DE1567C - Neuerungen an Flechtmaschinen - Google Patents

Neuerungen an Flechtmaschinen

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DE1567C
DE1567C DE1567DA DE1567DA DE1567C DE 1567 C DE1567 C DE 1567C DE 1567D A DE1567D A DE 1567DA DE 1567D A DE1567D A DE 1567DA DE 1567 C DE1567 C DE 1567C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D04BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04CBRAIDING OR MANUFACTURE OF LACE, INCLUDING BOBBIN-NET OR CARBONISED LACE; BRAIDING MACHINES; BRAID; LACE
    • D04C3/00Braiding or lacing machines
    • DTEXTILES; PAPER
    • D04BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04CBRAIDING OR MANUFACTURE OF LACE, INCLUDING BOBBIN-NET OR CARBONISED LACE; BRAIDING MACHINES; BRAID; LACE
    • D04C3/00Braiding or lacing machines
    • D04C3/02Braiding or lacing machines with spool carriers guided by track plates or by bobbin heads exclusively
    • D04C3/14Spool carriers
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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Braiding, Manufacturing Of Bobbin-Net Or Lace, And Manufacturing Of Nets By Knotting (AREA)

Description

1S77.
1509
Klasse 25.
WILHELM HEDTMANN & ALBERT HENKELS in LANGERFELD,
Kreis Hagen.
Neuerungen an Flechtmaschinen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 18. November 1877 ab. Längste Dauer: 26. Juni 1892.
(legenstand der vorliegenden Neuerungen bildet eine Anordnung an solchen gewöhnlichen Flechtgängen, auf welchen breitere, aus mehreren schmäleren, zusammengesetzten Litzen, besonders Zackenlitzen, angefertigt werden. Solche Flechtgänge bestehen dann gewöhnlich aus mehreren Partialgängen, so viel als schmälere Litzen zur Bildung der einen breiteren Litze nöthig sind, und diese Verbindung der verschiedenen Litzen miteinander an gewissen Punkten geschah bisher mit Hülfe des sogenannten Volkenborn'schen Drehtellers. Diese Verbindung der Litzen mit dem Volkenborn'schen Drehteller ist aber eine sehr unvollkommene und durchaus nicht verflochtene. An der Verbindungsstelle der Litzen liegen die verbindenden Fäden einfach glatt und unverflochten übereinander, während sie eigentlich, wenn die Verbindung eine richtige sein soll, statt glatt übereinander zu liegen, miteinander verflochten sein sollten. Dadurch, dafs die Verbindung geflochten, wird erst der Waare die ihr bis jetzt so sehr fehlende Solidität gegeben und dann, was besonders hervorzuheben ist, ist man im Stande, die Verbindung in beliebiger Länge und Breite zu flechten, wodurch eine gröfsere Mannigfaltigkeit in den Dessins ermöglicht wird. Auch gewinnen die Muster neben der Solidität bedeutend an Schönheit und Ausdruck.
Erreicht wird dieser Zweck dadurch, dafs der Uebergang der Spulen mit den die Litzen verbindenden Fäden von einem Partialgang auf den anderen, nicht parallel über den Volkenborn'schen Drehteller geht, sondern durch einen neuen, die beiden Gänge verbindenden Teller vermittelt wird, über welchen die übergehenden Spulen, sich untereinander kreuzend, gehen und dadurch die Fäden miteinander verflechten, statt sie parallel miteinander nebenher laufen zu lassen. Diese Zwischenfügurig eines bezw. mehrerer neuer Teller zum Ersatz des Volkenborn'schen Drehtellers, um eine geflochtene Verbindung zweier Litzen herzustellen, würde schon längst angewendet worden sein, wenn nicht das gegenseitige locale Verhältnifs der Spulen in ihrer gegenseitigen Stellung durch Uebergang, von dem einen Gang über einen Zwischenteller auf den anderen Gang verändert würde, was besonders bei doppelflechtiger Arbeit ein directes Verlaufen der Spulen veranlassen würde. Dies hat seinen Grund darin, dafs jedesmal der Anfangs- und der Endteller eines Partialganges eine ungerade Zahl Flügel haben müssen, während die anderen Teller eine gerade Anzahl Flügel haben. Um nun den Uebergang der Spule von einem Partialgang auf den anderen durch Flechtung erzeugende Zwischenteller (an Stelle des Volkenborn'schen Drehtellers) zu ermöglichen, hat Erfinder die Endteller, mit ungerader Flügelanzahl, zweier zu verbindender Partialgänge seitlich verschoben und als Verbindung einen oder mehrere Zwischenteller von gerader Flügelanzahl zwischengefügt, deren Gesammtflügelanzahl gleich der Summe der Flügelanzahl der beiden seitlich verschobenen Endteller ist.
