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Vorrichtung für Papiermaschinen zum Überleiten der Papierbahn von einer gefüllten auf eine leere Rolle.
Bei schnellaufenden Papiermaschinen, die eine Papierbahn mit einer Geschwindigkeit von 100 oder sogar 350en in der Minute erzeugen, macht das Überleiten der Bahn von einer Wickelrolle, die bereits vollgewickelt ist, auf eine frische, leere Rolle Schwierigkeiten. Dabei treten meist erhebliche Verluste an Papier ein, und oft entsteht in dem zu erzeugenden Wickel ein weicher Kern, der bei der weiteren Verarbeitung der Papierbahn Schwierigkeiten verursacht.
Um die Zeit des Überleitens abzukürzen, ist es gebräuchlich, in unmittelbarer Nachbarschaft der bereits vollgewickelten Rolle eine leere Rolle bereit zu halten und Mittel vorzusehen, um die vollgewickelte Rolle schnell durch sie zu ersetzen. Die Papierbalm wird der Wickelrolle über eine Trommel zugeführt, die Rolle ruht auf dem Papier auf der Trommel, und eine leere Rolle wird dadurch in Wirkung gebracht, dass sie aus der Wartestellung, in der sie sich ausser Berührung mit dem Papier befindet, in eine Stellung gebracht wird. in der sie das Papier berührt, und dass dann die Papierbahn abgetrennt und zum Aufwickeln auf die frische Rolle gebracht wird.
Nach einer früheren Erfindung derselben Anmelderin werden diese Tätigkeiten nicht nur schnell. sondern in weitem Masse selbsttätig herbeigeführt, wobei die durch das Aufwickeln des Papiers verursachte Bewegung der vollgewickelten Rolle, oder eine, durch das Abnehmen der vollgewickelten Rolle verursachte Bewegung dazu ausgenutzt wird,
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wickeln des Papiers auf ihr herbeizuführen.
Der Zweck der vorliegenden Erfindung besteht darin, Mittel vorzusehen, um die Abtrennung der Papierbahn und ihr Aufwickeln auf eine leere Rolle vollkommen selbsttätig herbeizuführen. Dies geschieht gemäss der Erfindung mit Hilfe eines Wasserstrahles. Ein Mundstück ist in der Nähe der Aufwickelrolle vorgesehen und nach der Stellung gerichtet, die die Rolle in dem Augenblick einnimmt, wo es erwünscht ist, die Bahn auf sie überzuleiten Die Bewegungen der Aufwickelvorrichtung, die der Vorschiebung einer neuen Rolle in die Aufwickelstellung vorangehen oder sie begleiten, werden zur Öffnung eines Ventils ausgenutzt. um eine im voraus bestimmte Wassermenge dem Mundstück zuströmen zu lassen.
Die Erfindung sieht ferner eine Einstellung der Zeit vor, in welcher Wasser aus dem Mundstück austritt, in bezug auf den Zeitpunkt, an welchem das Ventil'betätigt wird, sowie ferner ein schnelles Schliessen des Ventils nach dem gewünschtem Zeitraum, damit das Wasser nicht langsam und nutzlos aus dem Mundstück auf die Bahn tropft und sie zum Abreissen bringt.
Auf den Zeichnungen ist die Anwendung der Erfindung bei zwei verschiedenen Vorrichtungen zum Aufwickeln von Papierbahnen veranschaulicht.
Fig. 1 ist eine Seitenansicht und die Fig. 2 und 3 sind Einzelheiten einer Vorrichtung zum Aufwickeln einer Papierbahn nach der bekannten Bauart der Anmelderin.
Wie bei Vorrichtungen zum Aufwickeln einer Papierbahn dieser Bauart gebräuchlich. wird die Bahn der Rolle 1 über eine Trommel 2 zugeführt, die mit einer etwas höheren Umfangsgeschwindigkeit umläuft, als die Geschwindigkeit der zugeführten Bahn ist. Die Rolle 1
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Rahmen 4 unter der Wirkung der Schwerkraft nach der Trommel 2 hin zurück, wobei die Bewegung durch den Bremstopf 11 gedämpft wird, die neue Rolle 1a bewegt sich längs der Flächen 7 in die Lager 3 und kommt unmittelbar darauf mit der Papierbahn auf der Trommel 2 in Berührung, die infolge des Fortganges der Drehung wegen der lebendigen Kraft noch auf die vollgewickelte Rolle aufgewickelt wird.
