AT112282B - Regelungseinrichtung für mehrzylindrige Verpuffungskraftmaschinen. - Google Patents

Regelungseinrichtung für mehrzylindrige Verpuffungskraftmaschinen.

Info

Publication number
AT112282B
AT112282B AT112282DA AT112282B AT 112282 B AT112282 B AT 112282B AT 112282D A AT112282D A AT 112282DA AT 112282 B AT112282 B AT 112282B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
gas
air
control
control device
cylinder
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
Motorenfabrik Deutz Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Motorenfabrik Deutz Ag filed Critical Motorenfabrik Deutz Ag
Application granted granted Critical
Publication of AT112282B publication Critical patent/AT112282B/de

Links

Landscapes

  • Output Control And Ontrol Of Special Type Engine (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Regelungseinrichtung für mehrzylindrige Verpuffungskraftmaschinen. 



   Man hat den Betrieb mehrzylindriger   Verpuffungskraftmaschineii   bisher so durchgeführt, dass man entweder die mengenmässige Regelung der Gemischbestandteile (Luft und Brennstoff) und die Gemischbildung in ein einheitliches, für die Gesamtheit oder eine Gruppe von Zylindern gemeinsames Organ verlegte, von dem aus das fertige Gemisch den einzelnen Zylindern zugeführt wurde, oder man ordnete jedem einzelnen Zylinder ein besonderes Organ zu, dem Brennstoff und Luft, bereits mengenmässig geregelt, aber getrennt, zuströmten. Dieses Organ, z. B. ein hubgesteuertes Einlassventil, besorgt dann kurz vor dem Eintritt in den Zylinder die Mischung und bestimmt die Zylinderfüllung. 



   Die erste Anordnung weist den für grössere Maschinen erheblichen Nachteil auf, dass sich grosse Mengen brennbaren Gemisches in den Zuleitungen zwischen den Mischstellen und den einzelnen Zylindern 
 EMI1.1 
   grosse Gemischmasse   auf einmal verpuffen und dadurch das Gemisch für alle Zylinder der Gruppe oder der Maschine vernichten. Schwankungen in der Drehzahl sind die notwendige Folge. Zumal bei Vierund Sechszylindergruppen ist infolge der langen Zuleitungen das Auftreten der Kompressionswelle mit   betriebsgefährlicher   Wirkung möglich.

   Die zweite Anordnung vermeidet zwar derartige Betriebsgefahren, jedoch wird bei Mehrzylindermasehinen die bauliche Ausbildung sperrig, teuer und stellt somit keine Lösung der der Erfindung zugrunde liegenden Aufgabe dar, aus einer Dieselmaschine schnell und ohne tiefgreifende Änderungen eine Gasmaschine erstellen zu können. 



   Gemäss der Erfindung werden bei baulich einfachster Gestaltung die Nachteile der erstgenannten   Ausführung Vermieden.   Die Erfindung besteht in der Anordnung eines gemeinsamen Brennstoffregelorgans und eines gemeinsamen Luftregelorgans für alle Zylinder der Maschine bzw. eine Gruppe mehrerer Zylinder, wobei beide Regelorgane gleichzeitig, der Belastung entsprechend, verstellt werden, die Mischung von Gas-bzw. Brennstoffdampf und Luft jedoch an je einer Mischstelle für jeden Zylinder einzeln erfolgt, die vor dem Einlassventil des Zylinders liegt, das einen gleichbleibenden Hub hat. Zweckmässig geschieht dabei die Gaszufuhr zu den Zylindern durch eine gemeinsame, in das gemeinsame Luftrohr eingebaute Gasleitung und durch einzelne, in die einzelnen Luftstutzen eingebaute Gasstutzen.

