AT103434B - Aufnahmeverfahren für photographische oder kinematographische Aufnahmen und Vorrichtung zur Durchführung derselben. - Google Patents

Aufnahmeverfahren für photographische oder kinematographische Aufnahmen und Vorrichtung zur Durchführung derselben.

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AT103434B
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Karl Albert
Clarence Epstean
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Karl Albert
Clarence Epstean
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  • Silver Salt Photography Or Processing Solution Therefor (AREA)

Description


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  Aufnahmeverfahren für photographische oder kinematographische Aufnahmen und
Vorrichtung zur Durchführung derselben. 



   Photographische oder kinematographische Aufnahmen werden bekanntlich in der Weise hergestellt, dass eine lichtempfindliche Schicht gerade in demjenigen Ausmass belichtet wird, welches der Empfindlichkeit und Reaktionsfähigkeit derselben entspricht, so dass also das Bild durch einmalige kontinuierliche photochemische Reaktion während der bestimmten, hiefür erforderlichen kontinuierlichen Lichteinwirkung entsteht. Die Veränderung der Dauer der Belichtung über oder unter das notwendige Minimum ergibt im allgemeinen eine Verschlechterung der Gesamtaufnahme, mögen auch zu besonderen Zwecken solche Veränderungen bestimmte Vorteile mit sich bringen. 



   Den Gegenstand der Erfindung bildet ein Verfahren, welches das Prinzip der einmaligen kontinuierlichen, der Reaktionsfähigkeit der lichtempfindlichen Schicht angepassten Belichtung verlässt und die Belichtung durch eine Reihe von kurzen intermittierenden Teilbelichtungsperioden vornimmt, die durch Verdunkelungsperioden bestimmter, dem Zweck angepasster Länge voneinander getrennt sind.

   Es kann hiebei je nachdem zu erreichenden Zweck die Summe der einzelnen Teilbelichtungsperioden gleich oder grösser als die unter gleichen Verhältnissen normalerweise anzuwendende kontinuierliche Belichtungszeit sein, und es wird hiedurch, je nachdem, ob es sich um photographische oder kinematographische Aufnahmen handelt, entweder eine wesentliche Verbesserung der Aufnahme oder der einzelnen Teile derselben in bezug auf die Darstellung der festen Objekte oder in bezug auf die Darstellung der Bewegung erzielt. 



   Um die Wirkung und die Ergebnisse des angegebenen Verfahrens zu erläutern, die sich nach verschiedenen Richtungen hin geltend machen und daher auch die mannigfachsten Vorteile zu erzielen gegestatten, je nachdem, welchem Zwecke sie dienstbar gemacht werden, sei darauf verwiesen, dass zur Hervorrufung einer Aufnahme verschiedene Faktoren zusammenwirken, unter denen die physikalischen Bedingungen der Aufnahme und die photochemischen der Erzeugung des   aufgenommenen   Bildes auf der lichtempfindlichen Schicht die wichtigsten sind. Die photochemische Reaktion erfolgt mit einer bestimmten Geschwindigkeit, die mit der Stärke der Lichteinwirkung etwas veränderlich ist, so dass in verschiedenen Bildteilen sogar verschiedene   Reaktionsgeschwindigkeiten   auftreten.

   Ebenso ist der
Schwellenwert für die   Beeinflussung da Silheremulsion,   je nach der vorangegangenen Einwirkung verschieden, wie sich dies aus den Untersuchungen Schwarzschilds und aus dessen Formel i x   t   ergibt, bei der   i   die Intensität, t die Zeit und q ein von den äusseren Umständen abhängiger Faktor ist. Wird demnach die Länge der Teilbeliehtungsperioden den Reaktionsgeschwindigkeiten bzw. der Grösse des
Schwellenwertes angepasst, so ergibt sich die Möglichkeit einer Einwirkung auf bestimmte Bildteile, ohne dass dadurch andere Bildteile in Mitleidenschaft gezogen werden, was bekanntlich für die Reproduktionstechnik von besonderer Bedeutung ist. 



