Beschreibung
Riemenspanner
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung mit einem Getriebe, insbesondere einen Wäschetrockner oder eine Waschmaschine, mit antriebsseitigen zylinderförmigen Elementen, die mittels eines Riemens mit abtriebsseitigen zylinderförmigen Elementen rotatorisch (drehend) verbunden sind. Rotierende antriebssei- tige zylinderförmige Elemente treiben den Riemen an. Der Rie¬ men treibt abtriebsseitige zylinderförmige Elemente derart an, dass diese rotieren.
Der Antrieb der Trommel sowie des Lüfterrades bzw. der Lüf- terräder von Wäschetrocknern/Waschmaschinen nach dem Stand der Technik erfolgt über einen gemeinsamen Elektromotor. Da¬ bei sind die Lüfterräder direkt an einem oder beiden der Wel¬ lenenden befestigt und werden somit mit der Motordrehzahl be¬ trieben. Die erforderliche Trommeldrehzahl ist durch den Trocknungsprozess sowie weitere Erfordernisse festgelegt. Die Trommel wird insbesondere mittels eines Profilkeilriemens an¬ getrieben, der abtriebsseitig um den Trommelmantel geführt ist. Antriebsseitig ist der Profilkeilriemen um die Motorwel¬ le geführt. Die Motorwelle ist als Profilkeilriemenritzel ausgebildet, das heißt sie weist ein dem Profilkeilriemen entsprechendes Profil auf, das zum Beispiel durch Drehen er¬ zeugt wird. Das Untersetzungsverhältnis Motordrehzahl zu Trommeldrehzahl ist somit durch den Motorwellendurchmesser und den Trommeldurchmesser bestimmt. Der Trommeldurchmesser ist durch die Baubreite des Trockners/der Waschmaschine (üb¬ licherweise ca. 60 cm) bestimmt. Damit ist der Durchmesser des Profilkeilriemenritzels auf der Motorwelle festgelegt. Dies hat zur Folge, dass der Profilkeilriemenritzeldurchmes¬ ser relativ klein ist. Aufgrund der räumlichen Gegebenheiten ist außerdem der Schlingwinkel des Profilkeilriemens um das Profilkeilriemenritzel begrenzt. Um das nötige Antriebsdreh¬ moment übertragen zu können, sind somit entsprechend hohe
Riemenspannungen von einem entsprechenden Riemenspanner zu erzeugen.
Der Antrieb der Trommel von Wäschetrocknern erfolgt nach dem Stand der Technik durch einen Elektromotor. Dabei wird insbe¬ sondere ein Profilkeilriemen direkt über die Trommel selbst und über das zumeist auf der Elektromotorwelle sitzende Rit¬ zel, das in diesem Fall ein Profilkeilriemenprofil aufweist, geführt. Damit der Riemen keinen Schlupf erfährt, was einen beschleunigten Verschleiß des Riemens bedeutet, wird der Rie¬ men durch so genannte Riemenspanner entsprechend vorgespannt.
Riemenspanner nach dem Stand der Technik sind zum Beispiel an Schwinghebeln gelagerte Rollen, die mittels zum Beispiel ei- ner Zugfeder gegen das zwischen Trommel und Ritzel befindli¬ che Trum des Riemens gedrückt werden und so die erforderliche Riemenspannung erzeugen.
Nachteil dieser Riemenspanner ist, dass sie kostenaufwändig herzustellen und zu montieren sind. Außerdem kann es vorkom¬ men, dass diese Riemenspanner im Betrieb störende Geräusche verursachen.
Der Erfindung liegt damit die Aufgabe zugrunde, insbesondere bei Wäschetrocknern oder Waschmaschinen, einen kostengünsti¬ gen, einfach zu montierenden Riemenspanner bereitzustellen.
Die Aufgabe wird durch eine Vorrichtung gemäß dem Hauptan¬ spruch 1 und ein Verfahren gemäß Anspruch 12 gelöst. Vorteil- hafte Ausgestaltungen finden sich in den Unteransprüchen.
