AT104742B - Verfahren zum Entfernen der Druckerschwärze oder Druckfarbe von bedrucktem Papier. - Google Patents

Verfahren zum Entfernen der Druckerschwärze oder Druckfarbe von bedrucktem Papier.

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Ladislaus Emanuel Granton
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  Verfahren zum Entfernen der Druckerschwärze oder Druckfarbe von bedrucktem Papier. 



   Es ist zwar schon bekannt, Druckerschwärze oder Druckfarbe von Papiersorten aller Art dadurch zu entfernen, dass das zerkleinerte Druckpapier mit Ton in feinstzerkleinertem Zustande in Alkali-oder Alkalikarbonatlösungen aufgeschlemmt und dann in fliessendem Wasser behufs Auswaschung der Farbe behandelt wird. (Osterr. Patent Nr. 95905). 



   Hiebei hat es sich gezeigt, dass der angestrebte Zweck in der Regel nur in unvollkommener Weise erreicht wird. 



   Ein sehr fühlbarer Übelstand ist namentlich der, dass das Papier nach der Behandlung in der angedeuteten Weise noch immer gefärbt war, weil die vom Bindemittel befreiten Farbstoffteilchen sich wieder im Papierbrei festsetzen. 



   Gemäss vorliegender Erfindung werden nun in jeder Richtung günstige Resultate dadurch erhalten, dass man zu den Aufschlemmungen des Papierbreies mit : Magnesiumsilikat, Talk, Speckstein u. dgl. Ton, Porzellanerde oder Kaolin, Fullererde, Kieselgur usw. und andern Silikatpulvern od. dgl. in Alkali- bzw. alkalischen Lösungen, Schutzkolloide von starken Adhäsionseigenschaften (Kasein, Gelatine   od. dgl. ) zusetzt.   



   Die mineralischen Substanzen werden zunächst in einen kolloiden oder teilweise kolloiden Zustand gebracht, indem man sie beispielsweise in an sich bekannten Mahl-,   Schüttel-oder Schlagmühlen   behandelt und so innig als möglich vermischt, u. zw. in Gegenwart verhältnismässig kleiner Mengen einer Lösung eines Dispersionsbeschleunigers oder Entflockungsmittels, im vorliegenden Falle besser als Schutzkolloide mit oberflächenaktiven Eigenschaften bezeichnet, wie beispielsweise Kasein, Gelatine in verschiedener Form, Leim, Albumin,   Gummi   wie beispielsweise Gummiarabikum oder Tragant, Stärke, Dextrin od. dgl. allein oder vermischt.

   Die Wirkung dieser geringen Menge von Schutzkolloiden ist schwierig zu erläutern, 
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 Substanzen, sondern ergibt auch eine erhöhte und raschere Entfernung der Druckerschwärze oder anderer Farben, wenn derartige mineralische Substanzen in innigen Kontakt mit dem zu entfärbenden Papier gebracht werden. 



   Nachstehend sollen die angewandten Substanzen und ihre Mengen an einem praktischen Ausführungsbeispiel erläutert werden. Die hiebei verwendeten Zerkleinerungsmaschinen sind von an sich bekanter Art. 



   Ungefähr   450 g   gemahlener Speckstein wird mit   43wog   Wasser vermischt. Nachdem man eine Lösung von 9 g Kasein in alkalischem Wasser hinzugefügt hat, wird die Mischung ungefähr 10 Minuten lang stark bearbeitet, wobei die Bearbeitungszeit von der Konstruktion der angewendeten   Mahl-,     Schüttel-   oder Schlagmühlen abhängt. Ungefähr 24-26 kg bedrucktes Papier werden in einem Stampfwerk zu Brei verwandelt, wobei in dem Behälter ungefähr   475-480   kg Wasser und annähernd 120 g kaustische Soda oder die äquivalente Menge an Natriumkarbonat oder einem ähnlichen Alkali enthalten sind. Die früher erwähnte Mischung wird hinzugefügt und die Bearbeitung wird noch zirka 20-30 Minuten fortgesetzt, so lange, bis die Druckfarbe von dem feinzerriebenen Papier entfernt ist. 



   Die Flüssigkeit, die die Druckfarbe suspendiert enthält, wird hierauf von dem Papierbrei durch Waschen in Trommelwäschern oder andern an sich bekannten Waschmaschinen entfernt. 



   Nach der vorbesehriebenen Behandlung können noch einige zurückgebliebene Spuren von Alkali nötigenfalls entfernt oder mit Säuren oder saueren Salzen in der in der Papierindustrie bekannten Weise 

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 neutralisiert werden und der Brei wird hierauf gebleicht oder gefärbt oder beides und hierauf in bekannter Weise zu Papier verarbeitet, welches wieder für den Druck oder zu andern Zwecken vollständig geeignet ist. 



   Das im vorstehenden beschriebene Verfahren zum Entfernen der   Druekerschwärze   von weissem Papier kann selbstverständlich im Rahmen der Erfindung mit Erfolg bei jeder andern Art von farbigem Papier vorgenommen werden. 



   Es wurde gefunden, dass gute Entfärbungsresulatete mit Fullererde und Gelatine erhalten werden, und dass auch mit Kieselgur und Leim eine zufriedenstellende Wirkung erzielt wird. Ebenso mit Porzellanerde und Dextrin oder Albumin, Silikatpulver (Kieselerdepulver) und Stärkelösungen, Asbestpulver und Gummiarabikum u. dgl. wobei alle diese Substanzen in ähnlichen Verhältnissen verwendet werden wie vorstehend für Speekstein und Kasein angeführt.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zum Entfernen von Druckerschwärze oder Druckfarben vom Papier durch Behandeln des zweckmässig in Breiform übergeführten Papierstoffes mit einer Suspension von feinstzerkleinerten Silikaten, wie Ton, Kieselgur usw. in Alkalien bzw. alkalisch reagierenden Substanzen oder Mischungen von solchen enthaltenden Lösungen und nachfolgendes Auswaschen, dadurch gekennzeichnet, dass diesen Suspensionen Schutzkolloide mit starken Adhäsionseigenschaften wie Kasein, Gelatine u. dgl. zugesetzt werden.
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