   Werden gleichzeitig auch die physikalischen Bedingungen, unter denen die Aufnahme zustande kommt, mitberücksichtigt, so ergibt sich die   Möglichkeit   einer weiteren Einwirkung, indem für einzelne Teile des Bildes oder für das ganze Bild entweder eine Summierung der Wirkung der einzelnen Teilbtlichtungsperioden eintreten kann, die bei ändern Bildteilen ausbleibt, oder wesentlich überschritten wird, wodurch sich besondere, später darzulegende Effekte herausbilden lassen oder es kann zur Entstehvng von in gewissen Einzelheiten verschiedenen, sich mehr oder weniger deckenden Teilbildern kommen, deren Gesamtwirkung   ebenff-s einem bestimmten Zwecke   dienstbar gemacht wird. 

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   Das Verfahren sei im nachstehenden an Hand einiger typischer Ausführungsbeispiele beschrieben, die verschiedenen Gebieten der photographischen Technik entnommen sind, jedoch nur einen kleinen Teil der Anwendungsmöglichkeiten des Verfahrens behandeln. 



   Anwendungsbeispiel I. Bei Autotypieaufnahmen herrscht bekanntlich das Bestreben, zum Zwecke der Zinkographie und des Offsetverfahrens durch Hochlichtexposition die Lichter des Negativbildes derart zu   steigern, dass möglichst   viel Nacharbeit auf den Klischees oder den Druckformen erspart wird. Zu diesem Zweck wird nach der normalen Hauptbelichtung eine nochmalige längere oder kürzere Hochlichtexposition vorgenommen.   DieGefahr   einer solchen Nachbelichtung liegt nun darin, dass gleich- 
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 werden, wodurch gradationsunrichtige   Bildresaltate   erzielt werden. 



   Gemäss dem vorliegenden Verfahren wird nun die Exposition ganz oder teilweise durch eine Reihe von   Teilbelichtungen   ersetzt, die durch   Verdtmkelungsperioden   getrennt sind, die zu der Dauer der Belichtungsperiode in einem bestimmten Verhältnis stehen. Die Dauer der einzelnen Teilbelichtungen wird so gewählt, dass der Schwellenwert der lichtempfindlichen Silberemulsion nar bei den Hochlichtern des Bildes   überschritten   wird, während die Mitteltöne in keiner Weise ungünstig beeinflusst werden. 



  Dadurch wird erzielt, dass die Reduktion in Silber nur in den allerhöchsten Lichtern hervorgerafen wird, während für die dunkleren   Mitteltöne und Schatten   nicht einmal die Grenze des Schwellenwerts erreicht erscheint. 



   Gleichzeitig soll auch ein bestimmtes Verhältnis zwischen der Dauer des Teilbelichtungsintervalls und der Dauer des zwischen zwei solchen Intervallen verstreichende Verdunklungsintervalls eingehalten werden, weil sonst bei zu rascher   Aufeinanderfolge derBelichtungsintervalle   die Reflexwirkung der letzten Belichtung noch nachwirkt, so dass die Wirkung der einer mehr oder weniger kontinuierlichen Belichtung gleichkommt, wodurch die Wirkung des beschriebenen Verfahrens geschwächt oder sogar vernichtet werden kann. 



   Man erhält auf diese Weise besonders schöne kontrastreiche Bilder, die wenig oder gar keine Nacharbeit erfordern und Hochlichter zeigen, ohne dass die Mitteltöne beeinträchtigt sind und den durch Nacharbeit auf den Druckformen und Klischees entstandenen Bildern weit überlegen sind, weil bei diesen zur Erzielung des maximalen Lichteffekte alle Schattierungen einfach mechanisch entfernt werden, so dass beim Druck eine rein   weisse Druckfläche,   ohne jegliche Abtönung entsteht. 



