AT106017B - Einrichtung zum Belüften von Keimtrommeln. - Google Patents

Einrichtung zum Belüften von Keimtrommeln.

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AT106017B
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Topf J A & Soehne
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  Einrichtung zum Belüften von   Keimtrommeln.   



   Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Belüften von Keimtrommeln und bezweckt, im Wärmeund Feuchtigkeitsgrad und   Kohlensäuregehalt   stets dem jeweiligen Zustande des Keimgutes bzw. dem zu erzielenden Keimungsergebnis angepasste Luft, entweder unter ständiger   gänzlicher   oder teilweiser Erneuerung, oder unter wiederholter Verwendung (als   sogenannte Umluft) zwecks Kohlensäureanreicherung,   derart in wechselnden Richtungen durch die Trommel zu leiten, dass mit Sicherheit eine gleichmässige   Belüftung   des darin befindlichen Keimgutes auch in seinen kleinsten Teilen erzielt wird.

   Es ist bekannt, für diesen Zweck die Trommel mit   Lufttemperier-und Befeuchtungsvorrichtungen   zu verbinden und in den Luftleitungen   Absperr-und Umsehaltorgane zur Herbeiführung   eines Luftrichtungswechsels vorzusehen. Die Erfindung bezieht sich nun hauptsächlich auf Trommeln für besonders grosse Leistungen (400 q und mehr je Trommel), die mit einem eingebauten Sieb versehen sind, das in der Ruhelage der Trommel als Lagerfläche für das Keimgut dient. Das Keimgut wird zeitweise in dieser Lage belüftet, wobei die Luft in der Regel unter dem Sieb zugeführt wird. Die Trommel wirkt dann wie ein Keimkasten, weshalb sie auch Kastentrommel genannt wird. Für eine ausreichende Belüftung im oben angegebenen Sinne genügen für solche Trommeln die bekannten Einrichtungen nicht.

   Gemäss der Erfindung ist für diesen Zweck ein bei guter Raumausnutzung den   natürlichen Strömungsverhält-   
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 Leitungen und Kanäle vorgesehen, durch das die Trommel an beiden Stirnseiten sowie nach oben hin (d. h. in der Regel der über dem Sieb liegende   Tiommelteil)   derart mit den Lüftern und der Luft-   temperier-und Befeuchtungseinriehtung   verbunden ist,   dass wahlweise gleichzeitig   oder abwechselnd von   bei den Trommrlstirnseiten   sowie wechselweise in beiden   Querrichtungen   (durch das Sieb) mit Frischluft, oder teils Frischluft, teils   Umluft,   oder nur Umluft, von beliebigem   Wärme- und Feuchtig-   keitsgrad und Kohlensäuregehalt gelüftet werden kann.

   Ein wesentliches Merkmal bildet hiebei eine mit der Trommel und der   Lilfttemperier- und Befeuchtungseinrichtung   in Verbindung stehende eigenartige Kanalanordnung, welche mittels weniger Umschalt-und Regelorgane die Wirkung der Lüfter in der Weise beherrscht, dass die vorstehend angegebenen Wirkungen der Belüftung in der für die zweckmässige Behandlung des Keimgutes sehr wichtigen Weise erreicht werden, dass die Luft in jedem Falle gezwungen wird, die   Lufttemperier-und Befeuchtungseinriehtungen   zu bestreichen. 



   Eine weitere Ausbildung der Erfindung besteht darin, dass die die Kanäle beherrschenden Lüfter durch eine Leitung mit Umschaltorgan verbunden sind, um wahlweise eine Ableitung oder wiederholte Umleitung der gesamten oder eines Teiles der verbrauchten Luft zu ermöglichen. 



   Die Zeichnungen zeigen schematisch ein Ausführungsbeispiel einer solchen Belüftungseinrichtung.
Fig. 1 ist ein senkrechter Längsschnitt durch die ganze Anlage ; Fig. 2 ein Schnitt nach a-b (Fig. 1) ; Fig. 3 ein Schnitt nach   c-d   (Fig. 1) ; Fig. 4 ein Schnitt nach   e-t (Fig. 1)   ; Fig. 5 ein Schnitt 
 EMI1.2 
 



   Die Trommel 1 besitzt an beiden Stirnseiten leere Raumabteilungen 2 und ein eingebautes Sieb 3. 



  Ihr Aussenmantel kann ganz oder teilweise luftdurchlässig   oder-undurchlässig   oder   abschliessbar   sein, jedoch muss er so ausgebildet sein, dass gegenüber dem Sieb   3 luftdurchlässige   Teile   4   vorhanden sind (Fig. 1 und 4). Mit beiden Stirnseiten der Trommel sind   Luft. zuleitungsstutzen J,   6 verbunden, deren vorderer 5 durch ein Zweigrohr 7 in einen   zweckmässig   oberhalb der   Trommel   angeordneten Luftkanal 8   und deren hinterer 6 durch ein Zweigrohr 9 in einen zweckmässig unter der Trommel liegenden Luftkanal10 einmündet.

