DE211304C - - Google Patents

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DE211304C
DE211304C DE1905211304D DE211304DA DE211304C DE 211304 C DE211304 C DE 211304C DE 1905211304 D DE1905211304 D DE 1905211304D DE 211304D A DE211304D A DE 211304DA DE 211304 C DE211304 C DE 211304C
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clappers
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D04BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04CBRAIDING OR MANUFACTURE OF LACE, INCLUDING BOBBIN-NET OR CARBONISED LACE; BRAIDING MACHINES; BRAID; LACE
    • D04C3/00Braiding or lacing machines
    • DTEXTILES; PAPER
    • D04BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04CBRAIDING OR MANUFACTURE OF LACE, INCLUDING BOBBIN-NET OR CARBONISED LACE; BRAIDING MACHINES; BRAID; LACE
    • D04C3/00Braiding or lacing machines
    • D04C3/02Braiding or lacing machines with spool carriers guided by track plates or by bobbin heads exclusively
    • D04C3/14Spool carriers
    • D04C3/18Spool carriers for vertical spools

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Braiding, Manufacturing Of Bobbin-Net Or Lace, And Manufacturing Of Nets By Knotting (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVi 211304 -' KLASSE 255. GRUPPE
BERNHARD LEPPERHOFF in BARMEN.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 18. März 1905 ab.
Es sind Flechtmaschinen bekannt, welche mit zwei konzentrisch aneinandergeschlossenen Gängen und zwischen den Tellerreihen angeordneten Weichen versehen sind, um die Herstellung von Geflechten mit stickmusterähnlichen Figuren zu ermöglichen.
In neuerer Zeit ist auch eine Maschine angegeben worden, bei welcher der Hauptgang aus einem geschlossenen Kreis von mit Zungenweichen versehenen Tellern besteht, während der mit Zungenweichen an den Hauptgang angeschlossene Nebengang aus Tellern mit einstellbaren Zungenweichen gebildet wird, deren jeder wieder aus einem runden Teller und einem daran mit einstellbarer Zungenweiche angeschlossenen hufeisenförmigen Umlaufteller zusammengesetzt ist. Bei dieser Maschine hat man auch noch, um die Zahl der herzustellenden Flechtmuster zu erhöhen, über den Flügelrädern, welche an der äußeren Seite der Teller des Nebenganges die Überführung der Klöppel von den runden auf die hufeisenförmigen Teller bewerkstelligen, besondere, mit Zungenweichen versehene Außenteller angeordnet.
Die vorliegende Erfindung hat nun eine neue Flechtmaschine mit zwei konzentrisch aneinandergeschlossenen Gängen zum Gegenstande, bei welcher beide Gänge in üblicher Weise aus einfachen runden Tellern zusammengesetzt sind, welche sich aber von den bekannten Maschinen dieser Art dadurch unterscheidet, daß entweder an der äußeren oder auch an der inneren Tellerreihe oder an beiden Auslaufteller so angeschlossen sind, daß die Klöppel auf jedem Teller des Hauptganges umkehren können, gegebenenfalls mit periodischem Stillsetzen der umkehrenden Klöppel. Zweckmäßig werden dabei noch diese Auslaufteller paarweise durch Weichen miteinander verbunden zur Erzielung sich kreuzender Gangbahnen.
Bei der so eingerichteten Maschine können die Klöppel so geleitet werden, daß nur zwei- oder mehrflechtige Litze, oder nur Kordel oder auch ein beliebig langes Litzenende abwechselnd mit Kordel entsteht. Sodann können einzelne oder mehrere Klöppel von dem äußeren auf den inneren Radkreis und umgekehrt geführt werden, wodurch deren Fäden flottend auf der Ware liegen. Diese Flechtmuster lassen sich zwar auch mit den bekannten Maschinen erzeugen. Die vorliegende Maschine gibt aber zugleich die Möglichkeit, nach Belieben einzelne, mehrere oder alle Klöppel so umkehren zu lassen, daß eine Spitze bzw. ein spitzenähnliches Geflecht, eine durchbrochene Litze oder Kordel entsteht. Auch lassen sich Soutache, Präsident und ähnliche Geflechtmuster erzeugen.
