AT106332B - Verfahren zur Herstellung einer Kunstmasse aus Azetylzellulose. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung einer Kunstmasse aus Azetylzellulose.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Herstellung einer Kunstmasse aus Azetylzelhüose. Den Gegenstand des Patentes Nr. 104106 bildet ein Verfahren zur Herstellung einer Kunstmasse aus Azetylzellulose. das im Wesen darin besteht, dass möglichst fein zerkleinerte Azetylzellulose ohne vorheriges Lösen und Gelatinieren, gegebenenfalls bei Anwesenheit geringer Mengen flüchtiger Stoffe bzw. Kampferersatzmittel, mit Füllstoffen gemischt und durch Pressung bei hohem Druck (über 100 Atmosphären) und bei hoher Temperatur (über 100 geformt wird. Eine Pressmasse. welche sich auch bei niedriger Temperatur und bei niedrigem Druck pressen lässt. kann aus der oben beschriebenen Pressmasse dadurch hergestellt werden, dass man den primären Presskörper zerkleinert und diese zerkleinerte Masse dann nochmals, u. zw. diesmal zur endgültigen Formgebung, unter Erwärmung presst. Eine Vereinfachung des Verfahrens lässt sich dadurch erzielen, dass man die primäre Pressmasse nicht mechanisch zerkleinert, sondern aus dem Presszylinder in heissem Zustande durch Öffnungen herausdriickt, wobei sich die Masse aufbläht und dadurch porös wird, so dass sie mühelos weiter zerkleinert werden kann. Es hat sich nun herausgestellt, dass es nicht notwendig ist, die primäre Pressmasse unter Druck herzustellen. Vielmehr kann man dieselbe durch die-nach den üblichen Verfahren gewonnenenplastischen Massen aus Azetylzellulose und Kampferersatzmitteln ersetzen. Zu diesem Zwecke werden die mit Hilfe von Lösungsmitteln oder Gelatinierungsmitteln hergestellten plastischen Massen scharf getrocknet und dann im Rohzustand oder in Form von fertigen Platten oder Stäben mechanisch zerkleinert und daraufhin in der gleichen Weise wie die zerkleinerte primäre Pressmasse in Formen verpresst. Hiebei ist es nicht notwendig, dieses plastische Material ebenso fein zu zerteilen wie die primäre Pressmasse, sondern es genügt, dieselben grob zu zerkleinern und bei Temperaturen, welche oberhalb deo Erweichungs- punktes liegen, unter starkem Druck zu pressen und unter Druck erkalten zu lassen, da bei Druckentlastung ein starkes Auftreiben der Presslinge eintritt. Man kann aber auch in der Weise verfahren, dass man ohne Druck erkalten lässt oder die heisse Pressmasse aus der Druckform herauspresst und dieselbe dann nochmals zerkleinert und wiederum der Heisspressung unterwirft. In diesem Falle tritt ein Auftreiben nicht mehr ein, und man erhält Presslinge von wesentlich grösserer Festigkeit als das Ausgangsmaterial. Erleichtert wird die Pressung, wenn man geringe Mengen von leicht verdampfenden Flüssigkeiten, welche kein Losungsvermogen zu besitzen brauchen, der Pressmasse hinzusetzt. Lässt man die heisse Pressmasse durch runde oder profilierte Kanäle oder Schlitze aus dem Presszylinder austreten, so entsteht ein voluminöses sprödes Material. Lässt man dieselbe jedoch in eine Hohlform eintreten, welche mit dem Presszylinder fest verbunden ist und in welcher sie unter Druck erkaltet, so erhält man die Pressmasse in profilierten Stangen oder, bei Einlesung von kleineren Hohlformen, in der Form dieser letzteren. Es kann auf diese Weise die in bekannter Weise aus Azetylzellulose hergestellte plastische Masse in einem einzigen Arbeitsgang in Formstücke von grosser Festigkeit übergeführt werden. Ebenso wie die primäre Masse, die sich nach dem Hauptanspruch des Patentes Nr.] 04106 ergibt, können also auch die plastischen Massen an Stelle der mechanischen Zerkleinerung durch Austreiben aus einem Presszylinder unter Druck und Wärme in die Form in Form von Fäden oder Bändern überführt und dann nach Zerkleinerung in die Hohlformen eingefüllt werden, oder man kann sie wie die primäre Pressmasse aus einem Presszylinder in heissem Zustande unter Druck in die Hohlformen hineinspritzen und sie hiedurch ohne Zerkleinerung in gebrauchsfertige Formstücke umwandeln. <Desc/Clms Page number 2> Es ist hiebei bemerkenswert, dass diese plastischen Massen, welche meist schon bei 70-80'erweichen und sich bei Temperaturen über 100 zu zersetzen beginnen, nach dem vorliegenden Verfahren, d. h. bei hohem Druck, auch weit über ihren Erweichungspunkten liegende Temperaturen aushalten, ohne EMI2.1 grösserer Mengen von pulverförmigen Füllmitteln brüchig werden, sondern im Gegenteil eine grössere mechanische Festigkeit erhalten, als sie vor dieser Verarbeitung (respektive Beimischung) besassen. Statt der Azetylzellulose kann man auch zur Ausführung des vorstehenden Verfahrens Gemische von Azetylzellulose mit andern Zelluloseestern, wie Formylzellulose, Azetonnitrozellulose, sowie auch Nitrozellulose, insbesondere Dinitrozelhùose, verwenden. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Herstellung von Formstücken aus Azetylzellulose, dadurch gekennzeichnet. dass man die aus Azetylzellulose und Eampferersatzmitteln in bekannter Weise hergestellten plastischen Massen zerkleinert und nach dem Verfahren des Patentes Nr. 104106 durch Druck unter Erwärmung zu Formstücken verpresst.
Claims (1)
- 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die plastischen Massen in Form von Fäden, Bändern od. dgl. aus der Druckform herausgepresst und dann abermals zerkleinert und durch Heisspressung geformt werden.3. Ausführungsform des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Pressmasse aus dem Presszylinder in heissem Zustand durch Öffnungen in geschlossene Hohlformen gepresst wird, wo sie unter Druck erkaltet.4. Ausführungsform des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass man die Azetylzellulose teilweise durch andere Zelluloseester ersetzt.
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