Auf Blatt I der beiliegenden Zeichnung, in Fig. II, ist ein Schema für einen doppeirlchtigen Gang dargestellt, bestehend aus vier Partialgängen, jeder aus fünf Tellern bestehend, mit im Ganzen achtzehn Flügeln, auf welche neun Spulen kommen, in der Art, dafs drei Vierflügler von zwei Dreifliiglern begrenzt werden. Wie man sieht, sind an den Verbindungsstellen zweier Partialgänge die beiden benachbarten drein"ügeligen Endteller seitlich verschoben, und zwar so, dais immer von zwei benachbarten Dreiflüglern einer nach innen, der andere nach aufsen zu liegen kommt, und zwar in der Weise, dafs die übergehenden Spulen vor ihrem Uebergang auf die Zwischenteller nicht an dem verschobenen Endteller vorbeikommen. Als Zwischenteller finden wir drei Zweiflügler, deren sechs Flügel in Summa gleich den sechs Flügeln der benachbarten verschobenen Endteller sind. Dies ist nöthig, damit die übergehenden Spulen denselben Weg zu machen haben, wie die auf dem Partialgang verbleibenden, und dabei auch an dieselbe Stelle des änderen Partialgangs eintreten, welche soeben von einer gleichziffrigen Spule des Nachbarganges verlassen wurde. Die Spulen sind derartig beziffert, dafs in den vier verschiedenen Partialgängen an gleichen Stellen Spulen mit gleichen Ziffern (je-
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doch verschiedene Fäfüenj—stehen. Da nun ; gleich bezifferte Spulen bei Anfertigung von i Zackenlitzen auch gleich schwere Gewichte ha- j ben, so ist es wesentlich, dafs beim Uebergange ! aus einem Partialgang in den anderen die Spulen | in Bezug auf Ziffer bezw. Gewicht, auch in verschiedenen Farben vermischt, dieselbe Reihenfolge beibehalten, siehe z. B. Blatt II, No. 9 bis 16, wo blaue, gelbe und rothe Spulen zwar gemischt, dennoch in Bezug auf Zahlen dieselbe Reihenfolge beibehalten. Zu bemerken ist für die angeführten Schemata und Maschinen, dafs in dem vorliegenden Beispiele wohl ursprünglich vier Partialgänge angenommen sind, jedoch als specieller Fall zwei derselben zu einem einzigen vereinigt sind, indem die verschiedenen benachbarten Endteller der zusammengezogenen Partialgänge vom Spulenverkehr ausgeschlossen werden. Der so gebildete gröfsere Partialgang würde demnach in Fig. II, Blatt I, folgende Flügelräder der Reihe haben: 3, 4, 4, 4, 2, 2, 2, 4, 4, 4, 3. (Sämmtliche achtzehn Spulen dieses Partialganges sind fortlaufend beziffert.)
Die Möglichkeit, auf diese Weise zwei benachbarte Partialgänge (oder mehrere) zu einem einzigen zu vereinen, und dabei überall flechtende Verbindung zu erhalten, ist ein wesentlicher Vortheil dieses Systems. Die in Blatt I, Fig. IIa, angedeutete Variation des Beispiels, Fig. II, besteht darin, dafs die drei zweiflügligen Zwischenteller zu einem Sechsflügler zusammengezogen worden sind. Während nun die kreuzenden Spulen, welche über dem oder den Verbindungstellern kreuzen, vorher den Aufsenteller (den seitlich verschobenen Endteller) nicht benutzen, gehen die anderen Spulen, welche in ihrem Partialgang bleiben, über diesen seitlich verlegten Endteller (den Aufsenteller) und kehren auf diese Weise um. Es werden also am Ende eines jeden Partialganges einige Spulen über den Aufsenteller wieder umkehren, während andere über den Verbindungsteller auf den anderen Gang übergehen.
