DE393273C - Masse zur Herstellung von Verkleidungen, Anstrichen u. dgl. - Google Patents

Masse zur Herstellung von Verkleidungen, Anstrichen u. dgl.

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DE393273C
DE393273C DEG57336D DEG0057336D DE393273C DE 393273 C DE393273 C DE 393273C DE G57336 D DEG57336 D DE G57336D DE G0057336 D DEG0057336 D DE G0057336D DE 393273 C DE393273 C DE 393273C
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silica
paints
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sol
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DEG57336D
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Griffiths Brothers & Co L
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B12/00Cements not provided for in groups C04B7/00 - C04B11/00
    • C04B12/04Alkali metal or ammonium silicate cements ; Alkyl silicate cements; Silica sol cements; Soluble silicate cements

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
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  • Organic Chemistry (AREA)
  • Paints Or Removers (AREA)

Description

  • lWasse zur Herstellung von Verkleidungen; Anstrichen u. dgl. Der. Erfinder hat gefunden, daß Kieselsäure in Form einer irreversiblen.kolloidalen Lösung sich vorteilhaft zur Herstellung wasser- und säurewiderstandsfähiger Verkleidungen verwenden läßt. Insbesondere kann eine solche Kieselsäurelösung zu dekorativen Zwecken, z. B. für farbige Anstriche bzw. als Bestandteil oder Grundlage von Farben, dienen, die sich z. B. durch Wetterfestigkeit und Beständigkeit des Farbtons auszeichnen. Man führt hierbei das Colloid aus dem Zustand der Lösung oder dem Solzustand (z. B. durch Trocknen oder Wasserentziehung) in feste Form oder in den Gelzustand über, der irreversibel ist. Die Oberfläche von z. B. mit derartigen Farben behandelten Gegenständen ist nach dem Trocknen des Anstrichs mit amorpher Kieselsäure imprägniert, so daß der gebildete Überzug, abgesehen von der dekorativen Wirkung, einen Schutz gegen Hitze, Feuchtigkeit, atmosphärische Einflüsse usw. bildet, wie er sich auch gegen die meisten Lösungsmittel als widerstandsfähig erweist. Da die der Farbmischung zugrunde liegende Kieselsäure an sich farblos ist und nach dem Erhärten sich nicht ändert, bleibt der Ton der Farbe unbecinflußt.
  • Das Sol kann z. B. durch Peptisationen von Kieselsäure in einer alkalischen, z. B. Alkalisilikat enthaltenden, Lösung bereitet werden. Dabei muß die Menge des alkalischen Peptisierungsmittels auf jeden Fall verhältnismäßig gering sein, damit die Bildurig eines irreversiblen Kieselsäuresols gewährleistet ist, das also nach dem Trocknen bei Behandlung, z. B. mit Wasser-, sich unlöslich zeigt, und bei dem keine erneute Peptisation möglich ist.
  • Bei der Verwendung eines derartigen Sols, z. B. für die Herstellung von Farben, setzt man vorteilhaft Farbstoffe zu, die nicht durch das in dem Sol enthaltene Alkali angegriffen werden, z. B. Erdfarben bzw. die Oxyde von Eisen, Chrom, Antimon und Titan, oder' die Sulfide von Quecksilber, Cadmium und Antimon enthaltenden Farben, ferner gewisse organische Farbstoffe (z. B. solche, die eines besonderen Fixiermittels bedürfen). Zur Verwendung für gegen Entflammung sichernde Anstriche wird man natürlich der Kieselsäure insbesondere solche Farbstoffe zusetzen, die an sich hitzebeständig sind.
  • Das irreversible Kieselsäuresol kann auf irgend zweckmäßige Art hergestellt sein. Die im folgenden angegebenen Arten der Herstellung sind nur Ausführungsbeispiele.
  • a. Man fügt eine Säure zu einem löslichen Silikat derart hinzu, daß die Kieselsäure in gela= tinöser oder fleckiger (granulierter) Form ausfällt, worauf der Niederschlag durch Auswaschen und Filtrieren, z. B. mit Hilfe einer Kammerfilterprcsse, gereinigt wird. Alsdann wird die kolloidale Kieselsäure durch Schleifen mit einer geringen Menge einer alkalischen Lösung peptisiert.
  • b. Man hydriert Sand oder Kieselerde, z. B. durch Schleifen und Erhitzen mit Wasser, und peptisiert anschließend das Hydrationsprodukt durch Schleifen mit Alkali.