Auf den beiliegenden Zeichnungen sind einige Ausführungsbeispiele des Erfmdungsgegenstarides veranschaulicht und sind dieselben im nachstehenden eingehend erläutert.
Ausführung^ (Fig. 1, linke Hälfte).
Es wird angenommen, daß alle Klöppel eine Zeitlang dreiflechtige Litze mit oder ohne Figuren durch flottende Fäden gebildet haben, in welchem Falle die Grundgeflechte bildenden Klöppel auf den Tellern 1 bis 20 verkehren, die ngurbildenden dagegen auf dem äußeren und inneren Radkreise. Wird nun durch eine
Jacquardmaschine Zunge I und Schieber 2 und 3 entsprechend gestellt, dann kehren die schraffierten Klöppel auf dem dreiflügeligen Ausläufer a, die schwarzen Klöppel über b und g um, wodurch hier zwei Soutachegeflechte entstehen. Wird in diesem Sinne jeder dritte Teller von links gegen die übrigen Klöppel gesperrt, so daß diese auf den an diesen Tellern anliegenden Ausläufern umkehren müssen, dann würden auf der vorliegenden 2Otellerigen Maschine sieben Soutachelitzen gebildet. Wenn hingegen nach einem Stück Litze die vorhergenannten Schieber und die Zunge in ihrer Lage verbleiben, dagegen aber Schieber 1 und die Zunge II umgestellt, dann entsteht auf den Tellern 1, 2, 3 und c ein Präsidenteffekt, was ganz besonders bei Anwendung eines stärkeren Mittelendfadens auf Teller 2 der Fall sein wird. Die von rechts kommenden Klöppel kehren in diesem Falle von Teller 5 aus über Ausläufer d um. Wird in diesem Sinne von links und rechts jeder vierte Teller gesperrt, dann entstehen links und rechts je zwei Präsidentgeflechte, auf den mittleren vier Tellern hingegen eine gewöhnliche 4gradige Litze, d. h. also ein Geflecht, wie es auf einem gewöhnlichen, mit vier Tellern versehenen Litzengange gebildet wird. Natürlich können die von links kommenden Klöppel auch über Ausläufer e, die von rechts über f umkehren, wodurch hier ebenfalls eine 4gradige Litze entsteht.
Wie aus Fig. 1, linke Hälfte, ersichtlich, sind an jedem sechsflügeligen Teller zwei dreiflügelige Auslaufteller angeschlossen, die wieder paarweise nebeneinander liegen und durch Weichen verbunden sind, woraus sich ergibt, daß die Klöppel nicht an ein für allemal festgelegten Stellen in der Maschine umkehren müssen, wie es bei allen bisher bekannten Spitzen- und sonstigen Maschinen der Fall ist, was besonders hervorgehoben zu werden verdient. Ferner wird hieraus ersichtlich, daß die Klöppel auf jedem Sechsflügel, unter Benutzung der Ausläufer, eine Zwirnung erzeugen können, wie die Teller 7, h und 1 zeigen, wodurch die Musterung unbegrenzt ist.
Nach obigen Ausführungen können nach Erzeugung eines Stückes 3flechtiger Litze oder Kordel sämtliche Klöppel so geführt werden, daß eine ganze Reihe Soutache- oder Präsidentlitzen, oder schmalere oder breitere Litzen, oder auch nur Zwirnungen nebeneinander entstehen, aus denen Fäden so gegeneinander ausgetauscht werden können, daß ein Geflecht mit Spitzencharakter entsteht. Naturgemäß können auch hier Soutache- und Präsidentgeflechte, Litzen und Zwirnungen nebeneinander in einem Muster liegen, was ebenfalls mit den bisher bekannt gewordenen Maschinen nicht erreicht werden konnte. Eine weitere Musterung entsteht, wenn