Das willkürliche Dirigiren der Spulen über die Zwischenteller oder Aufsenteller wird durch eine Weiche bewirkt. Das Oeffnen dieser Weichen geschieht durch die Spulen selbst, jedoch nicht durch Vermittlung eines verstellbaren Rapport-Apparats, sondern durch beliebige Spulen, welche mit Nasen oder Ringen auf ihren Hülsen versehen, rechtzeitig an einen Hebel anstofsen, j der durch eine Zugstange mit einem Hebel an der Axe der Weiche in Verbindung steht und so dieselbe öffnet Das Zuziehen der Weichen geschieht auf dieselbe Weise, wie bei den Klöppelmaschinen, durch den Spulenstift.
Zur Beschreibung einer bestimmten Maschine übergehend, so ist eine solche in den beiliegenden Zeichnungen auf Blatt I in der Oberansicht j mit'thefiweise entfernter Oberplatte, und in der : Seitenansicht dargestellt. Gleiche Buchstaben bezeichnen in beiden Figuren gleiche Theile. Blatt II und III zeigen schematisch den Spulenlauf in sechsunddreifsig verschiedenen Spulenstellungen angedeutet, um zwei grofse Zacken in drei Farben herzustellen. Blatt I, Fig. I—III zeigt beispielsweise eine Anzahl von Combinationen, welche man in Bezug auf die Endteller der Partialgänge, ihre Flügelanzahl, sowie die zwischengelegten Verbindungsteller zur Verbindung der Partialgänge anwenden kann, nebst den darauf befindlichen Spulen in der Anfangsstellung. Die Spulen der verschiedenen Partialgänge sind in allen Zeichnungen durch besondere Zeichen hervorgehoben und in jedem Partialgang besonders von ι—9 bezw. 18 so bezeichnet, dafs an gleichen Stellen sich auch gleiche Ziffern befinden. Die Weichen sind im Schema durch einen einfachen Kreis mit einem Strich (Mittellinie der \Veiche) bezeichnet.
Die auf Blatt I dargestellte Maschine besteht aus vier Partialgängen, deren jeder aus vier Vierflüglern, welche von Einflüglern begrenzt sind, besteht. Es sind jedoch bei den äufsersten beiden Partialgängen die äufsersten Vierfliigler mit dem abschliefsenden Einflügler ^u einem Fünfflügler vereint. Die beiden oberen Partialgänge sind zu einem gröfseren vereint.
Die vier Partialgänge I, II, III, IV und entsprechend die Vierflügler des Partialganges I, sind nun at, die Endteller desselben Ganges bt, der Zwischenteller zwischen Partialgang I und II = c\-2) der zwischen Partialgang II und III = c,—3 u. s. w. Die Weichen sind nach den beiden, von ihnen getrennten Tellern benannt, so z. B. die zwischen den Tellern «, und /', mit a, bt , die zwischen den Tellern a, und c,—2 mit a, c,., 11. s. w. Die beiden Partialgänge I und II sind im vorliegenden Beispiel zu einem gröfseren Partialgang vereint, indem die beiden Weichen a, c, ., und a* Ci—2 am Zwischenteller Cx ., in der Mitte des Ausschnittes festgestellt und an Stelle der sonst runden Teller a, und at zugespitzte eingesetzt sind, wie die Spitzen χ und Jf1 deutlich markiren. Die beiden Weichen a, bt und a., b.,, der Aufsenteller b, und b2 bleiben in ihrer Ruhelage, also am Aufsenteller, liegen (schliefsen denselben also ab), was dadurch geschieht, dafs die Hebel, welche diese Weichen in Bewegung setzen wurden, aufser Betrieb gesetzt werden. Wir sehen in der Oberansicht, da, wo die Oberplatte abgenommen gedacht ist, einen Theil der Flügelräder; der andere Theil aber ist so gezeichnet, als wären die Flügelräder abgeschnitten, so dafs eben die Triebradübersetzung sichtbar wird.
