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Absperrvorrichtung.
Man hat versucht Absperrvorrichtungen zu ersinnen, welche die Vorteile des Normalventiles aufweisen, aber der Strömung einen geringen Widerstand entgegensetzen.
Durch Verbesserung des Strömungsweges innerhalb des Ventilgehäuses in Form einer Lyra gelang es den Widerstand des Normalventiles wesentlich zu verringern. Diese Lyraventile sind aber teurer als die Normalventile. Es werden aber für sehr viele Verwendungszwecke Absperrventile benötigt, bei welchen auf die Verminderung des Durchgangswiderstandes selbst kein Wert gelegt zu werden braucht, vielmehr ist bei diesen Ventilen auf billige Herstellung und leichte Bedienung der Hauptwert zu legen.
Für diese Verwendungszwecke, bei denen man sich mit dem hohen Widerstand des Normalventiles abfindet, derselbe also beibehalten werden kann, wird der Erfindung gemäss die Verengung des Durch- gangsquerschnittes über das bei venturirohrartigen Absperrvorrichtungen günstige Ausmass derart erhöht, dass der Durchflusswiderstand eines üblichen Normalventiles der gleichen Rohrweite erreicht wird, wobei die Abmessungen der Anschlussteile (Flanschen, Muffen usw. ) und die Baulänge der Normalventile bei- behalten werden.
Bei den angeführten, nach den neuen Gesichtspunkten abgeänderten Lyraventilen ("Koswa"), bei denen durch Verwendung der bekannten, widerstandsvermindernden Grundsätze die Durchströmung ausserordentlich erleichtert ist, dürfte der Sitzquerschnitt (bei düsenartiger Verjüngung des Strömung- kanales nach der Sitzöffnung zu) stark verkleinert werden, ehe der gesamte Durchgangswiderstand den- jenigen des Normalventiles bei gleichem Anschlussdurchmesser erreicht. Trotzdem nunmehr der Wider- stand dieser neuen Ventile derselbe ist wie der Widerstand des Normalventiles, sind seine Ausmasse sowohl im Gehäuse, wie besonders in der teueren Armatur (Sitz, Kegel, Säulenaufsatz usw. ) bedeutend kleiner als bei dem demselben Rohrdurchmesser entsprechenden Normalventil.
Diese neue Ventilausführung weist dem Normalventil gegenüber noch die Vorteile auf, dass durch die Verkleinerung der Sitzöffnung das Öffnen und Schliessen mit kleinerer Kraft bewerkstelligt werden kann und die Instandhaltung bedeutend leichter ist, da der kleinere Kegel leichter auf den kleineren Sitz einzuschleifen ist.
Ferner ist das Gewicht und daher die Anschaffungskosten, sowie die Wärmeverluste und die Bau- höhe geringer.
Im vorstehenden ist nur die Umwandlung widerstandssehwaeher Ventile behandelt worden. Der
Erfindungsgedanke lässt sich jedoch ohne weiteres auch auf Absperrvorrichtungen anderer Form, z. B.
Schieber übertragen.'
Ferner lassen sich auch noch andere widerstandsschwache Absperrvorrichtungen, z. B. Hähne, unter Ausnützung der die Durchflussstörungen vermindernden Formen in obiger Weise umformen, um
Absperrvorrichtungen zu gewinnen, die die oben mehrfach ausgeführten Vorteile dem Normalventil gegenüber aufweisen.
Die Fig. 1, 2 und 3 veranschaulichen den Erfindungsgedanken schematisch. Fig. 1 zeigt ein gewöhn- liches Schrägspindelventil"Koswa", dessen widerstandsvermindernde Formen nutzbar gemacht worden sind durch Verengung des Sitzes bund düsenartige Ausgestaltung der Zu-und Ableitungskanäle. Die
Verengung des Sitzes und die düsenartige Zusammenziehung der Strömungswege ist annähernd so weit getrieben, bis der Widerstand dieses neuen Ventiles den Widerstand des Normalventiles von demselben
Rohrdurchmesser erreicht hat. Ein Absperrventil von so geringem Ausmass ersetzt also vollkommen
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ein Normalventil von demselben Rohrdurchmesser und hat trotzdem nur denselben Widerstand wie dieses Normalventil.
Fig. 2 zeigt schematisch einen Durchgangsschieber von demselben Einzelwiderstand wie ein Normalventil.
Fig. 3 zeigt schematisch einen Durchgangsschieber von demselben Einzelwiderstand wie ein Normalventil, aber in Baulänge usw. nach den Normen für. Ventile ausgeführt.
Die Schieber nach Fig. 2 können unmittelbar als Ersatz von Schiebern, die Schieber nach Fig. 3 als Ersatz von Ventilen eingebaut werden.