Die erfindungsgemäße Lösung der Aufgabenstellung sieht vor, ein dauerelastisches Medium bzw. Material zur Erzeugung einer Riemenspannung auf mindestens einer der äußeren und inneren Mantelflächen der zylinderförmigen Elemente bereitzustellen. Die antriebsseitigen zylinderförmigen Elemente übertragen ein
Drehmoment zum Riemen. Die abtriebsseitigen zylinderförmigen Elemente nehmen die Rotationsleistung vom Riemen auf.
Die zylinderförmigen Elemente sind insbesondere mittels An- triebswellen, Ritzel, Lagern, Trommeln, Trommelachsen, Rol¬ len, Rollenachsen als Zylinder und/oder Hohlzylinder bereit¬ gestellt. Eine Antriebswelle ist die Antriebswelle des Mo¬ tors. Bei einem Ritzel weist die äußere Mantelfläche Zähne entlang der Umfangsrichtung auf. Ein Ritzel kann als Hohlzy- linder um eine Antriebswelle angeordnet sein. Eine Trommel nimmt als Hohlzylinder die Wäsche auf. Um eine Trommelachse rotiert die Trommel. Die Trommel kann ebenso auf Rollen dreh¬ bar angeordnet sein. Die Rollen weisen Rollenachsen auf. Rol¬ len können als Hohlzylinder bereit gestellt sein. Zwischen rotierenden und statischen Elementen sind Lager angeordnet, die herkömmlicher Weise als Gleitlager, Kugellager, Wälzlager usw. ausgebildet sein können. Die zylinderförmigen Elemente sind in der Regel um deren Längsachse rotierbar. Statische Elemente sind nicht rotierbare Bestandteile der Vorrichtung. Bei Hohlzylindern ist zusätzlich zur äußeren Mantelfläche ei¬ ne innere Mantelfläche ausgebildet.
Der Abstand der antriebsseitigen zylinderförmigen Elemente zu den abtriebsseitigen zylinderförmigen Elementen wird insbe- sondere durch den Abstand der Antriebswelle des Motors zur
Trommelachse bestimmt. Der Abstand ist in der Regel derart in der Vorrichtung eingestellt, dass das dauerelastische Medium zur Erzeugung der Riemenspannung einfach positioniert werden kann und der Abstand nach der Positionierung nicht mehr ver- ändert werden muss, damit eine Riemenspannung erzeugt wird.
Falls in einem ersten Fall das dauerelastische Medium auf ei¬ ner äußeren Mantelfläche, beispielsweise einer Antriebswelle oder eines Ritzels und/oder einer Trommel, und direkt im Kon- taktbereich mit dem Riemen angeordnet ist, wirkt das dauer¬ elastische Medium direkt gegen den Riemen. Das dauerelasti¬ sche Medium drückt den Riemen, der eine bestimmte Breite und
damit mehrere parallele Rotationsebenen aufweist, in dessen Rotationsebene (n) nach außen. Auf diese Weise wird der Riemen gespannt. Das dauerelastische Medium vergrößert den Radius des betreffenden zylinderförmigen Elements und bewirkt, dass der Riemen in das dauerelastische Medium hinein gezogen wird.
Falls in einem zweiten Fall das dauerelastische Medium auf anderen Mantelflächen - beispielsweise zwischen Antriebswelle und Ritzel, zwischen Trommel und Trommelachse und/oder auf äußeren Rollenmantelflächen im Kontaktbereich zur Trommel - angeordnet ist, wirkt das dauerelastische Medium indirekt ge¬ gen den Riemen. Das dauerelastische Medium ist in Kontaktbe¬ reichen von zylinderförmigen Elementen angeordnet, und zwar auf sich einander rotatorisch berührenden (erster Unterfall) und/oder zueinander statisch bereit gestellten Mantelflächen (zweiter Unterfall) .
