AT11266B - Flechtmaschine zur Herstellung von Litzen mit Schleifenkanten. - Google Patents

Flechtmaschine zur Herstellung von Litzen mit Schleifenkanten.

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  FIRMA HEINZ. SCHWENNER IN   BARMEN-WICHLINGHAUSEN.   



   Flechtmaschine zur Herstellung von Litzen mit Schleifenkanten. 



   Die bisher bekannten Flechtmaschinen zur Herstellung von Litzen mit Schleifenkanten ergeten ein Flechtwerk, bei welchem die die   Schleife n bildeadeu Fäden   entweder von einer zur anderen Kante überlaufen und dabei in der Mitte nur lose miteinander verflochten werden oder bei welchem die Schleifen jeder Kante durch je eine in der Mitte mittelst besonderer Fäden verflochtene Fadenpartie erzeugt sind. Die erstere, auf dem sogenannten   Präsidentgang bergestellte Art   der Litzen hat den   Übolstand, dass die Fadenschleifen nur   einen geringen Halt in der mittleren Verflechtung erhalten, so dass sich die Fäden der Schleifen ohneweiters herausziehen lassen.

   Die Litzen der zweiten oben bezeichneten Art, zu deren   Herstellung die Jacquardgänge Verwendung finden, besitzen zwar fester eingeflochtene Schleifen,   doch werden sie nicht nur durch die besonderen mittleren Fäden für manche Zwecke zu schwer, sondern auch wegen des Mehrbedarfes an Fadenmaterial und der verhältnismässig hohen Kosten der zur Fabrikation dienenden Maschinen zu teuer. 



   Gegenstand vorliegender Erfindung ist nun eine Telleranordnung für Flechtmaschinen zur Herstellung von Litzen mit   Schleift'nkanten.   durch welche es   ermöglicht   ist, die Fäden der an jeder Kante mit je einer Fadenpartie gebildeten Schleifen in der Mitte der Litze ohne Anwendung von anderen Flechtfäden derart miteinander zu verflechten, dass die Schleifen einen festen Halt gewinnen, so dass die Fäden nicht oder doch nur unter Auf   Wendung eines starken   Zuges herausgezogen werden können.

   Diese neue, in den beiliegenden   Zuichnungen dargestel1te Telleranordnung besteht   aus folgenden Tellern, nämlich : einem Mittelteller a (Fig. 1), zwei mit   hufeisenförmigem   Umlauf c versehenen Tellern b und den an diese mittelst Zungenweichen d und f angeschlossenen, die Schleifenkanten bildenden Endtellerpaaren g,   h und i, t'.

   In   den durch diese Zusammenstellung erhaltenen Gangkurvenbahnen werden zwei Reihen von Klöppeln   ici....   und o.... so bewegt, dass eine Reihe, z.   H.     In,   immer   vom Hufeisenteller   c einer Seite über den Mittelteller a, den halben 
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 stets an derselben Seite der Litze (Fig. 2) die Schleifen   mt   erzeugt, während in der Mitte der Litze die Fäden   heider Klöppelreihen, indem   die   Klöppel derselben die   Gangkurven des Mitteltellers und der beiden Hälften der   beiderseitigen Hufeisenteller gemeinsam   durchlaufen, eine innige, feste Verflechtung eingehen.

   Aus der schematischen Darstellung (Fig. 3) ist der   vorbezeichnete Klöppellauf   ersichtlich ; infolge entsprechender Einstellung der Zungenweichen d, f werden die Klöppel der einen Reihe zwecks Schleifenbildung über das betreffende 
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   förmigen   Umlauf   zu rUck   nach dem Endtellerpaar der anderen Seite geführt. 



   Aus der Reihenfolge der schematischen Darstellungen 1-XXIX ist der   Klöppellauf   und die Entstehung des Geflechtes zu verfolgen. Die Klöppel der einen Reihe sind durch einfache Kreise und mit römischen, diejenigen der anderen Reihe durch schwarze Punkte und mit arabischen Ziffern bezeichnet. 



   Die in Fig. 3 der   Zeichnung angegebene Klöppelstellung   ist in I als Anfangsstellung angenommen und jedes weitere Schema zeigt die Klöppel um einen Flügelabstand in der Richtung der den Lauf der   Treibräder   andeutenden Pfeile fortgerückt. Auf dem   Endteilen-   paar links haben nacheinander die   Klöppel   2, 1, 7, 6, 5,4, 3 die Schleifenkanten gebildet und sind dabei die Fäden infolge der   Klöppelkreuzungen   gitterartig   verschlungen   worden.

   

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 Faden der von den Endtellern    zurückkommenden Klöppel jeder, Reihe, treten nun,   indem die Klöppel den Mittelteller passieren und durch entsprechende Stellung der punktiert angedeuteten Zungenweichen auf den   bezüglichen     Hufeisente) lern   jeder Seite zurücklaufen, untereinander in Verflechtung, welche infolge der vielfachen, aus den Schemas ersichtlichen   Klöppolkreuzungen   eine innige und feste wird. In dem letzten Schema XXIX ist die Anfangsstellung I der Klöppel wieder erreicht. 



   An Stelle des einzelnen Mitteltellers können auch, etwa um eine grössere Zahl von Klöppeln unterzubringen, wie Fig. 4 veranschaulicht, mehrere Teller al, al gesetzt werden, wobei ferner diese Mittelteller auch noch eine Erweiterung   durch Anschlussteller p, p er-   halten können, wenn z.   B.   durch querlaufende Klöppel q Zierfäden in den Mittelteil der Litze eingelegt werden sollen. 



   Das auf der Flechtmascbine mit der beschriebenen   Telleranordnung   erzielte Fabrikat eignet sich u. a. zur Herstellung der sogenannten Pointlace-Arbeiten, da die Schleifen trotz der leichten, duftigen Beschaffenheit des Flechtwerkes so fest eingebunden sind, dass ein Herausziehen der die Schleifen bildenden Fäden bei der Verarbeitung der Litze nicht eintreten kann.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Flochtmaschine zur Herstellung von Litzen mit Schleifenkanten, dadurch gekennzeichnet, dass die Gangbahn fiir die Klöppel gebildet wird durch einen Mittelteller (a) oder durch mehrere solche Teller (al, al), zwei sich nach beiden Seiten anschliessende Teller (b) mit hufeisenförmigem Umlaut (c) und zwei Paar diesen folgende Endteller (g, li bezw. i, k), auf welchen je eine Sorte von Klöppeln die Randschleifen bildet, während die Fäden beider Klöppelsorten auf den übrigen Tellern verflochten werden.
AT11266D 1902-02-08 1902-02-08 Flechtmaschine zur Herstellung von Litzen mit Schleifenkanten. AT11266B (de)

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