AT10576B - Apparat zur gewichtsperzentuellen Bestimmung der in Getreidesorten enthaltenen Fremdkörper. - Google Patents

Apparat zur gewichtsperzentuellen Bestimmung der in Getreidesorten enthaltenen Fremdkörper.

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AT10576B
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Alfred Reisz
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Alfred Reisz
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  • Adjustment And Processing Of Grains (AREA)

Description


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   Österreichische PATENTSCHRIFT   Ni. 10576.   
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 Apparat zur gewichtsperzentuellen Bestimmung der in Getreidesorten enthaltenen
Fremdkörper. 
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 mischten Fremdkörper eine bedeutende Rolle, da diese den Wert des Getreides bedeutend becinflussen. Obzwar die Menge dieser Verunreinigungen (Besatzes) auf sämtlichen Auslandsplätzen in Gewichtsperzenten bestimmt werden, stehen   bisher dennoch äusserst unvoU-   
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 Getreidekörnern beigemischten Besatz durch Auszählen zu bestimmen.

   Diese zahlweise Bestimmung gibt jedoch einesteils die Gewichtsverhältnisse des Besatzes nicht genau an. andernteils ist sie nicht verlässlich, da mit Rücksicht auf die kleine zur Probe benützte Getreidemenge das Verlorengehen eines einzigen Besatzkornes bereits eine Abweichung von beiläutig 1/10 Prozent von dem wirklichen Mischungsverhältniss verursachen kann. Zweck   der vorliegenden Erfindung   ist nun, einen Apparat zu schaffen, durch den man im stande ist, die   Menge   des Besatzes in den Getreidearten direkt in Gewichtsperzenten zu bestimmen. 



     Der den Gegenstand der Erfindung bitdende Apparat   ist aus mehreren zur Beur- 
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 stimmung der Menge des Besatzes erfolgt bei vorliegendem Apparate derart, dass man auf   einer zu dem Apparate gehörigen, genauen Wage   eine Getreidemenge von einem EinheitsgewichtabwiegtunddiesegenaufestgestellteGetreidemengeübereineschiefeGlasplatte führt, wobei dann der Besatz sich teils selbst scheidet resp. von der schief gestellten Glasplatte herunterrollt und in eine Wagschale gelangt, teils mittelst eines entsprechenden Sortierers in dieselbe abgeleitet wird, welch letztere dann nach Beendigung des Auslesens   auf den einen Arm der Wage gehängt   und mit dem aufgenommenen Besatz abgewogen wird.

   Die zur   Wage gehörigen Gewichte sind   derart ausgemessen, dass sie ein bestimmtes Perzent des zum Abwiegen des Getreides benutzten Einheitsgewichtes ausmachen. Da diese   Pt'rzent/. ahl   an den betreffenden Gewichten markiert und ablesbar ist, so erhält man dadurchunmittelbardieGewichtsperzentedesindemgeprüftenGetreideenthaltenen Besatzes. 



   Der Apparat nimmt verhältnismässig wenig Raum ein, ist in seine einzelnen Teile zerlegbar und diese beim Transport selbst in dem zum Apparate   gehörenden   Kasten unter- 
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 in Anspruch. Der Apparat ist hauptsächlich für Bureaus zur   Konstatierung   des percentuellen Besatzes an Fruchtproben bestimmt. 
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 Fig. 2 die Oberansicht, Fig. 3 die Vorderansicht desselben, 
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Fig. 7 die Seitenansicht dos Handsortierers im   vergrösserten     Massstäbe,  
Fig. 8 die vom Kasten abgeschraubte Wagsäule in vergrössertem Massstabe,
Fig. 9 die Seitenansicht des Waghalters,
Fig. 10 die Vorderansicht des Wagrumpfes,. 



   Fig. 11 die Gewichtsschale der Wage,
Fig. 12 die Getreideschale,
Fig. 13 die   ssesatzschale   derselben, während
Fig. 14 einen Längsschnitt durch die Getreidegleitbahn veranschaulicht. 