Da die Flügellänge des Einflüglers nicht so klein zu machen ist, wie die Flügellänge des benachbarten Vierflüglers, so mufs man den Einflügler um so viel schneller gehen lassen, damit wieder Lücke auf Lücke pafst. Dies geschieht einfach durch die passende Räderübersetzung, wie sie auf Blatt I im Partialgang IV bei bi zu sehen ist. Die Hülfsmitte), durch welche die Weichen im richtigen Momente von denjenigen Spulen geöffnet werden, die sich
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nach Maafsgabe ihrer momentanen Stellung und des vorhandenen Raumes dazu eignen, sind nun zu beschreiben.
Sind es auch meist die nachfolgenden Spulen, so sieht man, dafs in einzelnen Fällen auch entferntere, selbst Spulen eines anderen Partialganges, dazu benutzt werden können. Würde man das Uebergehen der Spulen von einem Partialgang auf den anderen zwischen allen drei Partialgängen in gleicher Anzahl und von gleich bezifferten Spulen stattfinden lassen, so würde die Anordnung der verschiedenen Hebel, Zugstangen, sowie Ringen und Nasen an den Spulenhülsen viel einfacher sich ausführen lassen. Um aber zu zeigen, dafs auch der Uebergang der Spulen in verschiedener Anzahl und mit verschiedener Bezifferung möglich ist, was durch das auszuführende Muster erfordert wird, indem angenommen wird, dafs zwischen Doppelpartialgang III die Spulen roth ι—4 und blau 1—4 übergehen, während zwischen Partialgang III und IV nur zwei Spulen, und zwar einmal roth 2 und 3 und gelb 2 und 3, das zweite Mal blau 2 und 3 und gelb 2 und 3 wechselseitig übergehen, so ist die Anordnung der Hebel, Zugstangen, sowie Ringe und Nocken zur Bewegung derselben eine bedeutend complicirtere geworden.
Das Zuziehen der Weichen nach dem Durchgange der Spulen geschieht durch die durchgehende Spule selbst, und zwar durch den Stift derselben, welcher gegen die Haken «, n2 etc. an der Drehungsaxe der betreffenden Weiche gegentrifft und sie zuzieht.
Zur Erläuterung der Art und Weise, wie Weichen geöffnet werden, diene folgendes: Die Weichen der Aufsenteller B bezw. b werden bei jeder Spule durch die dieser nachfolgende Spule geöffnet, so z. B. auf Blatt I soll die Spule blau 6, den Einflügler b3 passiren und die betreffende Weiche wird durch die Spule blau 7 geöffnet, indem der Ring r^ an den Hebel A3 anstöfst und ihn in Bewegung setzt. Es sollen nun roth 14 nach Partialgang III übergehen, blau 14 an die Stelle der rothen Spulen 1 4 im Partialgang I und II treten. Diese blauen Spulen 14 müssen auf diesem Wege von Gang III nach Partialgang I und II den Zwischenteller f23 passiren, dürfen also, um an, die richtige Stelle zu gelangen, nicht den Aufsenteller B1 passiren. Die betreffende Weiche a% B% mufs demnach geschlossen bleiben. Da nun die Spulen roth 2, 3, 4 und 5 in dieser Zeit den zur Weiche at und B1 gehörigen Hebel A passiren, diesen aber unberührt lassen müssen, so dürfen sie keinen Ring oder Nase haben. Spule roth 5 mufe aber, da sie nicht nach Partialgang ΙΠ übergeht, den Einflügler Bt passiren und wird deswegen die Weiche a± B., durch die nachfolgende Spule roth 6, welche -mit einem Ring versehen ist, vermittelst des Hebels A1 geöffnet. Wie roth 6, sind auch sämmtliche nachfolgende Spulen roth 7—18 mit Ringen versehen. Aus denselben Gründen, nach denen roth 2—5 keine Ringe haben dürfen, darf dies auch bei blau 2—5 nicht der Fall sein. Zum Oeffnen der Weichen <7ä C1 3 und a3 c.i—3 beim Uebergang der Spulen dienen die Hebel /', und ^2, und werden diese von den, zur richtigen Zeit vorbeipassirenden Spulen roth 16—18 und blau 1 in Bewegung gesetzt. Die benannten Spulen haben zu diesem Zweck über den schon angedeuteten Ringen noch Nasen an den Hülsen. Selbstverständlich sind die durch die höherliegenden Nasen ο in Bewegung zu setzenden Hebel X-, und /·., in die entsprechende Höhe gebracht. Spule gelb 3 und 4 dürfen aus denselben Gründen wie roth 2—5 und blau 2—5 nicht mit Ringen versehen sein; da nun aber, wie aus Schema 9—13, Blatt II ersichtlich, der Fall eintritt, dafs die Spulen roth 1, gelb 2, gelb 3 und roth 4 den Einflügler B3 passiren müssen, ohne dafs die bezw. Nachfolger gelb 2, gelb 3, roth 4 und blau 5 aus dem oben erwähnten Grunde mit Nasen versehen sind, sie also den Hebel Zi., unberührt lassen, so ist zu diesem Zweck der Hebel H1 angeordnet worden, und die diesem Hebel zur richtigen Zeit passirenden Spulen roth 11 —14 mit Nasen versehen worden, welche den Hebel H1 und dadurch auch die Weiche a3 />'a in Bewegung setzen und letztere öffnen.
