<Desc/Clms Page number 1>
Klaviermechanik.
Die Erfindung betrifft eine weitere Ausgestaltung der Klaviermechanik nach Patent Nr. 102676 und besteht darin, dass die Klaviermechanik in zwei Teile, Hammer und Klaviatur unterteilt ist, welche getrennt. herausgenommen und eingebaut werden können.
Dies wird dadurch erreicht, dass mit jeder Taste ein Zwischenglied gelenkig verbunden ist, in dessen an der Oberseite vorgesehener Vertiefung ein mit dem Hammerstiel verbundener Stift lösbar gelagert ist.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgedankens dargestellt.
Fig. 1 ist eine Seitenansicht des ganzen Mechanismus ; Fig. 2 ein Schnitt durch Fig. 1 nach der Ebene A-B.
Die Taste 1, auf welcher das Bdegblättchen 2 befestigt ist, hängt durch den eingeleimten Pergamentstreifen 3 mit dem Klötzchen 4 zusammen. Es ist für jede Taste ein Klötzehen von derselben Breite wie die Taste vorhanden. Die Befestigung der Klötzchen auf der Tastenbank 5 erfolgt durch die gemeinsame
Leiste 6, die durch die erforderliche Anzahl Schrauben 7 festgehalten wird. Als Tastenanschlag dient die gepolstert Sperrleiste 8. Die winkelig abgebogenen Aushubstifte 9 (Fig. 2), welche im Klaviaturrahmen 10 eingeschraubt sind. dienen zur seitlichen Führung der Tasten 1. Der auf der Taste festgemacht
Scharnierteil 11 ist mittels Pergamentblättehens 12 an den Klotz 13 gekuppelt, welch letzterer mit seiner gepolsterten Unterseite auf dem wagrechten Teile des Aushubstiftes 9 aufruht.
Am linken Ende der Klotzunterseite ist eine unten stumpfe Schraube 14 eingeschraubt, die auf ein, nur mit seiner rechten Seite am Klotze 13 festgeleimtes Lcderblättehen 15 aufliegt. Durch mehr oder weniger Einschrauben der
Schraube 14 kann man die Tasten 1 alle gleich hoch einstellen. Klotz 13 trägt oben eine ausgefütterte Vertiefung 16, in welche der am Hammerstiel 17 eingeschraubte Stift 18 hineinragt. Der Hammerkopf 19 besitzt an der Stirnseite einen Vorsprung 20, über welche der Filzbezug 21 gespannt und geleimt ist.
Durch das Pergamentblättchen 22 ist der Hammerstiel17 mit dem Scharnierteil 23 beweglich zusammengekuppelt. Auf der gemeinsamen Leiste 24 sind sowohl alle Hämmer, als auch die zugehörigen bekannten Dämpfer befestigt. Die Dämpferpölster 28, die auf dem Blättchen 29 festgeleimt sind, werden von der Saite 30 abgehoben, wenn der Hammerstiel durch den Tastenanschlag soweit bewegt wird, dass er den Dämpferhebel 27 in der Richtung gegen die Saite 30 bewegt. Dadurch wird der obere Scharnierklotz 26, welcher mittels des Pergamentblättehens 25 mit dem unteren Scharnierklotz verbunden ist, von der Saite wegbewegt und hebt dadurch die Pölster 28 von der Saite ab. Der auf der durchlaufenden Leiste 31 befestigte Filzbelag dient zum Auffangen des zurückprallenden Hammers. Die Funktion der Vorrichtung ist folgende.
Beim Niederdrücken der Taste 1 wird der an 1 befestigte Scharnierteil 11 nach abwärts gedrückt ; Klotz 13, welcher auf dem Qnerteil des Aushubstiftes 9 aufliegt, stellt einen doppelarmigen Hebel dar, dessen kurzer Arm durch 12 nach abwärts gezogen wird, wogegen die am Ende des langen Armes befindliche Rinne 16 nach aufwärts geschleudert wird. Dadurch wird der Stift 18 nach oben gegestossen und der Hammer, welcher durch Niederdrücken des Dämpferhebels 27 den Dämpfer gleicherzeit abhebt, gegen die Saite 30 geschleudert, so dass ein Ton entsteht. Beim Zurückprallen des Hammers legt sich der Dämpfer sofort wieder an die Saite an.
Bei der gewöhnlichen Klaviermechanik ist die Taste in der Mitte durchbohrt und mittels eines Stiftes, welcher im Boden des Klaviaturrahmens sitzt und durch das Loch in die Taste hineingeht, geführt. Diese Führungsart veranlasst öfter ein Steckenbleiben der Tasten.