   Den Hauptbestandteil des Apparates bildet der Kasten a, dessen Deckel am hinteren Teile horizontal, am vorderen und mittleren Teile geneigt ist (Fig. 1, 4). Der hintere, horizontale Teil des Deckels kann geöffnet werden und dient die unter diesem Deckel   befindliche Abteilung des Kastens dazu,   um beim Transport die vom Kasten abmontierten
Teile sowie die zum Apparate gehörenden Instrumente geeignet unterzubringen. In Fig. 4 ist dieser horizontale Deckel geöffnet dargestellt. An dem schiefen Teil des Deckels ist indem mittleren Felde b eine Glasplatte befestigt (Fig. 2, 3 und 4), auf der das Auslesen der Getrcidekörner erfolgt, die \ on der am oberen Ende der Glasplatte seitwärts angeordneten Gleitbahn c kommen.

   An dem unteren Ende der Glasplatte ist eine nach oben zu öffnende Tür d angebracht (Fig. 2 und 4), durch welche die herunterrollenden Besatzkörner und sonstigen Verunreinigungen in die Besatzschule f gelangen, welche in einer nach vorne ausziehbaren Schublade e eingelegt ist. Am oberen Ende der Glasplatte, auf der der Gleit- 
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 ordnet   (Fig. 2),   durch welche die von den Vereinreinigungen befreiten Getreidekörner in eine in der   mittleren   Abteilung des Kastens angeordnete und nach der Seite zu ausziehbare Schublade A eingeführt werden (Fig. 1 und 4).

   An dem aufklappbaren, horizontalen Deckel des Kastens ist die Wage aufmontiert, die in folgende Teile zerlegt werden kann : eine am unteren Ende mit   Schraubengewinde versehene Säule i   (Fig. 8), der   hirtenstah-     förmige Träger k   (Fig. 9), der zweiarmige Wagenrumpf l (Fig. 10), die Wagschalc In (Fig. 11) und der im unteren Teil mit einem Ventil s versehene   Getreidebfrher M (Fig. 12) resp.   die an Stelle des letzteren zu hängende   Besatzwagschale/ (Fig. 13).

   Bei der   Aufstellung wird zuerst die Säule i in die am hinteren Teil des Kastendeckels befindliche, mit Schraubenguwinde versehene Bohrung gesteckt, sodann wird in die   Bohrung   der Säule i der hirtenstabförmig Träger k hineifngeschoben und in der erforderlichen Höhenlage durch die Schraube p   festgeklemmt   (Fig. 1 und 8). Nun wird der Wagerumpf l in den Haken dos   Trägers     k eingehängt   und auf dessen Arme die   Wagschalcn anfgehängt. Vor   der Wage ist der Gewichtsbebälter r angeordnet, der mit den verschieden   grossen Gewichten, sowie mit   einer zum Ergreifen der kleineren Gewichte dienenden Pinzette ausgerüstet ist.

   Das grösste   vorbandene Gewicht bildet   das Einheitsgewicht, das zum Abwiegen der zu prüfenden Getreidemenge dient. Die übrigen kleineren Gewichte dienen zum Abwiegen des in dem Getreide enthaltenen Besatzes, und es ist bei jedem derselben angegeben, wieviel Perzent des Einheitsgewichtes dasselbe bildet. 



   Zum Apparate gehört ausserdem ein   Löffc ! (Fig. 5   und   ( !), mit welchem   das Getreide in den Becher   tt   geschöpft wird. Zum Ausheben der überflüssigen   Körner kann   der etwas 
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 der   nngcrhutartig   auf den Zeigefinger aufgesteckt wird und durch dessen flaches Ende die Körner in die entsprechende Schublade geführt werden.

   Der am oberen Ende der Glasplatte b rechts angeordnete Kasten, der die Gleitbahn c enthält, ist an seinem Deckel mit einer kreisförmigen   Öffnung.   während die der Glasplatte zugekehrte Seitenwand mit einer Schiebetür o versehen ist   (Fig. 14).   Unterhalb der oberen kreisförmigen Öffnung ist ein nach der Tür o zu geneigter Boden angeordnet, über den die herunterfallenden Getreidekerner luit gewisser Geschwindigkeit zur Tür o herunterrutschen. Durch kleineres oder   grösseres   Öffnen der Schiebetür 0 kann man die Menge des   ausfliessende   Getreides regeln. 