Es tritt nun ferner der Fall ein, dafs roth 1 und 4, welche im Partialgang III verbleiben, nach Schema 5 und 8, Blatt II, den Einflügler l>3 passiren müssen, die bezw. nachfolgenden Spulen roth 2 und blau 5 haben aber aus obigen Gründen keinen Ring. Damit sie demnach die Weiche a3 b3 öffnen können, hat man an die Axe des Hebels Zi3 unter der Oberplatte einen zweiten, längeren Hebel H3 angebracht, auf welchen die Spulen roth 2 und blau 5, vermöge ihrer zu diesem Behufe verlängerten Stifte stofsen.
Nach Schema 15, Blatt II, mufs Spule gelb den Aufsenteller bt passiren, ohne dafs die nachfolgende Spule roth 2 den Hebel Zi 4 in Bewegung setzen kann, man hat deshalb wieder, wie bei Hebel Zi3, an der Axe des Hebels A4, unterhalb der Oberplatte, einen zweiten längeren Hebel ΗΛ angebracht, auf welchen die Spule roth 2 durch einen verlängerten Stift wirkt. Derselbe Fall tritt noch einmal bei dem Hebel Ai nach Schema 33, Blatt III, ein, indem Spule gelb 1 wieder den Aufsenteller b* passiren mufs und die nachfolgende Spule blau 2 weder mit Ring noch Nase versehen ist. Diese Spule hat aber, wie oben erläutert, einen verlängerten Stift und wirkt damit auf den Hebei Hx und durch diesen auf die betreffende Weiche. Die beiden Weichen am Zwischenteller C3 —j werden beim Kreuzen der Spulen gelb 2 und 3 mit roth 2 und 3 bezw. gelb 2 und 3 mit blau 2 und 3 oder umgekehrt, analog den Weichen am Zwischenteller ct 3 durch die beiden ebenfalls höherstehenden Hebel At und h% in Bewegung gesetzt. Die passenden Spulen hierzu sind gelb 9 und 1, welche des-
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halb mit einer Nase an der Hülse versehen ] sind. i
Die Hebel für die Weichen an den Zwischen- j tellern c, —., und an den Aufsentellem />t und \ b.x sind, da diese Weichen in diesem betreffen- j den Fall nicht in Verwendung kommen, aus \ dem Bereich der Spulen herausgedreht, was sich i sehr leicht bewerkstelligen läfst, da sämmtliche unteren Hebel, an welchen die Zugstangen an- : gebracht sind, an die Axe der oberen Hebel , durch Stellschrauben (in den Zeichnungen nicht angegeben) festgestellt werden.
Unter der Unterplatte sind an den Axen der Weichen, zur Sicherung des Ganges der letzteren, Hebel angebracht, welche mit Fallen (Zuhaltungen) L in Verbindung stehen, wie dieses beim Partialgang III, Blatt I, an der Weiche a3 (3—i dargestellt ist.