   Anwendungsbeispiel II. Bei der gewöhnlichen Photographie kann das vorliegende Verfahren dazu benutzt werden, um auch unter ungünstigen   Beleuchtungsverhältnissen     kontrastreiche,   sogenannte brillante Bilder zu erzielen. Ihre Entstehung wild in ähnlicher Weise wie beim vorhergehenden Anwendungsbeispiel erzielt, indem die Dauer der einzelnen Teilperioden so gewählt wird, dass die Hochlichter eine stärkere Einwirkung erfahren, weil sie über den Schwellenwert der   Silberemulsion   liegen, während die Schatten viel weniger beeinflusst werden. Die Einwirkung der einzelnen Teilbelichtungen ist dann an verschiedenen Stellen, je nach der Lichttönung, verschieden, wodurch sich die Kontraste besser herausbilden. 



   Anwendungsbeispiel III. Eine vorteilhafte Anwendung ergibt sich bei der Aufnahme von Objekten, welche entweder gelegentlich oder   rilythmische   Bewegungen ausführen oder um eine Mittellage schwingen oder bei denen einzelne Teile gelegentlich rasche Bewegungen machen. Um solche Objekte scharf zu photographieren, war es bisher notwendig, eine Beleuchtung und eine lichtempfindliche Schicht zu wählen, die eine Belichtung während so kurzer Zeit gestattete, dass die Bewegung nicht merkbar wurde.

   Nach dem vorliegenden Verfahren werden die relativ raschen Bewegungen zufolge der kurzen Dauer der   Teilbeliehtungen   überhaupt nicht mit abgebildet, weil ein bestimmter Punkt der Platte im Wesen nur die Summe der zahlreichen Einzeleinwirkangen ergibt, aber das abweichende Bild während bloss einer   Teilbelichtungsperiode   nicht herauszubringen vermag. Es ergibt sich also   ein"Dtirchschnitts-   bild", d. h. eine Abbildung, die das Bild der Mehrheit der Einzeleinwirkungen völlig scharf enthält, während vereinzelt geblieben Bilder nicht zum Ausdruck kommen. Das Bild wird um so schärfer sein, je länger die Gesamtexpositionsdauer und je kürzer die einzelnen Teilbelichtungen sind, die allerdings die Reaktionsschwelle nicht unterschreiten-dürfen. 



   Anwendungsbeispiel IV. Eine besonders vorteilhafte Anwendung der Methode lässt sich bei Abbildung einesfesten Objektes, etwa eines Gebäudes, Strassenzuges od. dgl., erzielen, in dessen Umgebung sich ständig bewegte Objekte (Menschen, Fahrzeuge, Tiere usw.) befinden. Diese lassen sich durch die vorgeschlagene Methode vollständig eliminieren, so dass nur das feststehende Objekt selbst ohne jede bewegte Staffage auf der Aufnahme erscheint. Es ist zu diesem Zweck nur notwendig, die lichtempfindliche Platte so zu wählen, dass eine relativ lange Expositionsdauer erforderlich ist, so dass in dieser möglichst viele Teilbelichtungen, von entsprechenden Verdunklungsintervallen unterbrochen, untergebracht werden können.

   Die Teilbelichtungsdauer muss so gewählt werden, dass die Wahrscheinlichkeit, bei mehreren Teilbelichtungen hintereinander das gleiche Objekt an der gleichen Stelle der Platte abzubilden, verschwinden klein ist. In diesem Fall kann dann nach Vollendung der Gesamtexposition keines der bewegten Objekte auf dem Bilde erscheinen, und das Bild wird vollkommen frei von allen bewegten Objekten sein. 

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   Anwendungsbeispiel V. In der Kinematographie, wo es sich um Darstellung von Bewegungen handelt, kann das obige Verfahren einfach umgekehrt werden. Wird die Exposition eines jeden Teilbildes des Filmstreifens so unterteilt, dass jede Teilexposition ein, wenn auch schwaches Teilbild auf dem Film entwirft, so entstehen übereinanderliegende Teilbilder, die dort, wo sie sich decken, ein vollkommen scharfes Gesamtbild zeigen, in den bewegten Teilen jedoch eine gewisse Verschwommenheit, die durch das Nebeneinanderfallen der Teilbilder hervorgerufen wird. Diese Verschwommenheit zeigt sich   natürlich   nur, wenn das Teilbild des Filmstreifens einzeln betrachtet wird.

