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Fahrbare Strohpresse.
Die Erfindung bezieht sich auf fahrbare Strohpressen, bei denen das durch einen hin und her gehenden Kolben in einem sich verjüngenden Presskanal gepresste Stroh mittels einer durch einen Schlitz des Presskanales einführbaren Strohklammer zwecks nachträglicher Abbindung erfasst wird.
Den Gegenstand der Erfindung bildet die besondere Ausbildung der Schlitze für die Strohklammer, die im Gegensatze zu den bisher üblichen auch am Austrittsende des Presskanales offen sind und daher die Auswärtsbewegung des Strohballens samt Strohklammer nachhilfelos gewährleisten. Da den in der Decke des Presskanales und im Pressdeckel angeordneten Klammerschlitzen eine Rinne im Boden des Presskanales zur Aufnahme und Führung der Spitzen der Klammerzinken zugeordnet ist, ist die Strohklammer bei ihrer Bewegung sicher geführt.
Um das Gewicht der Strohpresse möglichst niedrig zu halten, dient ihre Fahrwelle auch als Vorgelegswelle.
Auf der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes dargestellt, u. zw. zeigt Fig. 1 die Strohpresse in Seitenansicht und teilweisen Schnitt und Fig. 2 eine Ansicht gegen das Austrittsende des Presskanales. Die Fig. 3 und 4 stellen einen Teil des Fahrgestelles in der Arbeitsstellung bzw. in der Fahrstellung der Presse in Ansicht dar.
In der Decke des Presskanales 4 wie auch im Pressdeckell0 der in üblicher Weise mit einem Fülltrichter 1 und einem vom Kolben aus betätigten Stopfer 3 versehenen Strohpresse ist ein gegen den Austrittsquerschnitt des Presskanales offener Längsschlitz 18 bzw. 19 ausgespart, denen eine ebensolche Rinne 20 von geringerer Länge im Boden des Presskanales 4 zugeordnet ist. Die Decke des Presskanales 4 trägt weiters einen Schild 21, der einen Schlitz 22 als aufwärtsgerichtete Fortsetzung des Schlitzes 18 aufweist. Die zur nachträglichen Abbindung der austretenden gepressten Strohballen erforderliche Strohklammer 23 besitzt eine Handhabe 24 und zwei Zinken 25 und 26, deren Länge jedoch grösser als die lichte Höhe des Presskanales 4 ist.
Zur Erfassung des Strohballens wird die Klammer 23 in dem Augenblick, in dem das Stroh durch die Austrittsöffnung tritt, derart gegen den Ballen gedrückt, dass sich die Zinke 25 an dessen unterer Kante anlegt, wogegen die durch den Schlitz 22 des Schildes 21 gesteckte Zinke 26 in den Schlitz 18 ragt (Fig. l). In weiterer Folge wird die mit ihrem Steg im Schlitz 22 geführte Klammer 23 um die Anlagestelle der Zinke 25 als Drehpunkt nach unten verschwenkt, wobei die durch den Schlitz 18 des Presskanales 4 und den Schlitz 19 des Pressdeckels 10 tretende Zinke 26 mit ihrer Spitze in die Rinne 20 gelangt und bei der weiteren Aussehubbewegung in ihr geführt ist.
Da der Kolben der Strohpresse indessen einige Hübe durchgeführt hat und der Strohballen ein Stück über die Austrittsöffnung hinaus gelangt ist, wird die Spitze der Zinke 26 gegen Ende ihrer Verschwenkung in den Bereich der Rinne 20 gelangt sein, wie dies in Fig. 1 mit gestrichelten Linien dargestellt ist.
Die zur Beförderung der Strohpresse erforderliche, in Lagern 27 des Gestelles 28 laufende Fahrwelle 29 dient samt ihren Rädern 30 während der Pressarbeit als Vorgelege für das Zahnrad 8. Zu diesem Behufe trägt die Welle 29 ein mit dem Zahnrad 8 zusammenwirkendes Ritzel 31 und ist mittels eines Stellhebels 32 axial verschiebbar. Bei Beförderung der Strohpresse wird das Ritzel 31 durch den Stellhebel 32 ausser Eingriff mit dem Zahnrad 8 gehalten (Fig. 4). Zweckmässig ist eines der Räder 30 auf der Welle 29 lose angeordnet, wodurch das Fahren von Kurven erleichtert wird.
Um die Strohpresse in die Arbeitsstellung zu bringen, wird das Gestell 28 auf der einen Seite durch Unterschieben von Klötzen 34 (Fig. 3) angehoben, so dass die Räder 30 nicht mehr den Boden berühren, wogegen die Strohpresse auf der andern Seite auf einem Stützfuss 33 ruht. Durch Verschwenken des Stellhebels 32 wird das Ritzel 31
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eingerückt und das Rad 30 beispielsweise durch einen federbelasteten Bolzen mit der W, elle 29 gekuppplt. Eines der beiden Räder 30 wird als Riemenscheibe benutzt, wogegen das andere als Schwungrad wirkt.
PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Fahrbare Strohpresse, bei der das durch einen hin und her gehenden Kolben in einem sich ver- jüngenden Presskanal gepresste Stroh mittels einer durch einen Schlitz des Presskanales einführbaren
EMI2.1
Decke des Presskanales wie auch im Pressdeckel (10) angeordnete Schlitz gegen die Austrittsöffnung zu offen und im Boden des Presskanales eine ebensolche Rinne (20) zur Aufnahme und Führung der Strohklammerspitzen vorgesehen ist.