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Elektromagnetische Einschaltvorrichtnng zur Verbindung zweier voneinander unabhängig gespeister Stromkreise.
Die Erfindung bezieht sieh auf eine Anordnung, welche die selbsttätige Verbindung zweier Strom- kreise nur dann zulassen soll, wenn die Spannung des zuzuschaltenden Stromkreises überwiegt.
Gemäss der Erfindung wird dies in einfacher und zuverlässiger Weise dadurch erreicht, dass ein polarisiertes Einschaltrelais derart an die beiden Stromkreise angeschlossen ist, dass bei offenem Verbindungssehalter sich der Strom der Steuerspule umkehrt, je nachdem welche der Spannungen überwiegt.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung für den Fall dargestellt, dass ein Gleich- stromgenerator mit einem von einer zweiten Gleichstromquelle gespeisten Verbrauchernetz verbunden werden soll.
1 ist der Generator, 2 ein Schalter mit der Einschaltspule 6 und den Hilfskontakten 22 und 24.
3 ist das Verbrauchernetz, das in beliebiger Weise gespeist werden kann, z. B. von einem zweiten Gene- rator 4, mit dem es durch einen Schalter 5 verbunden ist. Zum Schutze gegen Überlastung ist im Strom- kreis des Netzes 3 ein Überstromrelais 26 mit den Kontakten 25 vorgesehen. Um sicherzustellen, dass der Generator 1 zu dem Netz 3 über den Schalter 2 nur hinzugeschaltet werden kann, wenn er eine höhere Spannung besitzt als das Netz bzw. um zu verhindern, dass er als Motor läuft, ist erfindungsgemäss ein
Steuerrelais 7 vorgesehen, das den Schalter 2 erst dann schliesst, wenn die Spannung des Generators 1 die des Netzes überwiegt.
Das Relais besitzt einen drehbar gelagerten Anker 8 mit einem Kontakt 19, der mit dem Gegenkontakt 20 zwecks Steuerung der Einschaltspule 6 Kontakt machen kann. 11 ist die Arbeitswieklung des Relais, die auf dem Anker 8 angebracht ist, 12 die Magnetwicklung, die das ) MagnetgesteII. M erregt. Statt des Elektromagneten kann man aber auch einen Dauermagneten an- wenden. 16, 17, und 16'17'sind die Polpaare des Magnetkörpers, zwischen denen sich der Anker 8 be- wegt. Die beiden Wicklungen 11 und 12 sind so geschaltet, dass sie bei geschlossenem Schalter 2 in Reihe zwischen Netz 3 und Erde liegen.
Die Richtung des Stromes in der Magnetwicklung 12 und in der Arbeits- wicklung 11 ist für diesen Fall so gewählt, dass der Anker 8 das Bestreben hat, die Kontakte 19 und 20 offenzuhalten. Bei offenem Schalter 2 ist von dem Punkte 23 aus über den Schalter 28 und die Kon- takte 22 die Magnetwicklung 12 direkt an die Spannung des Generators 1 angeschlossen und die Arbeits- wicklung 11 liegt zwischen dem Generator 1 und dem Netz 3. Durch diese zweite Verbindung bleibt die Stromrichtung in der Magnetwicklung 12 die gleiche wie bisher, die der Wicklung 11 dagegen ist davon abhängig, ob die Spannung des Generators 1 oder des Netzes 3 höher ist.
Ist die Spannung des Netzes 3 höher, so fliesst der Strom durch die Wicklung 11 in gleicher Rich- tung wie bisher, d. h. die Kontakte 19, 20 bleiben offen. Überwiegt dagegen die des Generators, so fliesst der Strom durch die Wicklung 11 in entgegengesetzter Richtung wie bisher, und sobald der Spannung- unterschied zwischen dem Generator 1 und dem Netz 3 ein bestimmtes einstellbares Mass, das von der
Zugwirkung der Feder 21 abhängig ist, überschreitet, dreht sich der Anker und schliesst die Kontakte 19 und 20. Dadurch ist der Stromkreis der Einschaltspule 6 über die Kontakte 25 geschlossen, so dass der
Schalter 2 anspricht und den Generator 1 an das Netz legt. Gleichzeitig öffnet der Schalter 2 beim An- sprechen seine Kontakte-22, so dass die Verbindungsleitung zu dem Punkte 23 unterbrochen wird.
Der Strom fliesst nun von dem Netz durch die wieder in Reihe geschalteten Wicklungen 11, 12 zur Erde
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Das Relais 7 öffnet infolgedessen seine Kontakte 19, 20 wieder. Um trotzdem den Stromkreis der Spule 6 geschlossen zu halten, ist die Spule im Nebenschluss zu den Kontakten 19, 20 über die Kontakte 24, die
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wird und der Schalter 2 abfällt.
Um den Generator 1 von dem Netze 3 unmittelbar trennen zu können, ist ferner in der Verbindungsleitung zwischen dem Generator 1 und dem Punkt 23 des Relais 7 ein Schalter 28 vorgesehen, der selbsttätig oder von Hand gesteuert werden kann.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Elektromagnetische Einschaltvorrichtung zur Verbindung zweier voneinander unabhängig gespeister Stromkreise, dadurch gekennzeichnet, dass ein polarisiertes Einschaltrelais (7) derart an die beiden Stromkreise angeschlossen ist, dass bei offenem Verbindungssehalter (2) der Strom der Steuerspule (11), je nachdem welche der Spannungen überwiegt, seine Richtung wechselt.