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Rollvorhang.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Rollvorhang und besteht im Wesen darin, dass die Längsnut, in der der Vorhang befestigt ist, in bezug auf die Sperrglieder der Feststellvorrichtung derart angeordnet ist, dass bei bis in die tiefste Grenzlage niedergezogenem Vorhang die Sperrglieder mit dem Sperrzahn nicht in Eingriff kommen können, so dass also die Vorhangstanga erst nach einer geringen Rückdrehung festgestellt wird, wodurch das selbsttätige Hoehrollen des Vorhanges auch aus der Tiefstlage gewährleistet ist.
Andere Teile der Erfindung betreffen Teile der Aufrollvoirichtung.
Eine Ausführungsform der Erfindung ist auf der Zeichnung veranschaulicht, u. zw. zeigt Fig. 1 einen Längsschnitt durch die Rolle, wobei der Vorhang und die Befestigungsvorrichtung desselben weggelassen sind, Fig. 2 einen Querschnitt nach der Linie 6-6 in Fig. 1, Fig. 3 einen ähnlichen Querschnitt nach Linie 7-7 der Fig. 1, Fig. 4 eine schaubildliche Darstellung eines zu der Aufziehvorrichtung gehörenden Teiles. Fig. 5 eine schaubildliehe Ansicht des Gehäuses für die Federaufziehvorrichtung und Fig. 6 eine schaubildliche Darstellung des Zapfens der Aufziehvorrichtung.
Wie namentlich Fig. 1 und 3 erkennen lassen, besteht die Rolle aus einem Metallzylinder 15, welcher an zwei diametral gegenüberliegenden Stellen'im Querschnitt schwalbenschwanzförmige Vertiefungen 16 aufweist, die nach innen vorspringende Längsrippen 17 bilden, welche sich Über die ganze Länge der Rolle erstrecken. An dem einen Ende der Rolle befindet sich eine leicht abnehmbare zylindrische Hülse M. deren Ende 19 geschlossen ist und den Drehzapfen 20 trägt. Die zylindrische Wand 21, die mit der Stirn-
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einzelnen die Form der Zungen 22a. Das Gehäuse 2. 3 ist ferner mit nach innen ragenden Vorsprüngeu 26 versehen, durch welche der die Sperrvorriehtung in ihrer Arbeitsstellung haltende Ringflansch 46 in seiner Lage gesichert wird.
Auf diese Weise ist die gesamte Aufziehvorrichtung zu einem Ganzen vereinigt, welches sich leicht abnehmen bzw. auswechseln lässt.
Die Nuten an der Aussenseite des Zylinders dienen in bekannter Weise zur Befestigung des einen Endes des Fenstervorhanges 28 an der Rolle.
Die Vorrichtung zum Aufziehen der Feder besteht aus einer kurzen Achse oder Welle 29, die in eine hohle Welle 30 teleskopartig einspringt. (Fig. 1.) Diese hohle Welle hat an dem äusseren Ende ein Paar Schlitze 31 und ist auf dem Zapfen bzw. der kurzen Achse durch einen Halsring 32 gesichert, der auf die hohle Welle aufgesetzt und mit letzterer fest verbunden ist. An einem der Schlitze 37 ist das eine Ende der Feder 33, die um die Welle 30 gelegt ist, eingehakt oder befestigt, während das andere Ende der Feder an dem einen der Flügel des in Fig. 4 besonders dargestellten Teiles 34 festgelegt ist, welcher mittels zweier Ringe oder Schellen 38 die hohle Welle 30 umfasst und dadurch eine Lagerung für das innere
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Ende derselben bildet.
Die Flügel legen sich gegen die innere Wandfläche des Zylinders 16 und werden an einer Drehung durch Eingriff mit den inneren Rippen 17 verhindert. Der Teil-M,. ? ist demnach wie ersichtlich auf der hohlen Welle 30 verschiebbar.
Der Zapfen bzw. die Achse 29 ist an der Stelle, die aus der hohlen Welle 80 vortritt, sich jedoch noch innerhalb der Rolle befindet, sperradartig ausgebildet bzw. en zwei diametral gegenüberliegenden Stellen 39 mit Sperrzähnen versehen. Die Sperrzähne kommen in Eingriff mit Sperrglieder 41. um die Rolle gegen Drehung auf der Welle (unter dem Einfluss der Feder) zu halten. Das äusserste aus dem Gehäuse der Rolle vorspringende Ende 40 der Achse, das in einen der Lagerböcke des Fensterrahmens eingelegt wird, ist in üblicher Weise abgeflacht, um eine Drehung der Achse zu verhindern. Die Abflachungen des
Zapfens nehmen in dem Lagerbock annähernd eine senkrechte Lage ein, ebenso wie die Sperrzähne.
Die mit den Zähnen zusammenarbeitenden Sperrglieder 41, welche bei der dargestellten Aus- fübrungsform aus kurzen Kolben bestehen, sind lose in radialen Führungen 42 gelagert, die an ihren äusseren Enden durch die Zungen 22 a geschlossen werden, die von der Stirnwand 23 des Endgehäuses 25 vorspringen und dadurch den Austritt der Sperrglieder 41 aus den Führungen 42 verhindern. An der
Stirnseite sind die Führungen 42 durch die Stirnwand 23 abgeschlossen.
Wie die Zeichnung erkennen lässt, sind die Führungen 42 der Sperrglieder 41 durch die Schlitze 25 des Gehäuses 23 durchgeführt und befinden sich daher gegenüber den Enden der Rippen 17, wenn das
Gehäuse eingesetzt wird. Die genannten Sperrglieder bewegen sich demnach in der Ebene, die durch die Rippen gelegt ist, und das eine der Sperrglieder, welches sich in dieser Ebene oberhalb der Achse befindet, wird unter der eigenen Schwere in Eingriff mit dem oberen Sperrzahn 39 kommen, während das andere Sperrglied sich ausser Eingriff befindet.
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werden die Sperrglieder abwechselnd über die Sperrzähne gleiten, jedoch, wenn die Abwärtsbewegung des Vorhanges aufhört bzw.
der Zug nach unten nachlässt, so dass der Vorhang ein wenig angehoben wird, wird der oben befindliche Sperrkolben in Eingriff mit dem oberen Spenzahn 39 kommen und den Vorhang an der gewünschten Stelle bzw. in der gewünschten Höhenlage festhalten.
Mit der beschriebenen Einrichtung kann der Vorhang bis zur äussersten Grenze seiner Bewegung heruntergezogen werden ; er wird jedoch immer um ein gewisses Stück zurückgewunden werden, das etwa dem halben Umfang der Rolle entspricht, so dass der Vorhang stets wieder in jeder gewünschten Lage festgestellt werden kann.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Rollvorhang, dadurch gekennzeichnet, dass die Längsnut (16), in der der Vorhang festgeklemmt ist, in bezug auf die Sperrglieder (41) derart angeordnet ist, dass bei in die tiefste Grenzlage niedergezogenem Vorhang die Sperrglieder mit dem Sperrzahn (39) nicht in Eingriff kommen können, so dass also die Vorhangrolle erst nach einer gewissen Rückdrehung festgestellt wird, wodurch das selbsttätige Hochrüllen des Vorhanges auch aus seiner Tiefstlage gewährleistet ist.