AT101628B - Verfahren zur Darstellung von Abkömmlingen der harzartigen, in Alkali löslichen Kondensationsprodukte aus Formaldehyd und Phenolen. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Abkömmlingen der harzartigen, in Alkali löslichen Kondensationsprodukte aus Formaldehyd und Phenolen.

Info

Publication number
AT101628B
AT101628B AT101628DA AT101628B AT 101628 B AT101628 B AT 101628B AT 101628D A AT101628D A AT 101628DA AT 101628 B AT101628 B AT 101628B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
alkali
formaldehyde
resin
soluble
phenols
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Hans Dr Bucherer
Original Assignee
Hans Dr Bucherer
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Priority claimed from DEB86582D external-priority patent/DE391072C/de
Priority claimed from DEB88830D external-priority patent/DE399677C/de
Application filed by Hans Dr Bucherer filed Critical Hans Dr Bucherer
Application granted granted Critical
Publication of AT101628B publication Critical patent/AT101628B/de

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G8/00Condensation polymers of aldehydes or ketones with phenols only
    • C08G8/28Chemically modified polycondensates
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G14/00Condensation polymers of aldehydes or ketones with two or more other monomers covered by at least two of the groups C08G8/00 - C08G12/00
    • C08G14/02Condensation polymers of aldehydes or ketones with two or more other monomers covered by at least two of the groups C08G8/00 - C08G12/00 of aldehydes
    • C08G14/04Condensation polymers of aldehydes or ketones with two or more other monomers covered by at least two of the groups C08G8/00 - C08G12/00 of aldehydes with phenols
    • C08G14/06Condensation polymers of aldehydes or ketones with two or more other monomers covered by at least two of the groups C08G8/00 - C08G12/00 of aldehydes with phenols and monomers containing hydrogen attached to nitrogen
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G8/00Condensation polymers of aldehydes or ketones with phenols only
    • C08G8/28Chemically modified polycondensates
    • C08G8/32Chemically modified polycondensates by organic acids or derivatives thereof, e.g. fatty oils

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Phenolic Resins Or Amino Resins (AREA)
  • Investigating Or Analyzing Non-Biological Materials By The Use Of Chemical Means (AREA)
  • Cosmetics (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Darstellung von   Abkömmlingen   der harzartigen, in Alkali löslichen   Eondensationsprodukte aus Formaldehyd und Phenolen.   



   Die Verwendung der durch Kondensation von Formaldehyd mit Phenolen erhältlichen Produkte von meist harzartiger Beschaffenheit, die seit einer Reihe von Jahren unter den   verschiedensten tarnen   in die   Technik eingeführt wurden, erleidet eine gewisse Einschränkung durch den Umstand, dass insbesondere   ihre   Löslichkeitseigenschaften   den technischen Anforderungen vielfach nicht entsprechen. Dadurch wird z. B. die Darstellung von Lacken unter Verwendung der üblichen billigen Lösungsmittel erschwert. Anderseits aber weisen die nach dem Verdunsten des Lösungsmittels hinterbleibenden Anstriche, Überzüge usw. eine in vielen Fällen störende Alkaliempfindlichkeit auf. 



   Es hat sich nun gezeigt, dass man die eben angedeuteten Schwierigkeiten und Übelstände dadurch beseitigen kann, dass man die auf Grund der Reaktionsfähigkeit der offenen phenolischen Hydroxylgruppen   erhältlichen   Kondensationsprodukte einer tiefgreifenden chemischen Umwandlung unterwirft, die darin besteht, dass man die offenen Hydroxylgruppen   verschliesst,   d. h. den Wasserstoff der Hydroxylgruppen durch organische Reste ersetzt.

