AT106146B - Vorrichtung für Papiermaschinen zum Überleiten der Papierbahn von einer gefüllten auf eine leere Rolle. - Google Patents

Vorrichtung für Papiermaschinen zum Überleiten der Papierbahn von einer gefüllten auf eine leere Rolle.

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AT106146B
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Description


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  Vorrichtung für Papiermaschinen zum Überleiten der Papierbahn von einer gefüllten auf eine leere Rolle. 



   Bei   schnellaufenden   Papiermaschinen, die eine Papierbahn mit einer Geschwindigkeit von 100 oder sogar   350en   in der Minute erzeugen, macht das Überleiten der Bahn von einer Wickelrolle, die bereits vollgewickelt ist, auf eine frische, leere Rolle Schwierigkeiten. Dabei treten meist erhebliche Verluste an Papier ein, und oft entsteht in dem zu erzeugenden Wickel ein weicher Kern, der bei der weiteren Verarbeitung der Papierbahn Schwierigkeiten verursacht. 



  Um die Zeit des Überleitens abzukürzen, ist es gebräuchlich, in unmittelbarer Nachbarschaft der bereits vollgewickelten Rolle eine leere Rolle bereit zu halten und Mittel vorzusehen, um die vollgewickelte Rolle schnell durch sie zu ersetzen. Die   Papierbalm wird   der Wickelrolle über eine Trommel   zugeführt,   die Rolle ruht auf dem Papier auf der Trommel, und eine leere Rolle wird dadurch in Wirkung gebracht, dass sie aus der Wartestellung, in der sie sich ausser Berührung mit dem Papier befindet, in eine Stellung gebracht wird. in der sie das Papier berührt, und dass dann die Papierbahn abgetrennt und zum Aufwickeln auf die frische Rolle gebracht wird.

   Nach einer früheren Erfindung derselben Anmelderin werden diese Tätigkeiten nicht nur schnell. sondern in weitem Masse selbsttätig herbeigeführt, wobei die durch das Aufwickeln des Papiers verursachte Bewegung der vollgewickelten Rolle, oder eine, durch das Abnehmen der vollgewickelten Rolle verursachte Bewegung dazu ausgenutzt wird, 
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 wickeln des Papiers auf ihr herbeizuführen. 



   Der Zweck der vorliegenden Erfindung besteht darin, Mittel vorzusehen, um die Abtrennung der Papierbahn und ihr Aufwickeln auf eine leere Rolle vollkommen selbsttätig herbeizuführen. Dies geschieht gemäss der Erfindung mit Hilfe eines Wasserstrahles. Ein Mundstück ist in der Nähe der Aufwickelrolle vorgesehen und nach der Stellung gerichtet, die die Rolle in dem Augenblick einnimmt, wo es erwünscht ist, die Bahn auf sie überzuleiten Die Bewegungen der Aufwickelvorrichtung, die der Vorschiebung einer neuen Rolle in die Aufwickelstellung vorangehen oder sie begleiten, werden zur Öffnung eines Ventils ausgenutzt. um eine im voraus bestimmte Wassermenge dem Mundstück zuströmen zu lassen.

   Die Erfindung sieht ferner eine Einstellung der Zeit vor, in welcher Wasser aus dem Mundstück austritt, in bezug auf den Zeitpunkt, an welchem das   Ventil'betätigt wird, sowie   ferner ein schnelles Schliessen des Ventils nach dem gewünschtem Zeitraum, damit das Wasser nicht langsam und nutzlos aus dem Mundstück auf die Bahn tropft und sie zum Abreissen bringt. 



   Auf den Zeichnungen ist die Anwendung der Erfindung bei zwei verschiedenen Vorrichtungen zum Aufwickeln von Papierbahnen veranschaulicht. 



   Fig. 1 ist eine Seitenansicht und die Fig. 2 und 3 sind Einzelheiten einer Vorrichtung zum Aufwickeln einer Papierbahn nach der bekannten Bauart der Anmelderin. 



