen Beschaffenheit des Flechtwerkes so fest eingebunden sind, dass ein Herausziehen der die Schleifen bildenden Fäden bei der Verarbeitung der Litze nicht eintreten kann.