DE648382C - Vorrichtung zur Anzeige des Staubgehaltes von in Rohrleitungen stroemenden Gasen - Google Patents

Vorrichtung zur Anzeige des Staubgehaltes von in Rohrleitungen stroemenden Gasen

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DE648382C
DE648382C DEG86262D DEG0086262D DE648382C DE 648382 C DE648382 C DE 648382C DE G86262 D DEG86262 D DE G86262D DE G0086262 D DEG0086262 D DE G0086262D DE 648382 C DE648382 C DE 648382C
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    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N15/00Investigating characteristics of particles; Investigating permeability, pore-volume or surface-area of porous materials
    • G01N15/06Investigating concentration of particle suspensions

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Description

  • Vorrichtung zur Anzeige des Staubgehaltes von in Rohrleitungen strömenden Gasen In Rohrleitungen, insbesondere in der Gichtgasabführung an Hochöfen, ist die fortlaufende Aufzeichnung des Staubgehaltes der durchströmenden Gase häufig von ausschlaggebender Bedeutung. So kann z. B. beim Hochofenbetrieb trotz gleichen Staubgehaltes des Möllers, .trotz gleicher Schütthöhe und gleicher Betriebsgeschwindigkeit die -Menge des entfallenden Gichtstaubes große Schwankungen aufweisen, und ebenso kann trotz guter Stückigkeit des Möllers der entstehende Staubentfall ein verhältnismäßig hoher sein. Da solche Fälle regelwidriger Verstaubung schwankende Roheisenheschaffenheit und ungünstige Betriebsergebnisse zur Folge haben, muß der H.ochofenmann der Möllerverstaubüng seine besondere Aufmerksamkeit zuwenden.
  • Die früher bei der Überwachung staubhaltiger Gase in Rohrleitungen übliche, täglich ein-oder zweimal stattfindende Staubverwiegung gab. nur einen summarisichen Anhalt für die in diesem Zeitraum stattgehabte Verstaubung. Sie gestattet also nur das `Erkennen eines Endergebnisses, ebenso wie , die photographische oder die Absaugungsmethode nur Stichproben übler den Staubgehalt des grob gereinigten Gases nach der Staubsackreinigung ermöglichen. Hiierzu gehört auch der bekanntgewordene Vorschlag, in einer Rohrleitung mittels von Zeit zu Zeit eingesetzter Filter, die vor und nach dem Einsatz gewogen werden, , stichprobenweise den Staubgehalt des durchströmenden Gasvolumens zu bestimmen: Auch Abwägevorrichtungen als solche sind bekannt, die es .ermöglichen, Schüttgut in gewissen Mengen selbsttätig abzuwiegen und an einem Zählwerk die Wägung bekanntzugeb:en. Es kommt aber darauf an, in jedemAugenblick den: jeweiligen Staubgehalt des Gasstromes; zu erfassen und fortlaufend durch Aufzeichnen sichtbar zu machen, so daß eine fortlaufende Versinnbildlichung des Staubstromes, z. B. der Gichtgase oder anderen Ofengase, möglich ist, wobei schaubildmäßig der Verlauf der sich ständig ändernden Möllerverstaubung o. dgl. in ihren einzelnen Phasen erkennbar wird, damit man imstande ist, Regellvi;drigl@eiten schon bei ihrem Entstehen zu erkennen und Gegenmittel zu ergreifen.
  • Eine Vorrichtung zur Anzeige .des Staubgehaltes von in Rohrleitungen strömenden. Gasen, insbesondere der Gichtgase von Hochöfen, die diese umfassende Aufgabe erfüllt, bildet den Gegenstand der vorliegenden Erfindung. hach der Erfindung ist in der staubführenden Leitung ein mit einer Wägevo.rrichtung verbundenes Kippgefäß angeordnet, das im Ausmaß des Staubgehaltes des. Gasstromes ständig Staub aufnimmt und dessen: Gewichtszunahme und selbsttätig eintretende Entleerung nach Erreichung eines bestimmten - Gewichtes auf einer Schreibtrommel o. dgl. laufend aufgezeichnet wird. Vorzugsweise erfolgt die Staubentnahme in dem Querschnittsteil mittlerer Gasgeschwindigkeit und damit in der Regel jeweils mittleren Staubgehaltes mit Hilfe eines Rohres, dessen Querschnitt in einem festzulegenden Ve rhältnEs zu dem Querschnitt des Gasabzugsrohres. steht. Aus dem Rohr gelangt der Staub in das mit einer Wägevorrichtung verbundene Kippgefäß, dessen selbsttätig oder durch äußeren Impuls eintretende Entleerung nach Erreichung eines bestimmten Gewichtes erfolgt und, wie bereits erläutert, auf einer Schreibtrommel oder Bandeinrichtung laufend aufgezeichnet wird. Aus dem Verlauf des hierbei entstehenden Linienzuges kann der Grad und zeitliche Ablauf der Verstaubu.ng des Gasstromes in seinen einzelnen Phasen abgelesen werden, wobei eine quantitative Bestimmung des Gesamtstaubanfalles nach entsprechender Eichung des Apparates ohne weiteres gegeben ist.