   Wie bei Vorrichtungen zum Aufwickeln einer Papierbahn dieser Bauart   gebräuchlich.   wird die Bahn der Rolle 1 über eine Trommel 2 zugeführt, die mit einer etwas höheren Umfangsgeschwindigkeit umläuft, als die Geschwindigkeit der zugeführten Bahn ist. Die Rolle 1 

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 Rahmen 4 unter der Wirkung der Schwerkraft nach der Trommel 2 hin zurück, wobei die Bewegung durch den Bremstopf 11   gedämpft wird,   die neue Rolle   1a   bewegt sich längs der Flächen 7 in die Lager 3 und kommt unmittelbar darauf mit der Papierbahn auf der Trommel 2 in Berührung, die infolge des Fortganges der Drehung wegen der lebendigen Kraft noch auf die   vollgewickelte   Rolle aufgewickelt wird. 



   Für die Zwecke der vorliegenden Erfindung, d. h. um das Aufspritzen von Wasser auf die neue Rolle   1a   herbeizuführen, lässt sich irgend ein geeigneter Teil der Bewegung des   Schwingralmens   verwenden. Bei der gezeichneten Ausführung wird ein Teil der nach innen gerichteten Bewegung des Schwingrahmens hierfür ausgenutzt. 



   Zweckmässig auf der   Rückseite   der Maschine ist ein Mundstück 12 vorgesehen. das schräg nach der Stellung gerichtet ist, die die Rolle einnimmt, kurz bevor sie in Berührung mit der Trommel tritt, d. h. nach der mit punktierten Linien gezeichneten Stellung. Das Mundstück, oder gegebenenfalls mehrere Mundstücke, sind so angeordnet, dass beim lebhaften 
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   Da sowohl das Abstellen wie das Anstellen des Wassers von der Bewegung des Schwingrahmens   selbsttätig   herbeigeführt werden soll, muss bei der dargestellten Ausführung, die zu diesem Zweck eine nach innen gerichtete Bewegung des Rahmens ausnutzt, das Wasser kurz bevor oder gerade in dem Zeitpunkt, wo der Rahmen das Ende seiner nach innen gerichteten Bewegung erreicht, abgestellt und kurz vor dem Ende dieser Bewegung angestellt werden. Nun muss aber das Wasser aus dem   Mundslück 12   erst ganz am Ende der Bewegung austreten, d. h. in dem Augenblick, wo die   Rolle 1a   die Trommel 2 berührt, und der Austritt des Wassers muss kurze Zeit nach diesem Zeitpunkt wieder aufhören.

   Um diese Verzögerung zwischen den Betätigungen des Ventils 14 einerseits, sowie dem An-und Abstellen des aus dem Mundstück 12 ausspritzenden Wasserstrahl anderseits herbeizuführen, ist in dem Wege des Rohres 13 ein Behälter 27 vorgesehen. 



   Wenn sich das Ventil langsam nach seiner Schlussstellung hin bewegen könnte, würde eine   gewisse   Zeit vergehen, während der Wasser durch das Ventil langsam strömt, und dessen Menge würde nicht hinreichen, um aus dem Mundstück 12 einen kräftigen Strahl austreten zu lassen.   Mithin würde   das Wasser aus dem Mundstück auf einen Teil der Rolle tropfen, die Bahn unnötigerweise anfeuchten und sie zum Abreissen bringen. Um dies zu verhüten, ist der in Fig. 2 veranschaulichte Bremstopf 19 vorgesehen, dessen Bohrung in ihrem unteren Teil erweitert ist. Nähert sich der Kolben dem Ende seines Hubs, so hört also der Widerstand der Flüssigkeit plötzlich auf, weil sie um den Kolben herum entweichen kann.

   Infolgedessen wird das Ventil 14 durch die Feder 15 schnell geschlossen, nachdem es während der erforderlichen Zeit weit offen gehalten war. 



