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Vorrichtung zum Regeln der Anzahl der Wägungen bei selbsttätigen Waagen.
In vielen Betrieben muss das zu bearbeitende Material an die Verbrauehsstelle in genau bestimmten Materialmengen pro Zeiteinheit herangeführt werden. Insbesondere in Mühlen ist diese Betriebsweise gebräuchlich, wo z. B. bestimmte Mengen Getreide aus mehreren Silos, die verschiedene Getreidearten enthalten, entnommen werden und hierauf gemischt vermahlen werden. Bei der Vermahlung von gemischten Materialien ist es notwendig, dass das Mischungsverhältnis dauernd konstant bleibt. Dies wird bis heute zumeist durch Raumgehaltmessung der zu verarbeitenden Getreidemengen zu erreichen gesucht.
Erfahrungsgemäss ist nun die Raumgehaltsmessung ungenau im Gegensatz zur Gewichtsmessung, die deshalb auch bei allen Mischverfahren, wo es auf besondere Genauigkeit ankommt, herangezogen wird.
Das Wesen der Erfindung besteht nun darin, dass eine Steuereinrichtung mit einer selbsttätigen Waage in Verbindung gebracht wird, wobei die Steuereinrichtung so ausgebildet ist, dass sie innerhalb vorbestimmter Zeiträume eine bestimmte Anzahl von Wägungen selbsttätig herbeiführt.
In Fig. 1 der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Fig. 2 zeigt eine Einzelheit. a ist der um die Achse d schwenkbare Lastaufnehmer der selbsttätigen Waage b, die unter der Entleerungsöffnung eines Lagerraumes oder Silos x angeordnet ist. Der Aufnehmer trägt an einer Seite einen Zapfen c, der mit dem Arm e eines Winkelhebels e, f zusammenwirkt, der bei i gelagert ist. Der Arm f des Winkelhebels wirkt mit Stiften g einer Scheibe h zusammen, die mit der Welle k verbunden ist.
Die Stiften g sind auswechselbar in am Umfang der Scheibe angeordnete Löcher m eingesetzt.
Bei der in Fig. 1 dargestellten Stellung des Aufnehmers ist die linke Seite des Aufnehmers offen, die rechte Seite durch den Boden geschlossen und demnach schwerer als die linke Seite, wcnn der Aufnehmer entleert ist.
Ist nun der Trog mit Material vollgelaufen, so schwingt er entgegengesetzt dem Uhrzeigersinn und entleert sich nach z. Der leere Aufnehmer hat nun das Bestreben, sich im Uhrzeigersinn wieder aufzurichten. Er wird jedoch dadurch daran verhindert, dass der Zapfen c in die Ausnehmung des Armes e eintritt, die in die Bahn des Zapfens c ragt. Solange der Aufnehmer a in dieser gekippten Lage verriegelt ist, ist eine Materialzufuhr, die in dieser Lage des Aufnehmers selbsttätig abgeschlossen ist, ausgeschlossen.
Die Verriegelung des Aufnehmers bleibt solange aufrecht, als nicht ein Stift g, der mit ein-r bestimmten Geschwindigkeit entgegengesetzt dem Uhrzeigersinn (Fig. 1) rotierenden Scheibe h gegen den Arm anschlägt und dadurch den Arm e aus der Bahn des Zapfens c schwenkt. In diesem Augenblick wird der Zapfen c frei und der Aufnehmer bewegt sich in die Aufnahmestellung, worauf neuerlich eine Füllung und dann eine Entleerung erfolgt. Der Arm e verriegelt hierauf wieder den Zapfen c und hält diesen und damit den Aufnehmer a solange fest, bis der nächste Stift der Scheibe h den Arm e aushebt.
Je nach der Dauer einer Wägung und der stündlichen Leistung der verwendeten Wägevorrichtung, kann nun die Anzahl der Wägungen pro Zeiteinheit auf zwei verschiedene Arten, die gegebenenfalls gleichzeitig zur Anwendung gelangen, geregelt werden. Es kann einerseits die Anzahl der Stiften g in den Löchern m der Scheibe h vermehrt oder vermindert werden, und es kann anderseits auch die Drehgeschwindigkeit der Scheibe h vergrössert oder verkleinert werden.
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Die Erfindung schafft somit eine Vorrichtung, welche die Abgabe genau vorbestimmter Gewichtsmengen strömenden Gutes durch selbsttätige Waagen zu regeln gestattet. Solche Vorrichtungen sind nun in besonders zweckmässiger und einfacher Weise zur Erzielung bestimmter Mischungsverhältnisse verwendbar, wenn beispielsweise die zu mischenden Materialien mehreren Vorratsbehältern (Silos) entnommen werden sollen. In diesem Fall werden mehrere Scheiben n auf ein und derselben Welle k angeordnet, welche sich entlang der Entleerungsöffnungen x der Silos erstreckt, unterhalb welchen die selbsttätigen Waagen b angeordnet sind, die mit den Scheiben h zusammenarbeiten.
Jede der Scheiben h weist dieselbe Umdrehungszahl auf und das Mischungsverhältnis kann in diesem Fall dadurch geändert werden, dass auf den einzelnen Scheiben eine verschiedene Stiftenanzahl angebracht ist, u. zw. je nach Massgabe der Häufigkeit mit der die Füllungen und Entleerungen der einzelnen Waagen innerhalb einer bestimmten Zeit erfolgen sollen.
Selbstverständlich kann man zur Durchführung der Erfindung selbsttätige Waagen verschiedenster Bauart benutzen, ohne vom Rahmen der Erfindung abzuweichen. Ebenso ist es nicht notwendig, die Steuereinrichtung mit dem Lastaufnehmer zusammenarbeiten zu lassen, sondern die Steuereinrichtung kann beispielsweise auch mit den der selbsttätigen Waage selbst zugeordneten Steuer-und Sperrorganen zusammenwirken.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Regeln der Anzahl der Wägungen bei selbsttätigen Waagen, gekennzeichnet durch die Anordnung einer Steuereinrichtung, welche innerhalb vorbestimmter Zeiträume eine bestimmte Anzahl von Wägungen selbsttätig herbeiführt.