Falls im ersten Unterfall beispielsweise das dauerelastische Medium auf einer äußeren Rollenmantelfläche in rotatorischem Kontakt zur Trommel bereitgestellt ist und das dauerelasti¬ sche Medium die Trommel/Trommelachse von der Antriebswelle weg drückt, muss die Trommel/Trommelachse entsprechend ver¬ schiebbar gelagert sein. Das dauerelastische Medium vergrö¬ ßert den Radius der Rolle und bewirkt, dass die Trommel den Riemen in dessen Rotationsebene (n) nach außen drückt. Auf diese Weise wird der Riemen gespannt. Die Lage der Rollenach¬ se zur Antriebswelle muss zur Erzeugung der Riemenspannung nicht verändert werden.
Im zweiten Unterfall ist das dauerelastische Medium auf ande¬ ren Mantelflächen - beispielsweise zwischen Antriebswelle und Ritzel und/oder zwischen Trommel und Trommelachse und/oder zwischen Rollenachse und Rolle - an zueinander statischen Kontaktbereichen von zylinderförmigen Elementen angeordnet. Zur Erzeugung einer Riemenspannung muss der Abstand der An¬ triebswelle zu der Trommelachse oder Rollenachse derart be¬ reit gestellt sein, dass die Abstoßungskräfte zwischen An-
triebswelle und Trommelachse oder Rollenachse das dauerelas¬ tische Medium derart zusammen drücken, dass das dauerelasti¬ sche Medium über den dieses umfassenden Hohlzylinder den Rie¬ men in dessen Rotationsebene (n) nach außen drückt und den Riemen spannt .
Das dauerelastische Medium ist ebenso in Kontaktbereichen von Lagern zu rotierenden zylinderförmigen Elementen und/oder zu statischen Elementen der Vorrichtung bereitstellbar. Diese Ausführungsform entspricht dem vorstehenden zweiten Unterfall mit dem Unterschied, dass eine äußere oder innere Mantelflä¬ che zu einem statischen Element der Vorrichtung bereitge¬ stellt ist.
Besonders vorteilhaft ist die Bereitstellung einer Einrich¬ tung zur Einstellung des Abstands der antriebsseitigen zylin¬ derförmigen Elemente zu den abtriebsseitigen zylinderförmigen Elementen. Der Abstand der antriebsseitigen zylinderförmigen Elemente zu den abtriebsseitigen zylinderförmigen Elementen wird insbesondere durch den Abstand der Antriebswelle des Mo¬ tors zur Trommelachse erzeugt. Mittels der Einrichtung kann der Abstand nach der Bereitstellung und Positionierung des dauerelastischen Mediums zur Vergrößerung bzw. Erzeugung der Riemenspannung zu einem ursprünglichen Abstand vergrößert und fixiert werden. Alternativ oder kumulativ kann die Position einer Rollenachse zur Antriebswelle zur Vergrößerung bzw. Er¬ zeugung der Riemenspannung derart verändert werden, dass da¬ durch der Abstand der Antriebswelle des Motors zur Trommel¬ achse vergrößert wird. Die Einrichtung weist Mittel zum Fi- xieren insbesondere von Antriebswelle, Trommelachse und/oder Rollenachse auf.
Vorzugsweise besteht das dauerelastische Medium aus einem Kunststoff bzw. Polymer. Dieser ist vorzugsweise ein ge- schäumter Kunststoff. Eine weitere Möglichkeit ist beispiels¬ weise mittels eines federnden Metalls (zum Beispiel Feder¬ stahl) als Medium gegeben.
In einer vorteilhaften Ausführung ist das Medium, insbesonde¬ re das bandartige Polymer, auf der Rückseite mit einem Haft¬ kleber beschichtet, der die sichere Verbindung zur äußeren bzw. inneren Mantelfläche der zylinderförmigen Elemente er¬ zeugt. Im Falle der Anordnung des dauerelastischen Mediums zwischen zueinander statischen Elementen kann der Haftkleber ebenso auf der Vorderseite angeordnet sein.