   Die Anordnung kann jedoch auch, örtlichen Verhältnissen entsprechend, so getroffen werden, dass die Luftleitung in die Gasleitung eingebaut ist oder beide Leitungen nebeneinander laufen. In weiterer Durchführung der Erfindung ist für jeden im Innern des Luftstutzens mündenden Gasstutzen (bzw. für jeden im Innern des Gasstutzens mündenden Luftstutzen) eine von aussen   zugängliche,   durch das Gasrohr (Luftrohr) geführte Einstellungsvorrichtung vorgesehen. Dadurch ist eine genaue Abstimmung der Zylinderladungen unter sich und eine gute Mischung des gebildeten   Gas-bzw. Brennstoffdampfschleiers   mit dem Luftstrom erreicht. 



   Die beiden   Gas-und Luftregelorgane   stehen unter dem gemeinsamen Einfluss des Reglers, um in Abhängigkeit von der Belastung die Menge von Gas und Luft einzustellen. Erfindungsgemäss wird nun für jedes Organ ein besonderer   Regelungsnocken   vorgesehen, dessen Profil unabhängig von dem des   ändern so bestimmt ist, dass über den gesamten Belastungsbereich die Einstellung des günstigen Mischung s-   

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 gehalt usw. sowie den wechselnden Druckverhältnissen von Gas und Luft Rechnung zu tragen. 



   Bei der bisher bekannten Voreinstellung mit linearer   Öffnungscharakteristik   des Ventils eines bestimmten Gas-und Luftquerschnittes ergab sich stets die Folge, dass bei Einstellung der richtigen Gemischzusammensetzung für den augenblicklichen Belastungsfall das Mischungsverhältnis für den übrigen Teil des Belastungsbereiches unrichtig wird. Gemäss der Erfindung wird diese Gefahr vermieden und   die Anpassung a, n   die wechselnde Beschaffenheit des Gases durch eine von Hand erfolgende Verstellung des Gasregel- oder Luftregelorgans unabhängig vom. Regler erzielt, die. durch die Formgebung der Nocken nicht erfasst werden kann.

   Hiebei wird die für den freigegebenen Regelungsquersehnitt massgebende Länge zwischen Nockenwellenachse und Ventilsteuerkante einmalig verändert, u. zw. kann das durch   Spindelverlängerung,     Nockenverdrehung   od. dgl. Mittel erreicht werden. Die Öffnungs- 
 EMI2.2 
 
Bei der weiteren Ausgestaltung der Erfindung musste besonderer Wert darauf gelegt werden, dass ein Durchgehen der Maschine unter allen Umständen verhindert wird, d. h. das Gasregelorgan muss bei steigender Reglermuffe (wachsender Drehzahl) stets unabhängig von der   Eröffnung   bzw. dem Schluss des Luft. regelorgans geschlossen werden können.

   Gemäss der Erfindung wird dies dadurch erreicht, dass das   Luftregelorgan,   da es durch den Regler gemeinsam mit dem Gasventil beeinflusst wird, wenn es ein Ventil ist,   kraftschlüssig,   also z. B. durch eine Feder geschlossen werden kann, um den Formschluss, d. h. das zwangläufige Schliessen des Gasventils durch den Nocken der Steuerwelle nicht zu verhindern. 



  Das Luftregelorgan kann auch   formsehlüssig) z..   B. durch ein Exzenter geschlossen werden, wenn es als Schieber ohne Anschlag ausgebildet ist, in welchem Falle es dann ebenfalls dem   Schliessen   des Gasventils keinen Widerstand entgegensetzt. In welcher Lage sich dann der Luftschieber auch gerade befindet, stets wird bei steigender Muffe das Gasventilgeschlossen und damit ein Durchgehen der Maschine wirksam verhindert sein. 



   Die Zeichnung gibt ein   Ausführungsbeispiel   der Erfindung wieder, u. zw. zeigt Fig. 1 einen in der Ebene der Luft-und Gaszuleitung liegenden   wagrechten   Schnitt durch die Zylinderköpfe eines stehenden Mehrzylindermotors, während Fig. 2 einen lotrechten Schnitt durch die gemeinsamen Gas-   und Luftregelorgane wiedergibt.   



