AT106332B - Verfahren zur Herstellung einer Kunstmasse aus Azetylzellulose. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer Kunstmasse aus Azetylzellulose.

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AT106332B
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Cellon Werke Dr Arthur Eicheng
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  Verfahren zur Herstellung einer   Kunstmasse   aus   Azetylzelhüose.   



   Den Gegenstand des Patentes   Nr.   104106 bildet ein Verfahren zur Herstellung einer   Kunstmasse   aus   Azetylzellulose.   das im Wesen darin besteht, dass möglichst fein zerkleinerte Azetylzellulose ohne vorheriges Lösen und Gelatinieren, gegebenenfalls bei Anwesenheit geringer Mengen flüchtiger Stoffe bzw. Kampferersatzmittel, mit Füllstoffen gemischt und durch Pressung bei hohem Druck (über 100 Atmosphären) und bei hoher Temperatur (über   100   geformt wird.

   Eine   Pressmasse.   welche sich auch bei niedriger Temperatur und bei niedrigem Druck pressen lässt. kann aus der oben beschriebenen Pressmasse dadurch hergestellt werden, dass man den primären Presskörper zerkleinert und diese zerkleinerte Masse dann nochmals, u. zw. diesmal zur endgültigen Formgebung, unter   Erwärmung   presst. Eine Vereinfachung des Verfahrens lässt sich dadurch erzielen, dass man die primäre Pressmasse nicht mechanisch zerkleinert, sondern aus dem Presszylinder in heissem Zustande durch Öffnungen herausdriickt, wobei sich die Masse aufbläht und dadurch porös wird, so dass sie mühelos weiter zerkleinert werden kann. 



   Es hat sich nun herausgestellt, dass es nicht notwendig ist, die primäre Pressmasse unter Druck herzustellen. Vielmehr kann man dieselbe durch die-nach den üblichen Verfahren gewonnenenplastischen Massen aus   Azetylzellulose   und Kampferersatzmitteln ersetzen. Zu diesem Zwecke werden die mit Hilfe von Lösungsmitteln oder Gelatinierungsmitteln hergestellten plastischen Massen scharf getrocknet und dann im Rohzustand oder in Form von fertigen Platten oder Stäben mechanisch zerkleinert und daraufhin in der gleichen Weise wie die zerkleinerte primäre Pressmasse in Formen verpresst.

   Hiebei ist es nicht notwendig, dieses plastische Material ebenso fein zu zerteilen wie die primäre   Pressmasse,   sondern es genügt, dieselben grob zu zerkleinern und bei Temperaturen, welche oberhalb   deo Erweichungs-   punktes liegen, unter   starkem Druck zu   pressen und unter   Druck erkalten zu lassen,   da bei Druckentlastung ein starkes Auftreiben der Presslinge eintritt. 



   Man kann aber auch in der Weise verfahren, dass man   ohne Druck erkalten lässt   oder die heisse Pressmasse aus der   Druckform   herauspresst und dieselbe dann nochmals zerkleinert und wiederum der Heisspressung unterwirft. In diesem Falle tritt ein Auftreiben nicht mehr ein, und man erhält Presslinge von wesentlich grösserer Festigkeit als das Ausgangsmaterial. Erleichtert wird die Pressung, wenn man geringe Mengen von leicht verdampfenden Flüssigkeiten, welche kein   Losungsvermogen zu   besitzen brauchen, der Pressmasse hinzusetzt. Lässt man die heisse Pressmasse durch runde oder profilierte Kanäle oder Schlitze aus dem Presszylinder austreten, so entsteht ein voluminöses sprödes Material.

   Lässt man dieselbe jedoch in eine Hohlform eintreten, welche mit dem   Presszylinder   fest verbunden ist und in welcher sie unter Druck erkaltet, so erhält man die Pressmasse in profilierten Stangen oder, bei   Einlesung   von kleineren Hohlformen, in der Form dieser letzteren. Es kann auf diese Weise die in bekannter Weise aus   Azetylzellulose   hergestellte plastische Masse in einem einzigen Arbeitsgang in Formstücke von grosser Festigkeit   übergeführt   werden.

   Ebenso wie die primäre Masse, die sich nach dem Hauptanspruch des Patentes   Nr.] 04106   ergibt, können also auch die plastischen Massen an Stelle der mechanischen Zerkleinerung durch Austreiben aus einem Presszylinder unter Druck und Wärme in die Form in Form von Fäden oder Bändern überführt und dann nach Zerkleinerung in die Hohlformen eingefüllt werden, oder man kann sie wie die primäre Pressmasse aus einem Presszylinder in heissem Zustande unter Druck in die Hohlformen hineinspritzen und sie hiedurch ohne Zerkleinerung in gebrauchsfertige Formstücke umwandeln. 

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   Es ist hiebei bemerkenswert, dass diese plastischen Massen, welche meist schon bei 70-80'erweichen und sich bei Temperaturen über 100  zu zersetzen beginnen, nach dem vorliegenden Verfahren, d. h. bei hohem Druck, auch weit über ihren Erweichungspunkten liegende Temperaturen aushalten, ohne 
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 grösserer Mengen von pulverförmigen Füllmitteln brüchig werden, sondern im Gegenteil eine grössere mechanische Festigkeit erhalten, als sie vor dieser Verarbeitung (respektive Beimischung) besassen. 



  Statt der Azetylzellulose kann man auch zur Ausführung des vorstehenden Verfahrens Gemische von Azetylzellulose mit andern Zelluloseestern, wie Formylzellulose, Azetonnitrozellulose, sowie auch Nitrozellulose, insbesondere   Dinitrozelhùose,   verwenden. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von   Formstücken   aus Azetylzellulose, dadurch gekennzeichnet. dass man die aus Azetylzellulose und   Eampferersatzmitteln   in bekannter Weise hergestellten plastischen Massen zerkleinert und nach dem Verfahren des Patentes Nr. 104106 durch Druck unter Erwärmung zu Formstücken verpresst.

Claims (1)

  1. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die plastischen Massen in Form von Fäden, Bändern od. dgl. aus der Druckform herausgepresst und dann abermals zerkleinert und durch Heisspressung geformt werden.
    3. Ausführungsform des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Pressmasse aus dem Presszylinder in heissem Zustand durch Öffnungen in geschlossene Hohlformen gepresst wird, wo sie unter Druck erkaltet.
    4. Ausführungsform des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass man die Azetylzellulose teilweise durch andere Zelluloseester ersetzt.
AT106332D 1919-01-25 1920-07-06 Verfahren zur Herstellung einer Kunstmasse aus Azetylzellulose. AT106332B (de)

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