AT105789B - Verfahren zur Reinigung von Melasse für die Hefefabrikation. - Google Patents
Verfahren zur Reinigung von Melasse für die Hefefabrikation.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Reinigung von Melasse für die Hefefabrikation. EMI1.1 <Desc/Clms Page number 2> schläge zuzusetzen oder solche Niederschläge in ihnen zur Entstehung kommen zu lassen, um mit Hilfe dieser voluminösen Niederschläge, welche die Verunreinigungen mechanisch mit sich reissen, eine Klärwirkung auszuüben. Von diesen bekannten Verfahren unterscheidet sich das vorliegende dadurch, dass der erzeugte hochdisperse Niederschlag durch längeres Erhitzen des Gemisches allmählich auf einen immer geringeren Dispersitätsgrad gebracht wird. bis schliesslich eine grobdisperse Fällung entstanden ist, die sich leicht absetzt. Diese Erhitzung muss beträchtlich unterhalb der Siedetemperatur des Gemisches, zweckmässig zwischen 70 und 800, vor sich gehen. Nicht diese bestimmte Temperatur aber ist das allein Ausschlag- EMI2.1 temperatur eine allmähliche Verringerung seines Dispersitätsgrades erleidet. Ein kurzes Erhitzen bei Siedetemperatur oder auch zwischen 70 und 80 würde nicht zum Ziele führen. Diese an und für sich nicht sehr sinnfälligen Verschiedenheiten im Arbeitsgang gewinnen dadurch entscheidende Bedeutung, dass man durch Anwendung der in der Zuckerindustrie gebräuchlichen Methoden zur Vorbehandlung der Melasse zum Zwecke ihrer Verarbeitung auf Hefe keine befriedigenden Ergebnisse erzielen konnte. Hingegen gelingt es nach dem vorliegenden Verfahren nicht nur die üblichen Melassen derart vorzubehandeln, dass eine hellere und haltbarere Hefe aus ihnen gewonnen werden kann, sondern auch Kolonialmelassen für die Hefeerzeugung brauchbar zu machen, die bekanntlich-bis auf sorgsam ausgewählte Sorten bester Beschaffenheit - als -Nährlösung für die Hefeerzeugung bisher gar nicht verwendbar waren. Es liegt in der Natur der Kolloidchemie, dass von den bekannten Verfahren grobsinnlich nicht sehr abweichende Massnahmen zu sehr auffälligen Abweichungen in der Wirkungsweise führen können. Als Ausführungsbeispiele seien die folgenden erwähnt : 1. 250 leg Melasse wurden mit 450 cm3 Schwefelsäure, 600g Natron-Wasserglas von 37 Be (10 Natriumsilikat entsprechen 26 cm3 Normallauge) versetzt. Das Wasserglas wurde vor dem Zugeben zur Melasse mit der 10fachen Menge Wasser verdünnt. Dann wurden 200 g Kalk zugesetzt und auf 77'5 C erhitzt. Diese Temperatur wurde beibehalten und während des ganzen Kochprozesses gleichzeitig gerührt, ebenso noch'/ Stunde nach Zugabe des Kalkes. Der Niederschlag, der sehr kräftig war, setzte sich glatt zu Boden. Bei einem EMI2.2 betrug 1-770/o bzw. auf einen Trockensubstanzgehalt von 28-76% berechnet 6#14%. Die Hefe hatte muscheligen Bruch, war von gelblich-weisser, sehr heller Farbe und dunkelte nur ganz unmerklich nach. Die Haltbarkeit war sehr befriedigend. Die Hefe trocknete, ohne vorher weich zu werden, ein. 2. 250 kg Melasse wurden mit 170 cm3 Schwefelsäure von 600 Bé neutralisiert und 21/2 'Alummiumsulfat (AlSO4] s + 18H2O) hinzugefügt. Dann wurde mit den äquivalenten Mengen Ammoniak versetzt (880 cm3 25% Ammoniaklösung entsprechend 199#76g Ammoniak (NH2]) und schliesslich 200 Kalk zugefügt. Während der Zugabe der einzelnen Reagenzien und auch noch 1/", Stunde nach der Kalkzugabe wurde auf 77'5 C erhitzt und gerührt. Es entstand ein kräftiger grobflockiger Niederschlag, der sich in kurzer Zeit glatt zu Boden setzte. Bei einem Kochversuch mit Säure entstand keine neuerliche Trübung. Die geklärte Melasse wurde in den Gärbottich gelassen, mit 71/2 kg Superphosphat und 6'7 kg Ammonsulfat EMI2.3 gelblich-weisser Farbe, dunkelte fast nicht nach. Die Haltbarkeit war sehr befriedigend. Die Hefe trocknete, ohne weich zu werden, ein.
Claims (1)
- PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Reinigung von Melasse für die Hefefabrikation, bei dem in der Melasse durch Tonerdehydrat oder ähnliche Hydroxyde ein Niederschlag erzeugt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Melasse mit dem Niederschlag, gegebenenfalls nach Zusatz anderer koagulierender oder fällender Mittel, längere Zeit auf eine beträchtlich unter dem Siedepunkt liegende Temperatur (zweckmässig zwischen 70 und 800 C) erhitzt und die Melasse dann in üblicher Weise von dem grobflockig gewordenen Niederschlag getrennt wird.
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