Für die Zwecke der vorliegenden Erfindung, d. h. um das Aufspritzen von Wasser auf die neue Rolle 1a herbeizuführen, lässt sich irgend ein geeigneter Teil der Bewegung des Schwingralmens verwenden. Bei der gezeichneten Ausführung wird ein Teil der nach innen gerichteten Bewegung des Schwingrahmens hierfür ausgenutzt.
Zweckmässig auf der Rückseite der Maschine ist ein Mundstück 12 vorgesehen. das schräg nach der Stellung gerichtet ist, die die Rolle einnimmt, kurz bevor sie in Berührung mit der Trommel tritt, d. h. nach der mit punktierten Linien gezeichneten Stellung. Das Mundstück, oder gegebenenfalls mehrere Mundstücke, sind so angeordnet, dass beim lebhaften
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Da sowohl das Abstellen wie das Anstellen des Wassers von der Bewegung des Schwingrahmens selbsttätig herbeigeführt werden soll, muss bei der dargestellten Ausführung, die zu diesem Zweck eine nach innen gerichtete Bewegung des Rahmens ausnutzt, das Wasser kurz bevor oder gerade in dem Zeitpunkt, wo der Rahmen das Ende seiner nach innen gerichteten Bewegung erreicht, abgestellt und kurz vor dem Ende dieser Bewegung angestellt werden. Nun muss aber das Wasser aus dem Mundslück 12 erst ganz am Ende der Bewegung austreten, d. h. in dem Augenblick, wo die Rolle 1a die Trommel 2 berührt, und der Austritt des Wassers muss kurze Zeit nach diesem Zeitpunkt wieder aufhören.
Um diese Verzögerung zwischen den Betätigungen des Ventils 14 einerseits, sowie dem An-und Abstellen des aus dem Mundstück 12 ausspritzenden Wasserstrahl anderseits herbeizuführen, ist in dem Wege des Rohres 13 ein Behälter 27 vorgesehen.
Wenn sich das Ventil langsam nach seiner Schlussstellung hin bewegen könnte, würde eine gewisse Zeit vergehen, während der Wasser durch das Ventil langsam strömt, und dessen Menge würde nicht hinreichen, um aus dem Mundstück 12 einen kräftigen Strahl austreten zu lassen. Mithin würde das Wasser aus dem Mundstück auf einen Teil der Rolle tropfen, die Bahn unnötigerweise anfeuchten und sie zum Abreissen bringen. Um dies zu verhüten, ist der in Fig. 2 veranschaulichte Bremstopf 19 vorgesehen, dessen Bohrung in ihrem unteren Teil erweitert ist. Nähert sich der Kolben dem Ende seines Hubs, so hört also der Widerstand der Flüssigkeit plötzlich auf, weil sie um den Kolben herum entweichen kann.
Infolgedessen wird das Ventil 14 durch die Feder 15 schnell geschlossen, nachdem es während der erforderlichen Zeit weit offen gehalten war.
Die Wirkungsweise der neuen Vorrichtung ist folgende. Bewegt sich der Schwingrahmen nach der Wegnahme einer vollgewickelten Rolle unter der Wirkung der Feder 26 und der Schwerkraft und unter Überwindung des Widerstandes des Bremstopfes 11 nach innen, so drückt der Daumen 23 gegen den Stift-3. 5 und verschiebt den Stab 20 nach aussen, dessen
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hakenförmiges, inneres Ende den Hebel 1'7 verschwenkt, wodurch das Ventil 14 geöffnet wird.
Das Wasser füllt nun zunächst den Behälter 27 und kann aus dem Mundslül'k 12 erst aus- treten, nachdem der Behälter vollgelaufen ist. Durch Veränderung des Inhaltes des Behälters kann man leicht den Zeitpunkt genau einstellen, in dem das Wasser austritt. Ganz nahe dem
Ende der Bewegung, z.
B. wenn der Schwingrahmen die in punktierten Linien angegebene
Stellung erreicht hat, tritt der Daumen 24 gegen den Stift 22 und verschiebt den Stab 20 weiter nach innen. Dadurch wird auch der Hebel 17 weiter verschwenkt, so dass sein Anschlag 25 gegen den Stab 20 stösst und den Eingriff des hakenförmigen Endes des Stabes 20 mit dem Hebel 17 aufhebt. Der Hebel 17 beginnt nun sogleich unter der Wirkung der Feder 15 und unter Überwindung des Widerstandes des Bremstopfes 19 zurückzuschwingen und das Ventil zu schliessen, jedoch wird dessen Durchflussweite zunächst noch nicht verringert. Sobald jedoch der Kolben des Bremstopfes die Erweiterung seines Zylinders erreicht, wird das Ventil plötzlich geschlossen.