   Die Wirkungsweise der neuen Vorrichtung ist folgende. Bewegt sich der Schwingrahmen nach der Wegnahme einer vollgewickelten Rolle unter der Wirkung der Feder   26   und der Schwerkraft und unter Überwindung des Widerstandes des Bremstopfes 11 nach innen, so drückt der Daumen 23 gegen den   Stift-3. 5 und verschiebt   den Stab 20 nach aussen, dessen 

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 hakenförmiges, inneres Ende den Hebel 1'7 verschwenkt, wodurch das Ventil 14 geöffnet wird.
Das Wasser füllt nun zunächst den Behälter 27 und kann aus dem   Mundslül'k 12 erst   aus- treten, nachdem der Behälter vollgelaufen ist. Durch Veränderung des Inhaltes des Behälters kann man leicht den Zeitpunkt genau einstellen, in dem das Wasser austritt. Ganz nahe dem
Ende der Bewegung, z.

   B. wenn der Schwingrahmen die in punktierten Linien angegebene
Stellung erreicht hat, tritt der Daumen   24   gegen den Stift 22 und verschiebt den Stab 20 weiter nach innen. Dadurch wird auch der Hebel 17 weiter verschwenkt, so dass sein Anschlag 25 gegen den Stab 20 stösst und den Eingriff des hakenförmigen Endes des Stabes 20 mit dem Hebel 17 aufhebt. Der Hebel 17 beginnt nun sogleich unter der Wirkung der Feder 15 und unter Überwindung des Widerstandes des   Bremstopfes 19 zurückzuschwingen   und das Ventil zu schliessen, jedoch wird dessen   Durchflussweite   zunächst noch nicht verringert. Sobald jedoch der Kolben des Bremstopfes die Erweiterung seines Zylinders erreicht, wird das Ventil plötzlich geschlossen.

   Der Bremstopf 19 bestimmt also die Länge der Zeit, während welcher Wasser aus dem Mundstück 12 austreten soll, und seine Stellung ist veränderlich, um diese Zeit verändern zu können. 



   Ein kleiner Zapfhahn 37 erlaubt ein dauerndes Ausrinnen des Behälters   27,   so dass er leer läuft, bis die nächste Rolle   vollgewiekelt   ist und die Auswechselung wieder eintreten soll. Statt dieses dauernden   Ausrinnens   lässt sich auch ein Halm vorsehen, der durch den Schwingrahmen bei seiner Bewegung nach aussen selbsttätig geöffnet und vor dem Beginn der Bewegungen wieder geschlossen wird, die mit der Überleitung der Bahn auf eine neue Rolle zusammenhängen. 



   Das auf die Rolle la gespritzte Wasser gelangt sogleich auf das Papier und   durchtränkt   es. Dies geschieht zu dem doppelten Zweck, die Bahn von dem Teil abzutrennen, der sich auf die abgenommene Rolle aufwickelt, und den Anfang des abgetrennten Teiles auf der neuen Rolle zum Haften bringen, so dass er sich auf ihr aufwickelt. 



   Im Falle des Reissens der Papierbahn oder aus andern Gründen kann es   nötig sein,   die beschriebenen Bewegungen unabhängig von der Bewegung des   Schwingrahmens   eintreten zu lassen. Zu diesem Zweck ist auf dem Drehzapfen des Rahmens ein Daumen 28 (Fig. 3) lose aufgesetzt, der mittels eines Handgriffes 29 gedreht werden kann. Eine einzige Umdrehung dieses Daumens 28 von Hand aus hat dann dieselben Wirkungen, wie die normale   Rückwärts-   bewegung des Schwingrahmens. 



   Fig.   4   veranschaulicht die Anwendung der Erfindung bei einer   ändern   bekannten Form von Vorrichtungen zum Aufwickeln einer Papierbahn. In diesem Falle wird die leere Rolle   1a     vonArmen30getragen. dievonHandmittelseinesZahnrades3   und eines   Zahnbogens 5. 3 verschwenkt   werden können. Die leere   Rolle 1a   nimmt die mit punktierten Linien gezeichnete Stellung ein, während die   vorhergehende Rolle 1 bewickelt wird. Ist   die Bewicklung beendet, so werden die Arme 30 in die mit   vollen Linien gezeichnete Stellung versehwenkt, so dass   die Rolle la in Berührung mit der Papierbahn kommt. Dies ist der Zeitpunkt, wo die Bahn abzutrennen und auf die neue Rolle aufzuwickeln ist. 