   Erfolgt dieser Verschluss bei   Molekülen   mit mehreren offenen Hydroxylgruppen in vollkommener Weise, so verlieren die harzartigen Kondensationsprodukte ihre 
 EMI1.1 
 Lösungsmitteln, u. zw. hat man es in der Hand, durch die Auswahl geeigneter organischer Reste die Löslichkeit in weitgehendem Masse zu beeinflussen und sie dem jeweiligen Verwendungszweck anzupassen. 
 EMI1.2 
 im übrigen nach den an sich bekannten Methoden erfolgen kann, auch noch insofern eine nützliche Wirkung. als der auxochrome Charakter der Hydroxylgruppe durch die Einführung eines organischen Restes an Stelle von Wasserstoff eine Abschwächung   erfährt,   so dass die in   vielen Fällen unerwünschte Nachdunkelung   der   ursprünglichen   Kondensationsprodukte weniger störend in die Erscheinung tritt. 



   Bemerkenswert ist der gewerbliche Fortschritt, der durch das vorliegende Verfahren ermöglicht wird. Bei der grossen Auswahl unter den sogenannten Aldehydharzen einerseits und den als Verschluss offener   Hydroxylgruppen zur Verfügung   stehenden organischen   (Azidyl-,   Aryl-, Aralkyl-usw.) Resten anderseits, lässt es sich ermöglichen, für jedes bei der Lackbereitung in Betracht kommende Lösungsmittel die am besten geeigneten organischen Komponenten oder zweckentsprechende   Mischungen   dieser zur Synthese heranzuziehen. Dass die überraschend einfache Lösung dieser Aufgabe einem längst dringend gewordenen technischen Bedürfnis entspricht, bedarf keiner weiteren Ausführungen. 



   Was die   Mengenverhältnisse   der einzelnen zu den Kondensationen erforderlichen Ausgangsstoffe betrifft, so kommt es, wie man sieht, auf den Zweck an, den man mit der Kondensation verfolgt, d.   h.   darauf, ob man die Hydroxylgruppen ganz oder teilweise durch organische Reste zu   verschliessen beab-   
 EMI1.3 
 Verhältnis zur Anwendung zu bringen oder man setzt die Zugabe einer der Komponenten so lange fort, bis das Kondensationsprodukt die gewünschten Eigenschaften (vor allem Schmelzpunkt, Härte und Löslichkeit) aufweist. 



   Als säurebindende Mittel dienen Ätzalkalien, Karbonate und Azetate, deren   Anwendung   sich im Einzelfalle nach den Eigenschaften der Ausgangsstoffe und der Endprodukte richtet. In. der Regel sind 
 EMI1.4 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 seifung wesentlich geringer ist. In allen Fällen, in denen organische Lösungsmittel bei den Synthesen benutzt werden, richtet sich deren Menge nach   der Löslichkdt   der Komponenten. Hiebei ist es   jedcch   nicht immer erforderlich, so viel Lösungsmittel anzuwenden, dass vollkommene Lösung der reagierenden Komponenten eintritt. 



   Eine allgemein gültige Regel über die für die Kondensation erforderlichen Temperaturen lässt sich nicht aufstellen. Säurechloride oder-anhydride reagieren mit Alkoholen und Phenolen vielfach schon bei gewöhnlicher Temperatur, während Alkylhalogenide meist höhere   Temperaturen.     80-100'und höher,   erfordern. 



   Die Verwirklichung derartiger Synthesen setzt voraus, dass die   zdm Verschluss   der Hydroxylgruppen ausersehenen Verbindungen in üblicher Weise in eine reaktionsfähige Form   übergeführt   werden (für Karbonsäuren ist dies in der Regel das Säurechlorid oder Anhydrid), die ihnen den Eintritt in die Hydroxylgruppen gestatten. Dieser Forderung zu genügen, sind aber zahlreiche andere für den vorliegenden Zweck an sich ebenfalls geeignete Stoffe nicht ohne weiteres imstande, weit sie der erforderlichen Reaktionsfähigkeit gegenüber dem phenolischen Hydroxyl entbehren. 



   Es hat sich nun weiterhin gezeigt, dass diese Schwierigkeit sich überwinden lässt, wenn man die zum Verschluss der Hydroxylgruppen bestimmten Verbindungen nicht unmittelbar, sondern nur mittelbar, d. h. unter Benutzung eines Hilfsstoffes mit den primären Kondensationsprodukten zu neuen komplexen Verbindungen zusammenschliesst. Handelt es sich z. B., um einen denkbar einfachen Fall zu nennen. darum, die offenen Hydroxylgruppen eines primären Kondensationsproduktes mit Hilfe von Phenolen zu verschliessen, so ist der Phenolrest unmittelbar als solcher dazu nicht imstande. Es würde vielmehr der Anwendung ganz besonderer Mittel bedürfen, um die Vereinigung der beiden Komponenten herbeizuführen.