   Wird jedoch der Film abgespult, so haben diese Teilbilder ungefähr die gleiche Wirkung wie die Vermehrung der Anzahl der Teilbilder im Filmstreifen, d. h. die Bewegung wird geschlossen und runder, als dies mit den derzeitigen Mitteln und bei der gleichen Zahl der Teilbildcr sonst der Fall wäre. Die Naturtreuheit des Bewegungeindruck ist daher vollkommen geworden, weil das Auge sowohl die Teilbilder einer Aufnahme als auch die nacheinanderfolgenden zu einem Gesamtbewegungsbild verbindet. 



   Wie aus den vorstehenden Anwendungsbeispielen, die nur eine Auswahl aus den hauptsächlichsten Anwendungsbeispielen darstellen, ersichtlich, muss die Dauer der Gesamtexposition sowie die Dauer der Teilbelichtung, je nach dem gewünschten Ergebnis, den photochemischen bzw. physikalischen Bedingungen der Aufnahme jeweilig entsprechend, angepasst werden. Diese Anpassung kann von jedem Fachmann leicht vorgenommen werden, da es sich nur um die bekannte Anpassung der Expositionsdauer an die jeweiligen zeitlichen oder photochemischen Bedingungen handelt, die bereits bekannt und erforscht sind. 



   Zur Durchführung des Verfahrens können sogenannte Momentverschlüsse dienen, die der Erfindung gemäss entsprechend adaptiert werden müssen und die   womöglich   für die verschiedenen Bedingungen einstellbar sind. 



   Fig. 1 zeigt einen   Kreissegmentverschluss   der gewöhnlich für kinematographisehe Aufnahmen verwendeten Typen, der eine für die Zwecke des vorliegenden Verfahrens entsprechende Ausgestaltung aufweist. 



   Vor oder hinter dem Linsensystem a befindet sich die Scheibe b, mit dem sektorförmigen Ausschnitt c, welcher bei seinem Durchgang das Linsensystem freigibt. Die Scheibe sitzt auf einer Welle   ici   und wird von einem Elektromotor e mittels eines   Übersetzungsgetriebes/, f:,,/.-"angetrieben.   Die
Steuerung des Motors erfolgt mittels des Handhebels A, der um den Punkt g drehbar ist und unter der Wirkung einer Feder steht. Dieser Hebel trägt an seinem Ende Schaltkontakte i, die, wenn der Hebel niedergedrückt ist, gemeinsam mit den festen Schaltkontakten i den Motor anlassen, beim Zurückdrehen des Hebels diesen wieder ausschalten.

   Der   niedergedrückt   Hebel h wird durch eine Nase festgehalten, die am Ende eines Hebels   l   sitzt, der sich gegen eine Unrundscheibe   m   mit Absatz n anlegt. Diese sitzt auf einer Welle mit dem Schaltrad o, das vom Schalthebel p zahnweise weitergeschaltet wird, ist jedoch von Hand aus einstellbar. Der Winkel, um den sie von Hand aus verdreht wird, ist proportional der Zahl der hintereinander durchzuführenden Expositionen. 



   Der Schalthebel p steht ebenfalls unter Federwirkung und reicht bis nahe an die Scheibe b heran, an deren Umfang ein   Auflauf stück u   befestigt ist, das den Schalthebel bei jeden Durchgang nach vorne drückt und dadurch das Weiterschalten des Schaltrades o um einen Zahn bewirkt. 