  • Kippgefäße, die in ihren Schwenkachsen durch einen Boden in zwei gleiche Teile eingeteilt sind, sind zwar bekannt in Verbindung mit selbsttätiger Wägeeinrichtung, jedoch dienen diese zum Abwiegen bestimmter Mengen Schüttgutes und zum Abfüllen desselben in Säcke o. dgl.
  • Die Zeichnung veranschaulicht den. Gegenstand der Erfindung in Abb. i in seiner beispielsweisen . Anordnung an einer Rohrleitung in teilweisem Längsschnitt und in Abb.2 in der Draufsicht und im Schnitt nach B-B in Abb. i.
  • In dem Gasabzugsrohr A ist an geeigneter Stelle ein Rohr i angeordnet, welches aus dem Gasstrom einen Teil des mitgeführten Staubes abfängt und einer registrierenden Abwägevorrichtung o. dgI. zuleitet. Der durch das Rohr i abgeleitete Staub fällt hierbei in das Kippgefäß 2, welches auf einem vorzugsweise gabelartig ausgebildeten Hebel 3 gelagert ist. Das Kippgefäß 2 ist durch einen Querboden q. in vorzugsweise gleiche Teile zerlegt und um die Achse 5 drehbar. Die Lagerung des Kippgefäßes ist so gehalten, daß bei einer gewissen Statibfüllung der jeweilige Oberteil des Kippgefäßes das übergewicht bekommt, um die Achse 5 nach unten schwingt und sich entleert. Ein Anschlag 8, der in entsprechende Ausnehmungen am. Hebelgestänge 3 eingreift, hält das Kippgefäß in einer Endstellung fest und verhindert ein Hin- und Herpendeln. Das Halten, des Kippgefäßes während der Füllung und die Kippbewegung können durch gegebenenfalls in einer geschlossenen Hülse 6 laufende Beschwerungskugeln 7 -unterstützt werden, wobei während der Kippbewegung des Kippgefäßes die Kugeln 7 aus dem früher unten befindlichen Teil der Umlaufhülse 6 in den oberen Teil gelangen, den vorher üben stehenden Kippgefäßteil nach unten ziehen und festhalten, bis der nunmehr oben stehende Kippgefäßteil wieder so weit mit Staub angefüllt ist, daß er das Übergewicht 1.)ckommt und nach unten schwenkt im wiederholten Spiel.
  • Der gegabelte Hebel 3 zum Tragen des Kippgefäßes 2 setzt sich in den um d'c Achse 9 schwingenden Hebelarm iö fort. Durch eine Feder, Gegengewicht i i oder andere dem Kippgefäß die Waage lialtenck@ Einrichtungen kann das Kippen des Gefä(k#s bei jeder gewünschten Staubbelasttnig des Kippgefäßes veranlaßt werden. Das Gewicht des letzteren entspricht einer bestimmten Stellung des Hebelarmes i o, die durch eine an sich beliebige und bekannte Schreibvorrichtung 12 auf der umlaufenden Trommel 1 aufgezeichnet wird. Die jeweils abgewogene und registrierte Staubmenge aus dem Kippgefäß 2 wird zweckm-ißig durch einen Tri,cliter 1¢ einem Rohr 15 und dem Staub- bzw. Gababzug wieder zugeführt.
  • Die durch die jeweilige Staubbelastung des Kippgefäßes hervorgerufene Bewegung des Hebelmechanismus kann auch auf elektrischem oder pneumatischem Wege auf eine entfernt stehende Schreibtrommel oder beim Hochofen auch auf die Schreibtrommel der Gichtsondenbewegung übertragen werden. In letzterem Falle kann man- mit einem Blick Ofengang, Schüttung. Schütthöhe und Verstaubung des Möllers miteinander vergleichen.

Claims (1)

  1. YATLNTA#,; srrucii Vorrichtung zur Anzeige des Staubgehaltes von in Rohrleitungen strömenden Gasen, insbesondere der Gichtgase von Hochöfen, dadurch gekennzeichnet, daß in der staubführenden Leitung ein mit einer Wägevorrichtung verbundenes Kippgefäß angeordnet ist, das im Ausmaß des Staubgehaltes ständig Staub aufnimmt und dessen Gewichtszunahme und selbsttätig eintretende Entleerung nach Erreichung eines bestimmten Gewichtes auf einer Schreibtrommel o. dgl. laufend aufgezeichnet wird. ,
DEG86262D 1933-08-23 1933-08-23 Vorrichtung zur Anzeige des Staubgehaltes von in Rohrleitungen stroemenden Gasen Expired DE648382C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2726076A (en) * 1952-01-07 1955-12-06 Simon Ltd Henry Means for measuring the weight flow of materials in spouts or ducts

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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