   Bedient man sich aber gemäss dem vorliegenden Verfahren zur Erreichung des angestrebten Zweckes eines Hilfsstoffes, der die Rolle des verbindenden Gliedes zwischen den beiden   z 1   vereinigenden Komponenten   übernimmt,   wie z. B. des Phosgens, so gelingt die Lösung der gestellten Aufgabe ohne besondere Schwierigkeit. 



   Beispiel   1 : 100 leg   des Kondensationsproduktes aus Formaldehyd und Kresol (technisches Ge- 
 EMI2.2 
 die Lösung zweckmässig auf Temperaturen zwischen 70 und   1000 und   trägt nach und nach so viel   p-Toh. oi-   sulfochlorid ein, bis das ursprüngliche Kondensationsprodukt, von geringen Resten abgesehen, aus der alkalisch gehaltenen Lösung verschwunden ist. Der entstandene   Toluolsulfonsäurcester   scheidet sieh in Form eines in der Kälte erstarrenden Harzes ab, das in kaltem Benzol reichlich   löslich   ist. Bei   650 beginnt   es zu erweichen, bei   800 ist   es noch zähe. 



   Statt auf die eben angegebene Weise lässt sich der Ester auch in der Weise gewinnen, dass man das Kondensationsprodukt und die jeweils erforderliche Menge   Toluolsulfochlorid   miteinander mischt und 
 EMI2.3 
 Erhitzen zu vermeiden,   um-nicht durch überschiissiges   Alkali eine   nachträgliche Zersetzung   des Ester, herbeizuführen. 



   Schliesslich bildet sich der Ester auch unter Ausschluss von Wasser bei der Einwirkung von Toluolsulfochlorid auf das Natriumsalz des Kondensationsproduktes, oder indem man das Aldehydharz in einem indifferenten   Lösungs-oder Verdünnungsmittel   in Gegenwart von wasserfreiem Natriumkarbonat der Einwirkung des   Suliochlorids   unterwirft. 
 EMI2.4 
 flusskühler erwärmt, bis die Azetylierung vollendet ist. Darauf wird das   überschüssige   Azetylchlorid am absteigenden Kühler vollkommen abdestilliert. Der Rückstand, das Azetylderivat. der im Gegensatz zum Ausgangsstoff in verdünntem Alkali unlöslich ist, löst sich leicht z. B. in Benzol, Toluol, Xylol und Tetralin.

   Entsprechend dem anders gearteten Ausgangsstoff stimmt die   Aze1ylverbindung   nach   Löslich-   keit und Schmelzpunkt mit dem ans Novolak und Essigsäureanhydrid erhaltenen Reaktionsprodukt nicht vollkommen überein. Es ist spielend löslich in kaltem Azeton und   erwdcht   gegen 50 . Über die Einwirkung von Essigsäureanhydrid auf ein harzartiges Kondensationsprodukt aus Formaldehyd und Phenol (Novolak) findet sich eine kurze Bemerkung von Baeekeland in der Chemikerzeitung 33 (1909), Seite 858, Spalte 2 unten. Jedoch ist aus dieser   Veröffentlichung   nicht zu erkennen, ob das Essigsäureanhydrid hier lediglich in bekannter Weise (s. Beilstein, Band II 1896, S. 1109 Mitte) polymerisierend, d. h. kondensierend oder auch bzw. ausschliesslich azetylierend wirkt. 



