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Vorrichtung zum Abmessen von gleichen Mengen einer Flüssigkeit.
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spezifische Gewicht der Flüssigkeiten berücksichtigen, indem dasselbe oft nicht nur für die verschiedenen Lieferungen verschieden sein kann, sondern oft auch mit der Temperatur variiert. Aus diesem Grunde und weil die Fässer auch an und für sich sehr verschiedene Grösse und Gewichte aufweisen, wird z. B. Petroleum jetzt in Fässer von verschiedenem Gewicht verkauft, wobei auf jedes Fass sowohl das Brutto-und Nettogewicht wie die Tara angegeben ist. Ein solches gefülltes Fass hat also die folgenden Prozesse durchlaufen müssen : i. Wiegen leer.
2. Aufschreiben des Taragewichtes.
3. Einfüllen der Flüssigkeit.
4. Wiegen gefüllt.
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6. Aufschreiben des Nettogewichtes, nachdem das letztere ausgerechnet worden ist.
Die Berechnungen beim Verkauf und Kauf stellen sich demgemäss für diese Warensorten ehr umständlich und es ist leicht einzusehen dass das System nicht nur leicht Fehler beim Wiegen. Aufzeichnen und Abschreiben sowohl auch beim Fakturieren mit sich führen kann, sondern es wird auch sehr teuer, weil die verschiedenen Operationen ein grösseres Arbeitspersonal erforderlich machen. Besonders ungünstig stellt sich die Sache. falls die Ware nicht von einer einzigen Zentrale geliefert werden kann. sondern von mehreren kleineren Zentralen mit kleinem Arbeitspersonal.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich nun auf einen Apparat, mit Hilfe dessen es möglich wird, die Ware in Einheitsmengen zu verkaufen, indem man hei dem Verkauf der Ware ein bestimmtes Quantum (nach Gewicht oder nach Volumen) auf den betreffenden Behälter (Kanne, Fass u. dgl.) füllt, so dass alles Wiegen. Abmerken usw. wegfällt. Da wie oben erwähnt, sowohl die Art der verschiedenen Lieferungen wie die Temperatur für die verschiedenen Fälle sehr verschiedenartig sein können, kann man nicht immer die gleiche Warenmenge mittels eines Volummasses abmessen, falls man nicht bei der.
Abmessung diese bestimmten Faktoren besonders berücksichtigt.
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einstimmung mit der sich ändernden Beschaffenheit der Ware und der Temperatur einregulieren zu können, benutzt man die bekannte Anordnung, die in einem geschlossenen Raummass besteht, in dessen Wandung ein verschiebbarer Körper (Verdrängungskörper) eingesetzt ist, durch dessen Einstellung das Volumen des Raummasses eingestellt werden kann.
Die Erfindung besteht nun darin, dass auf eine passende Stelle des Massbehälters oder in Verbindung mit demselben ein Aräometer angeordnet ist. der immer das spezifische Gewicht der Flüssigkeit angibt.
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Skala versehen oder verbunden. die der Aräometerskala entspricht, so dass man durch Einstellung des Verdrängungskörpers auf dem gleichen Punkt der Skala, die vom Aräometer angegeben wird, immer imstande ist, äquivalente Flüssigkeitsmengen abzumessen, ganz unabhängig sowohl von der zufälligen Temperatur der Flüssigkeit wie von der variierenden Beschaffenheit derselben.
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Die Einteilung der Verdrängungskorper kommt dadurch zustande, dass man Versuche ausführt und auf Grund der sich ergebenden Lage des Aräometers bei verschiedenen Temperaturen und verschiedenen Flüssigkeitsqualitäten die Einteilung ausführt. Selbstverständlich kann ein z. B. für Petroleum bestimmter Apparat nicht ohne weiteres für eine andere Flüssigkeit, z. B. Benzin, benutzt werden. Man muss für jede Art der Flüssigkeit eine neue Berechnung und Einteilung vornehmen.
Man kann in dieser Weise nicht nur erzielen, dass sämtliche Fässer den richtigen Gewichtsinhalt erhalten, so dass die früher erwähnte mühsame Aufzeichnung wegfällt. sondern das Abmessen kann mittels Volummasses stattfinden. was viel einfacher und im übrigen auch viel genauer ist als Abmessen durch Wiegen.
In der Zeichnung ist eine Ausführungsform der Erfindung veranschaulicht.
A, A sind zwei Raummasse, die oben miteinander mittels des Dreiweghahnes B und unten mittels des Dreiweghahnes C verbunden sind.
Der Dreiweghahn B ist verbunden mit dem Zuflussrohr D, indem ein Wärmemesser E eingesetzt worden ist. Unter dem Hahn C wird der zu füllende Behälter angebracht. F ist ein Luftauslassventil.
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rohrförmige Behälter H in dem das Aräometer angeordnet ist, ist mit Hähnen I und K versehen, so dass man ihn bisweilen entleeren und aufs neue füllen kann. Auf dem Behälter ist ein Wärmemesser L angeordnet. Zeigt dieser Wärmemesser eine andere Temperatur als der Wärmemesser E, so muss der Behälter H entleert und von neuem gefüllt werden.
M ist der zu jedem Behälter gehörige Regler, der bei der gezeigten Ausführungsform aus
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Querschnittsform besteht ; durch Verschiebung des Verdrängungskörpers nach oben oder unten wird der Rauminhalt des Behälters A geändert, und falls der Zeiger des Verdrängungskörpers auf derselben Skalazahl eingestellt wird, welche vom Aräometer angegeben ist. erhält man immer das dem richtigen Gewicht entsprechende Volumen.
Durch die Verwendung von zwei Behältern. 4 kann man ohne Zeitverlust arbeiten, indem der eine Behälter gefüllt wird. während man den anderen entleert und umgekehrt. Die Dreiweghähne können miteinander sowohl mit einer Zahlvorrichtung verbunden sein.