Das dauerelastische Medium muss das zylinderförmige Element nicht unbedingt vollständig umschlingen. Es genügt, wenn meh¬ rere Abschnitte eines Bandes auf dem zylinderförmigen Element aufgebracht werden.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform kann das dauerelastische Medium aus aneinander gereihten Elementen bestehen, die dau¬ erelastische Eigenschaften quer zur Umfangsrichtung des zy¬ linderförmigen Elements aufweisen.
Neben den bereits geschilderten Vorteilen der Erfindung weist ein Schaumstoffband auch Geräusch mindernde Eigenschaften auf. Andere dauerelastische Medien mit Geräusch mindernden Eigenschaften sind ebenso vorteilhaft verwendbar.
Für eine Montage der Vorrichtung ist es vorteilhaft, wenn durch die Bereitstellung des dauerelastischen Mediums bereits eine Riemenspannung erzeugt wird, ohne dass der Abstand bei¬ spielsweise zwischen Antriebswelle und Trommelachse verändert werden muss.
Mittels einer Einrichtung zur Veränderung des Abstands von beispielsweise der Antriebswelle und Trommelachse (es kann beispielsweise auch der Abstand der Antriebswelle zu einer Rollenachse sein) , kann der Abstand zunächst derart klein ge- wählt werden, dass das Getriebe mit dem bereit gestellten elastischen Medium und ohne den Riemen ausgebildet werden kann, wobei nach Anlegen des Riemens über beispielsweise Rit-
zel und Trommel der Abstand derart vergrößert werden kann, bis eine gewünschte Riemenspannung erzeugt ist. Bei jedem der geforderten Abstände sind die antriebsseitigen zu den ab- triebsseitigen zylinderförmigen Elementen fixierbar.
Die vorliegende Erfindung wird anhand von Ausführungsbeispie¬ len in Verbindung mit den Figuren beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht eines ersten Ausführungsbei- spiels einer erfindungsgemäßen Vorrichtung;
Fig. 2 einen Querschnitt entlang der Schnittebene A-A' der Fig. 1 des ersten Ausführungsbeispiels eines erfin¬ dungsgemäßen Riemenspanners;
Fig. 3 einen Querschnitt entlang der Schnittebene A-A' der Fig. 1 eines zweiten Ausführungsbeispiels eines er¬ findungsgemäßen Riemenspanners;
Fig. 4 eine Seitenansicht eines zweiten Ausführungsbei¬ spiels einer erfindungsgemäßen Vorrichtung mit ei¬ nes dritten und eines vierten Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Riemenspanners;
Fig. 5 einen Querschnitt entlang der Schnittebene B-B' der Fig. 4.
Fig. 1 zeigt eine Vorrichtung mit einem Getriebe, insbesonde¬ re einen Wäschetrockner oder eine Waschmaschine, mit einer optional ein Ritzel 2 aufweisenden bzw. von diesem umfassten bzw. umgebenden Antriebswelle 1 eines Motors, wobei ein Rit¬ zel 2 ebenso einstückig mit der Antriebswelle 1 bereitstell¬ bar ist. Ein Ritzel (kleines Zahnrad) 2 kann insbesondere als ein Hohlzylinder ausgebildet sein, dessen Innenfläche der An- triebswelle 1 und dessen Außenfläche einem umlaufenden Riemen 4 in Material und/oder Form angepasst ist.
Gemäß allen Ausführungsarten verläuft der Riemen 4 direkt oder indirekt, d.h. ohne oder mit dauerelastischen Medium 9, auf der äußeren Mantelfläche entlang des Umfangs einer An¬ triebswelle 1 oder eines Ritzels 2, und einer Trommel 5. Der Riemen 4 kann insbesondere als Profilkeilriemen mit einem Profil auf der dem Ritzel 2 bzw. der Antriebswelle 1 zu ge¬ wandten Seite ausgebildet sein. Derartige Profile können Za¬ cken aufweisen. Andere Profile sind ebenso verwendbar. Ent¬ sprechend kann ein Ritzel 2 als Profilkeilriemenritzel mit einem dem Profilkeilriemen 4 zugeordnetem Profil bereit ge¬ stellt sein.