   Beispiel3 : Ähnlich wie   Azetylchlorid   reagiert auch Benzoylchlorid ziemlich leicht unter Entwicklung von Salzsäure mit den Aldehydharzen. Man kann jedoch auch unter Verwendung   säurebindender   Mittel in der Weise arbeiten, dass man das AIdehyharz in der erforderlichen Menge von   wässrigem Alkali   löst und mit einer für den beabsichtigten Zweck jeweils   benötigten   Menge   (etwa 40, 75 oder 100% der   Theorie) an Benzoylchlorid bei Temperaturen etwa zwischen 50 und 100 in Reaktion setzt. Das ab- 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 geschiedene, in Alkali   unlösliche     Benzoylderivat   aus primärem Kresolharz (vgl. Beispiel 1) löst sich leicht in Benzol, Toluol und Tetrachlorkohlenstoff.

   Es erweicht bei etwa   55 ,   ist aber bei   700 noch zähe.   



   Beispiel 4 : 60 kg Aldehydharz (aus Rohkresol lnd Formaldehyd, sauer kondensiert) werden in 
 EMI3.1 
 einer Stunde mit Tolnolsulfonsäureisoamylester versetzt. Das neue Harz scheidet sich in   unlöslicher   Form ab. Es ist in der Wärme in Leinöl leicht löslich und schmilzt zwischen 50 und   600.   



   Beispiel 5 : Bemerkenswert ist die Reaktionsfähigkeit der Aldehydharze gegenüber Benzylchlorid. Man verfährt in der Weise, dass man die Harze in einem Überschuss von wässrigem Alkali löst und bei einer Temperatur von etwa   90-95 C das Benzylchlorid   unter ständigem Rühren   einlaufen lässt.   



  Es findet eine lebhafte Reaktion statt, und nach ganz kurzer Zeit scheidet sich das benzylierte Harz ab. 



  Man erhitzt noch einige Zeit weiter, bis der Geruch nach Benzylchlorid verschwunden ist.   Ver wendet   man etwa gleiche Teile Kresol-Aldehydharz (sauer kondensiert) und Benzylchlorid unter Zusatz der erforderlichen Menge Alkali (auf 1 Atom Chlor etwas mehr als 1 Mol. Natriumhydroxyd). so erhält man ein neues Harz, das in   Azetylentetraehlorid,   Trichloräthylen, Tetrachlorkohlenstoff. Benzol und seinen Homologen, Rizinusöl, Leinöl und Harzöl, selbst in der Kälte, reichlich löslich ist. Es   eu weicht   bei etwa   60'und   ist   bei 90'noch   zähe. 



   Beispiel 6 : Verwendet man an Stelle des sauer kondensierten Kresolaldehydharzes ein aus molekularen Mengen Phenol und Formaldehyd in Gegenwart von Ammoniak erzeugtes Resol, so gelangt man bei der Kondensation mit Benzylchlorid zu ganz ähnlichen Produkten, u. zw. lässt die nahezu quantitative Ausbeute erkennen, dass auf   l Mol. Phenol   etwa 1 Mol. Benzylchlorid in das Harz eintritt. Bezüglich Löslichkeit in organischen Lösungsmitteln und Schmelzpunkt unterscheidet es sich nicht wesentlich von dem Kondensationsprodukt nach Beispiel 5. 



   Beispiel 7 : Ausserordentlich lebhaft gestaltet sich die Einwirkung von Phosgen auf eine alkalische 
 EMI3.2 
 bar macht. Da ihre Entstehung unter geeigneten Reaktionsbedingungen (s. oben) eine fast   augenblicklich ;   ist, so lassen sich die neuen Produkte auch auf geeigneten Unterlagen wie Textilfasern, Holz, Papier u. dgl. erzeugen, indem man z. B. diese Unterlagen mit, der alkalischen Lösung der Aldehydharze tränkt und gegebenenfalls nach dem Trocknen der Einwirkung von Phosgen aussetzt. Die neuen Verbindungen 
 EMI3.3 
 



   Beispiel 8 : Wendet man im Beispiel 5 statt der äquivalenten Menge   (1   Mol. Benzylchlorid auf jede Hydroxylgruppe) nur die Hälfte oder drei Viertel des   Benzylchlorid   an, so erhält man   Zwischen-   produkte, in denen die Hälfte oder ein Viertel der Hydroxylgruppen noch offen, d. h. durch den Benzylrest nicht verschlossen ist. Lässt man auf diese Zwischenprodukte, nachdem man sie z. B. in Benzol oder Toluol gelöst hat,   Benzoyl-oder Azetylehlorid   in Gegenwart der erforderlichen Menge eines   säurebindenden   Mittels einwirken, so erhält man gemischt substituierte Aldehydharze. Das gleiche gilt, falls man statt Benzoylchlorid Phosgen als zweite Komponente zum   Verschluss   der Hydroxylgruppen verwendet.

