DE685698C - Waage fuer die unmittelbare Bestimmung von Raumgewichten - Google Patents

Waage fuer die unmittelbare Bestimmung von Raumgewichten

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DE685698C
DE685698C DEB181604D DEB0181604D DE685698C DE 685698 C DE685698 C DE 685698C DE B181604 D DEB181604 D DE B181604D DE B0181604 D DEB0181604 D DE B0181604D DE 685698 C DE685698 C DE 685698C
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DE
Germany
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vessel
compartment
tray
measuring vessel
balance housing
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Expired
Application number
DEB181604D
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English (en)
Inventor
August-Wilhelm Belger
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AUGUST WILHELM BELGER
Original Assignee
AUGUST WILHELM BELGER
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Publication date
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01GWEIGHING
    • G01G19/00Weighing apparatus or methods adapted for special purposes not provided for in the preceding groups

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Sampling And Sample Adjustment (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft eine Waage für die unmittelbare Bestimmung von Raumgewichten mit einem zwischen dem Zuführungstrichter und der Lastschale angeordneten Abteilgefäß. Während es sich bei den bekannten Einrichtungen dieser Art um verhältnismäßig verwickelt gebaute, umfangreiche Anlagen handelt, die dazu dienen, ununterbrochen arbeitenden Getreideverwiegungsanlagen laufend selbsttätig Proben zu entnehmen und ihr Raumgewicht (Hektolitergewicht o. dgl.) zu prüfen, bezweckt die Erfindung, eine einfache, dabei aber völlig einwandfrei arbeitende Vorrichtung zu schaffen, die an Stelle der bisher verwendeten tragbaren Getreideprober treten soll, deren Gebrauch verhältnismäßig viel Zeit in Anspruch nimmt. Diese Getreideprober bestehen aus einer größeren Anzahl loser Teile, nämlich einem Füllrohr, einem
ao Hohlmaß, einem Vorlauf körper und einer gleicharmigen Balkenwaage mit den dazugehörigen Gewichtssteinen.
Mit den letztgenannten Mitteln geschah eine Raumgewichtsbestimmung in folgender Weise:
In ein am unteren Ende durch einen Schieber geschlossenes Füllrohr wird zunächst ein Vorlaufkörper eingelegt und dann das Rohr bis zum Rande mit der betreffenden Getreideprobe gefüllt. Dann wird das Füllrohr auf ein Hohlmaß aufgesetzt und sein Verschluß schieb er geöffnet. Vorlaufkörper und Getreideprobe fallen dann mit immer gleicher Wucht in das Hohlmaß herab, weil Löcher im Boden des Hohlmaßes die den Fall abbremsende Luft unter dem Vorlaufkörper leicht entweichen lassen. Dadurch wird eine stets gleichmäßige Füllung erzielt. Durch Einstecken eines Schiebers wird dann das Hohlmaß randvoll abgestrichen und nach seiner Trennung vom Füllkörper für sich an eine Balkenwaage gehangen und ausgewogen. Auf einer Tabelle muß dann der zum festgestellten Probegewicht zugehörige Hektoliter-
gewichtswert festgestellt werden. Bei diesem j schoben werden. Der Führungsring 7 weist langwierigen Vorgang kamen leicht Irrtümer J zu diesem Zwecke einen oder mehrere Kurvenvor, die Wiederholungen einzelner Arbeits?T; vorgänge erforderten. Außerdem gingen <3Ιψ 5 losen Teile leicht verloren oder waren Be^"' Schädigungen unterworfen, wodurch die Genauigkeit der Messung beeinträchtigt wurde. Ein weiterer Nachteil bestand in dem unweigerlich sich ergebenden Herausstreuen von 10 Getreide.
Zur Vermeidung der erwähnten Nachteile wird gemäß der Erfindung die Lastschale einer Waage selbst als Meßgefäß ausgebildet, über dem am Waagengehäuse leicht ver-•5 schiebbar ein Abteilgefäß angeordnet ist, das mittels eines Zentrierringes mit einem entsprechenden Abschluß- und Auffangring des oberen Meßgefäßrandes zusammenwirkt. Unter dem unten zu öffnenden Meßgefäß ist dabei eine am Waagengehäuse gelagerte Auffangschale zum Ableiten des Prüfgutes vorgesehen. Besonders zweckmäßig ist es, das am Waagengehäuse verschiebbar gelagerte Abteilgefäß in an sich bekannter Weise mittels in Kurvenschlitzen von Tragarmen gleitender Stifte zu führen. Diese Kurvenschlitze sind mit oberen und unteren Rasten versehen, in die sich die Führungsstifte des Abteilgefäßes einlegen können, um letzteres in seinen End-Stellungen zu sichern. Das Meßgefäß selbst ist unkippbar auf der Wiegebrücke angeordnet und wird mittels eines Bodenschiebers entleert.