   Der äussere Zylinder al einer mehrzylindrigen Gasmaschine mit den weiteren Zylindern   a2, a3   usw. trägt ein Regelgehäuse b. Letzteres besteht aus einer zentralen Gaskammer b1 und einer diese umgebenden Luftkammer b2. Eine Gasleitung c (Fig. 2) führt der Gaskammer   bl das B ! el1l1gas   zu, dessen Zutritt zu der Gassteuerkammer d bzw. zu der Gasansaugleitung d über das entlastete Doppelsitzventil e eröffnet wird. Die Verbrennungsluft tritt durch den   durchbrochenen   Deckel f in die Luftkammer   b2   ein und wird über den   entlasteten Doppelschieber g   der Luftsteuerkammer h bzw. der Luftleitung   h'   zugeführt. Im Ausführungsbeispiel erfolgt die Gaszufuhr zu den Zylindern durch die gemeinsame, in das gemeinsame Luftrohr h' eingebaute Gasleitung d'.

   Von der Gasleitung   d'sind Stutzen d'l, d'2   usw. und von der Luftleitung Stutzen   h'l, h'2   usw. zu den Zylindern   aB a2   usw. abgezweigt. Die Mischung der durch die Regelorgane e und g in Abhängigkeit von der Belastung für alle Zylinder gemeinsam geregelten Luft-und Gasströme erfolgt in den Stutzen   , usw.   jedes Zylinders dadurch, dass mittels 
 EMI2.3 
 die einen   Gas-oder Brennstoffdampfschleier   in den angesaugten Luftstrom treten und ihn mit diesem sich vermischen lassen. Das gebildete Gemisch wird über unmittelbar hinter der Mischstelle liegende Einlassventile   01'02 usw.   dem jeweiligen Zylinder zugeführt.

   Die Verbrennungsgase werden durch Aus- 
 EMI2.4 
 
Die Steuerung der Regelorgane e und g für Gas und Luft erfolgt gegen Wirkung der   Ventilfeder r, s   über Rollen   e', g'und Nocken t, 6   von der obenliegenden Nockenwelle aus, die vom Regler mittels des   Gestänges t) in   Abhängigkeit von der Belastung verstellt wird. Zur Anpassung an die wechselnde Beschaffenheit und den wechselnden Zustand des Brenngases ist eine von Hand erfolgende Relativver stellung des Luftregelschiebers zum Gasregelventil dadurch vorgesehen, dass die Spindellänge des Luftschiebers veränderlich gemacht ist. Im Ausführungsbeispiel ist das dadurch geschehen, dass der obere Spindelteil in einer Hülse x endigt, in die der untere Teil der Spindel eingeschraubt ist.

   Vermittels eines Vierkantes y kann die Handverstellung bei an der Drehung verhindertem oberen Spindelteil zur Wirkung gebracht werden. Damit die Änderung des Steuerquerschnittes nicht linear mit dem Hub, sondern in einem Masse erfolgt, dass über den gesamten Belastungsbereich das richtige   Mischungsverhältnis   gewährleistet ist, hat die Steuerkante   z   eine etwa parabelähnliche Gestaltung erfahren. 



   Während das Gasregelorgan e als entlastetes Doppelsitzventil ausgebildet ist, hat das Luftregel- 
 EMI2.5 


Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Regelungseinrichtung für mehrzylindrige Verpuffungskraftmaschinen, dadurch gekennzeichnet dass ein gemeinsames Gasregelorgan (e) und ein gemeinsames Luftregelorgan (g) für mehrere bzw. alle Zylinder die Durchtrittsmenge beider Teile und dadurch das Mischungsverhältnis von Gas und Luft bestimmt, während die Mischung beider an je einer Mischstelle für jeden Zylinder gesondert erfolgt, die vor dem Einlassventil (01, 02 ...) liegt, das gleichbleibende Hub hat.
    2. Regelungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Gasregelorgan (e) und das Luftregelorgan (g) vom Regler durch getrennte Nockenseheiben , u) betätigt werden.
    3. Regelungseinrichtung nach den Ansprüchen l und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Gas- EMI3.1 oder dass umgekehrt in gleicher Weise die Luft-in die Gasleitung eingebaut ist.
    4. Regelungseinrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass für jeden im Innern eines Luftstutzens mündenden Gasstutzen (bzw. für jeden im Innern eines Gasstutzens EMI3.2 der beiden Organe, vorzugsweise des Luftregelorgans erfolgt.
    7. Regelungseinrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die von Hand erfolgende Anpassung der Gas- und Luftregelquerschnitte durch Verdrehung des Nockens einer der beiden Regelorgane gegen den andern erfolgt.
    8. Regelungseinrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerung des Gas-und Luftregelorgans in der Weise erfolgt, dass bei der gemeinsamen Beeinflussung der beiden Organe durch einen Regler. der Schluss des Gasregelorganes durch die Bewegung des Luftregelorganes nicht behindert werden kann.
    9. Regelungseinriehtung nach den Ansprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass Luft-und EMI3.3 EMI3.4
AT112282D 1926-03-25 1927-03-07 Regelungseinrichtung für mehrzylindrige Verpuffungskraftmaschinen. AT112282B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE112282X 1926-03-25

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT112282B true AT112282B (de) 1929-02-11

Family

ID=5652851

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT112282D AT112282B (de) 1926-03-25 1927-03-07 Regelungseinrichtung für mehrzylindrige Verpuffungskraftmaschinen.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT112282B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
AT112282B (de) Regelungseinrichtung für mehrzylindrige Verpuffungskraftmaschinen.
DE713434C (de) Druckventilschieber fuer Brennstoffeinspritzpumpen
DE438648C (de) Regelung fuer mehrzylindrige Verpuffungsmotoren
DE614670C (de) Einrichtung zur Steuerung der Einlassventile von Dampfturbinen
DE821288C (de) Einspritzpumpe
AT160690B (de) Verfahren und Einrichtung zur Regelung der Brennstoffzufuhr bei Verbrennungsmotoren.
DE1476161A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Verminderung des CO-Gehaltes der Abgase,insbesondere an Vergasermaschinen
DE447267C (de) Spritzvergaser mit Schwimmerkammerregelung und Luftdrosselung
AT124181B (de) Vorrichtung zur Regelung der Luftzufuhr bei Brennkraftmaschinen für flüssigen Brennstoff.
DE820991C (de) Luftzufuehrung zum Vergaser von Verbrennungskraftmaschinen
DE735390C (de) Vergasereinrichtung fuer Brennkraftmaschinen
DE672419C (de) Vergaser mit einem Hauptmischraum und einem mit diesem verbundenen, zur Erzeugung eines ueberriechen Gemisches dienenden Hilfsmischraum
DE831619C (de) Regeleinrichtung fuer Mehrstoffgasmaschinen
DE592388C (de) Vergaser fuer Brennkraftmaschinen
DE945355C (de) Schwimmerloser Vergaser
DE433082C (de) Spritzvergaser
DE901012C (de) Kraftstoffzubringervorrichtung fuer Verbrennungskraftmaschinen
DE435416C (de) Dampfkessel mit mehreren Verdampfungselementen (Rohrschlangen, Sektionen o. dgl.)
DE501136C (de) Vorrichtung zum Zufuehren von Zusatzluft zum Brennstoffgemisch von Explosionsmotoren
DE360434C (de) Vergaser fuer Verbrennungskraftmaschinen
DE2841916B2 (de) Vergaser für Brennkraftmaschinen
DE596026C (de) Steuerung rhythmisch zu bewegender Organe, insbesondere der Ein- und Auslassventile von Verpuffungskammern
DE334925C (de) Spritzvergaser mit Temperaturregelung in Zusammenhang mit der Maschinenbelastung
DE571995C (de) Verfahren zur Einstellung eines bestimmten spezifischen Waermeinhaltes der Ladung von Verpuffungskammern, insbesondere fuer Brennkraftturbinen
DE655145C (de) Brennstoffeinspritzvorrichtung fuer Brennkraftmaschinen