   Hiebei erhält man Produkte, die wohl gleichfalls als Kohlensäurederivate anzusehen sind, die aber ihre Löslichkeit, z. B. in Toluol oder Benzol und Tetrachlorkohlenstoff, nicht eingebüsst haben. 



    Beispiel 9: 24 kg Aldehydharz (vgl. Beispiel 1) werden mit 26 l Natronlauge von 33  Bé und 24 l   Wasser heiss gelöst und zunächst in etwa      bis 1 Stunde mit 13.5 kg Benzylchlorid kondensiert. Darauf werden nach und nach im Verlauf von   1-lys   Stunde u.   zw.   gegen Schluss unter Aufreehterhaltung alkalischer Reaktion durch Zugabe von weiterer Natronlauge obiger Konzentration   16 lcg p-Toluolsulio-   chlorid zugegeben. Das hiedurch erhaltene gemischt substituierte Harz erweicht zwischen 64 und 73und ist in   801ventnaphtha     löslich.   



   Beispiel 10 : Verfährt man in der Reihenfolge :   l. Verschluss   der Hälfte der offenen Hydroxylgruppen des Aldehydharzes mittels Monochloressigsäure, 2. Verschluss der andern Hälfte der offenen Hydroxylgruppen mit Benzylchlorid, 3. Veresterung der erhaltenen   Polykarbonsäure   mittels eines Alkohols und   konzentrierter Schwefelsäure,   so erhält man gemischt substituierte, in Ätzalkalien und ihren Karbonaten unlösliche, in organischen Lösungsmitteln lösliche Harze. 



   Beispiel 11 (-CO-) : 120 Teile des primären Kondensationsproduktes aus Formaldehyd und Phenol (sauer kondensiert) und 95 Teile Phenol werden in etwa 1000 Teilen einer   10% igen Natronlauge   gelöst und bei gewöhnlicher Temperatur nötigenfalls unter weiterer Zugabe von Alkali, so lange mit   Phosgen behandelt, bis primäres Kondensationsprodukt und Phenol aus der bis zum Schlusse schwach   

 <Desc/Clms Page number 4> 

 alkalisch zu haltenden Reaktionsflüssigkeit verschwunden sind.   VorIieg'endenfaDs ist   in   dem alkaliun-     löslichen   Reaktionsprodukt von harzartigem Charakter das im Gegensatz zum primären Phenol-Aldehydharz in Alkohol sehr schwer löslich ist, ein Vertreter des Typus   a#c#b zu erblicken bzw.

   des   Typus 
 EMI4.1 
   AIdehydharzes (a)   mit X Gruppen e--b verschlossen sind wobei   c-b     den Gesamtrest O.   CO. O.C6H5 bedeutet. 



   An Stelle des Restes der Kohlensäure (CO) können andere zwei- oder dreiwertige Reste treten, 
 EMI4.2 
 



  Eine ausserordentlich grosse Mannigfaltigkeit dieser Ausführung des Verfahrens ist dadurch gegeben, dass nicht nur, wie oben bereits angedeutet, in dem Symbol   a-e-b   an Stelle von a, b und e die verschiedenartigsten Verbindungen treten können sondern es lassen sich, vermöge der offenbar hochmole-   kularen Struktur   der Phenol-Aldehydharze (auch andere Aldehyde als Formaldehyd können herangezogen werden), um nur ein Beispiel unter vielen anzugeben, auch gemischte   Komplexverbindungen   mit unter sich verschiedenen Verbindungen herstellen. Man erhält derartige Produkte wenn man in dem oben angeführten Beispiel die dort verwendeten 95 Teile Phenol durch etwa 110 Teile des Gemisches der drei isomeren Kresole oder durch 145 Teile des Gemisches der beiden Naphtole ersetzt.

