DE692831C - Verfahren zur Herstellung von Mattglasuren auf nassem Wege - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Mattglasuren auf nassem Wege

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DE692831C
DE692831C DE1934P0070167 DEP0070167D DE692831C DE 692831 C DE692831 C DE 692831C DE 1934P0070167 DE1934P0070167 DE 1934P0070167 DE P0070167 D DEP0070167 D DE P0070167D DE 692831 C DE692831 C DE 692831C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B28/00Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements
    • C04B28/24Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements containing alkyl, ammonium or metal silicates; containing silica sols
    • C04B28/26Silicates of the alkali metals
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B2111/00Mortars, concrete or artificial stone or mixtures to prepare them, characterised by specific function, property or use
    • C04B2111/00474Uses not provided for elsewhere in C04B2111/00
    • C04B2111/00482Coating or impregnation materials

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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Mattglasuren auf nassem Wege Die Herstellung von Wasserglas als Klebe-und Bindemittel ist bekannt; jedoch besitzen diese Bindemittel bei der Herstellung von Mattglasuren, Anstrichstoffen usw. schwerwiegende Nachteile. Die Anstriche sind wenig wasserfest; sie blühen aus, zeigen eine Neigung zum Abspringen und zum Kreiden.
  • Es ist vorgeschlagen worden, zu einer siedenden Wasserglaslösung frisch .gefällte feuchte Kieselsäure zwecks Bindung de's freien Alkalis zuzugeben und außerdem noch Sulfidlauge sowie andere Salze. Eine solche Kieselsäure muß nicht nur im frisch gefällten, sondern auch im feuchten Zustande benutzt werden, da sie sonst unlöslich wird. Hierdurch tritt jedoch der Übelstand ein, daß eine Verringerung der Wasserglaskonzentration stattfindet.
  • Die bestehenden Schwierigkeiten konnten durch diesen Vorschlag ebensoweni.g aus. der Welt geschafft werden wie durch einzelne Vorschläge, zwecks Erniedrigung der Viscosität von Wasserglas Chromsäure oder alkalilösliche Hydroxyde anderer Metalle zuzusetzen. Auch beim Vorgehen gemäß diesen Vorschlägen wurden haltbare, wetterfeste Anstriche nicht erzielt. ' Gemäß der Erfindung dagegen wird vorgeschlagen, alkalilösliche mineralische Kieselsäure der wässerigen Lösung eines Alkalisilicats zuzufügen, was an sich bekannt ist, und außerdem solche Metalloxyde, die in .Säure und. Alkali löslich sind.
  • Die Verwendung mineralischer Kieselsäure gegenüber feuchter, frisch gefällter Kieselsäure hat zunächst den Vorteil größter Billigkeit. Dann ist weiter der Vorteil vorhanden, daß die mineralische Kieselsäure, z. B. Kieselgur, unbegrenzt haltbar ist und ihre Löslichkeit nicht verliert, während bei gefällter beim Trocknen die Alkalilöslichkeit verschwindet. Weiter ist der Vorteil vorhanden, daß eine Verminderung der Konzentration des Wasserglases bei Verwendung mineralischer Kieselsäure nicht eintritt, jedoch bei Verwendung von frisch gefällter Kieselsäure, die nicht unerhebliche Mengen Wasser enthalten muß, notwendig eintritt.
  • Wenn gemäß der Erfindung, .die eine Kombination zweier für sieh allein bekannter Maßnahmen darstellt, solche alkalilösliche mineralische Kieselsäure zusammen mit Metalloxyden verwendet wird, die in Säure und Alkali löslich sind, so wird gegenüber dem bekannten Verfahren der Vorteil erzielt, daß wasserfeste, gut haftende, nicht kreidende und nicht ausblühende Anstriche gewonnen werden, wobei die Klebkraft der gelösten Alkalisilicate nicht oder nicht ;wesentlich beeinträchtigt ist.