Der Bremstopf 19 bestimmt also die Länge der Zeit, während welcher Wasser aus dem Mundstück 12 austreten soll, und seine Stellung ist veränderlich, um diese Zeit verändern zu können.
Ein kleiner Zapfhahn 37 erlaubt ein dauerndes Ausrinnen des Behälters 27, so dass er leer läuft, bis die nächste Rolle vollgewiekelt ist und die Auswechselung wieder eintreten soll. Statt dieses dauernden Ausrinnens lässt sich auch ein Halm vorsehen, der durch den Schwingrahmen bei seiner Bewegung nach aussen selbsttätig geöffnet und vor dem Beginn der Bewegungen wieder geschlossen wird, die mit der Überleitung der Bahn auf eine neue Rolle zusammenhängen.
Das auf die Rolle la gespritzte Wasser gelangt sogleich auf das Papier und durchtränkt es. Dies geschieht zu dem doppelten Zweck, die Bahn von dem Teil abzutrennen, der sich auf die abgenommene Rolle aufwickelt, und den Anfang des abgetrennten Teiles auf der neuen Rolle zum Haften bringen, so dass er sich auf ihr aufwickelt.
Im Falle des Reissens der Papierbahn oder aus andern Gründen kann es nötig sein, die beschriebenen Bewegungen unabhängig von der Bewegung des Schwingrahmens eintreten zu lassen. Zu diesem Zweck ist auf dem Drehzapfen des Rahmens ein Daumen 28 (Fig. 3) lose aufgesetzt, der mittels eines Handgriffes 29 gedreht werden kann. Eine einzige Umdrehung dieses Daumens 28 von Hand aus hat dann dieselben Wirkungen, wie die normale Rückwärts- bewegung des Schwingrahmens.
Fig. 4 veranschaulicht die Anwendung der Erfindung bei einer ändern bekannten Form von Vorrichtungen zum Aufwickeln einer Papierbahn. In diesem Falle wird die leere Rolle 1a vonArmen30getragen. dievonHandmittelseinesZahnrades3 und eines Zahnbogens 5. 3 verschwenkt werden können. Die leere Rolle 1a nimmt die mit punktierten Linien gezeichnete Stellung ein, während die vorhergehende Rolle 1 bewickelt wird. Ist die Bewicklung beendet, so werden die Arme 30 in die mit vollen Linien gezeichnete Stellung versehwenkt, so dass die Rolle la in Berührung mit der Papierbahn kommt. Dies ist der Zeitpunkt, wo die Bahn abzutrennen und auf die neue Rolle aufzuwickeln ist.
Zu diesem Zwecke sind gemäss der Erfindung die Arme 30 mit einem Schwanzstück 33 ausgerüstet, das auf einen Hahn 34 einwirkt, wenn die Arme 30 in der beschriebenen Weise verschwenkt werden, und welches dann den Hahn gegen die Wirkung einer Feder 35 öffnet.
Ist die Papierbahn auf die neue Rolle 1a fest aufgewickelt, so werden die Arme 30 von Hand zurückverschwenkt, so dass sie die neue Rolle in die Lager des üblichen Schwingrahmens 4 bringen. Diese Bewegung der Arme darf den Hahn 34 nicht beeinflussen, dessen Schliessung in der schon beschriebenen Weise geregelt werden kann. Zu diesem Zweck ist der Halm mit einer, unter der Wirkung der Schwerkraft stehenden Falle 36 versehen, so dass das Schwanzstück 33 an ihm in einer Richtung unwirksam vorübergehen kann.
Der Mechanismus zum Betätigen des oder der Wasserhähne lässt sich in weiten Grenzen ändern. So ist es z. B. nicht nötig, den Hahn durch die sich bewegenden Teile der Aufwickelvorrichtung zu betätigen, vorausgesetzt dass seine Betätigung durch deren Bewegung ver- anlasst wird. Der Hahn kann durch einen Daumen geöffnet und geschlossen werden, dem durch den Eingriff einer Kupplung, die ihn mit dem Antriebsmechanismus der Trommel 2 verbindet, eine einzige Umdrehung erteilt werden kann. In diesem Falle würde die Wirkung des Schwing- rahmens sich darauf beschränken, die Kupplung einzurücken, worauf der Daumen sich dreht und den erforderlichen Kreis der Wirkungen in den erforderlichen Zeitabständen ausführt.
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