   Die gewichtsperzentuelle   Bestimmung   der in dem Getreide enthaltenen Verunreinigungen erfolgt auf folgende Weise : 
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 dann mittelst des Schöpflöffels soviel Getreide in den Becher n, dass die Wage in Gleichgewicht kommt. Nun hebt man den Becher   11   von der Wage ab und steckt ihn mittelst seines unteren Ansatzes über die   kreisförmige   Öffnung der Gleitbahn c, dann hebt man das   Ventil s vermittelst   seiner nach aufwärts stehenden Stange aus dem Becher, und lässt dadurch das Getreide in die Gleitbahn c fallen.

   Nun steckt man den Handsortierer t auf 
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 durch die aufgemachte Tür d in die   Hesatzschale l heruntor,   während die nicht herunterrollenden eckigen Unreinigkeiten vermittelst des Ilandsortierers t heruntergetührt werden. 



  Wenn nun das Auslesen erfolgt ist, wird die   Schale f mit   dem aufgenommenen Besatze auf den freien Arm der Wage aufgehängt dud das Gewicht des Besatzes durch Abwiegen genau bestimmt. Die zum Abwiegen benützten Gewichte geben, wie es bereits erwähnt wurde, unmittelbar den   perzentuellen Gehalt   des Satzes der zur Probe benützten Getreidemenge. 



   Nach erfolgtem Auslesen, d. i. bevor man den Besatz abwiegt, kann man sich von der Vollkommenheit des Auslesens überzeugen, indem man das gereinigte Getreide auf einer Tasse aus Celluloid oder dgl. ausbreitet. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : 
1. Apparat zur gewichtsperzentuellen Bestimmung der in Getreidearten enhaltenen Fremdkörper, bei welchem die zu   prüfende   Getreidemenge mit einem Einheitsgewicht auf einer Wage abgewogen wird, gekennzeichnet durch einen Kasten (a), in dessen geneigten Deckel eine Glasplatte (b) eingesetzt ist, über welche das aus dem Getreidebecher (n) bekannter Art, der nach dem Wägen über einer Gleitbahn aufgesetzt wird, austretende Getreide gleitet, zum Zwecke, mittelst eines auf einen Finger aufsteckbaren Sortierers   )   das Getreide, während des Herabgleitens über die Glasplatte   (b)   in eine Lade   (h)   und den Besatz in eine Schale   (f)   zu leiten.

Claims (1)

  1. 2. Bei einem Apparate nach Anspruch 1 ein an seinem rückwärtigen Ende mit einem aufklappbaren Deckel versehener Kasten (a), dessen Inneres in drei Abteilungen geteilt ist, von denen die rückwärtige Abteilung zur Unterbringung der abmontierbaren Bestandteile des Apparates, sowie der dazu gehörigen Instrumente, während die mittlere Abteilung mit einer sich nach oben öffnenden Tür (9) und einer seitwärts ausziehbaren Schublade (11) zur Aufnahme der ausgelesenen Getreidekörner, und die vordere Abteilung mit einer am EMI3.1 haltenden Schublade (e) zur Aufnahme des über die schiefe Ebene herunterrollenden resp. heruntergeleiteten Besatzes dient (Fig. 4).
    3. Bei einem Apparate nach Anspruch 1 ein Kasten, der mit einer schiefen Scheidewand (c) und einer Sc} Üebtür (0) versehen ist, über welche Scheidewand (c) das Getreide mit regulierbarer Geschwindigkeit auf die schiefe Ebene (b) gelangt
AT10576D 1901-01-15 1901-01-15 Apparat zur gewichtsperzentuellen Bestimmung der in Getreidesorten enthaltenen Fremdkörper. AT10576B (de)

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