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Schlitzverschluss für photographische Kameras.
Gegenstand der Erfindung ist ein Schlitzverschluss, der es ermöglicht, von aussen durch ein ganz einfaches Triebwerk die Schlitzbreite entsprechend den Erfordernissen der Aufnahme zu variieren und die jeweils eingestellte Schlitzbreite abzulesen.
Die Zeichnung stellt ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dar, und zw. ist Fig. 1
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Einrichtung zur Betätigung des Verschlusses und Verstellung der Sehlitzbreite.
Wie aus der Zeichnung ersichtlich, umfasst der Verschluss in üblicher Weise ein oberes Rouleaux 1, das an seinem oberen Rand auf einer im Gehäuse 2 drehbar gelagerten Walze 5 fixiert und bei gespanntem Verschluss auf dieser Walze aufgerollt ist.
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Zugbänder 4,5 durchgeführt sind, und ist an seinem unteren Rand an der Hohlwelle 10 festgelegt.
Im Innern der Hohlwelle 10 ist eine Spiralfeder 11 gelagert, die ungefähr bis in die Mitte der Rolle, die Hälfte derselben erfüllend, reicht. Das rechte Ende dieser Spiralfeder ist bei 12 an der Hohlwelle 10 befestigt, das linke Ende sitzt bei 75 auf einer Hülse-M, die gegen Verdrehung (bei 15) gesichert, im Gehäuse 2 festsitzt. Die Spiralfeder 11 dient lediglich dazu, beim Abrollen des Schlitzverschlusses du Aufwickeln des unteren Rouleaux 6 zu erleichtern bzw. zu verhindern, dass sieh Falten bilden.
In der Hohlwelle 10 sitzt vollkommen frei drehbar eine zweite Hohlwelle 16, an deren Enden
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beideiseitig aus der Hohlwelle 10 herausragt. Das linke Ende der Hohlwelle 16 trägt eine Hülse 19, welche sie gegen Axialverschiebung sichert.
Die Hohlwelle 16 wird von einer Spindel 20 durchsetzt, die beide-seitig aus ihr herausragt. In der
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Weise fest verbunden ist. Das linke Ende der Feder ist bei 2.) an der Spindel 20 festgelegt. Die Spindel 20 trägt nahe ihrem rechten Ende ein Gewinde 24, in das ein als Wandermutter ausgebildeter Läufer 25 eingreift. der sieh bei Relativdrehungen zwischen Spindel 20 und Hohlwelle 16 axial in einem Schlitz 26 der Hohlwelle 16 so lange verschiebt, bis er gegen einen Ansehlag 27 der Spindel 20 stösst.
Das rechte Ende der Spindel trägt ein kleines Sperrad 28. neben welchem ein kleines Zahnrad 29 mit Betätigungsknopf. 30 sitzt. In das Sperrad, 28 greift eine Klinke 31 ein, die durch einen Druck auf den nach aussen ragenden Fortsatz 32 ausgelöst werden kann. In das Zahnrad 29 greift das grosse Zahnrad 33 ein, dessen Stirnseite (Fig. 2) die Einstellskala (Y2-9) für die Schlitzbreite trägt. Die grösste Schlitzbreite ergibt sich, wenn das bezifferte Zahnrad 33 auf 9 steht, wobei die Wandermutter 25 am rechten Ende des Schlitzes 26 steht. Sie hat dann den maximalen Hub naeh links noch vor sich, der einer Schlitzbreite von 9 cm (bei 9x12) entspricht.
Das Aufziehen des Verschlusses erfolgt in üblicher Weise durch Betätigung des mit einem Knopf 34 versehenen Zahnrades 35, das durch Vermittlung der beiden Zahnräder 36, 37 die Walze 3 antreibt.
Beim Spannen des Verschlusses wird das Zahnrad 37 durch eine von der Feder 38 belastete, bei 38a drehbar gelagerte Sperrklinke 39 am Rückdrehen so lange gehindert, bis diese Sperrklinke von der Nase 40 eines bei 41 drehbar gelagerten Hebels 42 ausgehoben wird und der Verschluss abläuft. Zuerst spult man durch Drehen des Knopfes 34 das obere Rouleaux 7 auf seiner Walze 3 auf, so dass das untere Rouleaux durch Vermittlung der Bänder 4,. ? vorerst ohne Schlitzbildung und unter gleichzeitigem Umlauf
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der Hohlwellen 10 und 16 bei feststehender Spindel 20 mitgenommen und zur Gänze von seiner Hohlwelle 10 abgespult wird.
Dabei legt die Wandermutter 25 bereits einen Teil des ganzen zwischen ihrer rechten Endlage und dem Anschlage verfühbaren Axialweges zurück und die Feder 21 wird gespannt. Das weitere
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abspulen, die nunmehr unter weiterer Spannung der Feder 21 umlauft. Die Schlitzbildung ist beendet. wenn die Wandermutter 25 gegen den Anschlag 27 der Spindel 20 stösst.
Die Einstellung verschiedener Sehlitzbreiten erfolgt durch Drehen des Knopfes- C und damit der Spindel 20 bei feststehender Hülse 16, u. zw.. wie leicht einzusehen, entgegengesetzt zu der Richtung. in welcher die Hülse 16 bei Einstellung des Verschlusses umläuft. wodurch die Wandermutter schon vor Einstellung des Verschlusses in der axialen Richtung verschoben, d. h.. ihr ein Teil des verfügbaren Axialweges vorweggenommen wird. Die einstellbare Sehlitzbreite wird um so kleiner ausfallen und die Wandermutter 25 um so früher gegen den Anschlag 27 stossen, je grösser der Teil ihres Axialweges ist. den man ihr durch Drehen am Knopf, 30 genommen hat.
Der Rückgang der Einrichtung zum Einstellen der Schlitzbreite in die der maximalen Sehlitzbreite entsprechende Ausgangsstellung vollzieht sich in einfacher und rascher Weise dadurch, dass man durch Druck auf den Fortsatz-32 die Klinke 31 aus dem Sperrad 28 aushebt. worauf die Spindel 20 unter der
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axial in die rechte Endlage verschoben wird.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Schlitzverschluss für photographische Kameras, gekennzeichnet durch einen Läufer. der selbst- tätig und zwangläufig von der zur Einstellung des Schlitzes vorgesehenen Einrichtung in einer geraden Bahn gesteuert wird und durch Anschlag an eine in seiner Bahn liegende Hemmung die Breite des eingestellten Schlitzes begrenzt.