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Vorrichtung zum Füllen von Tuben oder ähnlichen Behältern, insbesondere mit Pasten od. dgl.
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ist im Gestell 36 axial verschiebbar. Das Füllrohr 1 ragt in eine Bohrung 40 im Gestell hinein, die die Tube führt, wenn sie auf das Füllrohr 1 geschoben oder von ihm abgezogen wird.
Die Kurvenscheiben 7,9 und 20. und die Nockenscheibe 26 sind derart geformt und auf den Wellen 6 und 8 in der Weise befestigt, dass sie dem Kolben 3, dem Träger 15, der Hülse 2 und dem Füllrohr 1 Bewegungen in bestimmter Abhängigkeit voneinander erteilen, wie nachstehend, insbesondere an Hand der Fig. 3-7, erläutert wird. Im Diagramm nach Fig. 7 ist auf der Abszissenachse zwischen a und e die Zeit während eines Füllvorganges und auf der Ordinatenachse der Hub der Tube A aufgetragen. Die stark ausgezogene Kurve gibt somit die jeweilige Stellung der Tube an.
Die Tube A wird von einem Förderwerk seitlich in der Richtung der Welle 8 unter das Füllrohr 1 bewegt (Periode a-b, Fig. 7) und dann vom Träger 15 auf das Füllrohr 1 aufgeschoben (Periode b-c, Fig.. 7). Dann bewegt sich der Kolben 3 nach links und drückt eine bestimmte Menge Füllstoff, beispielsweise Paste, durch die Öffnung 23 und das Füllrohr 1 heraus. Gleichzeitig bewegt sich der Träger 15 nach unten und zieht die Tube A mit (Periode c-d, Fig. 7), in die so viel Paste fortlaufend eingeführt wird, dass beim Verlassen der Füllrohrmündung etwas Paste seitlich und aufwärts zwischen der Füllrohrmündung und den Tubenmantel gepresst wird und ein Pastenrand B (Fig. 3) gebildet wird.
Wenn die Tube A während ihrer Abwärtsbewegung eine bestimmte Lage erreicht hat, hat der Kolben 3 die in Fig. 1 gezeigte Wendelage erreicht, d. h. die Zufuhr von Paste zu der Tube wird unterbrochen. Die Auslassöffnung 23 bleibt indessen noch offen. Die Tube wird weiter nach unten bis zu einer bestimmten vorübergehenden Ruhelage (bei d, Fig. 7) bewegt und der Kolben 3 fängt an, eine Saugbewegung nach rechts auszuführen, so dass etwas Paste in das Füllrohr zurückgezogen wird. Die zähe Paste im Füllrohr ist jedoch bestrebt, an der der Tube zugeführten Paste anzuhaften, so dass ein Pastenstrang 0 entsteht (Fig. 4).
Dann verdreht die Zahnstange 18 die Hülse 2, so dass die Auslassöffnung 23 geschlossen und die Einsaugöffnung 22 mit einem Zufuhrkanal 31 für die Paste in Verbindung gesetzt werden, während der Kolben 3 seine Bewegung nach rechts fortsetzt und Paste in die Hülse 2 einsaugt.
Wenn die Tube A die oben angegebene Ruhelage einnimmt, sinkt der Pastenstrang 0 zufolge seines Eigengewichtes und der kleinste Querschnitt des Stranges bewegt sich zufolge der genannten Saugwirkung aufwärts in die Mündung des Füllrohres hinein (Fig. 5). Da das Füllrohrende innen eingeschnürt ist, so dass es wesentlich enger ist als die Tube A, erfolgt die erwähnte Aufwärtsbewegung des kleinsten Querschnittes des Pastenstranges sehr schnell. Am Ende der Stillstandsperiode oder nach dieser Periode wird die Stange 59 axial bewegt und dreht das Zahnrad 24 und somit auch das Füllrohr 1, so dass der Pastenstrang C verwunden wird. Da der Pastenstrang durch diese Verwindung geschwächt wird, wird er leicht zerrissen (Fig. 6), wenn die Tube sich weiter nach unten bis zu ihrer Endlage bewegt (Periode d-e, Fig. 7).
Schliesslich wird die Tube seitwärts bewegt und einer Verschliessvorrichtung zugeführt.
Durch entsprechende Formgebung der Kurvenscheibe 9 ist es möglich, der Tube A eine kurze Aufwärtsbewegung somit im ganzen eine hin-und hergehende Bewegung gemäss der gestrichelten Linie in Fig. 7 zu erteilen, statt die Tube in obenerwähnter Weise einstweilig stillzusetzen. Es ist auch möglich, die Kurvenseheibe 9 derart auszubilden, dass die Tube A erst beim Erreichen ihrer tiefsten Lage (bei e, Fig. 7) stillgesetzt wird und in diesem Falle wird der vorübergehende Stillstand durch eine Bewegungsverzögerung gemäss der strichpunktierten Linie in Fig. 7 und nachherige Beschleunigung ersetzt, bei welcher Beschleunigung der Pastenstrang abgerissen wird.
Es kann gegebenenfalls vorteilhaft sein, den letzten Abschnitt der Abwärtsbewegung (zwischen d und e, Fig. 7) auch dann zu beschleunigen, wenn die Bewegung bei d in der beschriebenen Weise stillgesetzt oder verzögert wird.
Durch eine derartige gegenseitige Anpassung der Bewegungen der verschiedenen Arbeitsorgane und durch angemessene Formgebung des Füllrohrendes wird der Pastenstrang C innerhalb des Füllrohres abgerissen (Fig. 6). Der untere Teil des abgerissenen Pastenstranges sinkt sodann und füllt die Vertiefung innerhalb des Pastenringes B (Fig. 5 und 6), so dass eine möglichst ebene Oberfläche der Paste in der Tube erhalten wird. Beim nachherigen Verschliessen der Tube wird die Paste die Tube zur. Gänze füllen, jedoch ohne dass Gefahr besteht, dass Paste aus den beim Verschliessen der Tube gebildeten Falz herausgequetscht wird. Ausserdem wird dadurch vorgebeugt, dass aus dem Füllrohr 1 ein langer Pastenstrang herausragt, der an der Tubenwand anhaften würde, wenn die Tube seitwärts aus ihrer Lage gegenüber dem Füllrohr bewegt wird.
Auch wird beim Füllvorgang keine Paste am oberen Ende der Innenwand der Tube anhaften und nachher herausgequetscht werden. Ein dünner Ring D aus Paste wird freilich an der Aussenseite des Füllrohrendes anhaften, wo dieses Ende in die Paste hineintaucht ; dies ist. jedoch belanglos, da das verengte Füllrohrende und die Wand der von der Führung 40 gestützten Tube nie in Berührung miteinander gelangen.
Im Rahmen der Erfindung sind verschiedene Abänderungen gegenüber der beschriebenen Ausführungsform möglich. Statt die Tube'A auf das Füllrohr 1 aufzuschieben, kann letzteres in die Tube hineingesteckt werden und eine der im vorhergehenden beschriebenen Ausziehbewegung ähnliche Bewegung ausführen und es ist auch möglich, der Tube mittels einer Reibungsschiene eine Drehbewegung zum Verwinden des Pastenstranges zu erteilen. Statt die Füllstoffzufuhr mittels einer Pumpe zu regulieren, kann dies mittels von Kurvenscheiben od. dgl. betätigter Ventile in einem Füllstoffzufuhrkanal bewirkt werden.