z. B. links Teller 1, 2, 3, 4, rechts 17, 18, 19, 20 so gegen die übrigen abgeschlossen werden, daß nur einzelne Fäden von 4 über 5 nach 6 übertreten, rechts ebenso viel Fäden von 15 über 16 nach 17. In der. dadurch entstehenden Litze mit durchbrochenen Kanten können im mittleren Teil nun noch Fäden über die innere Radreihe geführt werden, wodurch dieser Teil durch flottende Fäden gemustert wird, welche Musterung durch Einführung von Mittelendfäden noch gehoben werden kann, die auf allen Tellern und auf den mit X bezeichneten Sternen eingeführt werden können. .
Breitere Präsidentgeflechte entstehen, wenn z. B. von links aus die Klöppel auf den Tellern i, 2, 30, 4, 5 und g verkehren, in welchem Falle ι der erste, 2 bis 4 als der zweite, 5 und g als der dritte Teller des Präsidentlaufes anzusehen ist.
Es wurde oben erwähnt, daß zeitweilig geschlossene oder durchbrochene Litze oder Kordel hergestellt werden könnte. Ist ein Litzenende fertig und soll Kordel entstehen, dann treten auf der linken Seite der Maschine die von rechts kommenden Klöppel vom äußeren Kreise nicht mehr auf 2 und 1 bzw. rechts auf 19 und 20 über, sondern von 3 aus nach 2a bzw. von 18 nach 19", in welchem Sinne alle Klöppel bei der weiteren Arbeit nur auf dem inneren Radkreis verkehren, oder nur vom inneren dieTeller 2a, ia, 20fi, 19", also teils den inneren, teils den äußeren Kreis durchlaufen, was unter entsprechendem Öffnen und Schließen der Schieberweichen ift, ift bzw. 9α, 9δ geschieht.
Daß die Kordel ebenfalls spitzenartig durchbrochen sein kann, wurde schon erwähnt. Dieses geschieht, indem die von dem inneren auf den äußeren Radkreis übertretenden Klöppel auf beliebigen Tellern teilweise umkehren, teilweise weiter laufen. Eine solche Kordel kann auch mit Präsident und Soutache usw. abwechselnd musterbildend auftreten. Bei An-Schluß der Endteller 1 und 20 an den inneren Radkreis können die Klöppel auch von hier aus ein- und austreten.
Ausführung B (Fig. 1 rechts).
Dieselbe ist im wesentlichen .die gleiche wie die vorbesprochene. Soll nach einer geschlossenen Litze oder Kordel eine durchbrochene Ware entstehen, dann verkehren z. B. die schraffierten Klöppel, von rechts kommend, nur auf iin, ii&, I2a und Ι2δ, wodurch auf dieser Stelle eine Litze mit 1, 3, 3, 1 flechtig entsteht. Sollen bei einer durchbrochenen Litze Klöppel mehr als zwei Sechsflügel durchlaufen, dann sind nur die, Dreiflügel an den Sechsflügeln zu benutzen, auf denen die Klöppel umkehren (Teller 14s, 14°, 15°, i6ß, 165). Hier entsteht
ζ. B. ein Präsidentgeflecht unter Gebrauch der Teller it6, na, 12, 13°, I37>.
Ausführung C (Fig. 2 links).
Im wesentlichen wie Ausführung A. Hier entsteht bei Gebrauch der Teller 1 bis 20 eine zweiflechtige Litze. Bei der Ausführung A waren an jedem Hauptteller außen zwei Ausläufer zu drei Flügeln angeordnet, über welche die von links bzw. rechts kommenden Klöppel bei Erzeugung eines spitzenartigen Geflechtes umkehrten. Anders aber hier. Auch hier können die Klöppel auf jedem Teller der Hauptgangbahn umkehren, wie nochmals.besonders hervorgehoben. Wie bekannt, müssen diejenigen Teller, auf denen Klöppel umkehren sollen, eine ungerade Flügelzahl haben, weil sonst die umkehrenden mit den in entgegengesetzter Richtung sich bewegenden zusammen- stoßen. Auch hier werden zur Bildung von Soutache oder Präsident zwei bzw. drei Hauptteller gebraucht, wodurch in gewissen Abständen aber ein solches Hauptrad unbenutzt bleibt (Teller 3). Dieser Weg darf aber nicht verloren gehen, weshalb