   In letzterem Falle erhält man als gemischte Komplexverbindung ein Harz, das gleichfalls in   den meisten organischen Lösungs-   mitteln sehr schwer   löslich   ist. 



   Ersetzt man den   Hilfsrest-CO-,   wie er sich gemäss obigem durch Vermittlung von Phosgen einführen lässt, durch den Hilfsrest -CH2.CO- (aus Monochloressigsäure). so erhält man zusammengesetzte Derivate der Aldehydharze von der allgemeinen Formel ROCH2COOR', wobei R den Rest des PhenolAldehydharze und R'einen Alkyl-oder Arylrest bedeutet. Durch Hydrolyse zerfallen diese Verbindungen in   eine sodalösliche Karbonsäure ROCHCOOH und   den Alkohol bzw. das Phenol ROH. Auch aromatische 
 EMI4.3 
 Ausscheidung des neuen Kondensationsproduktes statt. Es ist in Soda und Alkali vollkommen   unlöslich     und   kann daher ohne Schwierigkeiten von etwa noch vorhandenen Resten der   alkalilöslichen   Ausgangsstoffe getrennt werden.

   Dadurch, dass das neue Harz wie bereits in der Beschreibung erwähnt, durch Behandlung mit   konzentrierter Schwefelsäure sich leicht zu   einer   wasserlöslichen   farblosen Verbindung bulfonieren lässt, unterscheidet es sich in bemerkenserter Weise von dem primären Formaldehydharz, 
 EMI4.4 
 Temperatur der Oxydation unterliegt. In den üblichen organischen Lösungsmitteln ist es mässig löslich. 



   Beispiel 13   (-CHa.     CO-)   : 12   Formaldehyd-Kresolharz   werden in 8 g Natronhydrat und   J 00 rem   Wasser gelöst, mit   9'5 g Monochloressigsäure versetzt und   alsdann im Wasserbade so lange erhitzt, bis eine mit Säure ausgefällte Probe in Soda   löslich     ist. Man scheidet   das Kondensationsprodukt durch   Salz-oder Schwefelsäure   aus, filtriert ab, wäscht aus und trocknete Das trockene Harz wird mit   93 g   Anilin auf   1500 erhitzt,   etwa zwei Stunden bzw. so lange, bis das Reaktionsprodukt seine   Löslichkeit   in Soda eingebüsst hat.

   Alsdann lässt man erkalten und behandelt, wenn nötig, das zerkleinerte Harz mit verdünnter   Salzsäure, um   die noch etwa vorhandenen Reste des Anilins zu entfernen. Das neue Harz. dem vermutlich   die Konstitution eines Karbonsäureanilids,   R. O.   CH2.   CO. NH.   CJL ;, zukommt,   ist in Alkohol heiss löslieh, in Benzol gänzlich   unlöslich,   in Solventnaphtha heiss sehr wenig, in Tetralin   ksslt     wenig, heiss löslich.   



     PATENT-ANSPRÜCHE   :
1. Verfahren zur Darstellung von Abkömmlingen der harzartigen, in   Alkali löslichen Kondensations-   produkte aus Phenolen und Formaldehyd, darin bestehend, dass man diein diesen Kondensationsprodukten 
 EMI4.5 
 schieden sein können, nach an sich bekannten Methoden ganz oder teilweise verschliesst, wobei jedoch die Einwirkung von Essigsäureanhydrid auf Novolake ausgenommen sein soll.