Um das Ritzel 2 ist der Riemen 4 geführt, wobei der Riemen 4 zusätzlich um einen abtriebsseitigen Hohlzylinder bzw. eine abtriebsseitige Trommel 5 geführt ist. Der Riemen 4 umfasst damit Ritzel 2 und Trommel 5 als ein Endlosband. Bei Waschma¬ schinen oder Wäschetrocknern kann der Durchmesser der Trommel 5 beispielsweise insbesondere ca. das 10 bis 20-fache des Durchmessers der Antriebswelle 1 bzw. des Ritzels 2 sein.
Fig. 1 zeigt ein dauerelastisches Medium 9 im Bereich des Verlaufs des Riemens 4 auf der Außenfläche der Trommel 5. Es ist besonders vorteilhaft, wenn das dauerelastische Medium 9 als entlang dem Verlauf des Riemens 4 und unterhalb des Rie- mens 4 angeordnetes Band positioniert ist. Auf diese Weise ist eine optimale Anpassung an den Verlauf des Riemens 4 mög¬ lich. Das dauerelastische Medium 9 verläuft entlang dem ge¬ samten Außenumfang der Trommel 5. Es ist ebenso möglich das dauerelastische Medium 9 lediglich abschnittsweise entlang dem Außenumfang der Trommel 5 anzuordnen. Das dauerelastische Medium 9 kann quer zur Umfangsrichtung der Trommel 5 die Breite des Riemens 4 aufweisen. Die Breite des dauerelasti¬ schen Mediums 9 kann zur Materialeinsparung kleiner als die Breite des Riemens 4 sein. Damit der Riemen 4 in das dauer- elastische Medium 9 gezogen werden kann, ist eine größere
Breite als die des Riemens 4 vorteilhaft (s. Fig. 2) . Die An¬ ordnung des dauerelastischen Mediums 9 ist alternativ oder
kumulativ ebenso auf dem Ritzel 2, auf der Antriebswelle 1 oder zwischen Antriebswelle 1 und Ritzel 2 oder zwischen ei¬ ner Trommelachse 6 (s. Fig. 4) und Trommel 5 möglich. Das dauerelastische Medium 9 muss nicht im Bereich der Rotations- ebene (n) des Riemens 4 angeordnet sein. Das dauerelastische Medium 9 kann vorteilhaft jeweils als Endlosband um den Um¬ fang des Ritzels 2, der Antriebswelle 1, der Trommel 5 und/oder der Trommelachse 6 bereitgestellt sein. Zur Materi¬ aleinsparung ist es möglich das dauerelastische Medium 9 Ie- diglich abschnittsweise entlang eines Umfangs bereit zu stel¬ len. Das dauerelastische Medium 9 ist gemäß Fig. 1 als Kunst¬ stoff, insbesondere als dauerelastisches Polymer dargestellt. Die Verwendung beispielsweise von Schaumstoff ist ebenso mög¬ lich. Das dauerelastische Medium 9 kann auf einfache Weise mit einem Haftkleber befestigt sein. Dies kann z.B. auf der Seite zur Trommel 5 erfolgen. Dies kann ebenso analog zur Seite des Ritzels 2 oder zur Antriebswelle 1 erfolgen. Ebenso ist eine Anordnung von Haftkleber zur Seite des Ritzels 2 und zur Seite der Antriebswelle 1 möglich, und zwar für den Fall, dass das elastische Medium 9 zwischen Ritzel 2 und Antriebs¬ welle 1 angeordnet ist. Bei Anordnung des elastischen Mediums 9 zwischen Trommelachse 6 und Trommel 5 kann ein Haftkleber ebenso auf beiden Seiten des elastischen Mediums 9 angebracht sein.
