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Durch Schneckelldruck wirkende Auflösemaschine.
Bekanntermassen werden bei der Vermahlung von Getreide nach dem Hoch-oder Halbhochmahl- verfahren die von den Schrotwalzen erzeugten Griesse auf Glattwalzen vermahlen. Bei diesem Vorgange
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vor allem die an dem Griesse noch haftenden Eleie-und Keimteilchen fester zusammen. Diesen Plättchen hr-ften jedoch auch noch viele gute Mehlteilchen an, welche, ohne hiebei die Kleie-und Keimteilehen zu zerschlagen oder zu zerreiben, entfernt werden müssen. Zur Bewerkstelligung dieser Arbeit wurden zahlreiche Auflösemaschinen, auch Detacheure genannt, nach den verschiedensten Grundsätzen gebaut, welche sich in der Hauptsache in drei Gattungen scheiden.
Nach der einen Bauart arbeitet die Auflösemaschine mittels rotierenden Flügelwerkes gegen rauhe oder gezahnte Flächen, daher der Name Flügeldetacheur ; nach der andern Bauart wirken Bürstenwalzen oder Bürstensegmente gegen glatte Flächen, daher der Name Bürstendetacheur, und nach der dritten Bauart wurde durch Schneckenwirkung eine Reibung der Produktenteilchen untereinander und an glatten Flächen hervorgerufen, weshalb diese Bauart unter dem Namen Sehneckendetacheur bekannt ist.
Während der Flügel- und Bürstendetacheur infolge seiner schlagenden bzw. zerreibenden Wirkung
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des Gutes überhaupt nicht entspricht, erfüllt der Schneckendetacheur bei Beibehaltung der ausschliesslich auf Reibung beruhenden Auflösewirkung wohl diese Anforderung, seine Leistungsfähigkeit ist jedoch dabei verhältnismässig gering, aus welchem Grunde zwecks Erhöhung der Leistungsfähigkeit bereits vorgeschlagen wurde, die Schneckendruckwirkung mit der Sehlagwirkung zu kombinieren, wobei aber die zerstörende Wirkung derselben notwendigerweise wieder zur Geltung kommen muss.
Die Maschine gemäss der Erfindung besitzt nun die Vorteile der Sehneckendetacheure in bedeutend erhöhtem Masse, ohne jedoch ihre Nachteile aufzuweisen.
Die Erfindung besteht nämlich bei ausschliesslich durch Schneckendruek wirkenden Auflöse- maschinen darin, dass die Auflöseorgane aus zwei Gruppen von gleichgerichteten Schrägflächenreihen zusammengesetzt sind derart, dass zwischen je zwei Reihen sieh fortbewegender Schrägfläehen je eine Reihe feststehender oder in gleicher Richtung, jedoch mit verschiedener Geschwindigkeit oder aber
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ruhe sauf die nächste vorübergehend teilweise wieder ausdehnen, wodurch die Auflösewirkung erfahrungsgemäss erhöht und beschleunigt wird, so dass die Anwendung der Schlagwirkung neben der Sehneekenwirkung zur Erhöhung der Leistung überflüssig ist.
Auf der Zeichnung ist die erfindungsgemässe Maschine beispielsweise dargestellt. Fig. 1 zeigt die Maschine im teilweisen Längsschnitt, Fig. 2 in Vorderansicht und Fig. 3 im Querschnitt. Fig. 4 veranschaulich die Arbeitsweise der Auflösemaschine.
Die dargestellte Maschine besteht aus einer rotierenden Trommel a, die von einem feststehenden
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flächen e und k entsteht, bis die Hauptmasse des Gutes, wie aus Fig. 4 ersichtlich, nach oben etwa im Sinne der Pfeile Z ausweicht und an den feststehenden Flächen k heruntergleitend sich wieder teilweise aus- dehnen'kann. Das Gut gelangt dann mit dem nachdrängenden Gut vermischt wieder auf die nächste Reihe A2 der rotierenden Schrägflächen e, worauf sich der gleiche Vorgang wiederholt usw. Durch die auf diese Weise unter gleichzeitiger Anwendung der Schneckenwirkung periodisch wiederholten Zusammenpressungen und dazwischen stattfindenden teilweisen Ausdehnungen des Gutes wird dieses untereinander in vollkommenster Weise vermischt und dabei wird jedes einzelne Körnchen aufgelöst.
Die Zeitdauer des Durchganges durch die Maschine, also auch ihre Arbeitsleistung werden durch eine Klappe d geregelt, welche in dem zweckmässig seitlich angeordneten Auslass o vorgesehen ist und durch einen Hebel g mit einer Feder e oder einem Gewichte in Verbindung steht. Die Regelung des Durchganges und der Arbeitsleistung erfolgt in der Weise, dass durch Anziehen oder Nachlassen einer Flügelmutter t durch die Klappe d dem austretenden Gut ein grösserer oder geringerer Widerstand entgegengesetzt wird, wodurch ein schnellerer oder langsamerer Durchgang des Gutes und somit auch eine grössere oder geringere Auflösewirkung herbeigeführt wird.
Die Reihen B1, B2... der Schrägflächen ; müssen nicht unbedingt feststehen, sondern es können auch diese Reihen eine mit den Reihen A1, A2... gleichgerichtete, jedoch langsamere oder aber eine den Reihen Ar, A2... entgegengesetzt gerichtete Bewegung erhalten. Ein Geschwindigkeitsunterschied von etwa 6-7 m hat sich als vorteilhaft erwiesen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Durch Schneckendruck wirkende Auflösemaschine, dadurch gekennzeichnet, dass die Auflöse- organe aus zwei Gruppen von gleichgerichteten Schrägflächenreihen zusammengesetzt sind derart, dass zwischen je zwei Reihen sich fortbewegender Schrägflächen je eine Reihe feststehender oder sich in gleicher
Richtung, jedoch mit verschiedener Geschwindigkeit oder aber in entgegengesetzter Richtung bewegender
Schrägflächen eingeschaltet ist.