   Der vordere Stutzen 5 ist ferner mit einer Abteilung 12 einer Kammer 11 verbunden, in   

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 welche die (nicht dargestellten) bekannten Einrichtungen zum Erwärmen oder Kühlen sowie Befeuchten der eingeführten Luft vor ihrem Eintritt in die Trommel eingebaut werden. In die Stutzen 5, 6, 7 sind   ferner Umstellklappen 13, 14, 15 od. dgl. eingesetzt.   



   Die Einführung der Frischluft erfolgt durch den Lüfter 16, der die durch den Stutzen 25 angesaugte Luft zunächst in die Kammer 11 bläst. Letztere ist beispielsweise durch eine Zwischenwand 17 geteilt, um eine Verlängerung des Luftweges durch die   Temperier-und Befeuchtungseinriehtung   zu erzielen. Durch eine Öffnung 18 tritt die Luft dann von unten in die Abteilung 12 ein (wo sie gegebenenfalls nochmals   je nach Bedait   gekühlt oder erwärmt und befeuchtet werden kann) und von dort in den Trommelstutzen 5. An dieselbe Kammerabteilung schliesst auch mit einer Eingangsöffnung 19 der Kanal 33, 10 an. 



   Zum Absaugen und Umleiten der Luft dient ein zweiter Lüfter   20,   dessen Saugstutzen 21 an den Kanal 8 angeschlossen ist. Dieser Lüfter ist ausserdem mit dem Saugstutzen 25 des Lüfters 16 durch eine Leitung 22 verbunden, in die eine Umschaltklappe 23 od. dgl. zur Freigabe oder zum Abschliessen der Ausblasleitung 24 des Lüfters 20 eingebaut ist. Vor der Einmündungsstelle der Leitung 22 in den Stutzen 25 ist in diesen ebenfalls eine Umstellklappe 26 eingebaut. 



   Sind die Leitungen 24,25 durch die Klappen 23, 26 geschlossen, so muss die aus Kanal 8 abströmende Luft immer wieder durch die Leitung 22, Lüfter 16, Kammer 11, 12 usw. zur Trommel zurückkehren. Sind beide Klappen offen, so wird dauernd Frischluft zugeführt. Sind sie teilweise offen, so erfolgt eine Belüftung durch ein teils aus Frischluft, teils aus Umluft bestehendes Luftgemisch. In allen Fällen streicht die Luft oder das Luftgemisch bei ihrem Eintritt oder ihrer   Rückkehr   zuerst durch die   Temperier-und Befeuchtungsabteilungen 11, 12.   



   Der Kanal 8 besitzt bis auf die Trommel reichende bzw. deren   luftdurchlässige   Teile 4 überdeckende Luftfänge 32. Er mündet ausser zum Stutzen 21 des Lüfters 20 durch eine Abzweigung 27 in einen Kanal 28 (Fig. 5), der anderseits durch eine Abzweigung 29 mit dem Kanal 10 in Verbindung steht (Fig. 7). Durch eine Umstellklappe 30 (Fig. 1 und 5) kann entweder nur Kanal 8 oder nur Kanal 28 mit dem Absauglüfter 20 in Verbindung gebracht werden. Ferner können durch eine Zwischenstellung der Klappe beide Kanäle gleichzeitig von diesem Lüfter beherrscht werden. Das gleiche kann in bezug auf die   Kanäle-. M   und 28 durch eine Umstellklappe 31 erzielt werden. Letztere beherrscht gleichzeitig den Zugang 33 von der Kammer 12 zum Kanal 10. 



   Mit dieser Einrichtung sind alle   Belüftungsmoglichkeiten   gegeben, wie sie nachstehend kurz gekennzeichnet sind :
1. Fall : Belüftung mit Frischluft von beiden Stirnseiten der Trommel zugleich : Klappen 26,   - M, M geöffnet, Klappe 3. 1   gibt Kanal 33,   10,   Klappe 23 die Ausblasleitung 24 frei. Klappe 30 schliesst Kanal 28 ab. Alle übrigen Klappen sind geschlossen. Luftweg :   25-16-11-12-5-33-10-9-1-3-     32-8-21-20-24.   Die Klappe 13 wird weniger geöffnet als die Klappe 14, um eine gleichmässige Luftzufuhr an beiden Stirnseiten der Trommel zu erzielen. 



   2. Fall   : Wie l.   Fall, jedoch teilweise oder gänzlich mit Umluft : Teilweises oder gänzliches Schliessen der Klappen 26,23 bzw. der Leitungen 26, 24. Luftweg wie 1. Fall, jedoch teilweise oder gänzliche Zurückleitung der Luft aus 8 durch Leitung 22 zum Lüfter   16,   von dort wiederholter Umlauf unter Mischung mit Frischluft oder als reine Umluft. 