Durch eine geeignete Einstellung des Achsabstands zwischen der Trommelachse 6 und der Antriebswelle 1 (Motorwelle) kann eine gewünschte Riemenspannung erzeugt werden. Der Riemen 4 wird dabei in das dauerelastische Medium 9 gezogen.
Fig. 2 zeigt einen Querschnitt entlang der Schnittebene A-A' der Fig. 1 des ersten Ausführungsbeispiels eines erfindungs¬ gemäßen Riemenspanners. Auf einem Mantel der Trommel 5 bzw. auf deren äußerer Mantelfläche, im Bereich eines Riemens 4, ist das dauerelastische Medium 9 in Form eines dauerelasti¬ schen Polymers angeordnet. Darüber ist ein Riemen 4 in Form eines Profilkeilriemens aufgebracht. Das Profil ist hier ge-
zackt. Andere Profile mit Vertiefungen und Hervorhebungen sind ebenso möglich. Je nach Abstand von Antriebswelle 1 und Trommelachse 6 wird der Profilkeilriemen 4 entsprechend in das dauerelastische Polymer 9 gezogen. Entsprechend wird eine erwünschte Riemenspannung erzeugt. Das Zusammenwirken von Riemen 4 (Profilkeilriemen) und dauerelastischem Medium 9 (dauerelastischem Polymer) soll einen Schlupf verhindern und eine optimale Kraftübertragung von Antriebswelle 1 zur Trom¬ mel 5 sicherstellen.
Fig. 3 zeigt einen Querschnitt entlang der Schnittebene ana¬ log der Fig. 2 eines zweiten Ausführungsbeispiels eines er¬ findungsgemäßen Riemenspanners. Dabei ist das dauerelastische Medium 9 als federndes, insbesondere streifenförmiges Element aus Kunststoff oder Metall bereit gestellt. Das dauerelasti¬ sche Medium 9 bzw. die Feder weist im Querschnitt insbesonde¬ re die Form eines konvex zum Profilkeilriemen verlaufenden Kreislinienabschnitts zwischen zwei jeweils ein Maxima auf¬ weisenden Kurvenverläufen auf. Die beiden Maxima sind mit dem größten Abstand von dem Mantel der Trommel 5 beabstandet. Die beiden Enden der Feder berühren den Mantel/die äußere Mantel¬ fläche der Trommel 5. Der Kreislinienabschnitt weist eine Breite entsprechend der Breite des Profilkeilriemens auf. Fig. 3 zeigt das dauerelastische Medium 9 im ungespannten Zu- stand. Das dauerelastische Medium 9 weist dauerelastische Ei¬ genschaften quer zur Umfangsrichtung der Trommel 5 auf.
Wird der Riemen 4 in das dauerelastische Medium 9 gezogen, baut das die Form einer Feder aufweisende dauerelastische Me- dium 9 eine gewünschte Riemenspannung auf. Es ist möglich das dauerelastische Medium 9 beispielsweise als Endlosband um den Umfang der Trommel 5 zu führen. Es ist aber ebenso möglich, das dauerelastische Medium 9 aus aneinander gereihten Elemen¬ ten zu bilden, die voneinander getrennt und beabstandet sind. Es ist weiterhin vorteilhaft, wenn gemäß allen Ausführungs¬ beispielen das dauerelastisch Medium 9 Geräusch mindernde Ei¬ genschaften aufweist.
Mit der bisher beschriebenen Trommel 5 sind alle möglichen Zylinderarten - wie beispielsweise Kreiszylinder oder Hohlzy- linder - mit umfasst.