Da es zur Erzielung genauer Ergebnisse erforderlich ist, einen sogenannten Vorlaufkörper zum Verdrängen, der Luft aus dem Meßgefäß zu verwenden, so wird im weiteren Ausbau der Erfindung die unter der Lastschale am Waagengehäuse gelagerte Auffangschale zum Ableiten des aus der Lastschale entleerten Prüfgutes mit einem Rost zum Auffangendes Vorlaufkörpers versehen. Hierdurch erübrigen sich sonst notwendige Handgriffe zum Auffangen des Vorlaufkörpers. Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung veranschaulicht.
Abb. ι zeigt die neue Vorrichtung, schematisch dargestellt, im Aufriß.
Abb. 2 veranschaulicht in vergrößertem Maßstab einen Schnitt durch die wesentlichen Teile der Vorrichtung.
Auf der Lastschale 2 einer Neigungswaage 1 ist ein Hohlmaß 3 angeordnet. Unterhalb desselben ist am Waagengehäuse die Ablaufschale 4 befestigt. Ein Abteilgefäß 5 ist senkrecht verschiebbar am Waagengehäuse gelagert, während der darüberliegende Einfülltrichter 6 an dem Gehäuse der Waage 1 ortsfest angebracht ist. Das Abteilgefäß 5 kann in einem Führungsring 7 eines am Waagengehäuse sitzenden Tragarmes 8 senkrecht ver- 9 auf, in denen am Mantel des Ab- ;' tejlgefäßes S sitzende Stifte 10 geführt wer-J .den. Durch entsprechende Gestaltung der !Kurvenschlitze 9 ist ein Heben oder Senken des Abteilgefäßes S durch Verdrehen möglich, indem die Kurvenschlitze als Hubführung für die Stifte 10 wirken. Die Enden der Kurvenschlitze sind mit Rasten 1.1 und 12 versehen, so daß das Abteilgefäß entweder in seiner oberen Stellung durch die Raste 11 oder in seiner unteren Stellung durch die Raste 12 gesichert ist. Das Abteilgefäß 5 weist an seinem unteren Ende einen Zentrierring 13 auf, der mit einem entsprechenden Ring 14 des auf der Lastschale 2 sitzenden Hohlmaßes in Eingriff kommt, so daß zwischen beiden ein unbedingt sicherer Ver-Schluß gegeben ist.
Das Abteilgef'äß 5 besitzt ferner zwei Schieber 15 und 16, die mit entsprechenden Handgriffen versehen sind.
Das Hohlmaß 3 weist an seinem unteren Ende einen gelochten Schieber 17 auf. Ein Vorlauf körper trägt das Bezugszeichen 18.
Die mit dem Waagengehäuse 1 starr verbundene Ablauf schale 4 besitzt einen Fangrost 19 für den Vorlaufkörper 18.
Die Skala 20 der Waage 1 ist mit einer Einteilung für die Hauptgetreidearten versehen und zeigt sofort das entsprechende Hektolitergewicht an. Selbstverständlich ist die Vorrichtung bei Anordnung einer entsprechenden Skala auch zur Bestimmung des Raumgewichtes beliebiger anderer schüttbarer Güter geeignet.
Die Handhabung der Vorrichtung ist die folgende: Unter Anfassen des Handgriffes des Schiebers 15 oder 16 wird das Abteilgefäß 5 verdreht und dabei so weit gesenkt, bis es auf dem Hohlmaß 3, wie in Abb. 2 dargestellt, dicht aufsitzt, indem die Ringe 13 und 14 in Eingriff gebracht werden. Der i°5 Schieber 15 wird dann herausgezogen und der Vorlauf körper 18 in die gezeichnete Stellung I gebracht, so daß er auf dem Schieber 16 aufliegt; sodann wird durch den Einfülltrichter 6 Getreide in das Abteil- "° gefäß 5 eingefüllt, bis es über die Schiebergrenze reicht. Daraufhin wird der Schieber 15 geschlossen und der Schieber 16 geöffnet. Samt dem Vorlaufkörper 18 fällt das Getreide nunmehr in das Hohlmaß 3 hinein. Der "S Vorlaufkörper nimmt dabei die Stellung IT ein. Der Schieber 16 wird darauf wieder geschlossen und das Abteilgefäß 5 durch eine der voraufgegangenen Verdrehung entgegengesetzte Drehung vom Hohlmaß 3 abgehoben, 12» bis die Stifte 10 in den Rasten 11 ruhen. Durch Einschalten der Waage kann jetzt an
der Skala 20 das Hektolitergewicht unmittelbar abgelesen werden; sodann erfolgt das Ausschalten der Waage. Die Schieber 17, 16 und 15 werden geöffnet, so daß sich die gesatnte Vorrichtung vollständig über die ortsfest gelagerte Ablaufschale 4 entleeren kann. Der Vorlauf körper 18 wird dabei durch den Rost 19 aufgefangen.
Das Abteilgefäß S erhält durch den Schieber 15 einen stets gleichbleibenden Rauminhalt, wie er auch bei dem bisher bekannten Reichsgetreideprober verlangt wird. Der rinnenförrnige Ring 14 am oberen Ende des Hohlmaßes 3 soll die etwa beim Abheben des
'S Abteilgefäßes 5 vor dem Wiegen über den Rand rutschenden Körner auffangen. Diese müssen nötigenfalls nach dem Wiegen beseitigt werden. Die Schieber 15, 16 und 17 sind in ihren Führungen natürlich so befestigt, daß sie nicht völlig aus ihnen .entfernt werden können, sondern nur so weit, wie es zu ihrem einwandfreien Arbeiten erforderlich ist. Die Schieber 15 und 16 besitzen an ihrem vorderen Rand V-förmige Messerschneiden, wie es schematisch in der Nebenfigur der Abb. 2 veranschaulicht ist. Der Schieber 17 ist durchlöchert, um beim Herabfallen des Vorlauf körpers 18 die Luft entweichen zu lassen.