Wir gehen nun zur Erläuterung der in Blatt II und III dargestellten schematischen Uebersicht des Spulenlaufes über, wie er sich zur Herstellung eines dreifarbigen, doppelflechtigen Musters vollzieht. Von Schema zu Schema sind die Spulen um zwei Flügel vorgerückt gedacht. Schema 1 zeigt die Stellung, bei welcher die Kreuzung zwischen den rothen Spulen No. 1—4 und den blauen 1—4 beginnt. Der Uebergang ist vollführt durch Fortlaufen nach Maafsgabe der Schemata No. 2—5. Die gelben Spulen cursiren unterdefs auf ihrem Gange, ihren Einflügler als Endteller benutzend. Ebenso läfst man roth 5 und blau 5 und folgende, die nicht mehr auf den Nachbargang übergehen, die bezw. einflügeligen Endtellef passiren, wie dies aus Schema 5, 6 etc. hervorgeht. Es soll nun die Verbindung zwischen Partialgang III und IV und zwar mit nur je zwei Spulen stattfinden. Hierzu eignen sich in Bezug auf Gewicht (da Zackenlitze gemacht werden soll, was der schwierige Fall ist) die Spulen 2 und 3, demnach läfst man roth 1, welche nicht übergehen soll, nach Schema 5 über den einflügeligen Endteller laufen, roth 2 und 3 aber vermeiden denselben, da sie den einen Flügel auf dem Verbindungsteller durchlaufen, was aus Schema 6 und 7 zu ersehen ist.
In ähnlicher Weise gehen die Kreuzungen durch die folgenden Schemata von statten. Die Spulen verfolgen ihren Weg, ohne zu kreuzen, durch die Schemata 8—14, im Schema 15 beginnt die Kreuzung zwischen gelb 2 und 3 und roth 2 und 3, welche in Schema 17 vollendet ist. Es hat mithin im Ganzen eine Kreuzung zwischen den combinirten Partialgängen I und II und dem Partialgang III mit je vier Spulen, und zwischen den Partialgängen III und IV hat hat eine zweimalige Kreuzung von je zwei Spulen stattgefunden.
In Schema 19, Blatt III, beginnt die rückgängige Kreuzung zwischen den beiden Partialgängen I, II und III, und zwar vermittelst der Spulen blau 1—4 und roth 1—4; diese Kreuzung ist vollendet im Schema 23. Während die Spulen vom Partialgang I und Π auf demselben verbleiben, kreuzen zwischen Partialgang III und IV nach Schema 25 und 20 die Spulen blau 2 und 3 mit gelb 2 und 3. Schemata 27 bis 32 zeigen den fortgesetzten Lauf der Spulen auf ihren Gängen ohne Uebergang bezw. Vermischung von Spulen des einen Partialganges mit denen eines benachbarten. Es haben hier wieder während einer Kreuzung zwischen dem combinirten Partialgang I und II und dem Partialgang III zwei Kreuzungen, zwischen Partialgängen III und IV stattgefunden. Dies mufs auch sein, da zwischen den beiden schmalen Litzen, Partialgang III und IV, doppelt so viel Verbindungen stattfinden, als zwischen Partialgang III und dem combinirten Partialgang (I bis II), auf welchem die breite Litze geflochten wird.
Die ganze Arbeit ist, wie schon erwähnt, doppelflechtig. In Bezug auf die Gesammtordnung der Gänge, speciell was die Anzahl der Teller und Flügel an den Flügelrädern betrifft, so ist auf Blatt I an einigen Beispielen gezeigt, zu wie mannigfaltigen Combinationen man durch dieses neue System Veranlassung und Möglichkeit erhält. Fig. 1 zeigt das Schema der bereits beschriebenen Maschine; da bei diesem die verschiedenen Endteller Einflügler sind, ein solcher aber keine Kreuzung mit nachfolgenden Spulen verursacht, so kann ihre Lage beliebig aufsen oder innen, oder auch gemischt, je nach Belieben gewählt werden. Fig. II enthält als seitlich verschobenen Endteller dreifiügeüge Flügelräder und infolge dessen sechs Flügel, zur Verbindung der Partialgänge angewendet. Diese sechs Flügel sind in Fig. II als drei Zweiflügler und in Fig. IIa als ein Sechsflügler gestaltet. Zwei dreiflügelige Verbindungsteller können an Stelle des sechsflügeligen nicht angewendet werden, da der bezw. die Verbindungsteller immer gerade Fiügelzahl haben müssen.