   3.   Fall :   Belüftung mit Frischluft nur von der vorderen Stirnseite der Trommel : Klappen 26, 13 geöffnet, Klappe 23 gibt die Ausblasleitung 24 frei, Klappe 31   schliesst   Kanal 33, 10, Klappe 30 den Kanal 28 ab. Alle übrigen Klappen sind geschlossen. Luftweg :   25-16-11-12-5-1-3-32-8-     21-20-24.   



   4. Fall : Wie 3. Fall, jedoch teilweise oder gänzlich mit Umluft (siehe die in Fig. 1 eingezeichneten Pfeile) : Teilweises oder gänzliches Schliessen der Klappen 26,23 bzw. der Leitungen 25,   24.   Luftweg der gleiche, jedoch mit Umleitung über 22, im übrigen wie für den 2. Fall angegeben. 



   5. Fall : Belüftung mit Frischluft nur von der hinteren Stirnseite der Trommel : Klappe 14 
 EMI2.1 
 ab. Alle übrigen Klappen sind geschlossen.   Luftweg : 25-16-11-12-19-33-10-9-6-1-3-32-     8-21-20-24.   



   6. Fall : Wie 5. Fall, mit der bereits für den 2. und 4. Fall angegebenen Umleitung. 



   In allen bisher angegebenen Fällen erfolgt die Durchlüftung des auf dem Sieb 3 ruhenden Keimgutes in der Richtung von unten nach oben. Soll eine Durchlüftung von oben nach unten stattfinden, so ergibt sich für Belüftung mit Frischluft folgender
7. Fall : Klappen 26,   15, 14   geöffnet, Klappe 31 schliesst Durchgang 33, Klappe 30 Kanal 8 ab. 



  Luftweg :    25-16-11-12-5-7-8-32-1-3-6-9-10-29-28-21-20-24.   



   Ausserdem ist für diese Belüftung die für den 2., 4. und 6. Fall angegebene Umleitung durch entsprechende Einschaltung der   Lüfter-Verbindungsleitung   22 ebenfalls möglich. 



   Um die erforderliche Sättigung der durch den Kanal 10 zum hinteren Stirnende der Trommel geleiteten Luft mit Sicherheit aufrechtzuerhalten, kann am Kanalausgang (unmittelbar vor dem   tuber   gangsstutzen 9) noch eine zweite   Befeuchtungsvorrichtung   angeordnet werden, 

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Die baulichen Einzelheiten der ganzen   Belüftungseinrichtung   sind natürlich im einzelnen je nach den örtlichen, insbesondere den Raumverhältnissen, sowie den Leistungsmengen und entsprechend dem   xu   erzielenden Endprodukt unter Zugrundelegung desselben Erfindungsgedankens in mebrfacher Hin-icht gegenüber den rein schematischen zeichnerischen Darstellungen veränderbar. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zum Belüften von Keimtrommeln mit eingebautem Sieb und Luftzuführung von den Stirnseiten, dadurch gekennzeichnet, dass die Trommel an beiden Stirnseiten sowie nach oben hin derart durch   umschalt-und regelbare Luftleitungen   mit den Lüftern und Lufttemperier-und Befeuchtungsvorrichtungen verbunden ist, dass wahlweise gleichzeitig oder abwechselnd von beiden Trommelstirnseiten, sowie wechselweise in beiden Querrichtungen mit Frischluft, oder teils Frischluft, teils Umluft, oder nur mit Umluft, von   beliebigem Wärme- und Feuchtigkeitsgrad   und Kohlensäuregehalt, gelüftet werden kann. 
 EMI3.1 


Claims (1)

10, 28) zur gleichzeitigen und wechselweisen Luftzuführung von beiden Trommelstirnseiten, sowie zur wechselweisen Belüftung durch das Sieb (3) hindurch, bei jedesmaligem vorheligen Durchgange der Luft durch die Temperier- und Befeuchtungseimichtungen, in Verbindung steht.
3. Ausführungsform nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kanäle (8, 10) EMI3.2 Umschlat- und Regelorganen (30, 31) zwecks wahlweiser Führung von ständig oder zum Teil erneuerter Luft oder nur von Umluft in wechselnden Richtungen durch die Trommel (1) und bei jedesmaligem vorherigen Durchgange der Luft durch die Temperier- und Befeuchtungsvorrichtungen beherscht werden.
4. Ausführungsform nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die die Kanäle (8, 12, EMI3.3 sind, zwecks wahlweiser Ableitung oder wiederholter Umleitung der gesamten oder eines Teiles der verbrauchten Luft. EMI3.4
AT106017D 1925-03-25 1926-03-01 Einrichtung zum Belüften von Keimtrommeln. AT106017B (de)

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