  • c. Man peptisiert, z. B. durch Schleifen, Kieselerde oder Diatomenerde in Wasserglaslösung, indem man das entstandene Colloid gleichzeitig von dem nicht peptisierten-Material trennt oder auch nicht trennt, welch letzteres ein Adsorptionsmittel für das durch die Hydrolyse erzeugtekaustische Alkali darstellt. -Eine vorteilhafte Form der kolloidalen Kieselsäure zum Gebrauch gemäß der Erfindung stellt z. B. ein Sol dar, das etwa go Prozent freie Kieselsäure (S108) enthält, ferner =o Prozent Natriumoxyd (Na80), wobei der Prozentsatz in bezug auf das in der Lösung enthaltene trockene Material angegeben ist. Die Konzentration der Lösung in bezug auf S102 beträgt demnach etwa 2o Prozent. Diese Lösung läßt sich z. B. in folgender Weise herstellen 895 Teile eines 3o prozentigen handelsüblichen Natriumsilikats von möglichst hohem Kieselsäuregehalt (ein gaeignetes Verhältnis ist z. B. 31/8 Mol. Kieselsäure 5i02 auf i Mol. Na20) werden in ein Mischgefäß gebracht, worauf langsam 174,3 Teile handelsüblicher Salzsäure (vom spezifischen Gewicht x,175, entsprechend 34.,42 Prozent-HC1)-mit dem dreifachen Volumen Wasser verdünnt zugesetzt werden. Während des Zusetzens - der Säure wird die Mischung zweckmäßig lebhaft umgerührt. Der genannte Betrag der Säure ist nicht hinreichend, um das vorhandene Alkali vollständig zu neutralisieren, eine Bedingung, die wesentlich ist, damit die niedergeschlagene Kieselsäure absorbiertes Alkali enthält.
  • Die 'niedergeschlagene Kieselsäure wird von der Flüssigkeit getrennt und gewaschen. Diese Maßnahmen können in irgend zweckmäßiger Weise, z. B. unter -Benutzung einer Filterpresse, ausgeführt werden.
  • Zwecks Peptisation werden nunmehr 275 Teile des handelsüblichen Natriumsilikats in eine geeignete Mühle gebracht, und die gereinigte Kieselsäure wird langsam zugesetzt, indem Sorge getragen wird, während des Peptisationsprozesses die Mischung zähflüssig zu erhalten. Zu diesem Zwecke werden von Zeit zu Zeit, soweit erforderlich, kleine Mengen von Wasser zugesetzt und der Prozeß wird fortgesetzt, bis die gesamte Nege der 'Kieselsäure zugesetzt und peptisiert ist. `- Beider Verwendung des Hydrasols, z. B. zur Herstellung von Anstrichfarben, wird z. B. eine Mineralfarbe, wie Bleichromat, Bleisulfat oder Lithopone oder auch z. B. ein geeigneter organischer Farbstoff mit der kolloidalen Lösung, in dem der gewünschten Konsistenz entsprechenden Mengenverhältnis gemischt und aufgearbeitet. Die Mischung der verschiedenen Bestandteile kann z. B. in einer gewöhnlichen Farbenmischvorrichtung erfolgen. Derartige Farben lassen sich 7B:. vorteilhaft für Gegenstände verwenden, -die hohen Temperaturen ausgesetzt werden sollen, auch eignen sie sich als Schutzüberzüge für Gegenstände, die aus brennbarem Stoff, wie Holz, Papier u. dgl., bestehen. Sie lassen sich- ferner vorteilhaft als abwaschbare Temperafarben oder zum Abschlichten der Wände benutzen.
  • Nachfolgend werden einige Beispiele für entsprechend der Erfindung hergestellte Farben gegeben. Es ist dabei ein Sol von etwa 2o Prozent Kieselsäuregehalt angenommen:
    Weiße Farbe:
    Titanoxyd . . . . . . . . . . 17,16 kg (40 lbs),
    Baryt . . . . . . . . . . . . . 22,70 kg (5o lbs),
    Sol . .. . . . . . . .. . . .. . 45,41 . (1o gals).
    Farbe mit -Steinton:
    Kaolin . . . . . . . . . . . . . 3,432 kg (8 lbs),
    Titanweiß ....... . . . 0,454 kg (i 1b),
    Ocker . . . . . . - . o,14 kg (1/2 oz),
    Sol .. . . .. ....... 4,541 (f gal).

Claims (3)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE: i. Masse zur Herstellung widerstandsfähiger, z. B. wasserunlöslicher Verkleidungen, Anstriche u. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß sie wasserhaltige Kieselsäure in Form eines irreversiblen Kieselsäuresols enthält.
  2. 2. Masse nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Kieselsäuresol durch Peptisionen von Kieselsäure in einer geringen Menge Alkali, z. B. in Form von Alkalisilikat, enthaltenden Lösung hergestellt ist.
  3. 3. Masse nach Ansprüchen i und 2; dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Erzielung dekorativer Wirkung dem Kieselsäuresol Farbstoffe, z: B. Mineralfarben, zugesetzt werden, wobei man bei in alkalischer Lösung peptisierter Kieselsäure vorteilhaft gegen Alkalien widerstandsfähige Farbstoffe ver= wendet.-
DEG57336D 1921-09-07 1922-08-23 Masse zur Herstellung von Verkleidungen, Anstrichen u. dgl. Expired DE393273C (de)

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