AT101037B - Verfahren zur Konservierung von Heilschlamm in dauernd feuchtem und plastischem Zustand unter Erhaltung seiner physikalischen und therapeutischen Eigenschaften, insbesondere seiner Radioaktivität. - Google Patents

Verfahren zur Konservierung von Heilschlamm in dauernd feuchtem und plastischem Zustand unter Erhaltung seiner physikalischen und therapeutischen Eigenschaften, insbesondere seiner Radioaktivität.

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  Verfahren zur Konservierung von Heilschlamm in dauernd feuchtem und plastischem Zustand unter Erhaltung seiner physikalischen und therapeutischen Eigenschaften, insbesondere seiner Radioaktivität. 



   Die Verwendung von Badeschlamm und Moor für Heilzwecke ist seit Jahrhunderten in Gebrauch, ihre Verwendung in möglichst natürlichem Zustand wird jedoch erst seit etwa 30 Jahren durchgeführt und ist mit den grössten Schwierigkeiten und Nachteilen verbunden. Die Verwendung des nassen Schlammes ist infolge seines hohen Wassergehaltes sehr kostspielig, ausserdem stellen sich sehr bald   Schimmel-   bildung und Fäulnis ein.

   Die Entfernung des radioaktiven Wassers durch Abpressen oder Ausschleudern setzt den therapeutischen Wert infolge Verlustes der so wertvollen wasserlöslichen, insbesondere der 
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 verhindert zwar das Faulen, stört aber den kolloiden Zustand, so dass die notwendige salbenartige Beschaffenheit des Naturschlammes nicht wieder herzustellen ist, abgesehen von dem bedeutenden Verlust an Radioaktivität, welcher mit dem Trocknen verbunden ist, da die im Schlammwasser vorhandene Emanation gänzlich ausgetrieben und aus den Radiumsalzen sich frisch bildende Emanation durch die stets vorhandene Luftzirkulation im Trockenschlamm sogleich abgeführt wird. 



   Durch das vorliegende Verfahren ist es nun gelungen, alle angeführten Schwierigkeiten zu vermeiden. Das Verfahren besteht darin, dass durch geringe Zusätze stark hygroskopischer Substanzen, wie z. B. Chlorkalzium, Kalziumnitrat, Glaubersalz, Chlornatrium, Chlormagnesium, Glyzerin u. dgl., welche neutral und vollständig unschädlich sind, der Schlamm an der Abgabe seines Wassergehaltes grösstenteils gehindert wird, wodurch er plastisch und weich bleibt, ohne seine natürliche Beschaffenheit irgendwie zu verändern.

   Ausserdem bleibt durch   Zurückhaltung   des natürlichen Wassergehaltes die ursprüngliche   Radioaktivität zum grössten   Teil erhalten, da die im Wasser gelösten Radiumsalze und Emanation mit 
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 behält, ein gefälliges Aussehen bekommt und ohneweiters versandfähig ist, die Schlammwürfel sich schneiden und leicht im Wasser verteilen lassen. Durch geeignete Auswahl der Zusatzstoffe wird Sehimmelbildung und Fäulnis verhindert, ohne dass ein besonderes Konservierungsmittel zugesetzt werden müsste. 



   Zusätze zum Badeschlamm, um ganz bestimmte chemische oder mechanische Vorteile im Schlamme zu erreichen, sind seit längerer Zeit bekannt, jedoch wird in keinem Falle angestrebt, den Schlamm feucht und plastisch, sowie radioaktiv zu erhalten. So z. B. wird nach dem D. R. P. 139585 Bademoor mit   Fangoschlamm,   sowie mit Mineralsalzen versetzt, um das Bademoor formfähig zu machen und   11m   ihm höhere    Heilkraft zu   verleihen. Nach dem D. R. P. Nr. 324276 hingegen wird der Schlamm mit solchen Salzen vermengt, welche bei Zusatz von Wasser Wärme entwickeln, so dass die   Sehlammpackung   ohne äussere   Wärmezufuhr   sich erhitzt, ohne zusammenzubacken.

   Diese Verfahren haben somit infolge gänzlich verschiedener Grundgedanken und Zwecke nichts mit. der vorliegenden Erfindung zu tun. 



   Beispiel I. Zu   1 7G9   nassem Schlamm werden 100 g granuliertes Chlorkalzium zugemischt und gut durchgerührt, bis sich das Salz vollständig aufgelöst und verteilt hat. Darauf wird in Formen gefüllt, stehen gelassen, bis sich eine Haut gebildet hat, und die Würfel auf Trockengestelle gelegt, wo sie einige Tage liegen bleiben, um dann verpackt zu werden. 



   Beispiel II. Auf 1 leg nassen Schlamm werden 80 g Chlorkalzium und 20 g Glyzerin von   280 Bé   zugemischt und wie vorher verfahren. Die Würfel fallen nun noch plastischer und weicher wie in Beispiel I aus. 



   Beispiel III. Statt Chlorkalzium wie in Beispiel 1 und II wird Kalziumnitrat verwendet. 



   Beispiel IV. Auf   l/c < /nassen Schlamm   nimmt man wie oben 150 g kalziniertes Glaubersalz. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Konservierung von Heilschlamm in dauernd feuchtem und plastischem Zustand unter Erhaltung seiner physikalischen und therapeutischen Eigenschaften, insbesondere seiner Radioaktivität, dadurch gekennzeichnet, dass dem nassen Schlamm unschädliche, neutrale hygroskopisch Salze oder Glyzerin, einzeln oder im Gemisch, zugesetzt werden, wodurch das Austrocknen verhindert wird und der grösste Teil der   ursprünglichen   Radioaktivität erhalten bleibt. 

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Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass solche hygroskopisch Substanzen in genügender Menge dem Badeschlamm zugesetzt werden, welche gleichzeitig konservierend wirken, so dass Schimmel-und Fäulnisbildung im Schlamm ausgeschlossen ist. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
AT101037D 1924-01-08 1924-01-08 Verfahren zur Konservierung von Heilschlamm in dauernd feuchtem und plastischem Zustand unter Erhaltung seiner physikalischen und therapeutischen Eigenschaften, insbesondere seiner Radioaktivität. AT101037B (de)

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