Claims (5)

  1. Patentansprüche:
    i. Waage für die unmittelbare Bestimmung von Raumgewichten mit einem zwischen dem Zuführungstrichter und der. Lastschale angeordneten Abteilgefäß, dadurch gekennzeichnet, daß das über der
    als Meßgefäß (3) ausgebildeten Lastschale befindliche Abteilgefäß (5) am Waagengehäuse (1) leicht verschiebbar angeordnet ist und mittels eines Zentrierringes (13) mit einem entsprechenden Abschluß- und Auffangringe (14) des oberen Meßgefäßrandes zusammenwirkt, während unter dem unten zu öffnenden Meßgefäß (3) eine am Waagengehäuse (1) gelagerte Auffangschale (4) zum Ableiten des Prüfgutes vorgesehen ist.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich das am Waagengehäuse (1) verschiebbar gelagerte Abteilgefäß (5) in an sich bekannter Weise mittels in Kurvenschlitzen (9) von Tragarmen (8) gleitender Stifte (10) führt.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die die Führungsstifte (10) des Abteilgefäßes (5) aufnehmenden Kurvenschlitze (9) mit oberen und unteren Rasten (11,12) versehen sind.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Meßgefäß (3) unkippbar mit der Lastseite der Waage verbunden und durch einen Bodenschieber (17) zu entleeren ist.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 4, bei der ein Vorlaufkörper zum Verdrängen der Luft aus dem Meßgefäß verwendet wird, dadurch gekennzeichnet, daß die unter der Lastschale (3) am Waagengehäuse gelagerte Auffangschale (4) zum Ableiten des aus der Lastschale entleerten Prüf gutes mit einem Rost (19) zum Auffangen des Vorlaufkörpers versehen ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DEB181604D 1938-01-26 1938-01-26 Waage fuer die unmittelbare Bestimmung von Raumgewichten Expired DE685698C (de)

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