   Zu diesem Zwecke sind gemäss der Erfindung die Arme   30   mit einem   Schwanzstück   33 ausgerüstet, das auf einen Hahn 34 einwirkt, wenn die Arme 30 in der beschriebenen Weise verschwenkt werden, und welches dann den Hahn gegen die Wirkung einer Feder 35 öffnet. 



   Ist die Papierbahn auf die neue Rolle   1a   fest aufgewickelt, so werden die Arme 30 von Hand zurückverschwenkt, so dass sie die neue Rolle in die Lager des üblichen Schwingrahmens 4 bringen. Diese Bewegung der Arme darf den Hahn   34   nicht beeinflussen, dessen Schliessung in der schon beschriebenen Weise geregelt werden kann. Zu diesem Zweck ist der Halm mit einer, unter der Wirkung der Schwerkraft stehenden Falle 36 versehen, so dass das   Schwanzstück   33 an ihm in einer Richtung unwirksam vorübergehen kann. 



   Der Mechanismus zum Betätigen des oder der Wasserhähne lässt sich in weiten Grenzen ändern. So ist es z. B. nicht nötig, den Hahn durch die sich bewegenden Teile der Aufwickelvorrichtung   zu betätigen,   vorausgesetzt dass seine Betätigung durch deren Bewegung ver-   anlasst wird.   Der Hahn kann durch einen Daumen geöffnet und geschlossen werden, dem durch den Eingriff einer Kupplung, die ihn mit dem Antriebsmechanismus der Trommel 2 verbindet, eine einzige Umdrehung erteilt werden kann. In diesem Falle würde die Wirkung des Schwing-   rahmens   sich darauf   beschränken,   die Kupplung einzurücken, worauf der Daumen sich dreht und den erforderlichen Kreis der Wirkungen in den erforderlichen Zeitabständen ausführt. 

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Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Vorrichtung für Papiermaschinen zum Aufwickeln der Papierbahn, bei der die Bahn über eine Trommel zu einer Wickelrolle gelangt und eine leere Rolle in der Nähe der Wickel- EMI3.1 <Desc/Clms Page number 4> die der Bewegung einer leeren Rolle in die Berührungslage mit der Papierbahn vorangebf'n oder sie begleiten, das Öffnen und Schliessen eines Ventils bewirken, durch welches Wasser zu einem Mundstück gelangt, das es auf die leere Rolle spritzt, wodurch die Papierbahn selbsttätig abgetrennt und zum Aufwickeln auf die leere Rolle veranlasst wird.
    2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zeit, während der das Ventil geöffnet ist, durch einen einstellbaren Bremstopf bestimmt wird, der ein plötzliches Schliessen des Ventils gestattet.
    3. Vorrichtung nach Anspruch l, bei der die leere Rolle durch Ansätze des Schwingrahmens auf Schrägflächen in die Lager des Schwingrahmens geführt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegung des Schwingrahmens nach innen das Austreten und. Absperren des Wassers von dem Mundstück mit einer gewissen zeitlichen Verschiebung herbeiführt.
    4. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Einschaltung eines Behälters zwischen dem Ventil und dem Mundstück, wobei sich der Behälter zwischen zwei aufeinanderfolgenden Betätigungen des Überleitungsmechanismus für die Papierbahn entleert oder mit einem selbsttätig bewegten Hahn versehen ist, der ihn zwischen zwei aufeinanderfolgenden Betätigungen dieses Mechanismus leer laufen lässt. EMI4.1
AT106146D 1925-02-05 1926-01-26 Vorrichtung für Papiermaschinen zum Überleiten der Papierbahn von einer gefüllten auf eine leere Rolle. AT106146B (de)

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