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Scherenstromabnehmer für elektrische Fahrzeuge.
Die bei Scherenstromabnehmern auf den beiden unteren Achsen der Schere einander gegenüber befindlichen Scherenglieder können bekanntlich durch Kuppelstangen so miteinander verbunden, ein. dass das Auf-und Niedergehen der Schere zwangläufig in senkrechter Richtung geschieht. Ferner kann in die Verbindung zwischen den Scherengliedern und den Kuppelstangen je ein Zerreissglied eingeschaltet sein, so dass, falls der Stromabnehmer während der Fahrt auf Hindernisse stösst oder sich im Fahrleitungsnetz verfängt, nach Bruch des Zerreissgliedes, die Schere wenigstens seitlich niederfallen kann, um weitere Verwicklungen mit dem Fahrleitungsnetz möglichst zu verhüten.
Die gewünschte Wirkung durch das Zerreissglied wird aber bei den bekannten Ausführungen nur mangelhaft erreicht, da die Schere nach Bruch des Zerreissgliedes nur seitlich innerhalb gewisser Grenzen weichen, aber nicht zusammenklappen kann, da die die Feder hochdrüekende Federkraft in Wirkung bleibt.
Dieser Mangel soll nach der Erfindung behoben werden, indem eine der Kuppelstangen nach Bruch des Zerreiss, gliedes eine Kupplung löst, die das den Stromabnehmer hochdrückende Federungssystem mit der Schere verbindet.
Die Fig. 1 und 3 der Zeichnung stellen schematisch zwei Ausführungsbeispiele des Erfindunggegenstandes dar. Fig. 2 zeigt Einzelheiten der Fig. 1 in grösserem Massstabe.
Die bekannte Kuppelstange 1 hat zwei Gabelungen 2, 3. Die Stange 1 dient für das bekannte Kuppeln der unteren Scherenteile 5,6 damit die Scherenglieder 14, 25 beim Betätigen der Schere sieh symmetrisch zu den Scherengliedern 26, 27 auf-und abwärts bewegen. Diese einander gegenüberliegenden Scherenglieder sind zwar durch die Feder 13 so miteinander verbunden, dass sie mit gleich starken Kräften
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gelegenen Achse 6.
Wenn der Stromabnehmer infolge irgendeiner Beschädigung auf ein Hindernis am Fahrleitungs-
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sich über die Schere auch auf die Stange 1 überträgt und das Glied 6, das in bekannter Weise an der Angriffsstelle der Stange 1 durch Eindrehungen 9 (Fig. 2) geschwächt ist, durchbricht.
Ist das Glied 6 bei 9 durchgebrochen, dann sucht sich die Stange 1 weiter zu verschieben, wonach die Fassung 7, die um die Achse S Spiel hat, an der Achse anstösst und mittels Hebel 10, 11 und 12 eine Kupplung 16 löst, welche die den Stromabnehmer hochdrüekende Feder j-3 mit dem Scherenglied verbindet. Damit sieh nun die von der Feder 13 gelöste Schere bei ihrem Niedergehen wenigstens nicht wesentlich seitwärts verschiebt, umgibt die Fassung 15 der Gabelung 3 die Achse 6 mit genügendem Spiel. so dass die Gabelung 2 gerade genug freien Weg hat, um die Scherenfederauslösung zu bewirken.
Auf der der Stange 1 entgegengesetzten Seite der Scherenachsen17, 18 ist auch eine solche Kuppelstange 1, aber in entgegengesetzter Schräglage angeordnet (wie in unterbrochenen Linien angedeutet).
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Eine der beschrit-benen Vorrichtung entsprechende Einrichtung für die Auslösung dpr. 8cherenfeder 1. 3' (in unterbrochenen Linien angedeutet) ist auch iür diese Kuppelstange vorgesehen.
Nach dem Ausführungsbeispiel der Fig. 3 geschieht die Auslösung der Scherenfeder 13 dadurch, dass die Kuppelstange 1 beim Bruch des Gliedes 6-9 mittels ihrer Gabelung 2 über einen auf der Achse 17 drehbar gelagerten Hebel j ! ss einen Hebel 20 dreht, der in einem auf der Achse 17 sitzenden Hebel 21 gelagert ist. Durch Drehung des Hebels 20 wird eine Kupplung 22 und damit der Hebel 21 von einem Hebel 23 und von dem Scherenglied 14 gelöst. Es ist dann auch die Scherenfeder 13 von der Schere 14
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den auf der Achse festsitzenden. Hebel 21 mit dem Hebel 23 gekuppelt und demnach auch über den auf der Achse 17 lose gefassten und mit der Schere-M verbundenen Hebel 23 mit der Schere 14 verbunden war.
Eine Vorrichtung nach Fig. 3 kann auch ähnlich wie bei der Ausführung nach Fig. 1 auf der andern Seite der Achsen 17 und 18 angeordnet werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Scherenstromabnehmer für elektrische Fahrzeuge, der wenigstens eine mit einem Zerreissglied verbundene Kuppelstange an den unteren Scherengliedern aufweist, um das selbsttätige Niedergehen der Schere zu ermöglichen, wenn der Stromabnehmer während der Fahrt auf Hindernisse stösst oder sich im Oberleitungsnetz verfängt, dadurch gekennzeichnet, dass die Kuppelstange nach Bruch des Zerreissgliedes eine Kupplung löst, die das den Stromabnehmer hoehdrückende Federungssystcm mit der Schere verbindet.