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Österreichische PATENTSCHRIFT Nr. 10493. KARL PUSS\V ALD UND HEHMA1 FRIESER, BEIDE IN WIEN.
Schüttelrost Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet ein Schttttelrost, bei welchen durch die Betätigung der Schüttelroststäbe Dampf durch dieselben in den Feuerungsraum geblasen wird, zum Zwecke, einerseits eine Verlegung der Rostspalten hintanzuhalten, andererseit, s eine möglichst vollständige Verbrennung der Rauchgase zu bewirken. Die Einrichtung kann auch so getroffen sein, dass bei Verdrehung der Schüttelroststäbe gleichzeitig eine in der Feuerbrücke eingebaute Dampfverteilungsvorrichtung betätigt wird, so dass es möglich ist, Dampf sowohl durch die hohlen Roststäbe, als auch durch die hohle Feuerbrücke in den Verbrennungsraum zu schleudern.
Auf beiliegender Zeichnung ist in den Fig. 1-8 ein Ausführungsbeispiel einer derartigen Rostanlage veranschaulicht. Fig. 1 zeigt einen Längenschnitt durch einen Teil der Schüttelrostfeuerung, Fig. 2 eine Draufsicht und Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie A-B der Fig. 2. Die Fig. 4-8 steilen Einzelheiten der hohlen Roststäbe und der Feuerbrücke teils in Schnitt, teils in Ansicht, dar.
Die Rostflitche besteht aus festen Roststäben a, welche im vorliegenden Falle als Zungenroststäbe ausgebildet sind. Zwischen denselben sind in entsprechender Entfernung hohle Schüttelroststäbe h auf Dampfrohren b drehbar aufgesetzt und durch eine Rüttelstange c oder dgl. in bekannter Weise verbunden. Die Naben der Schüttelroststäbe 11 sind mit Öffnungen versehen, welche bei hinreichender Verdrehung derselben durch die Rüttelstange c über Öffnungen d der Dampfrohre b zu liegen kommen. Die Dampfrohre b münden in eine seitlich an der Rostebene angebrachte Rohrleitung g, welche mit dem Dampfkessel in Verbindung steht und durch eine Absperrvorrichtung (Ventil oder dgl. ) verschlossen werden kann.
Um dieses Rohrsystem während jener Zeit, in welcher kein Dampf durch dasselbe der Feuerung zugeführt wird, zu kühlen, kann die Rohrleitung g mit absperrbare Luftstutzen ausgestattet sein, welche mit der Aussenluft in Verbindung stehen.
Die Schüttetroststabe/ < sind als Hohlkörper ausgebildet, deren Abschluss nach oben hin durch mit Düsen 1 versehene Platten m erfolgt. An den Seiten der Rostkörper sind Rippen n angeordnet, um ein leichteres Zerbröckeln der zwischen die festen und beweglichen Roststäbe gefallenen Brennstoff- oder Schlacken teile zu ermöglichen. Die Düsenrichtung in den Platten 111 ist so gewählt, dass der aus den Hohlroststäben h ausblasende Dampf gezwungen ist, in sich kreuzenden Strahlen auszutreten, damit eine bessere Vermischung der Rauchgase mit Luft und Dampf bewirkt wird. Endlich können die Hohlroststäbe h auch mit Luftöffnungen versehen sein, zum Zwecke, Luft aus dem Aschenfall anzusaugen.
Wie aus der Zeichnung zu ersehen, ist im vorliegenden Ausführungsbeispiele die Rohrleitung g mit einem Rohr i der Feuerbrücke f verbunden. Auf dieses Rohr i sind Drehschieher k geschoben, deren Öffnungen so angeordnet sind, dass bei entsprechender Verdrehung derselben durch die Rüttelstange c Dampf sowohl durch die hohlen Schüttelroststäbe A, als auch durch die Feuerbrücke.'f gleichzeitig geblasen werden kann. Der Hohlraum der Feuerbrücke f ist mit dem Aschenfall in Verbindung, so dass durch die gesonderten Luftschlitze q der Feuerbrücke f Luft den Feuergasen beständig zugeführt werden kann.
Bezüglich der Wirkungsweise vorliegender Schüttelrostanlage sei noch Folgendes erwähnt : Zuerst werden die zur Kühlung des Rohrsystem b, g und i angebrachten Luftstutzen geschlossen und ein Dampfeinlassventil geöffnet, wodurch sich die Rohrleitungen b, 9
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und i mit Dampf füllen. Bewegt man nun die Rüttelstange c hin und her, so wird bei jedesmaligem Zusammenfallen der Öffnungen d und e Dampf durch die hohlen Roststäbe h
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fläche geblasen werden. Bei dem Schüttelroste nach vorliegender Erfindung wird nebst der bekannten Wirkung beweglicher Roststäbe gleichzeitig eine Reinigung der Rostspalten durch die Dampfstrahlen bewirkt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Schüttelrost, bei welchem zwischen fixen Roststäben als Hohlkörper ausgebildete und mit nach oben gerichteten Düsen versehene Schüttelroststäbe (h) derart angeordnet sind, dass bei ihrer Betätigung Dampf durch dieselben über die Rostfläche in den Feuerungsraum geblasen wird, zum Zwecke, einerseits die Rostspalten für den ungehinderten Luftzutritt freizuhalten, andererseits eine möglichst vollständige Verbrennung der Rauchgase zu bewirken.