   Zur Arretierung der Scheibe nach der vorgeschriebenen Zahl von Umdrehungen dreht der am Hebel   h   vorgesehene Fortsatz q mit   Nase r, welcher   beim Hinaufschnellen des Hebels sich gegen den Umfang der Scheibe b legt und in den Ausschnitt   s   am Umfang der Scheibe einfällt, so wie dieser unter die Nase gelangt. 
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 umläuft und eine Belichtung erzeugt, so oft der Ausschnitt   c   an der Objektivöffnung a vorbeigeht. Bei jeder Umdrehung drängt das   Auflaufstüek     u   den Schalthebel p nach vorne und bewirkt ein Weiterschalten des Schaltrades o. 



   Die Unrundscheibe m ist von Beginn der Betätigung durch Verdrehen entlang einer Skala in jene Lage gebracht worden, die der Zahl der Expositionen entspricht. Diese Lage ist durch die Zahl der Schaltzähne innerhalb des Winkels gegeben, um den der Absatz iz der Unrundscheibe verdreht werden soll. Wenn das Schaltrad um die entsprechende Zähnezahl verdreht worden ist, fällt das Ende des Hebels l in den Absatz n der Unrundscheibe m, und seine Nase k gibt das Ende des Handhebels h frei, wodurch dieser durch die Feder zurückgezogen wird und den Motor ausschaltet. Die Nase r am Fortsatz q des Hebels h legt sich gegen den Scheibenrand und fällt in den Ausschnitt s ein, so wie die Scheibe bei der weiteren Drehung durch die Trägheit den Ausschnitt bis zur Nase r fortbewegt hat. 



   Fig. 2 zeigt eine weitere beispielsweise Ausführungsform mit einem in ähnlicher Weise ausgestalteten   Rouleauschlitzverschluss.   In dem Vorhang v sind eine Anzahl von Schlitzen w angeordnet, die sich am Objektiv vorbeibewegen. Der Vorhang wickelt sich von einer Rolle   a :   ab und auf eine andere Rolle 11   auf. An einer der Rollen sitzt eine Scheibe z, die der Scheibe b der Fig. 1 analog mit einer Auflauffläche und einem Ausschnitt versehen ist. Diese Scheibe wird in genau gleicher Weise wie die Scheibe b durch   

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 entgegengesetzter Richtung rotierende Scheiben vom Motor angetrieben werden. Die Expositionsdauer ist dann auf die sehr kurze Überdeckung der Ausschnitte beschränkt. 



   Zur Variation des Verhältnisses von Belichtung-und Verdunkelungsperioden kann auf der Scheibe b ein verdrehbarer Sektor sitzen, der die freie Sektorbreite zu verändern gestattet. 
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 bei einer Auslösung eingeleitet wird. 



   Wie ersichtlich, ist das den Gegenstand der Erfindung bildende Verfahren geeignet, in den meisten Zweigen der photographischen Technik neue, bisher nicht erreichbare Wirkungen zu erzielen. Insbesondere kann das Verfahren auch für Mikrophotographie, Röntgenphotographie und verwandte Techniken adaptiert werden, wo es wegen der   Möglichkeit, "Durchschnittsbilder" bewegter   Teile zu liefern, beispielsweise für die biologische Forschung und diagnostische Zwecke, von Wichtigkeit sein kann. Das Verfahren kann überdies auch therapeutisch verwendet werden, da auch die physiologische Reizschwelle in gleicher Weise wie der photochemische Schwellenwert   berücksichtigt   werden kann, so dass also Teileinwirkungen auf bestimmte Organe oder Organteile erreichbar sind. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Aufnahmeverfahrenfür photographische oder kinematographisehe Aufnahmen, dadurch gekennzeichnet, dass die Belichtung der lichtempfindlichen Schicht durch eine Reihe von kurzen, durch Verdunkelungsperioden getrennten, intermittierenden Teilexpositionen erfolgt.