Fig. Ill ist ein Schema, dessen Partialgänge die Reihenfolge 5, 4, 4, 4, 5 haben. Es sind vier derartige Partialgänge, der fünfflUgelige Endteller ist an den Nachbarseiten seitlich verschoben. Da die Verbindungsteller der Partialgänge zehn Flügel haben müssen und keinen Teller mit ungerader Flügelanzahl haben dürfen, so sind die Verbindungsteller in Fig. III nach der Reihenfolge 4, 2, 4, in Fig. IIIa nach der Reihenfolge 2, 6, 2 und in Fig. IIIb naqh 2, 2, 2, 2, 2 angeordnet.
In dieser Weise kann man nun, durch Vergröfserung der Flügelanzahl der Endteller, verschiedenartige Combinationen der Verbindungsteller, Vergröfserung der Anzahl der Mittelteller, bezw. ihrer Flügel, und schliefslich Vermehrung der Partialgänge, eine grofse Anzahl neuer Combinationen doppelflechtiger Gänge nach diesem System bilden, sobald nur die oben erwähnten Regeln festgehalten werden.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Die Anordnung von Flechtgängen zur He^ stellung zusammengesetzter, aus mehreren
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    schmäleren, sei es nun gänzlich, sei es theil- j weise miteinander verbundenen Litzen in j der Weise, dafs diese Verbindung der Litzen i untereinander nicht, wie bisher, mit Hülfe ' des Völkenborn'schen Drehtellers, durch i einfach, übergehende (übereinanderliegende) Fäden, .sondern in richtig verflochtener Weise hergestellt wird, wie oben erläutert, ist. ,
  2. 2. Die seitliche Verschiebung der Endteller der einzelnen zu verbindenden Partialgänge und ; die Verbindung derselben durch Zwischen- ' teller, deren Flügelanzahl durch zwei theilbar und deren Gesammtflügelanzahl gleich der Summe der Flügel der beiden benachbarten verschobenen Endteller ist, so dafs man eine Anzahl Spulen eines Partialganges auf den benachbarten Partialgang übergehen lassen und an ihre Stelle die gleichwerthigen (gleiche Nummer bezw. gleiches Gewicht) Spulen des Nachbarganges treten lassen kann. In dieser Zeit machen die auf ihrem Gange verbleibenden Spulen ihren gewöhnlichen Gang, mit Benutzung der seitlich verschobenen Endteller.
  3. 3. Die Möglichkeit, zwei benachbarte Partialgänge durch Ausschliefsung der verschobenen benachbarten Endteller so zu einem Gang zu verbinden, dafs dieser neue combinirte Gang vollständig fehlerfrei geflochtene Arbeit I ergiebt und sich in jeder Beziehung als neuer Partialgang in Bezug auf Verbindung mit den anderen behandeln läfst.
    Diese Anordnung und Anwendung der oben beschriebenen und in der Zeichnung dargestellten Hülfsmittel, um den Spulen ihren Weg nach Bedarf über die seitlich verschobenen Endteller, oder über die zwischengeschobenen Verbindungsteller zum Nachbar-Partialgang vorzuschreiben. Diese Hülfsmittel bestehen in den oben beschriebenen und in der Zeichnung dargestellten Weichen und den verschiedenen Hebeln zur Bewegung derselben. Alles so zu dem Zwecke, wie oben erläutert und dargestellt, und ohne Rücksicht auf die etwa angeführten Maafs- und Gröfsenverhältnisse und Materialien der verschiedenen Theile.
    Die Möglichkeit, die Verbindung der verschiedenen Partialgänge bezw. Geflechte nach Belieben kürzer oder länger herzustellen, durch eine verhältnifsmäfsig vergröfserte Flügelanzahl, sowohl der Zwischenteller als der Aufsenteller, so dafs z. Ii. um zwei Rippen mehr als im Schema herzustellen, als Aufsenteller ein Fünfflügler und als Zwischenteller fünf Zweiflügler angewendet werden müfsten.
    Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
DE1567DA 1877-11-17 1877-11-17 Neuerungen an Flechtmaschinen Expired - Lifetime DE1567C (de)

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