Fig. 4 zeigt eine Seitenansicht eines zweiten Ausführungsbei¬ spiels einer erfindungsgemäßen Vorrichtung mit eines dritten und eines vierten Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemä¬ ßen Riemenspanners. Gemäß diesem Ausführungsbeispiel sind dauerelastische Medien 9, auf der äußeren Mantelfläche einer Rolle 7 sowie zwischen einer Antriebswelle 1 und einem Ritzel 2 angeordnet.
Gemäß dem ersten Unterfall ist das dauerelastische Medium 9 auf einer äußeren Mantelfläche der in Fig. 4 auf der linken Seite positionierten Rolle 7 in rotatorischem Kontakt zur Trommel 5 bereitgestellt. D.h. die äußere Mantelfläche der Trommel 5 berührt das dauerelastische Medium 9 und überträgt eine Rotationsbewegung auf die Rolle 7. Das dauerelastische Medium 9 drückt die Trommel 5 bzw. Trommelachse 6 von der An¬ triebswelle 1 weg. Damit dies möglich ist, muss die Trommel 5/Trommelachse 6 entsprechend verschiebbar gelagert sein. Das dauerelastische Medium 9 vergrößert den Radius der Rolle 7 und bewirkt, dass die Trommel 5 den Riemen 4 in dessen Rota- tionsebene (n) nach außen drückt. Auf diese Weise wird der
Riemen 4 gespannt. Durch die Änderung der Lage der Rollenach¬ se 8 zur Antriebswelle 1 kann die Riemenspannung eingestellt werden.
Gemäß dem zweiten Unterfall ist das dauerelastische Medium 9 zwischen Antriebswelle 1 und Ritzel 2 an zueinander stati¬ schen Kontaktbereichen von zwei zylinderförmigen Elementen angeordnet. Zur Erzeugung einer Riemenspannung muss der Ab¬ stand der Antriebswelle 1 zu der Trommelachse 6 oder Rollen- achse 8 derart bereit gestellt sein, dass die Abstoßungskräf¬ te zwischen Antriebswelle 1 und Trommelachse 6 oder Rollen¬ achse 8 das dauerelastische Medium 9 derart zusammen drücken,
dass das dauerelastische Medium 9 über das dieses umfassende Ritzel 2 den Riemen 4 in dessen Rotationsebene (n) nach außen drückt und den Riemen 4 spannt. Die in Fig. 4 dargestellten Lager 3 verbinden rotierende zylinderförmigen Elemente 5 und 7 mit statischen Elementen, z.B. Trommelachse 6 und Rollen¬ achse 8 der Vorrichtung. Das dauerelastische Medium 9 ist ebenso an den inneren und äußeren Mantelflächen des Lagers 3 der in Fig. 4 auf der linken Seite positionierten Rolle 7 be¬ reitstellbar. Hierzu gilt das in Verbindung mit dem zweiten Unterfall vorstehend gesagt. Die auf der rechten Seite der Fig. 4 angeordnete Rolle 7 dient insbesondere der Lagerung der Trommel 5.
Fig. 5 zeigt einen Querschnitt entlang der Schnittebene B-B' der Fig. 4. Es sind nun zwei auf der rechten Seite der Fig. 4 angeordnete Rollen 7 zur Lagerung der Trommel 5 sichtbar. Der Riemen 4 verläuft von der Mitte der Trommel 5 versetzt. Der Riemen 4 kann aber auch in der Mitte der Trommel 5 verlaufen. Dazu wird lediglich die Position der in Fig. 4 auf der linken Seite positionierten Rolle 7 angepasst. Beispielsweise kann diese Rolle 7 nach oben oder nach links verschoben werden. In Fig. 5 ist die Trommelachse 6 an der Vorrichtung befestigt. Über ein Lager 3 ist die Trommel 5 rotierbar gegebenenfalls auch schwenkbar gelagert.
Bezugszeichenliste
1 Antriebswelle
2 Ritzel 3 Lager
4 Riemen
5 Trommel
6 Trommelachse
7 Rollen 8 Rollenachsen
9 Dauerelastisches Medium