diese vier Flügel auf die Teller 2 und 4 als Ausläufer zugegeben werden müssen. Erhalten 2 und 4 aber je zweiflügelige Ausläufer, dann würden diese mit den Vierflügeln aber wie zwei Sechsflügel wirken, was, weil gerade Flügelzahlen, wie schon . bemerkt, unstatthaft ist. Deswegen ist der in Fortfall kommende Vierflügel in zwei ungleich großen Teilen (Drei- und Einflügel) den Rädern 2 und 4 zugegeben. Wie Ausführung C zeigt, hat 2 den Dreiflügel b bekommen, wirkt also wie ein Siebenflügel, für Teller 4 bliebe nur noch ein einflügeliger Ausläufer, was aber nicht ausführbar ist. 4 muß aber unbedingt mit 4+1 = 5 Flügeln Wirkung, überhaupt ungeradflügelig tätig sein. Zu diesem Zweck haben die Räder abwechselnd einen langen und einen kurzen Flügel -x1, y1, xz, y2. Die von 5 nach 4 übertretenden Klöppel werden stets von einem kurzen Flügel erfaßt und in der Pfeilrichtung durch Umstellen der Zunge 1 bis zur Rollfeder d gebracht, wo sie von dem kurzen Flügel in einer Ausbiegung der Gangbahn in bekannter Weise abgleiten, um eine Flügellänge stehen bleiben und von dem nächsten langen Flügel wieder mitgenommen werden. Die Rollfeder d dient zur Sicherung des stillgesetzten Klöppels. Bei S ist der Arbeitsvorgang derselbe, so daß, wenn ein Teil der Klöppel nur 4 und 5 benutzen, hier ein Soutache entsteht. Tritt Klöppel 2 aber von 4 auf 3 über, wie angedeutet, dann wird' er von einem langen Flügel von 3 erfaßt und ohne Unterbrechung weiter geführt, was ebenfalls eintritt, wenn ein Übergang von 3 auf 4 erfolgt, wie der Klöppel I zeigt.
Auf dieser Maschine entstehen Zwirnungen für Spitzenbildung, wenn die Klöppel wie auf Teller 7 und i gezeigt laufen.
A u s· f ü h r u π g D (Fig. 2 rechts). g
Im wesentlichen wie Ausführung A. Bei der Umkehr der Klöppel in der Maschine bleiben zwei Vierflügel unbenutzt, die in der oben angegebenen Weise drei- und fünfflügelige Ausläufer figurieren. (S. Ausläufer ζ -\- z1 = S Flügel der Teller 17 und 18).
Die eigenartige Anordnung der Ausläufer ist besonders hervorzuheben, da es nur.dadurch möglich wird, auf jedem Teller Klöppel .umkehren zu lassen. Die Ausläufer lassen sich bei Ausführung A, C und D auch auf der inneren Seite der Maschine anbringen, sowie auch bei B auf der äußeren.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Flechtmaschine mit zwei konzentrisch aneinandergeschlossenen Gängen, die von einfachen runden Tellern gebildet werden, dadurch gekennzeichnet, daß an die Teller der inneren oder der äußeren Reihe besondere Auslaufteller mit Weichen so angeschlossen sind, daß die Klöppel auf jedem Teller der Hauptgangbahn umkehren können, gegebenenfalls mit zeitweisem Stillsetzen der umkehrenden Klöppel.
2. Flechtmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die an die Haupttellerreihen angeschlossenen Auslaufteller wieder paarweise durch Weichen miteinander verbunden sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen,
DE1905211304D 1905-03-17 1905-03-17 Expired - Lifetime DE211304C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT44272D AT44272B (de) 1905-03-17 1909-03-29 Flechtmaschine mit zwei konzentrisch aneinandergeschlossenen Gängen.

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE211304C true DE211304C (de)

Family

ID=473127

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1905211304D Expired - Lifetime DE211304C (de) 1905-03-17 1905-03-17

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DE (1) DE211304C (de)

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