  • Alkalilösliche Kieselsäure liegt z. B. in der Natur vor als Kieselgur sowie als Minerale der Calcedongruppe. Diese Dieselsäure löst sich in der Wasserglaslösüng auf, und zwar schon bei gewöhnlicher Temperatur.
  • Es wird der Wässerglaslösung zweckmäßig möglichst viel alkalilösliche Kieselsäure zugefügt; jedoch soll die Zusatzmenge nicht so groß werden, daß die Streichfähigkeit leide.
  • Die Metalloxyde, die in Säure und Alkali löslich sind, wie z. B. Aluminiumoxyd, Zinkoxyd, gehören zu den Stoffen, die mit dem Alkali der Wasserglaslösung Verbindungen eingehen :können. Außerdem wirken sie bei der Bindung von Alkali durch die mineralische Kieselsäure günstig, anscheinend als Katalysatoren.
  • Es können auch andere amphotere Stoffe, wie Albumin, Casein oder auch Stoffe, wie z. B. Harz, Olefine usw., die Seifen bilden oder die komplexe Silicate zu bilden vermögen, benutzt werden, deren Zusatz zu wasserglashaltigen Anstrichmassen an sich ebenfalls bekannt ist.
  • Zur Herstellung von Anstrichstoffen werden zu dem Bindemittel die gewünschten Farben, wie üblich, zugegeben, und es können auch noch andere übliche Zusatzstoffe mitverwendet werden.
  • Die gemäß der Erfindung hergestellten Anstrichstoffe haben die überraschende Eigenschaft, wasserfest zu sein und sich für alle in Betracht kommenden Stoffe als Anstrich zu eignen. Es kann ebensowohl Mauerwerk wie Glas, Metall, Holz usw. mit dem Anstrichstoff gemäß der Erfindung angestrichen werden, und es ergibt sich in jedem Falle ein festhaftender (wischfester);, rasch trocknender, wasserfester, waschbarer; nicht abspringender, nicht ausblühender, nicht kreidender Anstrich. Außerdem wird der Vorteil erzielt, daß die fertige Anstrichmasse in konzentrierter Form in den Handel gebracht werden kann und die Masse dann in jedem gewünschtenGrad verdünnt werden kann. Ein geringer Gehalt der alkalilöslichen Kieselsäure an unlöslichen Stoffen ist für gewöhndich nicht schädlich.
  • Durch die Erfindung werden Anstrichstoffe geschaffen, die ein Zwischenglied zwischen Wasser- bzw. Leimifarben und Ölfarben darstellen, die Vorteile beider Arten- vereinigen, ohne daß deren Nachteile eintreten. Der Anstrich trocknet so rasch wie ein Wasserfarbenanstrich und hat dabei die Wasserfestigkeit des Ölanstrichs, ohne jedoch das Atmen der Wand zu verhindern. Beispiel iooo g einer Lösung von Wasserglas (handelsüblich 36 bis 38° Be) werden mit einer Suspension von 30 g Casein in 6o g Firnis sowie mit 30 g Aluminiumoxyd und ioo g Kieselgur bei gewöhnlicher Temperatur verrührt. Es entsteht eine homogene Masse, die durch Zusatz von Wasser auf die streichfertige Konzentration verdünnt werden kann. Auf Putz, Mauerwerk, Metall; Holz usw. aufgebracht, entsteht ein schwach weißer Anstrich, der ungefähr" ebenso schnell wie ein Leirnfarbenanstrich trocknet, nach dem Trocknen jedoch völlig wasserfest ist. Durch Zusetzen von Farbpigmenten kann jede gewünschte Tönung erzielt werden, auch feine Pastelltöne.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Mattglasuren auf nassem Wege, Bindemitteln für Anstrichstoffe und Anstrichstoffen sowie Anstrichen, dadurch gekennzeichnet, daß als Binde- bzw. Klebemittel eine wässerige Lösung eines Alkalisilicats, die alkalilösliche mineralische Kieselsäure gelöst enthält und der in Säure und Alkali lösliche Metalloxyde zugefügt sind, verwendet wird. Verfahren gemäß Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß Casein und Firnis dem Bindemittel zugefügt werden.
DE1934P0070167 1934-10-24 1934-10-24 Verfahren zur Herstellung von Mattglasuren auf nassem Wege Expired DE692831C (de)

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