Claims (1)

  1. 2. Aufnahmeverfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass die Summe der durch Verdunkelungsperioden getrennten Teilexpositionsperioden gleich oder grösser ist als die der Empfindlichkeit der Schicht bei den gegebenen Beleuchtungsverhältnissen entsprechende normale Expositionsdauer.
    3. Aufnahmeverfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass die Verdunkelungsperioden zwischen den Teilexpositionsperioden im Verhältnis zu den letzteren so gewählt werden, dass unter Berücksichtigung der Reflexwirkung des einfallenden Lichtes und der Reaktionsgeschwindigkeit eine kontinuierliche Einwirkung des Lichtes ausgeschlossen ist.
    4. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1 für Autotypie, dadurch gekennzeichnet, dass die sogenannte Hochlichtexposition durch intermittierende Teilexpositionen ersetzt wird, wobei die Teilexpositionsdauer so gewählt wird, dass die Einwirkung der Teilexposition über dem Schwellenwert der Höchlichter, aber unter demjenigen der Mitteltöne und Schatten liegt, wodurch ein besonders kräftiges Herausarbeiten der Hochlichter erfolgen kann, während die Mitteltöne unbeeinflusst bleiben.
    5. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwecks scharfer Abbildung ruhiger Objekte mit bewegten Teilen, bei relativ hoher Gesamtexpositionsdauer eine Zerlegung in intermittierende Teilexpositionen von solcher Länge erfolgt, dass eine einzelne Bewegung nur während einer so geringen Zahl von Teilexpositionen im Verhältnis zu deren Gesamtzahl vor sich geht, dass eine Einwirkung auf die lichtempfindliche Schicht nicht merkbar wird, wodurch ein scharfes Durchschnittsbild des abzubildenden Objekts trotz der Bewegungen erhalten werden kann.
    6. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Abbildung ruhiger Objekte inmitten von wechselnd bewegten Objekten mittels durch Verdunkelungsperioden getrennten Teilexpositionen von solcher Dauer erfolgt, dass jede Teilexposition eine andere Gruppierung der bewegten Objekte enthält, wodurch sich die Wirkung der Teilexpositionen für das ruhende Objekt summiert, während die bloss innerhalb der einzelnen Teilexpositionen erhaltenen, stets wechselnden Bilder nicht zur Ausbildung gelangen, wodurch im Endergebnis das ruhende Objekt allein frei von allen bewegten Objekten erhalten wird.
    7. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1 für kinematographisehe Aufnahmen, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Bild der kinematographischen Bildreihe durch Teilexpositionen von solcher Dauer hergestellt wird, dass von den Objekten mehrere übereinanderliegende Teilbilder auf dem gleichen Bild entstehen, die sich bezüglich der ruhenden Teile decken, bezüglich der bewegten Teile aber neben- EMI4.3 bzw. die Zahl der kinematographischen Aufnahmen verringert werden kann.
    8. Vorrichtung zur. Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein bekannter Momentverschluss mit einem Vielfachen seiner normalen Antriebsgeschwindigkeit betrieben wird, um eine Reihe von Expositionen an Stelle einer einzigen innerhalb kurzer Zeit hervorzubringen.
    9. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 8, gekennzeichnet durch einen Schlitzverschluss, dessen Vorhang eine Reihe von Schlitzen statt eines einzigen aufweist, die an dem Objektiv vorbeigezogen werden. <Desc/Clms Page number 5>
    10. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 9, gekennzeichnet durch eine Einstellvorrichtung für die Zahl der Expositionen, welche aus einem von der bewegten Scheibe oder Rolle betätigten Schalthebel und einem von diesem angetriebenen Schaltrad besteht, das eine Nasenscheibe antreibt, die mit Hilfe einer Einfallklinke den Antriebsmechanismus nach einer durch die Stellung der Nasenscheibe bestimmten Zahl von Expositionen abstellt und den Verschluss arretiert. EMI5.1
AT103434D 1925-05-19 1925-05-19 Aufnahmeverfahren für photographische oder kinematographische Aufnahmen und Vorrichtung zur Durchführung derselben. AT103434B (de)

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