Claims (1)

  1. 2. Ausführungsweise des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man den Verschluss der noch vorhandenen freien Hydroxylgruppen in harzartigen alkalilöslichen Kondensationsprodukten aus Phenolen und Aldehyden durch Reste solcher organischer Verbindungen, die mit den Hydroxylgruppen nicht unmittelbar in Reaktion treten-können, unter Vermittlung reaktionsfähiger, an sich indifferenter Gruppen, wie -CO-, -CS-, -CO.CO-, -CH2.CO- oder -CH2.CH2.-, bewirkt.
AT101628D 1918-06-10 1920-07-14 Verfahren zur Darstellung von Abkömmlingen der harzartigen, in Alkali löslichen Kondensationsprodukte aus Formaldehyd und Phenolen. AT101628B (de)

Applications Claiming Priority (3)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEB86582D DE391072C (de) 1918-06-10 1918-06-10 Verfahren zur Darstellung von Derivaten der harzartigen, in Alkali loeslichen Kondensationsprodukte aus Phenolen und Formaldehyd
DEB102847D DE400639C (de) 1918-06-10 1919-03-22 Verfahren zur Darstellung von Derivaten der harzartigen, in Alkali loeslichen Kondensationsprodukte aus Phenolen und Aldehyden
DEB88830D DE399677C (de) 1918-06-10 1919-03-22 Verfahren zur Darstellung von Derivaten der harzartigen, in Alkali loeslichen Kondensationsprodukte aus Phenolen und Aldehyden

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT101628B true AT101628B (de) 1925-11-10

Family

ID=27209346

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT101628D AT101628B (de) 1918-06-10 1920-07-14 Verfahren zur Darstellung von Abkömmlingen der harzartigen, in Alkali löslichen Kondensationsprodukte aus Formaldehyd und Phenolen.

Country Status (5)

Country Link
AT (1) AT101628B (de)
CH (1) CH94457A (de)
DE (1) DE400639C (de)
FR (1) FR520319A (de)
GB (1) GB148366A (de)

Also Published As

Publication number Publication date
GB148366A (en) 1922-01-09
CH94457A (de) 1922-05-01
FR520319A (fr) 1921-06-23
DE400639C (de) 1924-08-18

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0009699B1 (de) Verfahren zur Herstellung weitgehend wasserfreier und Hydroxybenzoesäure-freier Alkalisalze von Hydroxybenzoesäureestern
AT101628B (de) Verfahren zur Darstellung von Abkömmlingen der harzartigen, in Alkali löslichen Kondensationsprodukte aus Formaldehyd und Phenolen.
DE391072C (de) Verfahren zur Darstellung von Derivaten der harzartigen, in Alkali loeslichen Kondensationsprodukte aus Phenolen und Formaldehyd
AT139124B (de) Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten aus cyklischen Oxyverbindungen und Acetylen.
DE2749327A1 (de) Verfahren zur herstellung von acetoacetylaminobenzolen
DE676854C (de) Verfahren zur Herstellung von Gerbmitteln aus Ligninsulfonsaeuren
DE1445535A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten
DE375638C (de) Verfahren zur Herstellung von harzartigen Kondensationsprodukten aus Phenolen und Aldehyden
AT94215B (de) Verfahren zur Herstellung von Kunstharzen.
DE497412C (de) Verfahren zur Darstellung von Phenolen
DE819692C (de) Verfahren zur Herstellung von 4-Amino-2, 6-dialkyl- bzw. -diaralkylpyrimidinen
DE258887C (de)
DE481994C (de) Verfahren zur Darstellung von Diarylguanidinen
DE1217971B (de) Verfahren zur Herstellung von Hydroxy-aminodiarylalkanen
DE581956C (de) Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten aus Phenolen und Naturharzen
DE648466C (de) Verfahren zur Herstellung von gerbend wirkenden Kondensationsprodukten
EP0218005B1 (de) Eintopfverfahren zur Herstellung von 2-Acetaminonaphthalin-6-sulfonsäure hoher Reinheit
AT35446B (de) Verfahren zur Darstellung von o-Karbonsäuren der Methylthiophenole.
DE1231711B (de) Verfahren zur Herstellung von alkaliloeslichen Kondensationsprodukten
DE152683C (de)
AT114106B (de) Verfahren zur Darstellung von Verbindungen aus Inden und Phenolen.
DE517539C (de) Verfahren zur Darstellung aromatischer Oxyaldehyde
AT120415B (de) Verfahren zur Darstellung von Oxy-di- und -triarylmethanverbindungen aus Aldehyden und Phenolen.
DE1543625C (de) Verfahren zur Herstellung von 2 Amino 4 acylamino phenolathern
DE118567C (de)